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Wilms Unterestrichtrocknung Unterdruck H13, Komplettset 40 m²

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Zubehör / Ersatzteile

Wilms Spiralschlauch IW 38 mm, 15 m Stück
Prod.-Nr.: WI-8000630

Regulärer Preis: 162,19 €
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Wilms Ersatzfilter (HEPA-Filter H 13) für FB 40
Prod.-Nr.: WI-8000518

Regulärer Preis: 55,47 €
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Beschreibung

Lieferumfang

  • 1 × Verdichter mit Betriebsstundenzähler und MID-Stromzähler
  • 1 × Abscheider mit integrierter Pumpe
  • 1 × Filterbox mit Filter der Klasse H 13
  • Schlauchset mit Verbindern, Bohrer und Dichtstopfen, im Transportbeutel

Nicht im Lieferumfang: Bautrockner beziehungsweise Luftentfeuchter, Ventilatoren, Bohrmaschine, Messtechnik zur Trocknungskontrolle sowie die Leitungsortung vor dem Bohren. Für die Erweiterung auf bis zu 80 m² werden ein zweiter Verdichter und ein zweites Zubehörset benötigt; bitte sprechen Sie uns zur passenden Zusammenstellung an.

Technische Daten

HerstellerWilms
ProduktartKomplettset zur Dämmschicht- und Unterestrichtrocknung
VerfahrenUnterdruckverfahren
FlächenleistungRäume bis 40 m²; erweiterbar auf bis zu 80 m²
FilterklasseH 13
VerbrauchserfassungBetriebsstundenzähler und MID-Stromzähler
KondensatförderungAbscheider mit integrierter Pumpe
Förderhöhe8 m
Spannungsversorgung230 V / 50 Hz
Leistungsaufnahme1,5 kW
Gewicht, komplettes Set90 kg

Produktbeschreibung

Ein einsatzfertiges Komplettset für die Dämmschichttrocknung nach einem Wasserschaden: Verdichter, Abscheider mit Pumpe, Filterbox und Schlauchset – alles, was gebraucht wird, um die Feuchtigkeit aus der Dämmschicht unter einem schwimmenden Estrich zu holen. Ausgelegt für Räume bis 40 Quadratmeter.

Warum die Dämmschicht überhaupt getrocknet werden muss

Unter einem schwimmenden Estrich liegt eine Dämmschicht – meist Mineralwolle oder Polystyrol – und darunter eine Abdichtung. Läuft Wasser ein, sei es aus einem Rohrbruch, einer undichten Leitung oder einem überlaufenden Gerät, verteilt es sich in dieser Schicht und steht dort fest.

Von allein trocknet das nicht. Der Estrich darüber ist nahezu diffusionsdicht, die Abdichtung darunter ebenfalls. Die Feuchtigkeit hat keinen Weg nach draußen. Ein Bautrockner im Raum trocknet die Raumluft und die Estrichoberfläche – an die Dämmschicht kommt er nicht heran.

Was passiert, wenn man es dabei belässt: In der feuchten Dämmschicht bildet sich Schimmel. Mineralwolle sackt zusammen und verliert ihre Dämmwirkung dauerhaft. Gerüche ziehen über die Randfuge in den Raum. Und der Estrich bleibt über Monate feucht, sodass kein Bodenbelag verlegt werden kann. Am Ende steht der Ausbau des gesamten Fußbodenaufbaus – ein Vielfaches dessen, was eine Trocknung kostet.

Unterdruck statt Überdruck – der Punkt, an dem sich die Verfahren trennen

Es gibt zwei Wege, Luft durch eine Dämmschicht zu bewegen, und sie unterscheiden sich grundlegend darin, wohin das geht, was dabei mitgerissen wird.

ÜberdruckverfahrenUnterdruckverfahren
Luftführungtrockene Luft wird in die Dämmschicht gedrücktfeuchte Luft wird aus der Dämmschicht gesaugt
Austrittüber Randfugen unkontrolliert in den Raumkontrolliert über die Filterbox
Sporen, Fasern, Stäubegelangen in die Raumluftwerden im Filter zurückgehalten
Geruchwird in den Raum getragenwird über den Filter geführt
Bewohnte Räumeproblematischdas Verfahren der Wahl

Dieses Set arbeitet im Unterdruckverfahren. Das ist kein Detail, sondern der Grund, warum man es kauft: In einer durchfeuchteten Dämmschicht, die seit Tagen oder Wochen nass steht, sind Schimmelsporen keine theoretische Möglichkeit. Dazu kommen Mineralfasern, alter Baustaub und Gerüche. Im Überdruckverfahren geht all das in den Raum, in dem die Bewohner weiterleben.

Der H13-Filter

Die Filterbox ist mit einem Filter der Klasse H 13 bestückt. Das ist eine Schwebstofffilterklasse nach EN 1822 – HEPA – mit einem Abscheidegrad von mindestens 99,95 Prozent bei der am schwersten abscheidbaren Partikelgröße.

