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ZUWA Solarfüllpumpe 60 l/min, 5 bar, Tragegestell, 230 V

Beschreibung

Lieferumfang

  • Impellerpumpe UNISTAR 2000-B mit Motor
  • Kabel und Stecker
  • Tragegestell

Technische Daten

HerstellerZUWA-Zumpe GmbH
ProduktartSolarfüllpumpe mit Impellerpumpe auf Tragegestell
PumpentypUNISTAR 2000-B
Max. Fördermenge60 l/min bzw. 3,6 m³/h
Max. Förderdruck5 bar
Drehzahl2.800 min⁻¹
Netzspannung230 V
Ein- und Ausgang1" Außengewinde
PumpengehäuseAluminium
ImpellerPerbunan® (NBR)
WellendichtringPerbunan® (NBR)
BuchsePolyamid
Werkstoff Motorwelle1.4104
SchutzartIP 55
BetriebsartS1 (Dauerbetrieb)
Motorschutzthermisch, 130
Gewicht Pumpeca. 10 kg
Mediennicht abrasiv und nicht korrosiv

Produktbeschreibung

Solarfüllpumpe mit 60 Litern pro Minute

Die trocken selbstansaugende Impellerpumpe fördert bis zu 60 l/min bei maximal 5 bar. Sie sitzt mit Motor, Kabel und Stecker auf einem Tragegestell und dient zum Befüllen und Spülen von Solaranlagen.

Warum eine hohe Fördermenge bei Solaranlagen entscheidend ist

Das ist der zentrale Punkt – und der Grund, warum nicht jede Pumpe für diese Aufgabe taugt.

Das Problem: In einem Solarkreislauf sammeln sich Lufteinschlüsse an den Hochpunkten – in den Kollektoren auf dem Dach, in Bögen und an Rohrscheiteln.

Warum Luft im System nicht bleiben darf:

  • Sie blockiert die Zirkulation. Ein Luftpolster im Kollektor verhindert den Durchfluss – die Anlage bringt keine Leistung.
  • Sie fördert Korrosion. Sauerstoff im Kreislauf greift Metalle an.
  • Sie schädigt die Umwälzpumpe. Luftführung bedeutet Kavitation und Trockenlauf.
  • Sie führt zu Geräuschen und lässt den Anlagendruck schwanken.

Warum Entlüften allein nicht genügt: Luftblasen sitzen an Stellen, an denen die Strömung langsam ist. Erst ein hoher Volumenstrom reißt sie mit – das ist reine Strömungsmechanik.

60 l/min sind genau dafür ausgelegt. Eine schwächere Pumpe füllt die Anlage zwar, bekommt aber die Luft nicht heraus.

Trocken selbstansaugend – und was das bedeutet

Die Pumpe saugt an, ohne vorher befüllt zu werden.

Warum das im Solareinsatz zählt: Der Kanister mit Wärmeträgermedium steht neben oder unter der Pumpe. Eine nicht selbstansaugende Kreiselpumpe müsste erst entlüftet und befüllt werden – bei jedem Ansetzen.

Die Impellerpumpe zieht das Medium selbst hoch – anschließen, einschalten, fertig.

Der zweite Vorteil: Sie fördert Luft-Wasser-Gemische ohne Probleme. Genau das entsteht beim Ausspülen der Lufteinschlüsse – eine Kreiselpumpe würde dabei abreißen.

Wie eine Impellerpumpe arbeitet

Das Impellerrad sitzt außermittig im exzentrischen Pumpengehäuse.

Der Effekt: Die elastischen Flügel werden beim Umlauf gebogen und strecken sich wieder. Dabei entstehen Kammern, die sich vergrößern und verkleinern – das erzeugt Saugwirkung und schiebt das Medium weiter.

Was daraus folgt:

  • Selbstansaugend von Anfang an.
  • Schonende Förderung. Das Medium wird geschoben, nicht geschleudert.
  • Gleichmäßiger Volumenstrom auch gegen Druck.

5 bar – für die Höhe auf dem Dach

Der Förderdruck ist auf die Aufgabe abgestimmt.

Was gebraucht wird: Das Medium muss bis zu den Kollektoren gedrückt werden – bei einem Mehrfamilienhaus sind das schnell 15 Meter und mehr. Dazu kommt der Widerstand in Leitungen, Bögen und Wärmetauscher.

Die Faustregel: 10 Meter Höhe entsprechen etwa 1 bar. 5 bar decken damit auch hohe Gebäude ab – mit Reserve für den Strömungswiderstand.

NBR-Impeller – und warum die Variante wichtig ist

Der Impeller besteht aus Perbunan® (NBR).

AusführungImpellerMax. DruckGeeignet für
2000-BNBR5 barWasser, Frostschutzmittel, Wärmeträgermedien, mineralische und pflanzliche Öle, Fette
2000-B/VViton® (FKM)3 barzusätzlich Diesel, Heizöl, Biodiesel, Motorenöl

Für Solaranwendungen ist NBR die richtige Wahl: Es ist beständig gegen Wasser, Glykolgemische und Wärmeträgermedien – und erreicht den höheren Druck.

NBR hat zudem eine hohe Stoßelastizität und gute mechanische Festigkeit – das macht es für Anwendungen mit hohen Drücken geeignet.

IP 55 und Betriebsart S1

  • IP 55 – Schutz gegen Staub und gegen Strahlwasser aus beliebiger Richtung. Auf einer Baustelle und im Heizungskeller die richtige Einstufung.
  • Betriebsart S1 – Dauerbetrieb. Beim Spülen läuft die Pumpe oft eine halbe Stunde und länger am Stück.

Der thermische Motorschutz schaltet bei Überlastung ab, bevor Schaden entsteht.

