Vogelsang RotaCut MXL 5000 mit Fremdkörperabscheider, Messerrotor 4-flüglig
5.547,00 €
Vogelsang RotaCut MXL 5000 mit Fremdkörperabscheider, Messerrotor 4-flüglig
Ausführung
- Nasszerkleinerer RotaCut MXL 5000
- Integrierter Fremdkörperabscheider
- Vierflügliger Messerrotor
- Selbstschärfende Schneidmesser
- Großzügig dimensionierte Serviceklappe
- Gehäuse aus Stahl, komplett verzinkt
Technische Daten
| Hersteller | Vogelsang |
|---|---|
| Produktart | Nasszerkleinerer mit Schwergutabscheider |
| Baureihe | RotaCut MXL |
| Konzipiert für | mobilen Einsatz auf Tankfahrzeugen |
| Messerrotor | vierflüglig |
| Schneidmesser | selbstschärfend |
| Fremdkörperabscheider | integriert, großzügig dimensioniert |
| Schneidspalt | nachstellbar |
| Antrieb | üblicherweise über die Fahrzeughydraulik |
| Gehäuse | Stahl, komplett verzinkt |
| Service | über Serviceklappe, ohne Ausbau |
Produktbeschreibung
Nasszerkleinerer mit integriertem Fremdkörperabscheider
Der RotaCut MXL wurde speziell für die Anforderungen des Fahrzeugbaus entwickelt und lässt sich schnell und einfach ins Fahrzeug integrieren. Er zerkleinert Grob- und Faserstoffe, homogenisiert das gesamte Medium und hält Steine und Metallteile im Schwergutabscheider zurück.
Zwei Funktionen in einem Gerät – das ist der Kern
Der RotaCut macht zwei Dinge gleichzeitig, die sonst zwei Geräte erfordern würden.
| Funktion | Was damit passiert |
|---|---|
| Zerkleinern | Fasern, Haare, Holz, Knochen werden am Schneidsieb zerkleinert |
| Abscheiden | Steine, Metallteile und Schwergut werden zurückgehalten |
Das Funktionsprinzip: Das Medium strömt kontinuierlich durch das Gerät. Schwergut wird nach Größe und Gewicht abgeschieden und sammelt sich im Abscheidebehälter. Schwimm- und Schwebstoffe werden von der Strömung zum Schneidsieb transportiert und dort von den rotierenden Messern zerkleinert.
Das Ergebnis: Aus einer feststoffhaltigen Flüssigkeit wird eine pumpfähige, homogene Suspension.
Warum der Fremdkörperabscheider die Investition trägt
Das ist der eigentliche wirtschaftliche Punkt.
Was in Gülle, Gärresten und Schlamm steckt:
- Steine von der Fahrsiloplatte und aus dem Stall
- Metallteile – Ohrmarken, Schrauben, Zinken, Drahtreste
- Holzstücke und Einstreureste
Was passiert, wenn das in die Pumpe gelangt: Ein Stein zwischen Kolben und Gehäuse beschädigt beides. Ein Metallteil kann Schneidkanten und Gehäuse zerstören – und der Schaden tritt sofort ein, nicht allmählich.
Die Rechnung: Die Reparatur einer beschädigten Drehkolbenpumpe liegt deutlich über den Kosten eines Zerkleinerers. Hinzu kommt der Ausfall mitten in der Ausbringsaison – wenn die Zeitfenster ohnehin knapp sind.
Der RotaCut schützt damit nicht nur die Pumpe, sondern auch Armaturen, Verteiler, Schläuche und die Ausbringtechnik.
Verzopfungen – das zweite Problem, das gelöst wird
Fasern sind die häufigste Störungsursache in Gülletechnik und Abwasser.
Was eine Verzopfung ist: Lange Fasern – Stroh, Haare, Hygieneartikel, Textilfasern – verhaken sich ineinander und bilden Zöpfe.
Wo sie entstehen:
- An Rührwerken – das Paket wickelt sich auf die Welle.
- In Verteilern – einzelne Abgänge setzen sich zu.
- An Schiebern und Armaturen.
- In Schleppschuhen und Schleppschläuchen – einzelne Reihen bleiben trocken.
