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ZUWA Entkalkungsanlage mobil, 55-l-Tank, 60 l/min, 5 bar, 230 V

Beschreibung

ZUWA Entkalkungsanlage mobil, 55-l-Tank, 60 l/min, 5 bar, 230 V

Lieferumfang

  • 1 × ZUWA Antikalk-Mobilcenter mit Impellerpumpe
  • PE-Kunststofftank 55 Liter mit verschließbarer Füllöffnung, Füllstandsskala und Absperrhahn
  • Mobiles Fahrgestell mit großen Lufträdern
  • Schmutzfilter mit Sichtglas vor der Pumpe
  • Dreiwege-Kugelhahn am Pumpeneingang
  • 2 × 3 m transparenter Kunststoffschlauch mit Gewebeeinlage, ¾"

Technische Daten

MerkmalWert
HerstellerZUWA
ProduktartMobile Entkalkungsanlage mit Impellerpumpe
Max. Fördermenge60 l/min bzw. 3 m³/h*
Max. Förderdruck5 bar
Ein-/Ausgang¾" Außengewinde
ImpellerViton® (FKM)
BuchseEdelstahl 1.4404, Sonderbuchse
WellendichtringViton® (FKM)
PumpengehäuseEdelstahl 1.4404 mit Pumpenträger
Max. Medientemperatur40 °C
Nennspannung / Frequenz230 V AC / 50 Hz
Nennleistung0,55 kW
Nennstrom4 A
Max. Drehzahl2.800 U/min
MotorwelleWerkstoff 1.4104
SchutzartIP 55
BetriebsartS1 (Dauerbetrieb)
Motorschutzthermisch, 130 °C
Tankvolumen55 Liter
TankmaterialPE-Kunststoff
Fahrgestellmaßeca. 1.050 × 490 × 640 mm
Schlauchausstattung2 × 3 m, ¾", transparent mit Gewebeeinlage
Gewichtca. 42 kg

* Pumpenleistung bei freiem Auslauf. Die Leistung kann sich je nach Schlauchlänge und Schlauchquerschnitt deutlich reduzieren.

Produktbeschreibung

Mobile Entkalkungsanlage von ZUWA – Kalklösung im geschlossenen Kreislauf

Diese Anlage entkalkt Wärmetauscher, Boiler, Rohrleitungen und Heizsysteme im Umlaufverfahren: Die Kalklösung wird aus dem Tank durch das zu entkalkende System gepumpt und läuft zurück – so lange, bis der Kalk gelöst ist.

Warum das Umlaufverfahren die richtige Methode ist

Kalkablagerungen lösen sich nicht sofort. Eine Säure braucht Zeit und Bewegung:

Zeit, weil die chemische Reaktion nicht schlagartig abläuft.

Bewegung, weil sich an der Kalkoberfläche eine gesättigte Grenzschicht bildet. Steht die Lösung still, kommt die Reaktion nach kurzer Zeit praktisch zum Erliegen.

Die Umlaufpumpe löst genau dieses Problem: Sie erneuert kontinuierlich die Lösung an der Kalkoberfläche und transportiert gelösten Kalk ab.

Der praktische Effekt: Deutlich kürzere Einwirkzeit bei besserem Ergebnis – und die Anlage arbeitet, während der Techniker anderes erledigt.

Impellerpumpe – warum diese Bauart

Eine Impellerpumpe arbeitet mit einem elastischen Flügelrad, dessen Flügel sich beim Umlauf verformen und dadurch Kammern bilden, die das Medium fördern.

Die Eigenschaften passen genau zu dieser Anwendung:

Selbstansaugend. Die Pumpe zieht das Medium selbst an – kein Vorbefüllen der Saugleitung, kein Fußventil. Bei einer mobilen Anlage, die an wechselnden Objekten eingesetzt wird, ist das entscheidend.

Sanfte Förderung. Der Volumenstrom ist gleichmäßig und pulsationsarm.

Feststoffverträglich. Gelöste Kalkpartikel passieren problemlos.

Reversibel. Impellerpumpen können in beide Richtungen fördern – für das Rückspülen und Entleeren des Systems nutzbar.

Der Impeller ist das Verschleiß- und Verbrauchsteil – dafür ist er als Ersatzteil verfügbar und in wenigen Minuten getauscht.

Viton®-Impeller – die chemische Beständigkeit

Der Impeller besteht aus Viton® (FKM/Fluor-Kautschuk) – nicht aus dem sonst üblichen Nitrilkautschuk.

Das ist bei einer Entkalkungsanlage der entscheidende Werkstoffpunkt: Entkalker sind Säuren. Ein ungeeigneter Elastomerwerkstoff quillt auf, wird weich und ist nach wenigen Einsätzen zerstört.

