Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Menü

ZUWA Solarfüllstation 55 l, 9 bar, Kreiselpumpe, 230 V

Beschreibung

Lieferumfang

  • Kreiselpumpe P 90 mit Motor, 2 m Kabel und Stecker
  • UV-stabiler PE-Behälter 55 l mit Deckel, Sieb und Absperrkugelhahn am Auslass
  • 2 × 3 m temperaturbeständiger EPDM-Schlauch ¾"
  • Feinfilter mit Sichtglas
  • Wagen aus stabilem Formrohrrahmen mit Lufträdern

Technische Daten

HerstellerZUWA-Zumpe GmbH
ProduktartFüll- und Spülstation für Solaranlagen
PumpentypKreiselpumpe P 90, selbstansaugend
Max. Fördermenge36 l/min bzw. 2,16 m³/h
Max. Förderdruck9,0 bar
Ein- und Ausgang¾" Innengewinde
Werkstoff LaufradMessing
GleitringdichtungGraphit / Keramik
Werkstoff PumpengehäuseGrauguss
Nennspannung230 V, 50 Hz
Nennleistung0,75 kW
Nennstrom5,0 A
Max. Drehzahl2.900 min⁻¹
SchutzartIP 44
BetriebsartS1 (Dauerbetrieb)
Max. Medientemperatur80 °C
Behälterinhalt55 l, UV-stabiles PE
Schläuche2 × 3 m EPDM ¾", temperaturbeständig bis 100 °C
Maßeca. 1.050 × 490 × 640 mm
Gewicht39 kg

Produktbeschreibung

Füll- und Spülstation mit 9 bar

Die Station spült Solaranlagen, füllt sie mit Wärmeträgermedium und entlüftet sie – in einem Arbeitsgang. Mit dem hohen Maximaldruck ist sie speziell für größere Anlagen, Anlagen auf Hochhäusern und ausgedehnte Industriekomplexe ausgelegt.

9 bar – das ist der Grund für dieses Modell

Der Förderdruck unterscheidet die Station von den Impellerausführungen der Reihe.

ImpellerstationDiese Station
Förderdruck5 bar9 bar
Fördermenge30 l/min36 l/min
Rechnerische Förderhöheca. 50 mca. 90 m
PumpenartImpellerKreiselpumpe

Die Faustregel: 10 Meter Höhe entsprechen etwa 1 bar. 9 bar decken damit rechnerisch rund 90 Meter ab – abzüglich des Widerstands in Leitungen, Bögen und Wärmetauscher.

Wofür das gebraucht wird:

  • Mehrgeschossige Gebäude – die Kollektoren sitzen auf dem Dach, die Station im Keller oder im Technikraum.
  • Große Kollektorfelder mit entsprechend langen Leitungswegen.
  • Industrieanlagen mit ausgedehnter Verrohrung.

Warum der Druck allein nicht genügt: Zum Entlüften braucht es zusätzlich Volumenstrom. 36 l/min reißen die Luftblasen aus den Hochpunkten mit – genau dort, wo sie sich sammeln.

Warum Luft aus dem Kollektorkreis muss

Das ist der eigentliche Zweck des Spülvorgangs.

Wo sich Luft sammelt: an den Hochpunkten – in den Kollektoren auf dem Dach, in Bögen und an Rohrscheiteln.

  • Sie blockiert die Zirkulation. Ein Luftpolster im Kollektor verhindert den Durchfluss – die Anlage bringt keine Leistung.
  • Sie fördert Korrosion. Sauerstoff im Kreislauf greift Metalle an.
  • Sie schädigt die Umwälzpumpe durch Kavitation und Trockenlauf.
  • Sie verursacht Geräusche und Druckschwankungen im System.

Warum Entlüften allein nicht genügt: Luftblasen sitzen dort, wo die Strömung langsam ist. Erst ein hoher Volumenstrom reißt sie mit – das ist reine Strömungsmechanik.

Die Kreiselpumpe aus Grauguss mit Messinglaufrad

Die Werkstoffkombination ist auf das Medium abgestimmt.

BauteilWerkstoffWarum
LaufradMessingglykolbeständig und formstabil bei 80 °C
GehäuseGraugussdruckfest und schwingungsdämpfend
GleitringdichtungGraphit / Keramiktemperaturfest und verschleißarm

Warum die Gleitringdichtung das kritische Bauteil ist: Sie dichtet die rotierende Welle gegen das Medium ab. Bei 2.900 min⁻¹ und 80 °C in Glykolgemisch ist das eine anspruchsvolle Aufgabe.

