PRONAR Tandem-Muldenkipper 21 t, 26,6 m³ ohne Aufsätze, 40 km/h
26.550,00 €
PRONAR Tandem-Muldenkipper 21 t, 26,6 m³ ohne Aufsätze, 40 km/h
Serienmäßige Ausrüstung
- Tandem-Fahrwerk mit Starrachsen und Parabelfederung, Achsabstand 1.500 mm
- Hydraulische Heckklappe mit automatischer Verriegelung und Gummidichtung
- Universal-Deichsel zur Unten- und Obenanhängung mit starrer Zugöse Ø 40
- Gefederte Deichsel mit zwei Stahlfedern und Höhenverstellung
- Teleskopstützfuß mit Getriebe
- 2-Leiter-Druckluftbremse, Trommelbremse 406 × 120 mm
- Kurbelbremse
- LED-Beleuchtungsanlage 12 V mit seitlichen Umrissleuchten, Rücklichter mit Schutzgitter
- Vorderwand mit perforiertem Sichtfenster und PLEXI-Scheibe
- Kornschieber in der Rückwand
- Klappbare Aufstiegsleiter und Trittstufen
- Metallabdeckung über den Rädern
- Hinterer Unterfahrschutz, homologiert und klappbar
- Keile mit Halter
- Lackierung: Fahrgestell rot RAL 3000, Bordwände grün RAL 6010
Technische Daten
| Hersteller | PRONAR |
|---|---|
| Produktart | Tandem-Muldenkipper, Heckkipper |
| Zul. Gesamtgewicht | 21.000 kg |
| Technisch zul. Gesamtgewicht (innerbetrieblich) | 23.000 kg |
| Eigengewicht | 6.300 kg |
| Nutzlast | 14.700 kg |
| Ladevolumen | 26,6 m³ ohne Aufsätze / 34,8 m³ mit Aufsätzen 600 mm |
| Muldengröße innen L × B | 6.700 × 2.240 – 2.300 mm |
| Gesamtmaße L × B × H | 8.750 × 2.550 × 3.040 mm |
| Bordwandhöhe | 1.750 mm |
| Blechstärke Boden / Bordwände | 4 / 4 mm |
| Plattformhöhe | 1.290 mm |
| Spurweite | 1.960 mm |
| Aufhängung | Parabelfederung |
| Stützlast | 3.000 kg |
| Bereifung | 385/65 R 22,5 RE |
| Zul. Geschwindigkeit | 40 km/h |
| Kippsystem | heckseitig, Kippwinkel 55° |
| Teleskopzylinder | Hublänge 2.990 mm, Ölbedarf 40 l, Betriebsdruck 200 bar |
| Erforderliche Schlepperleistung | 136,7 PS / 100,5 kW |
Hinweis: Alle aufgeführten Parameter gelten bei Einzelzulassung in Deutschland.
Produktbeschreibung
Tandem-Heckkipper mit 26,6 m³ ohne Aufsätze
Der gefederte Zweiachser trägt 14.700 kg und fasst 26,6 m³ – ohne jeden Aufsatz. Die Mulde ist 1.750 mm hoch und 6,7 m lang. Mit den optionalen 600-mm-Aufsätzen wächst das Volumen auf 34,8 m³.
Das größte Muldenvolumen unter den Tandem-Kippern
26,6 m³ ohne Aufsätze sind mehr, als viele Tridem-Kipper bieten. Zum Vergleich: Der Tridem T682 fasst ohne Aufsätze 22 m³.
Der Grund: die durchgehend 1.750 mm hohe Mulde bei 6,7 m Länge.
- Kein Umbau nötig. Wer überwiegend Getreide, Mais und Silage fährt, braucht keine Aufsätze an- und abzubauen.
- Stabilere Mulde. Eine durchgehende 1,75-m-Wand aus 4-mm-Blech ist steifer als eine niedrige Wand mit aufgesetztem Rahmen.
- Dichter. Keine Fuge zwischen Mulde und Aufsatz, durch die feines Material austritt.
