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PRONAR Tandem-Miststreuer 20 t, 14 m³, Streubreite bis 25 m

Beschreibung

PRONAR Tandem-Miststreuer 20 t, 14 m³, Streubreite bis 25 m

Serienmäßige Ausrüstung

  • Tandem-Fahrwerk mit Starrachsen und Parabelfederung, Achsabstand 1.360 mm
  • Horizontaler Streuadapter mit 2 Walzen
  • Streuadapter mit zwei dosierenden schneckenförmigen Trommeln mit angeschraubten Schaufeln sowie zwei weit ausstreuenden Platten mit je vier angeschraubten Schaufeln
  • Muldenaufbau, Vorderwand mit perforiertem Sichtfenster
  • Vorderes Spritzschutzgitter
  • Verstärkte hydraulische Rückwand mit Höhenanzeiger
  • Hydraulisch gesteuerte Schutzklappe
  • Innengummiverkleidung der Heckklappe
  • Förderanlage mit vier Ketten aus Qualitätsstahl, 14 mm, hydraulischer Antrieb und stufenlose Geschwindigkeitsregulierung
  • Einleiter-Schmieranlage des Streuwerklagers
  • Starre Deichsel mit Obenanhängung, starre Zugöse Ø 40
  • Hydraulischer Stützfuß
  • 2-Leiter-Druckluftbremse, Trommelbremse 406 × 120 mm
  • Kurbelbremse
  • Steuerung über den hydraulischen Verteiler des Schleppers
  • Beleuchtungsanlage 12 V
  • Klappbare Aufstiegsleiter und Trittstufen
  • Metallabdeckung über den Rädern
  • Keile mit Halter
  • Lackierung: Aufbau, Deichsel und Achsen grün RAL 6010; Adapter, Kotflügel, Schutzgitter, Rückwand und Schutzklappe schwarzgrau RAL 7021

Technische Daten

HerstellerPRONAR
ProduktartTandem-Miststreuer mit Breitverteiler
Zul. Gesamtgewicht20.000 kg
Technisch zul. Gesamtgewicht (innerbetrieblich)21.200 kg
Eigengewicht7.200 kg
Nutzlast12.800 kg
Ladevolumen14 m³
StreuadapterAH20, horizontal, 2 Walzen + 2 Streuscheiben
Max. Streubreite25 m
Kastenmaß innen, konisch L × B5.600 × 1.955 – 1.995 mm
Gesamtmaße mit Schutzgitter L × B × H9.000 × 2.550 × 3.740 mm
Bordwandhöhe mit Schutzholzleiste1.265 mm
Ladehöhe2.800 mm
Blechstärke Boden / Bordwände4 / 3 mm
Förderketten4 Stück, Qualitätsstahl, 14 mm
Plattformhöhe1.530 mm
Spurweite1.940 mm
AufhängungTandem, Parabelfederung
Stützlast2.200 kg
Bereifung600/50-22,5
Zapfwellendrehzahl1.000 U/min
Zul. Geschwindigkeit40 km/h
Erforderliche Schlepperleistung147,4 PS / 108,3 kW

Hinweis: Alle aufgeführten Parameter gelten bei Einzelzulassung in Deutschland. Für Rückwand, Schutzklappe und Steuerung sind zusätzliche Hydraulikanschlüsse erforderlich.

Produktbeschreibung

Miststreuer mit Breitverteiler und 14 m³

Der gefederte Tandem trägt 12.800 kg und streut bis zu 25 m breit. Zwei horizontale Dosierwalzen übergeben das Material an zwei Streuscheiben, vier Förderketten mit stufenloser Regelung führen es zu.

25 m Streubreite – das ist der Kern dieses Streuers

Das ist mehr als doppelt so viel wie bei Streuern mit vertikalen Walzen.

Wie die Technik arbeitet: Zwei dosierende schneckenförmige Trommeln mit angeschraubten Schaufeln lösen das Material auf und übergeben es an zwei weit ausstreuende Platten mit je vier Schaufeln. Diese Streuscheiben schleudern das Material seitlich hinaus.

Was die große Arbeitsbreite wirtschaftlich bedeutet:

  • Halb so viele Überfahrten. Bei 25 m statt 12 m Arbeitsbreite halbiert sich die Zahl der Fahrspuren auf dem Schlag.
  • Weniger Bodenverdichtung. Jede Spur weniger schont den Unterboden – ein Effekt, der über Jahre wirkt.
  • Schnellere Ausbringung. Gerade bei Kompost und Gärresten mit hohen Mengen je Hektar zählt jede Fuhre.
  • Passt zur Fahrgassenbreite. Wer mit 24 oder 27 m Spritzbreite arbeitet, kann die vorhandenen Fahrgassen nutzen.