Graphit auf Keramik ist die bewährte Paarung für heiße Medien – sie verträgt kurzzeitige Trockenphasen und Temperaturspitzen.

Warum Messing beim Laufrad: Wärmeträgermedien sind Wasser-Glykol-Gemische mit Inhibitoren. Kunststofflaufräder verformen sich bei Dauertemperatur, unlegierter Stahl korrodiert.

80 °C Medientemperatur – und was das in der Praxis bedeutet

Die Pumpe fördert Medien bis 80 °C.

Warum dieser Wert zählt: Eine Solaranlage, die im Sommer gespült wird, steht nicht kalt da. Selbst nach dem Abschalten bleibt Restwärme im System.

Wichtig vor dem Spülen: Die Anlage sollte abgekühlt sein. Ein Kollektor bei direkter Sonneneinstrahlung im Stagnationsfall übersteigt die Grenze deutlich – dort sind Temperaturen weit über 100 °C möglich.

Die Schläuche sind großzügiger ausgelegt: Sie halten bis 100 °C – die Pumpe ist das begrenzende Bauteil, nicht die Verschlauchung.

Der Feinfilter mit Sichtglas

Er sitzt im Kreislauf und ist einsehbar.

Was er leistet: Er hält Partikel zurück, bevor sie in die Pumpe oder zurück in die Anlage gelangen.

Warum das Sichtglas der eigentliche Nutzen ist: Beim Spülen einer Neuanlage sammeln sich Lötrückstände, Späne und Dichtungsreste im Filter. Solange sich dort noch Material absetzt, ist der Spülvorgang nicht abgeschlossen.

Das Sichtglas macht den Spülerfolg sichtbar – statt nach Gefühl oder nach Zeit zu arbeiten. Bei einer Bestandsanlage zeigt es außerdem, ob der Kreislauf verschlammt ist.

55 Liter Behälter – der Unterschied zur Kompaktversion

Das ist das Merkmal, das diese Ausführung ausmacht.

KompaktversionDiese Ausführung
Behälter30 l55 l
Gewichtca. 26 kg39 kg
Maße1.100 × 490 × 510 mm1.050 × 490 × 640 mm
Fahrgestellmit Teleskopgriffstabiler Formrohrrahmen

Warum mehr Volumen bei größeren Anlagen nötig ist: Beim Spülen zirkuliert das Medium zwischen Behälter und Anlage. Ein zu kleiner Behälter läuft leer, bevor die Anlage gefüllt ist – dann zieht die Pumpe Luft.

Die Rechnung: Eine Anlage mit 30 Kollektoren und langen Leitungswegen fasst schnell 40 Liter und mehr. Dazu kommt die Menge, die im Behälter verbleiben muss, damit die Ansaugleitung bedeckt ist.

Der zweite Vorteil: Beim Spülen sammelt sich das verschmutzte Medium im Behälter. Mehr Volumen bedeutet, dass sich der Schmutz stärker verdünnt und nicht sofort wieder angesaugt wird.

Der Absperrkugelhahn am Auslass

Er sitzt direkt am Behälter.

Was er leistet: Der Behälter lässt sich absperren, ohne das Medium abzulassen – etwa beim Schlauchwechsel oder beim Transport.

Warum das bei 55 Litern zählt: Wer den Behälter zum Umstellen entleeren müsste, verliert teures Wärmeträgermedium. Mit Absperrhahn bleibt es im Behälter.

Sieb im Deckel

Der Behälterdeckel trägt ein Sieb.

Wofür: Beim Einfüllen aus dem Kanister hält es Partikel zurück. Und beim Spülbetrieb läuft das Rücklaufmedium durch das Sieb, bevor es erneut angesaugt wird – eine zweite Filterstufe vor dem Feinfilter.

IP 44 und Betriebsart S1

  • IP 44 – Schutz gegen Fremdkörper über 1 mm und gegen allseitiges Spritzwasser.
  • Betriebsart S1 – Dauerbetrieb. Beim Spülen läuft die Pumpe oft eine halbe Stunde und länger am Stück.

Ein Hinweis zur Schutzart: IP 44 ist kein Strahlwasserschutz. Die Station gehört nicht in den Regen und nicht in überflutungsgefährdete Bereiche.