Was das praktisch bedeutet: Schimmelsporen liegen typischerweise bei 2 bis 10 Mikrometern und werden von einem H13-Filter sicher zurückgehalten. Mineralfasern ebenso. Die aus der Dämmschicht gesaugte Luft tritt gefiltert wieder aus – und zwar auch dann, wenn in der Dämmschicht mehr steckt, als man beim Bohren der ersten Öffnung sehen konnte.

Der Filter ist ein Verschleißteil. Er setzt sich mit der Zeit zu, und zwar umso schneller, je stärker die Dämmschicht belastet ist. Ein zugesetzter Filter senkt die Luftleistung und damit die Trocknungsgeschwindigkeit – eine Ersatzpatrone gehört zur Grundausstattung.

Der MID-Zähler – die Abrechnungsgrundlage

Der Verdichter hat einen Betriebsstundenzähler und einen MID-Stromzähler. Das ist bei einem gewerblich eingesetzten Gerät das wirtschaftlich wichtigste Ausstattungsmerkmal.

MID steht für die europäische Messgeräterichtlinie. Ein MID-konformer Zähler liefert einen Verbrauchswert, der eichrechtlich für die Abrechnung verwendet werden darf. Bei einer Trocknung, die zwei bis drei Wochen rund um die Uhr läuft, kommt dabei ein realer Betrag zusammen: 1,5 kW im Dauerbetrieb sind 36 Kilowattstunden am Tag.

Warum das den Unterschied macht: Energiekosten der Trocknung werden gegenüber Versicherung oder Auftraggeber abgerechnet. Ein geschätzter oder hochgerechneter Verbrauch wird regelmäßig gekürzt oder bestritten. Ein abgelesener MID-Zählerstand nicht. Der Betriebsstundenzähler dokumentiert zusätzlich die Laufzeit – beides zusammen ergibt eine Abrechnung, die Bestand hat.

Der Abscheider mit integrierter Pumpe

Beim Unterdruckverfahren wird nicht nur feuchte Luft gesaugt, sondern auch flüssiges Wasser mitgerissen. Der Abscheider trennt es von der Luft, bevor es den Verdichter erreicht.

Die integrierte Pumpe ist der praktische Teil: Das abgeschiedene Wasser wird automatisch abgeführt, statt sich in einem Behälter zu sammeln, den jemand leeren muss. Bei einem Gerät, das ununterbrochen durchläuft, entscheidet das darüber, ob die Anlage auch über das Wochenende weiterarbeitet oder ob jemand hinfahren muss. Der Hersteller nennt eine Förderhöhe von 8 Metern.

40 Quadratmeter – und was bei größeren Flächen gilt

Das Set ist für Räume bis 40 Quadratmeter ausgelegt. Mit einem zweiten Verdichter und einem zweiten Zubehörset lassen sich laut Hersteller bis zu 80 Quadratmeter trocknen.

Worauf es dabei ankommt: Die Flächenangabe ist eine Orientierung, keine Garantie. Maßgeblich sind der Aufbau der Dämmschicht, ihr Strömungswiderstand, der Grad der Durchfeuchtung und die Anzahl der gesetzten Anschlusspunkte. Eine zusammenhängende, gut durchströmbare Mineralwolleschicht trocknet anders als eine verdichtete Schüttung oder eine Schicht mit Trennfugen.

Was zusätzlich gebraucht wird – und warum

Dieses Set trocknet die Dämmschicht, nicht den Raum. Beim Unterdruckverfahren wird die feuchte Luft aus dem Fußbodenaufbau gesaugt, gefiltert und tritt anschließend in den Raum aus. Die Feuchtigkeit ist damit aus der Dämmschicht heraus, aber im Raum.

Steigt die Raumluftfeuchte, sinkt das Trocknungsgefälle und der Prozess kommt zum Erliegen – im ungünstigsten Fall schlägt sich die Feuchtigkeit an kalten Bauteilen nieder. Ein Bautrockner im Raum ist deshalb kein Zubehör, sondern Bestandteil des Verfahrens. Der Hersteller empfiehlt zusätzliche Entfeuchter und Ventilatoren ausdrücklich; Ventilatoren sorgen dafür, dass die Luft im Raum in Bewegung bleibt und nicht in Ecken steht.

Vor dem ersten Bohrloch: Leitungen orten

Für die Anschlusspunkte wird der Estrich durchbohrt. Im Estrich und in der Dämmschicht liegen Leitungen – Heizungsrohre einer Fußbodenheizung, Wasserleitungen, Elektroleitungen in Rohren.

Eine angebohrte Fußbodenheizung verwandelt einen Wasserschaden in zwei Wasserschäden. Vor dem Bohren ist der Verlauf der Leitungen zu ermitteln, in der Regel per Thermografie bei aufgeheizter Heizung oder mit einem Leitungssucher. Verlegepläne, falls vorhanden, sind eine Hilfe, aber keine Gewähr. Diese Arbeit gehört in fachkundige Hände.