- Weniger Verschleiß. Aufsteckrahmen scheuern an den Pfosten, Gummidichtungen ermüden.
14.700 kg bei 26,6 m³
Das Verhältnis ergibt eine rechnerische Grenze von rund 0,55 t/m³.
- Getreide (0,7 – 0,8 t/m³) – die Nutzlast ist deutlich vor dem Volumen erreicht. Die Mulde bleibt teilgefüllt.
- Maissilage (0,6 – 0,7 t/m³) – ebenfalls Nutzlast zuerst.
- Hackschnitzel, Grüngut, Kompost (0,2 – 0,5 t/m³) – hier begrenzt das Volumen. Das ist die Zielanwendung dieses Wagens.
Mit Aufsätzen und 34,8 m³ liegt die Grenze bei rund 0,42 t/m³ – dann ist der Wagen für sehr leichtes Material ausgelegt.
55° Kippwinkel
Fünf Grad mehr als bei den meisten landwirtschaftlichen Kippern. Bei feuchtem Material, Rübenerde und bindigen Böden entscheidet das darüber, ob die Mulde vollständig leer wird.
Der Teleskopzylinder hat eine Hublänge von 2.990 mm und benötigt 40 Liter Öl bei 200 bar.
Hydraulische Heckklappe mit Gummidichtung
Die Klappe wird hydraulisch angehoben und verriegelt sich automatisch – der Fahrer bleibt sitzen.
Die Gummidichtung hält feine Güter zurück. Bei Getreide, Kompost und feuchtem Material ist das der Unterschied zwischen dichter Fuhre und Spur auf der Straße.
Gefederte Deichsel mit Höhenverstellung
Zwei Stahlfedern und Höhenverstellung gehören zur Serienausstattung. Die Federung entkoppelt Zugfahrzeug und Anhänger – das schont Kupplung, Rahmen und Fahrer, gerade bei 40 km/h.
Die Höhenverstellung erlaubt die Anpassung an unterschiedliche Kupplungshöhen – bei wechselnden Zugfahrzeugen ein praktischer Vorteil. Eine Kugelkupplung K80 ist als Zusatzausrüstung erhältlich.
Universal-Deichsel für oben und unten
Der Wagen passt an Schlepper mit Zugmaul in Bockhöhe ebenso wie an solche mit Hitch-Kupplung – ohne Umbau.
Nachlaufachse als Option
Die hintere Nachlaufachse mit hydraulischer Sperrung verkleinert den Wendekreis und schont die Grasnarbe.
Zu beachten: Die Achsen sind länger als die Standardachsen, und es sind zusätzliche Hydraulikanschlüsse erforderlich.
Bremsanlage
Serienmäßig 2-Leiter-Druckluftbremse mit Trommelbremse 406 × 120 mm und Kurbelbremse. Optional ALB oder ALB Premium.
Warum ALB sinnvoll ist: Leer wiegt der Wagen 6,3 Tonnen, beladen 21 – mehr als das Dreifache. Ohne lastabhängige Regelung blockieren die Räder im leeren Zustand. Für die EU-Typgenehmigung ist der ALB ohnehin Teil des Pakets.
Kornschieber und Sichtfenster
- Der Kornschieber in der Rückwand lässt Getreide dosiert ab, ohne dass die ganze Heckklappe geöffnet werden muss.
- Das perforierte Sichtfenster in der Vorderwand zeigt den Füllstand während der Fahrt – bei 1,75 m Wandhöhe die einzige praktikable Kontrolle.
Zulassung
| Zulassungsweg | Zul. Gesamtgewicht | Nutzlast |
|---|---|---|
| Einzelzulassung DE | 21.000 kg | 14.700 kg |
| innerbetrieblich (technisch) | 23.000 kg | ca. 16.700 kg |
| EU-Typgenehmigung, 40 km/h | 18.000 kg | ca. 11.700 kg |
Der Unterschied ist erheblich: Zwischen Einzelzulassung und EU-Typgenehmigung liegen 3.000 kg Nutzlast.