FKM bietet sehr gute chemische Beständigkeit – und ist zusätzlich für Öle, Diesel, Heizöl und ölhaltige Medien geeignet.

Wichtiger Hinweis des Herstellers: FKM hat eine geringere mechanische Festigkeit als andere Elastomere. Praktisch bedeutet das: Kein Trockenlauf, keine Feststoffe größer als vorgesehen, keine Überlastung. Der vorgeschaltete Schmutzfilter ist deshalb keine Zutat, sondern Schutzeinrichtung.

Edelstahl 1.4404 an allen medienberührten Teilen

Pumpengehäuse, Buchse und Pumpenträger bestehen aus Edelstahl 1.4404 – auch bekannt als V4A oder 316L.

Der Unterschied zum gängigeren 1.4301 (V2A) ist wesentlich: 1.4404 enthält Molybdän und ist dadurch deutlich beständiger gegen Säuren und Chloride.

Bei einer Anlage, die Säuren fördert, ist das keine Aufwertung, sondern Voraussetzung. Ein V2A-Gehäuse würde bei Entkalkersäuren angegriffen.

Zugelassene Medien – bitte beachten

Die Anlage ist ausdrücklich zugelassen für:

  • Sotin Entkalker 212 bzw. 212 TW
  • GENO-clean M und GENO-clean CP (Grünbeck)
  • BEIZER 630 Kalklöser (Schweitzer Chemie)

Jeweils in der vom Hersteller empfohlenen Konzentration.

Warum das so eng gefasst ist: Entkalker unterscheiden sich chemisch erheblich – von organischen Säuren bis zu Mineralsäuren. Die Werkstoffbeständigkeit von Impeller, Dichtungen, Tank und Schläuchen ist genau für diese Produkte geprüft.

Der Einsatz anderer Mittel geschieht auf eigenes Risiko und kann Dichtungen, Impeller und Tank zerstören – im ungünstigen Fall mit Austritt aggressiver Flüssigkeit.

55-Liter-Tank mit Füllstandsskala und Absperrhahn

Fünfundfünfzig Liter sind großzügig bemessen – ausreichend für die Entkalkung größerer Wärmetauscher und Boiler in einem Durchgang.

Drei Ausstattungsdetails am Tank:

Große verschließbare Füllöffnung. Ansetzen der Lösung direkt im Tank; verschließbar, damit beim Transport und bei Fahrbewegungen nichts überschwappt.

Füllstandsskala. Konzentrationen lassen sich exakt ansetzen – bei Säuren, die auf ein bestimmtes Mischungsverhältnis eingestellt sein müssen, wesentlich.

Absperrhahn. Kontrolliertes Entleeren am Ende des Vorgangs, ohne den Tank zu kippen.

Schmutzfilter mit Sichtglas – doppelt wertvoll

Der Schmutzfilter mit Sichtglas vor der Pumpe erfüllt zwei Funktionen.

Erstens Schutzfunktion. Er hält Kalkbrocken, Rostpartikel und Verunreinigungen zurück, die aus dem entkalkten System herausgespült werden. Beim FKM-Impeller mit seiner geringeren mechanischen Festigkeit ist das entscheidend.

Zweitens – und das ist der eigentliche Praxisnutzen – Prozesskontrolle. Durch das Sichtglas sieht man unmittelbar, was passiert:

Trübung und Partikel zeigen, dass der Entkalkungsvorgang läuft.

Wird die Lösung klarer und partikelfrei, ist der Kalk weitgehend gelöst – der Vorgang kann beendet werden.

Statt nach Gefühl und Uhr zu arbeiten, sieht man den Fortschritt. Das verkürzt unnötige Einwirkzeiten und verhindert vorzeitiges Abbrechen.

Dreiwege-Kugelhahn am Pumpeneingang

Der Dreiwege-Kugelhahn ermöglicht das Umschalten zwischen verschiedenen Betriebszuständen – typischerweise zwischen Tankumlauf und Fremdansaugung oder zwischen Umwälzen und Entleeren.

Der Nutzen: Betriebsartwechsel per Hebeldrehung, ohne Schläuche umzustecken. Bei einer Anlage, in der Säure zirkuliert, ist jedes vermiedene Umstecken ein Sicherheitsgewinn – kein Tropfen, kein Hautkontakt.

Transparente Schläuche mit Gewebeeinlage

Die beiden 3-m-Schläuche in ¾" sind transparent und gewebeverstärkt.

Transparent ist auch hier Prozesskontrolle: Man sieht die Strömung, erkennt Luftblasen, Partikel und Verfärbungen – und ob überhaupt gefördert wird.

Gewebeeinlage bedeutet Druckfestigkeit und Formstabilität. Ohne Verstärkung würde ein Saugschlauch bei Unterdruck kollabieren.