Der Wagen mit Lufträdern

Die Station steht auf einem geschweißten Formrohrrahmen.

Warum Lufträder und keine Vollgummiräder: Der Einsatzort ist selten ebener Boden. Baustellen, Kiesflächen, Treppenabsätze und Technikräume mit Schwellen – Luftreifen rollen darüber, statt hängen zu bleiben.

Bei 39 kg leer und über 90 kg gefüllt ist das ein spürbarer Unterschied.

Für welche Medien

  • Wärmeträgermedien für Solaranlagen
  • Wasser-Glykol-Gemische
  • Wasser zum Spülen

Vor der Verwendung anderer Medien sollte die Beständigkeit von Messing, Grauguss, EPDM und der Gleitringdichtung geprüft werden.

Einsatzgebiete

Solaranlagenbau, Heizungsbau und SHK-Betriebe, Wartungs- und Servicedienste, Anlagenbau, Facility Management, Wärmepumpen- und Erdkollektoranlagen, Gerätevermietung.

Hinweise zum Betrieb

  • Anlage vor dem Spülen abkühlen lassen – die Pumpe fördert bis 80 °C, Kollektoren erreichen im Stagnationsfall deutlich mehr.
  • Netzanschluss 230 V mit ausreichender Absicherung; Kabel und Stecker vor jedem Einsatz prüfen.
  • Bei Arbeiten in nasser Umgebung auf eine Absicherung über Fehlerstrom-Schutzschalter achten.
  • Schutzart IP 44 beachten – die Station ist nicht strahlwassergeschützt.
  • Behälterfüllstand im Blick behalten; die Ansaugleitung muss stets bedeckt sein.
  • Feinfilter während des Spülens am Sichtglas kontrollieren und bei Bedarf reinigen.
  • Spülvorgang erst beenden, wenn sich im Sichtglas kein Material mehr absetzt.
  • Den maximalen Förderdruck von 9 bar sowie den zulässigen Druck der zu befüllenden Anlage beachten.
  • Vorgaben des Anlagenherstellers zum Befüllen, Spülen und zur Wasserqualität beachten.
  • Bei heißen Medien Verbrennungsgefahr an Schläuchen und Armaturen beachten.
  • Nach dem Einsatz spülen und entleeren; frostfrei lagern.
  • Gleitringdichtung ist ein Verschleißteil – bei Leckage an der Wellendurchführung ersetzen lassen.

Häufige Fragen

Wie hoch fördert die Station?

9 bar entsprechen rechnerisch rund 90 Metern Förderhöhe – abzüglich des Strömungswiderstands in Leitungen und Wärmetauscher. Damit sind auch Anlagen auf hohen Gebäuden erreichbar.

Was unterscheidet die Station von der Kompaktversion?

Der Behälter: 55 statt 30 Liter. Pumpe, Druck und Fördermenge sind identisch. Die größere Ausführung steht auf einem stabilen Formrohrrahmen und wiegt 39 statt rund 26 kg.

Warum braucht man 55 Liter?

Beim Spülen zirkuliert das Medium zwischen Behälter und Anlage. Ein zu kleiner Behälter läuft leer, bevor die Anlage gefüllt ist – dann zieht die Pumpe Luft. Große Anlagen fassen schnell 40 Liter und mehr.

Wie heiß darf das Medium sein?

Bis 80 °C. Die Schläuche halten bis 100 °C – die Pumpe ist das begrenzende Bauteil. Die Anlage sollte vor dem Spülen abgekühlt sein.

Wozu der Feinfilter mit Sichtglas?

Er hält Lötrückstände, Späne und Schlamm zurück. Das Sichtglas macht den Spülerfolg sichtbar: Solange sich dort Material absetzt, ist der Vorgang nicht abgeschlossen.

Welche Werkstoffe hat die Pumpe?

Laufrad aus Messing, Gehäuse aus Grauguss, Gleitringdichtung aus Graphit und Keramik – eine auf Glykolgemische und 80 °C abgestimmte Kombination.

Wie schwer ist die Station?

39 kg leer bei Maßen von rund 1.050 × 490 × 640 mm. Gefüllt kommen bis zu 55 Liter Medium hinzu.

Ist die Station für den Außeneinsatz geeignet?

Die Schutzart IP 44 schützt gegen Spritzwasser, nicht gegen Strahlwasser. Die Station gehört nicht in den Regen und nicht in überflutungsgefährdete Bereiche.