Horizontal statt vertikal – die Entscheidung

Horizontal mit ScheibenVertikal
Streubreitebis 25 mbis 12 m
Stärke beiKompost, Gärrest, feinem Materialstrohigem, verfilztem Mist
Querverteilunggleichmäßig über große Breitegleichmäßig über kleine Breite

Die Faustregel: Vertikale Walzen greifen die gesamte Ladehöhe und kommen mit langstrohigem, verfilztem Stallmist besser zurecht. Horizontale Walzen mit Streuscheiben verteilen weiter und gleichmäßiger – ihre Stärke liegt bei Kompost, Gärresten, Hühnermist und gut verrottetem Material.

14 m³ bei 12,8 Tonnen Nutzlast

Das Verhältnis ergibt eine rechnerische Grenze von rund 0,91 t/m³.

Was das bedeutet: Bei Kompost (0,6 – 0,9 t/m³) und gut verrottetem Mist laufen Volumen und Nutzlast etwa gleichzeitig voll – die Auslegung passt genau zum Zielmaterial. Bei sehr nassem, schwerem Material ist die Nutzlast zuerst erreicht.

Vier Förderketten mit stufenloser Regelung

Der hydraulisch angetriebene Kettenboden lässt sich stufenlos regeln. Das ist die eigentliche Mengensteuerung: Je schneller der Boden läuft, desto mehr Material gelangt pro Meter in die Walzen.

Vier Ketten statt zwei ziehen die gesamte Bodenbreite gleichmäßig – bei 5,6 m Kastenlänge und klebrigem Kompost der Unterschied zwischen gleichmäßigem Lauf und liegenbleibendem Material in der Mitte.

Rückwand mit Höhenanzeiger

Die verstärkte Rückwand ist serienmäßig hydraulisch und hat einen Höhenanzeiger.

Warum der Anzeiger die eigentliche Dosierhilfe ist: Die Öffnungshöhe bestimmt zusammen mit der Vorschubgeschwindigkeit, wie viel Material die Walzen erreicht. Ohne Anzeige ist die Einstellung Gefühlssache und beim nächsten Einsatz nicht reproduzierbar – mit Anzeige lässt sie sich wiederfinden und für die Düngeplanung dokumentieren.

Hydraulische Schutzklappe und Gummiverkleidung

  • Die Schutzklappe wird hydraulisch bedient und schützt beim Transport vor herausfallendem Material.
  • Die Innengummiverkleidung der Heckklappe dämpft den Materialstrom und verhindert, dass Mist zwischen Klappe und Rahmen verklemmt.

Einleiter-Schmieranlage

Sie versorgt die Lager des Streuwerks zentral. Streuwerklager laufen in Staub, Feuchtigkeit und aggressiven Salzen – regelmäßige Schmierung entscheidet über ihre Lebensdauer und ist an der Maschine sonst schwer zugänglich.

Steuerungsvarianten

VarianteUmfang
serienmäßigSteuerung über den hydraulischen Verteiler des Schleppers
HebelsteuerungBandzufuhr, Absperrschieber, Klappe und Stütze über Hebel am Streuer
Elektrohydraulische BandvorschubsteuerungVorschub elektrisch geregelt
Dosierkontrollsystem BASICBedienfeld für Vorschubgeschwindigkeit und -richtung, Schieber heben und senken
Dosierkontrollsystem FULLzusätzlich Klappe und Arbeitsbeleuchtung
ISOBUSDatenübertragung, mit oder ohne Bedienfeld

Wann sich ISOBUS lohnt: wenn teilflächenspezifisch gestreut und die Ausbringung dokumentiert werden soll – für die Nährstoffbilanz nach Düngeverordnung der praktikable Weg.

Abweiser zur Begrenzung der Ausbreitung

Als Zusatzausrüstung erhältlich. Bei 25 m Streubreite ist er faktisch unverzichtbar: Die Abstandsauflagen der Düngeverordnung zu Gewässern und Randstreifen lassen sich sonst nicht einhalten.

Nachlaufachse als Option

Die hintere Nachlaufachse mit hydraulischer Sperrung verkleinert den Wendekreis und schont die Grasnarbe. Zu beachten: Mit ihr baut das Fahrzeug über 2.550 mm breit, und es sind zusätzliche Hydraulikanschlüsse erforderlich.

Zulassung

ZulassungswegZul. GesamtgewichtNutzlast
Einzelzulassung DE20.000 kg12.800 kg
innerbetrieblich (technisch)21.200 kgca. 14.000 kg
EU-Typgenehmigung, 40 km/h18.000 kgca. 10.800 kg

Die EU-Ausführung bringt zusätzlich Warntafeln vorne und hinten sowie eine Sperre an der Zugöse gegen unbefugte Nutzung mit.