Was der RotaCut dagegen leistet: Er zerkleinert die Fasern, bevor sie ins System gelangen. Zuverlässig selbst Haare und Industriefasern.
Der praktische Effekt bei der Ausbringung: Ein verstopfter Schleppschuh bedeutet Absteigen, Reinigen und ungleichmäßige Verteilung. Bei einer breiten Gestängeausbringung mit vielen Abgängen summiert sich das erheblich.
Homogenisieren und Viskosität senken
Ein Nebeneffekt mit eigenem Wert.
Was passiert: Die Zerkleinerung macht aus einem heterogenen Medium eine gleichmäßige Suspension. Die Viskosität sinkt.
Was das bringt:
- Geringerer Pumpwiderstand – weniger Leistungsbedarf.
- Keine Schwimmschichten im Behälter.
- Gleichmäßigere Nährstoffverteilung bei der Ausbringung.
- Bessere Dosiergenauigkeit bei der Nährstoffbilanzierung.
Der letzte Punkt gewinnt an Bedeutung: Wer Nährstoffe dokumentieren muss, braucht ein homogenes Medium. Aus einem entmischten Behälter wird mal die dünne, mal die dicke Phase ausgebracht – mit entsprechend schwankenden Gehalten.
Der vierflüglige Messerrotor
Vier Messer rotieren vor dem Schneidsieb.
Warum die Flügelzahl zählt: Mehr Schneiden bedeuten mehr Schnitte je Umdrehung. Der Durchsatz steigt, und das Material wird feiner zerkleinert.
Die selbstschärfenden Messer: Sie werden durch den permanenten Kontakt mit dem Schneidsieb nachgeschärft. Eine separate Nachschärfung entfällt.
Warum der Anpressdruck entscheidend ist: Schneidmesser und Sieb müssen dauerhaft in Kontakt stehen. Wächst der Spalt durch Verschleiß, wird nicht mehr geschnitten, sondern gequetscht – die Zerkleinerungsleistung bricht ein.
Deshalb hat jeder RotaCut eine Schneidspaltnachstellung, die den Kontakt sicherstellt.
Die MXL-Baureihe – für den mobilen Einsatz entwickelt
Bei der Entwicklung wurden die Anforderungen des Fahrzeugbaus besonders berücksichtigt.
Was das konkret bedeutet:
- Kompakte Bauform – auf einem Fass ist der Platz begrenzt.
- Schnelle Integration ins Fahrzeug.
- Antrieb über die vorhandene Fahrzeughydraulik – kein separates Aggregat nötig.
- Großzügig dimensionierter Schwergutabscheider – längere Intervalle zwischen den Entleerungen.
Der Hydraulikantrieb ist der praktische Schlüssel: Tankfahrzeuge und Güllefässer haben ohnehin eine Hydraulikversorgung. Ein elektrisch angetriebener Zerkleinerer wäre dort kaum sinnvoll einsetzbar.
Die Serviceklappe
Sie macht den Unterschied im Alltag.
Was sie leistet: Nach dem Öffnen lässt sich das abgeschiedene Schwergut leicht entnehmen – und der Schneidkopf ist für Service und Wartung zugänglich.
Warum das bei mobilem Einsatz zählt: Der Abscheidebehälter muss regelmäßig geleert werden. Wenn das umständlich ist, wird es aufgeschoben – bis der Behälter voll ist und das Schwergut durchgeht.
Der zweite Punkt: Das Gerät muss für den Messerwechsel nicht ausgebaut und der Schneidkopf nicht demontiert werden. Bei einem Gerät, das fest ins Fahrzeug integriert ist, wäre ein Ausbau ein erheblicher Aufwand.
Verzinktes Stahlgehäuse
Das Gehäuse ist komplett verzinkt.
Warum das bei mobilem Einsatz nötig ist: Das Gerät sitzt außen am Fahrzeug – ausgesetzt von Spritzwasser, Streusalz, Gülle und Witterung.
Was Verzinkung anders macht als Lackierung: Der Zinküberzug schützt auch an Kratzern und Kanten – er wirkt kathodisch, also auch dort, wo er selbst abgetragen ist.
