PRONAR Tandem-Miststreuer 18 m³, 2 Vertikalwalzen, bis 12 m breit
44.780,00 €
PRONAR Tandem-Miststreuer 18 m³, 2 Vertikalwalzen, bis 12 m breit
Serienmäßige Ausrüstung
- Tandem-Fahrwerk mit Starrachsen und Parabelfederung, Achsabstand 1.500 mm
- Muldenaufbau mit seitlichen Aufsätzen 300 mm
- Vorderwand mit perforiertem Sichtfenster
- Vorderes Spritzschutzgitter
- Vertikaler Adapter mit 2 Walzen
- Verstärkte hydraulische Rückwand mit Höhenanzeiger
- Förderanlage mit vier Ketten aus Qualitätsstahl, 14 mm, hydraulischer Antrieb und stufenlose Geschwindigkeitsregulierung
- Einleiter-Schmieranlage des Streuwerklagers
- Gefederte Deichsel mit Untenanhängung und Zugöse K80
- Teleskopstützfuß mit Getriebe
- 2-Leiter-Druckluftbremse, Trommelbremse 406 × 140 mm
- Kurbelbremse
- Steuerung über den hydraulischen Verteiler des Schleppers
- LED-Beleuchtungsanlage 12 V mit seitlichen Umrissleuchten
- Klappbare Aufstiegsleiter und Trittstufen
- Metallabdeckung über den Rädern
- Warntafeln vorne und hinten, Keile mit Halter
- Lackierung: Aufbau, Deichsel und Achsen grün RAL 6010; Adapter, Kotflügel, Schutzgitter und Rückwand schwarzgrau RAL 7021
Technische Daten
| Hersteller | PRONAR |
|---|---|
| Produktart | Tandem-Miststreuer |
| Zul. Gesamtgewicht | 21.000 kg |
| Technisch zul. Gesamtgewicht (innerbetrieblich) | 25.600 kg |
| Eigengewicht | 7.600 kg |
| Nutzlast | 13.400 kg |
| Ladevolumen | 18 m³ (mit Silo-Aufsätzen bis 22,4 m³) |
| Kastenmaß innen, konisch L × B | 5.600 × 1.955 – 1.995 mm |
| Gesamtmaße mit Schutzgitter L × B × H | 8.780 × 2.540 × 3.450 mm |
| Bordwandhöhe mit Schutzholzleiste | 1.200 + 300 mm |
| Blechstärke Boden / Bordwände | 4 / 3 mm |
| Ladehöhe | 2.800 mm |
| Plattformhöhe | 1.600 mm |
| Streuadapter | AV20, vertikal, 2 Walzen |
| Max. Streubreite | 12 m |
| Förderketten | 4 Stück, Qualitätsstahl, 14 mm |
| Spurweite | 1.940 mm |
| Aufhängung | Tandem, Parabelfederung |
| Stützlast | 3.000 kg |
| Bereifung | 600/55-22,5 |
| Zapfwellendrehzahl | 1.000 U/min |
| Zul. Geschwindigkeit | 40 km/h |
| Erforderliche Schlepperleistung | 170 PS |
Hinweis: Alle aufgeführten Parameter gelten bei Einzelzulassung in Deutschland. Für Rückwand, Steuerung und mehrere Optionen sind zusätzliche Hydraulikanschlüsse erforderlich.
Produktbeschreibung
Tandem-Miststreuer mit 18 m³
Der gefederte Tandem fasst 18 m³ und trägt 13.400 kg. Zwei vertikale Streuwalzen verteilen das Material auf bis zu 12 m Breite, vier Förderketten mit stufenloser Regelung führen es zu.
Vier Ketten statt zwei
Das ist der konstruktive Unterschied zur Einachsklasse.
Warum vier Stränge bei 5,6 m Kastenlänge nötig sind: Der Boden zieht über 13 Tonnen Material. Bei zwei Ketten liegt zwischen ihnen eine große ungezogene Fläche – klebriger Mist bleibt dort liegen und wird nur vom Rand her mitgeschleppt. Vier Ketten ziehen die gesamte Bodenbreite gleichmäßig, und die Last verteilt sich auf mehr Stränge.