Zwei mal drei Meter decken die typische Situation ab: einer zum Objekt, einer zurück.

Mobiles Fahrgestell mit großen Lufträdern

Bei 42 kg plus bis zu 55 Litern Flüssigkeit – zusammen also rund 100 kg – ist das Fahrgestell keine Zugabe, sondern Voraussetzung für die Nutzbarkeit.

Große Lufträder sind dabei die entscheidende Wahl: Sie rollen über Bordsteine, Kabelbrücken, Schwellen, Schotter und Baustellenuntergrund. Kleine Hartkunststoffräder bleiben an jeder Kante hängen.

Bei einem Servicegerät, das von Objekt zu Objekt und durch Keller, Heizungsräume und Technikzentralen bewegt wird, ist das der Unterschied zwischen brauchbar und mühsam.

230 V und 0,55 kW – der Anschlussvorteil

Normale Steckdose statt Drehstrom. In Heizungsräumen, Technikzentralen und Kellern ist genau das der praktische Vorteil – ein CEE-Anschluss ist dort oft nicht vorhanden.

4 A Nennstrom bedeuten: Jede haushaltsübliche Absicherung reicht.

Betriebsart S1 – für Dauerbetrieb ausgelegt

S1 bezeichnet den Dauerbetrieb: Der Motor ist dafür konstruiert, ohne zeitliche Begrenzung zu laufen.

Das ist bei dieser Anwendung wesentlich: Entkalkungsvorgänge dauern Stunden. Ein Motor mit Aussetzbetrieb (S3) müsste zwischendurch abkühlen – bei einem Umlaufverfahren undenkbar.

Schutzart IP 55 und thermischer Motorschutz

IP 55 – staub- und strahlwassergeschützt. In feuchten Heizungsräumen und beim unvermeidlichen Spritzer beim Ansetzen der Lösung notwendig.

Der thermische Motorschutz bei 130 °C schaltet ab, bevor die Wicklung Schaden nimmt – etwa bei blockiertem Impeller oder ungenügender Kühlung.

5 bar Förderdruck

Fünf bar sind ausreichend Reserve, um die Lösung auch durch verwinkelte Rohrsysteme, enge Wärmetauscherkanäle und teilweise zugesetzte Leitungen zu treiben.

Wichtig – der Herstellerhinweis: Die Fördermenge von 60 l/min gilt bei freiem Auslauf. In der Praxis reduziert sie sich je nach Schlauchlänge, -querschnitt und Systemwiderstand deutlich.

Was zu beachten ist

Nur zugelassene Medien verwenden – siehe Liste oben, jeweils in der vom Hersteller empfohlenen Konzentration.

Kein Trockenlauf. Der FKM-Impeller hat geringere mechanische Festigkeit und wird bei Trockenlauf binnen kurzer Zeit zerstört.

Schmutzfilter regelmäßig kontrollieren und reinigen – während des Vorgangs über das Sichtglas, danach beim Spülen.

Medientemperatur bis 40 °C einhalten. Höhere Temperaturen beschleunigen die Entkalkung, überschreiten aber die Auslegung von Impeller und Dichtungen.

Persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit Entkalkern: säurebeständige Handschuhe, Schutzbrille, geschlossene Kleidung. Entkalker sind Säuren und verursachen Haut- und Augenverätzungen.

Sicherheitsdatenblatt des Entkalkers beachten – Konzentration, Einwirkzeit, Erste-Hilfe-Maßnahmen und Entsorgung.

Verbrauchte Lösung fachgerecht entsorgen – nicht ungeneutralisiert in die Kanalisation.

Nach jedem Einsatz gründlich mit klarem Wasser spülen – Tank, Pumpe, Filter und Schläuche. Säurereste greifen auch beständige Werkstoffe langfristig an.

Vor Frost schützen. Restflüssigkeit in Pumpe und Schläuchen kann bei Frost Schäden verursachen.

Zu entkalkendes System vom Netz trennen und drucklos machen, bevor angeschlossen wird.

Als Arbeitsmittel unterliegen elektrische Geräte den Anforderungen an Prüfung und Betrieb; maßgeblich sind Betriebssicherheitsverordnung, Gefahrstoffverordnung und die einschlägigen DGUV-Vorschriften.

Typische Einsatzgebiete

Heizungs- und Sanitärbetriebe, Wartung von Wärmetauschern und Plattenwärmetauschern, Boiler- und Warmwasserspeicherentkalkung, Durchlauferhitzer und Kombithermen, Kälte- und Klimatechnik, Kühlkreisläufe und Rückkühlwerke, Gebäudetechnik und Facility Management, Industrie- und Anlagenwartung, Schwimmbad- und Wellnesstechnik, Gastronomie- und Großküchentechnik, Hausverwaltungen und Wohnungswirtschaft, Servicedienstleister und Wartungsunternehmen.