Zusätzliche Ausrüstung

  • AT- oder EU-Typengenehmigung inkl. Dokumenten
  • Starre Deichsel zur Untenanhängung (ohne Aufpreis)
  • Zugöse K80
  • 2-Leiter-Druckluftbremse mit ALB
  • Hintere Nachlaufachse mit hydraulischer Sperrung
  • Hebelsteuerung für Bandzufuhr, Schieber, Klappe und Stütze
  • Elektrohydraulische Bandvorschubsteuerung
  • Dosierkontrollsystem BASIC oder FULL
  • ISOBUS-Datenübertragungssystem, mit oder ohne Bedienfeld
  • Gelenkwellen und Weitwinkel-Gelenkwellen in verschiedenen Ausführungen
  • Abweiser zur Begrenzung der Ausbreitung
  • Seitlicher Unterfahrschutz
  • Hinterer Unterfahrschutz, homologiert und klappbar
  • Ersatzrad, Warndreieck

Einsatzgebiete

Ackerbaubetriebe mit großen Schlägen, Lohnunternehmen, Kompostausbringung, Biogasanlagen mit Gärrestausbringung, Geflügelhaltung, Landhandel und Recyclingbetriebe, Kommunen.

Hinweise zum Betrieb

  • Zapfwellendrehzahl von 1.000 U/min einhalten.
  • Stützlast des Zugfahrzeugs prüfen: bis zu 2.200 kg.
  • Ausreichend Hydraulikanschlüsse vorsehen – Rückwand, Schutzklappe und Steuerung benötigen zusätzliche Anschlüsse.
  • Streubreite vor der ersten Fuhre mit dem tatsächlichen Material ermitteln – sie hängt stark von Feuchte und Struktur ab.
  • Ausbringmenge nach Düngeverordnung planen und dokumentieren; Rückwandhöhe und Vorschub notieren.
  • Abstände zu Gewässern und Randstreifen einhalten – dafür ist der Abweiser vorgesehen.
  • Niemals bei laufender Zapfwelle in die Mulde steigen oder am Adapter hantieren.
  • Vor Arbeiten am Streuwerk Zapfwelle abschalten, Motor abstellen und Stillstand abwarten.
  • Im Streubereich der Scheiben dürfen sich keine Personen aufhalten – das Material wird mit hoher Geschwindigkeit geschleudert.
  • Schmieranlage regelmäßig befüllen und Funktion prüfen.
  • Ketten auf Spannung und Verschleiß kontrollieren.
  • Nach dem Einsatz reinigen – Mistsalze fördern Korrosion.
  • Bei Straßenfahrt die Höhe von 3.740 mm beachten.

Häufige Fragen

Wie breit streut der Streuer?

Bis zu 25 m. Zwei dosierende Trommeln übergeben das Material an zwei Streuscheiben, die es seitlich hinausschleudern.

Wie viel fasst der Streuer?

14 m³ bei 12.800 kg Nutzlast und 20.000 kg zulässigem Gesamtgewicht. Innerbetrieblich sind technisch 21.200 kg zulässig.

Was unterscheidet ihn von einem Streuer mit vertikalen Walzen?

Die Streubreite: 25 m statt rund 12 m. Vertikale Walzen kommen dafür mit langstrohigem, verfilztem Stallmist besser zurecht – horizontale Walzen mit Streuscheiben spielen ihre Stärke bei Kompost, Gärresten und gut verrottetem Material aus.

Passt das Volumen zur Nutzlast?

Bei Kompost und gut verrottetem Mist laufen beide etwa gleichzeitig voll – die Auslegung passt genau zum Zielmaterial. Bei sehr nassem, schwerem Material ist die Nutzlast zuerst erreicht.

Wie stelle ich die Ausbringmenge ein?

Über die stufenlose Vorschubgeschwindigkeit des Kettenbodens und die Öffnungshöhe der hydraulischen Rückwand. Der Höhenanzeiger macht eine bewährte Einstellung reproduzierbar.

Brauche ich den Abweiser?

Bei 25 m Streubreite praktisch ja – ohne ihn lassen sich die Abstandsauflagen der Düngeverordnung zu Gewässern und Randstreifen kaum einhalten.

Welche Steuerung soll ich wählen?

Serienmäßig läuft alles über den Schlepperverteiler. BASIC bringt ein Bedienfeld für Vorschub und Schieber, FULL zusätzlich Klappe und Arbeitsbeleuchtung. ISOBUS ist die Wahl für teilflächenspezifisches Streuen mit Dokumentation.

Welchen Schlepper brauche ich?

147,4 PS beziehungsweise 108,3 kW, eine Zapfwelle mit 1.000 U/min, eine Kupplung für 2.200 kg Stützlast und mehrere Hydraulikanschlüsse.