Zusätzliche Ausrüstung
- AT- oder EU-Typengenehmigung inkl. Dokumenten
- Kugelkupplung K80
- Hydraulischer Stützfuß, einfachwirkend oder klappbar (ohne Aufpreis)
- Aufsätze 600 mm aus 2-mm-Blech mit perforiertem Sichtfenster für 34,8 m³
- 2-Leiter-Druckluftbremse mit ALB oder ALB Premium
- Hintere Nachlaufachse mit hydraulischer Sperrung
- Plane mit Gestell und Podest, wahlweise für die 600-mm-Aufsätze
- Auslaufgosse
- Ersatzrad, Kunststoff-Tube für Fahrzeugunterlagen
- Warndreieck für langsame Anhänger
Einsatzgebiete
Hackschnitzel- und Biomasselogistik, Biogasanlagen und Substratlogistik, Kompostlogistik, Maisernte und Silagetransport, Ackerbaubetriebe, Lohnunternehmen, Kommunen.
Hinweise zum Betrieb
- Zulassungsweg vor der Bestellung klären – zwischen Einzelzulassung und EU-Typgenehmigung liegen 3.000 kg.
- Stützlast des Zugfahrzeugs prüfen: bis zu 3.000 kg.
- Beim Kippen auf ebenen, tragfähigen Untergrund achten – bei 1,75 m Muldenhöhe und 2.990 mm Hublänge liegt der Schwerpunkt hoch.
- Mulde nicht unter Freileitungen anheben.
- Vor dem Kippen prüfen, ob die Heckklappe frei öffnen kann.
- Nach dem Entladen prüfen, ob die Mulde geleert ist.
- Die technisch zulässigen 23.000 kg gelten nur innerbetrieblich.
- Die Nachlaufachse erfordert zusätzliche Hydraulikanschlüsse und längere Achsen.
- Die Plane ohne Aufsätze ist bei CoC-Ausführung nicht erhältlich.
- Gummidichtung an der Heckklappe regelmäßig prüfen.
- Radmuttern nach den ersten Betriebsstunden und danach regelmäßig nachziehen.
Häufige Fragen
Wie viel fasst der Kipper ohne Aufsätze?
26,6 m³. Die Mulde ist 1.750 mm hoch und 6,7 m lang – damit braucht der Wagen für die meisten Erntegüter keine Aufsätze.
Wie viel kann er laden?
14.700 kg bei 21.000 kg zulässigem Gesamtgewicht. Innerbetrieblich sind technisch 23.000 kg zulässig, mit EU-Typgenehmigung 18.000 kg.
Für welches Material eignet sich der Wagen?
Für leichtes Material. Bei 26,6 m³ und 14,7 t Nutzlast liegt die rechnerische Grenze bei rund 0,55 t/m³ – Hackschnitzel, Grüngut und Kompost nutzen das Volumen aus, Getreide erreicht die Nutzlast zuerst.
Was unterscheidet die XL-Ausführung?
Die durchgehend 1.750 mm hohe Mulde. Sie fasst 26,6 m³ ohne Aufsätze – deutlich mehr als Standardausführungen derselben Größenklasse.
Warum ist eine durchgehende Mulde besser als Aufsätze?
Sie ist steifer, dichter und verschleißärmer – keine Fuge zwischen Mulde und Aufsatz, kein Scheuern an den Pfosten, keine ermüdenden Gummidichtungen. Und es entfällt der Umbau.
Welchen Schlepper brauche ich?
136,7 PS beziehungsweise 100,5 kW und eine Kupplung für 3.000 kg Stützlast. Für das Kippen werden 40 Liter Öl bei 200 bar benötigt.
Wie weit kippt die Mulde?
55° nach hinten – fünf Grad mehr als bei den meisten landwirtschaftlichen Kippern. Bei feuchtem Material entscheidet das darüber, ob die Mulde vollständig leer wird.
Wie sehe ich den Füllstand?
Über das perforierte Sichtfenster mit PLEXI-Scheibe in der Vorderwand – bei 1,75 m Wandhöhe die einzige praktikable Kontrolle während der Fahrt.