Häufige Fragen

Wie funktioniert die Entkalkung im Umlaufverfahren?
Die Kalklösung wird aus dem Tank durch das zu entkalkende System gepumpt und läuft zurück – so lange, bis der Kalk gelöst ist.

Warum reicht es nicht, das System mit Entkalker zu füllen und stehen zu lassen?
Weil sich an der Kalkoberfläche eine gesättigte Grenzschicht bildet – steht die Lösung still, kommt die Reaktion nach kurzer Zeit praktisch zum Erliegen. Die Umlaufpumpe erneuert die Lösung kontinuierlich und transportiert gelösten Kalk ab: deutlich kürzere Einwirkzeit bei besserem Ergebnis.

Warum eine Impellerpumpe?
Weil sie selbstansaugend ist – kein Vorbefüllen, kein Fußventil –, gleichmäßig und pulsationsarm fördert, gelöste Kalkpartikel problemlos passieren lässt und in beide Richtungen fördern kann.

Was ist Viton® und warum ist es wichtig?
Ein Fluor-Kautschuk (FKM) mit sehr guter chemischer Beständigkeit. Entkalker sind Säuren – ein ungeeigneter Elastomerwerkstoff quillt auf, wird weich und ist nach wenigen Einsätzen zerstört.

Gibt es einen Nachteil von FKM?
Ja, eine geringere mechanische Festigkeit. Praktisch bedeutet das: kein Trockenlauf, keine groben Feststoffe, keine Überlastung. Der vorgeschaltete Schmutzfilter ist deshalb Schutzeinrichtung, nicht Zubehör.

Warum Edelstahl 1.4404 und nicht 1.4301?
Weil 1.4404 (V4A/316L) Molybdän enthält und deutlich beständiger gegen Säuren und Chloride ist. Ein V2A-Gehäuse würde bei Entkalkersäuren angegriffen.

Welche Entkalker darf ich verwenden?
Sotin Entkalker 212 bzw. 212 TW, GENO-clean M und GENO-clean CP sowie BEIZER 630 Kalklöser – jeweils in der vom Hersteller empfohlenen Konzentration. Andere Mittel können Dichtungen, Impeller und Tank zerstören.

Wozu das Sichtglas am Schmutzfilter?
Zur Prozesskontrolle. Trübung und Partikel zeigen, dass die Entkalkung läuft; wird die Lösung klarer und partikelfrei, ist der Kalk weitgehend gelöst. Statt nach Gefühl und Uhr zu arbeiten, sieht man den Fortschritt.

Wozu der Dreiwege-Kugelhahn?
Zum Umschalten zwischen Betriebszuständen per Hebeldrehung, ohne Schläuche umzustecken. Bei zirkulierender Säure ist jedes vermiedene Umstecken ein Sicherheitsgewinn.

Warum transparente Schläuche?
Ebenfalls Prozesskontrolle: Man sieht Strömung, Luftblasen, Partikel und Verfärbungen – und ob überhaupt gefördert wird. Die Gewebeeinlage verhindert, dass der Saugschlauch bei Unterdruck kollabiert.

Brauche ich Drehstrom?
Nein, die Anlage läuft an 230 V mit 4 A Nennstrom. In Heizungsräumen und Technikzentralen der praktische Vorteil – ein CEE-Anschluss ist dort oft nicht vorhanden.

Was bedeutet Betriebsart S1?
Dauerbetrieb – der Motor darf ohne zeitliche Begrenzung laufen. Bei Entkalkungsvorgängen, die Stunden dauern, ist das wesentlich.

Erreiche ich die 60 l/min tatsächlich?
Nur bei freiem Auslauf. In der Praxis reduziert sich die Fördermenge je nach Schlauchlänge, -querschnitt und Systemwiderstand deutlich.

Wie schwer ist die Anlage im Einsatz?
42 kg leer, mit vollem 55-Liter-Tank rund 100 kg. Deshalb das Fahrgestell mit großen Lufträdern – sie rollen über Bordsteine, Schwellen und Baustellenuntergrund, wo kleine Hartkunststoffräder hängenbleiben.

Welche Schutzausrüstung brauche ich?
Säurebeständige Handschuhe, Schutzbrille und geschlossene Kleidung. Entkalker sind Säuren und verursachen Haut- und Augenverätzungen. Das Sicherheitsdatenblatt des jeweiligen Mittels ist zu beachten.

Wie pflege ich die Anlage?
Nach jedem Einsatz Tank, Pumpe, Filter und Schläuche gründlich mit klarem Wasser spülen – Säurereste greifen auch beständige Werkstoffe langfristig an. Vor Frost schützen.