Der Ablauf in der Praxis

  1. Schadensumfang und Durchfeuchtung ermitteln, Leitungsverlauf orten.
  2. Anschlusspunkte festlegen und bohren; Lage und Anzahl bestimmen, wie gleichmäßig die Schicht durchströmt wird.
  3. Schlauchset anschließen, nicht genutzte Öffnungen mit den Dichtstopfen verschließen – jede offene Stelle ist ein Nebenluftweg und kostet Saugleistung.
  4. Abscheider und Filterbox anschließen, Kondensatableitung herstellen.
  5. Bautrockner und Ventilatoren im Raum aufstellen.
  6. Anlage in Betrieb nehmen, Zählerstand und Datum dokumentieren.
  7. Trocknungsfortschritt regelmäßig messen und protokollieren.
  8. Nach Abschluss Bohrlöcher fachgerecht verschließen, Zählerstand für die Abrechnung ablesen.

Stromanschluss

Das Gerät wird an 230 V angeschlossen und nimmt 1,5 kW auf, also rund 6,5 Ampere. Ein haushaltsüblicher Stromkreis genügt. Da die Anlage über Tage ununterbrochen läuft, sollte der Stromkreis aber nicht gleichzeitig mit weiteren Trocknungsgeräten belastet werden – ein ausgelöster Automat am Freitagabend kostet ein Wochenende Trocknungszeit.

Häufige Fragen

Wofür wird das Set eingesetzt?

Für die Trocknung der Dämmschicht unter einem schwimmenden Estrich nach einem Wasserschaden. Diese Schicht liegt zwischen zwei nahezu diffusionsdichten Ebenen und trocknet ohne technische Unterstützung nicht aus.

Was ist der Unterschied zwischen Unterdruck- und Überdruckverfahren?

Im Überdruckverfahren wird trockene Luft in die Dämmschicht gedrückt und tritt unkontrolliert über die Randfugen in den Raum aus – mitsamt allem, was in der Dämmschicht steckt. Im Unterdruckverfahren wird die feuchte Luft abgesaugt und über eine Filterbox geführt. Dieses Set arbeitet im Unterdruckverfahren und ist damit für bewohnte Räume und für belastete Dämmschichten die richtige Wahl.

Was leistet der H13-Filter?

H 13 ist eine Schwebstofffilterklasse nach EN 1822 mit mindestens 99,95 Prozent Abscheidegrad bei der am schwersten abscheidbaren Partikelgröße. Schimmelsporen und Mineralfasern werden damit sicher zurückgehalten, statt in die Raumluft zu gelangen. Der Filter ist ein Verschleißteil und sollte als Ersatz vorgehalten werden.

Wozu dient der MID-Zähler?

Er erfasst den Stromverbrauch eichrechtlich abrechenbar. Da die Anlage über Wochen rund um die Uhr läuft – 1,5 kW entsprechen 36 Kilowattstunden am Tag – lassen sich die Energiekosten damit gegenüber Versicherung oder Auftraggeber belegen statt schätzen. Ein Betriebsstundenzähler dokumentiert zusätzlich die Laufzeit.

Reicht das Set allein für die Trocknung?

Nein. Das Set holt die Feuchtigkeit aus der Dämmschicht; die gefilterte Luft tritt anschließend in den Raum aus. Damit die Feuchtigkeit auch aus dem Raum verschwindet, werden zusätzlich ein Bautrockner und Ventilatoren benötigt. Beides gehört nicht zum Lieferumfang.

Für welche Raumgröße ist das Set ausgelegt?

Für Räume bis 40 m². Mit einem zweiten Verdichter und einem zweiten Zubehörset sind laut Hersteller bis zu 80 m² möglich. Die tatsächliche Leistung hängt vom Aufbau der Dämmschicht, ihrem Strömungswiderstand und der Anzahl der Anschlusspunkte ab.

Muss der Estrich durchbohrt werden?

Ja, für die Anschlusspunkte. Vor dem Bohren ist der Verlauf von Heizungs-, Wasser- und Elektroleitungen zu ermitteln – etwa per Thermografie oder Leitungssucher. Eine angebohrte Fußbodenheizung verursacht einen zweiten Schaden. Die Bohrlöcher werden nach Abschluss fachgerecht verschlossen.

Was passiert mit dem abgeschiedenen Wasser?

Der Abscheider trennt mitgerissenes Wasser von der Luft, und eine integrierte Pumpe führt es automatisch ab. Es muss also kein Behälter geleert werden – die Anlage läuft auch unbeaufsichtigt durch. Der Hersteller nennt eine Förderhöhe von 8 Metern.

Welchen Stromanschluss brauche ich?

230 V bei 1,5 kW Leistungsaufnahme, also rund 6,5 Ampere. Ein haushaltsüblicher Stromkreis genügt. Weil die Anlage über Tage durchläuft, sollte sie nicht gemeinsam mit weiteren Trocknungsgeräten auf demselben Stromkreis betrieben werden.