Bei einem Gerät, das jährlich hunderte Betriebsstunden in aggressivem Medium läuft, ist das die richtige Entscheidung.
Das Zusammenspiel mit der Pumpe
Der RotaCut arbeitet nicht allein.
Die typische Anordnung: Der Zerkleinerer sitzt saugseitig vor der Pumpe. So gelangt kein Fremdkörper überhaupt erst in die Pumpe – und das Medium ist bereits homogenisiert, wenn es gefördert wird.
Warum die Kombination sinnvoll ist: Eine Drehkolbenpumpe verträgt zwar Feststoffe bis zu einem bestimmten Kugeldurchgang – aber ein Stein beschädigt die Elastomerkolben trotzdem.
In industriellen Anwendungen wird der RotaCut regelmäßig zusammen mit Drehkolbenpumpen, Exzenterschneckenpumpen oder anderen Zerkleinerern eingesetzt.
Einsatzgebiete
Güllefässer und Tankfahrzeuge, Lohnunternehmen, Landwirtschaft und Gülletechnik, Biogasanlagen und Gärrestlogistik, kommunale Abwasserlogistik, Schlammtransport, Industrie und Prozesstechnik.
Hinweise zum Betrieb
- Einbau saugseitig vor der Pumpe – so wird sie wirksam geschützt.
- Hydraulikversorgung des Fahrzeugs auf Eignung prüfen.
- Schwergutabscheider regelmäßig entleeren – ein voller Behälter scheidet nicht mehr ab.
- Schneidspalt bei nachlassender Zerkleinerungsleistung nachstellen.
- Messer und Schneidsieb auf Verschleiß prüfen; beide sind Verschleißteile.
- Vor Arbeiten am Gerät Antrieb stillsetzen und gegen Wiedereinschalten sichern; Anlage drucklos machen.
- Serviceklappe nur bei stillstehendem Rotor öffnen.
- Niemals in den laufenden Schneidkopf greifen.
- Bei Arbeiten an Güllebehältern und -leitungen die Gefahr durch Faulgase beachten – nie allein arbeiten.
- Abgeschiedenes Schwergut ordnungsgemäß entsorgen.
- Bei Frostgefahr Gerät und Leitungen entleeren.
- Betriebsanleitung und Wartungsintervalle des Herstellers beachten.
Häufige Fragen
Was macht der Fremdkörperabscheider?
Er hält Steine, Metallteile und anderes Schwergut zurück, das sich nicht zerkleinern lässt. Das Material sammelt sich im Abscheidebehälter und wird über die Serviceklappe entnommen.
Was wird zerkleinert?
Fasern, Haare, Holz, Knochen und andere Schwimm- und Schwebstoffe. Sie werden von der Strömung zum Schneidsieb transportiert und dort von den rotierenden Messern zerkleinert.
Wie wird das Gerät angetrieben?
Üblicherweise über die am Fahrzeug vorhandene Hydraulik. Ein separates Aggregat ist nicht erforderlich.
Wo wird der Zerkleinerer eingebaut?
Saugseitig vor der Pumpe. So gelangen Fremdkörper gar nicht erst in die Pumpe, und das Medium ist beim Fördern bereits homogenisiert.
Müssen die Messer nachgeschärft werden?
Nein, sie sind selbstschärfend. Durch den permanenten Kontakt mit dem Schneidsieb bleiben sie scharf. Eine Schneidspaltnachstellung sorgt dafür, dass der Kontakt erhalten bleibt.
Wie aufwendig ist die Wartung?
Nach dem Öffnen der Serviceklappe sind Schwergutbehälter und Schneidkopf zugänglich. Das Gerät muss nicht ausgebaut und der Schneidkopf nicht demontiert werden.
Warum ist das Gehäuse verzinkt?
Es sitzt außen am Fahrzeug und ist Spritzwasser, Streusalz, Gülle und Witterung ausgesetzt. Verzinkung schützt auch an Kratzern und Kanten.
Was bringt die Homogenisierung?
Die Viskosität sinkt, Schwimmschichten entstehen nicht, und die Nährstoffverteilung bei der Ausbringung wird gleichmäßiger – was für die Dokumentation relevant ist.