Tragegestell statt Wagen

Die Pumpe sitzt auf einem Tragegestell.

Warum das bei Solaranlagen sinnvoll ist: Der Einsatzort ist selten ebener Boden. Heizungskeller, Dachboden, Gerüst, Treppenhaus – dorthin lässt sich ein Wagen nicht rollen.

Bei rund 10 kg ist die Einheit von einer Person zu tragen.

1"-Anschlüsse

Ein- und Ausgang sind als 1"-Außengewinde ausgeführt.

Was das bedeutet: Großer Querschnitt für hohen Volumenstrom – und ein gängiges Maß, für das Schläuche, Kugelhähne und Adapter verfügbar sind.

Nicht nur für Solaranlagen

Die Pumpe ist eine Universalpumpe und fördert saubere oder leicht verschmutzte Flüssigkeiten ohne Abriebstoffe.

Freigegebene Medien: Wasser, Frostschutzmittel, Wärmeträgermedien, mineralische und pflanzliche Öle, Fette.

Die Grenze: Das Medium darf nicht abrasiv und nicht korrosiv sein. Sand, Schleifpartikel und Säuren zerstören den Impeller – für solche Medien gibt es andere Baureihen.

Optionales Zubehör

  • Trockenlaufschutz – schaltet ab, bevor der Impeller Schaden nimmt
  • Druckschalter in Edelstahl oder Messing
  • Funk-Fernbedienung mit 50 m Reichweite im Freifeld
  • Montagewerkzeug zum Impellerwechsel
  • Ersatzimpeller

Der Trockenlaufschutz ist die wichtigste Option: Impellerpumpen dürfen nur begrenzt trocken laufen. Beim Spülen kann der Kanister unbemerkt leerlaufen – und der Impeller ist das teuerste Verschleißteil.

Die Funk-Fernbedienung ist bei Solaranlagen praktisch: Wer auf dem Dach am Kollektor steht, kann die Pumpe im Keller nicht sehen.

Einsatzgebiete

Solaranlagenbau und Solarthermie, Heizungsbau und SHK-Betriebe, Erdwärme- und Geothermieanlagen, Fußbodenheizungen, Wartungs- und Servicedienste, Anlagenbau, Industrieinstandhaltung, Landwirtschaft.

Hinweise zum Betrieb

  • Nur nicht abrasive und nicht korrosive Medien fördern – Schleifpartikel und Säuren zerstören den Impeller.
  • Beständigkeit des Mediums gegenüber NBR prüfen; für Diesel, Heizöl und Motorenöl ist die Viton-Ausführung vorgesehen.
  • Impellerpumpen dürfen nur begrenzt trocken laufen – die Betriebsanleitung beachten. Ein Trockenlaufschutz ist als Zubehör erhältlich.
  • Den maximalen Förderdruck von 5 bar nicht überschreiten.
  • Netzanschluss 230 V mit ausreichender Absicherung; Kabel und Stecker vor jedem Einsatz prüfen.
  • Saug- und Druckleitung mit passendem Querschnitt wählen – zu dünne Schläuche reduzieren die Fördermenge erheblich.
  • Bei Solaranlagen die Vorgaben des Anlagenherstellers zum Befüllen und Spülen beachten.
  • Wärmeträgermedien nicht mit Wasser verdünnen, sofern der Hersteller es nicht vorsieht.
  • Bei Anschluss an das Trinkwassernetz die Vorgaben zum Schutz des Trinkwassers beachten.
  • Nach dem Einsatz spülen und entleeren; frostfrei lagern.
  • Impeller ist ein Verschleißteil – regelmäßig prüfen und rechtzeitig ersetzen.

Häufige Fragen

Wie viel fördert die Pumpe?

Bis zu 60 l/min beziehungsweise 3,6 m³/h bei maximal 5 bar Förderdruck.

Warum braucht eine Solarfüllpumpe so viel Fördermenge?

Lufteinschlüsse sitzen an den Hochpunkten des Kollektorkreislaufs. Erst ein hoher Volumenstrom reißt sie mit – eine schwächere Pumpe füllt die Anlage zwar, bekommt aber die Luft nicht heraus.

Muss ich die Pumpe vorher befüllen?

Nein, sie ist trocken selbstansaugend. Anschließen, einschalten, fertig. Sie fördert zudem Luft-Wasser-Gemische ohne Probleme – genau das entsteht beim Ausspülen.

Welche Medien darf ich fördern?

Wasser, Frostschutzmittel, Wärmeträgermedien, mineralische und pflanzliche Öle und Fette. Das Medium darf nicht abrasiv und nicht korrosiv sein.

Was ist der Unterschied zur /V-Ausführung?

Der Impellerwerkstoff: NBR erreicht 5 bar und ist für Wasser, Glykole und Öle ausgelegt. Die Viton-Ausführung schafft nur 3 bar, ist dafür aber zusätzlich für Diesel, Heizöl und Motorenöl geeignet.

Reichen 5 bar für ein Mehrfamilienhaus?

10 Meter Höhe entsprechen etwa 1 bar. 5 bar decken damit auch hohe Gebäude ab – mit Reserve für den Strömungswiderstand in Leitungen und Wärmetauscher.

Ist die Pumpe für Dauerbetrieb geeignet?

Ja, Betriebsart S1. Die Schutzart IP 55 schützt gegen Staub und Strahlwasser, ein thermischer Motorschutz schaltet bei Überlastung ab.

Was passiert, wenn der Kanister leerläuft?

Impellerpumpen dürfen nur begrenzt trocken laufen. Ein Trockenlaufschutz ist als Zubehör erhältlich und schützt das teuerste Verschleißteil.