Vertikale Walzen und 12 m Streubreite
Die beiden vertikalen Walzen greifen die gesamte Ladehöhe und reißen den Mist von oben nach unten auf. Damit kommen sie mit strohigem, verfilztem und angefrorenem Material zurecht, bei dem liegende Walzen an ihre Grenzen stoßen.
Zur Streubreite: Die tatsächliche Breite hängt vom Material ab – trockener, leichter Mist fliegt weiter als nasser und schwerer. Die Arbeitsbreite sollte vor der ersten Fuhre mit dem echten Material ermittelt werden, sonst entstehen Streifen mit Über- und Unterversorgung.
Verstärkte hydraulische Rückwand mit Höhenanzeiger
Die Rückwand ist serienmäßig hydraulisch und verstärkt – mit einem Höhenanzeiger.
Warum der Anzeiger die eigentliche Dosierhilfe ist: Die Öffnungshöhe der Rückwand bestimmt zusammen mit der Vorschubgeschwindigkeit, wie viel Material die Walzen erreicht. Ohne Anzeige ist die Einstellung Gefühlssache und beim nächsten Einsatz nicht reproduzierbar – mit Anzeige lässt sich eine bewährte Einstellung wiederfinden und dokumentieren.
Stufenlose Vorschubregelung
Der hydraulisch angetriebene Kettenboden lässt sich stufenlos regeln. Zusammen mit der Rückwandhöhe ergibt das die Ausbringmenge je Hektar – die Grundlage für eine bedarfsgerechte Düngung nach Düngeverordnung.
Konische Wanne und Schutzausstattung
- Konischer Kasten – das Material wird beim Vorschub nicht eingeklemmt, sondern läuft frei zum Streuwerk. Bei feuchtem Mist verhindert das Brückenbildung.
- Vorderes Spritzschutzgitter serienmäßig – es hält zurückgeschleudertes Material vom Zugfahrzeug fern.
- Perforiertes Sichtfenster in der Vorderwand zeigt den Füllstand während der Arbeit.
- Metallabdeckung über den Rädern statt Kunststoff-Kotflügeln hinten.
Einleiter-Schmieranlage
Sie versorgt die Streuwerklager zentral. Diese Lager laufen in Staub, Feuchtigkeit und aggressiven Salzen – regelmäßige Schmierung entscheidet über ihre Lebensdauer und ist an der Maschine sonst schwer zugänglich.
Bis 22,4 m³ mit Silo-Aufsätzen
Die optionalen Silo-Aufsätze mit 500 mm werden auf die serienmäßigen 300-mm-Aufsätze gesetzt und steigern das Volumen auf 22,4 m³.
Wichtig: Dafür ist die Demontage des Streuadapters nötig. Der Wagen wird damit zum reinen Transportwagen für Silage und leichtes Schüttgut – nicht zum Streuer mit mehr Volumen.
Steuerungsvarianten
| Variante | Umfang |
|---|---|
| serienmäßig | Steuerung über den hydraulischen Verteiler des Schleppers |
| Dosierkontrollsystem BASIC | Bedienfeld für Vorschubgeschwindigkeit und -richtung, Schieber heben und senken; enthält den hydraulisch betätigten Schieber |
| Dosierkontrollsystem FULL | zusätzlich Deflektoren öffnen und schließen sowie Arbeitsbeleuchtung; enthält Schieber und hydraulische Heckklappe |
| ISOBUS | Datenübertragung, mit oder ohne Bedienfeld je nach Traktorausstattung |
Wann sich ISOBUS lohnt: wenn teilflächenspezifisch gestreut und die Ausbringung dokumentiert werden soll – für die Nährstoffbilanz nach Düngeverordnung der praktikable Weg.
Nachlaufachse als Option
Die hintere Nachlaufachse mit hydraulischer Sperrung verkleinert den Wendekreis und schont die Grasnarbe. Zu beachten: Mit ihr baut das Fahrzeug über 2.550 mm breit.
Zusätzliche Ausrüstung
- AT- oder EU-Typengenehmigung inkl. Dokumenten
- Starre Zugöse Ø 40 oder starre Deichsel für Obenanhängung
- Hydraulischer Stützfuß, einfachwirkend klappbar (ohne Aufpreis)
- Hintere Nachlaufachse mit hydraulischer Sperrung
- 2-Leiter-Druckluftbremse mit ALB
- Silo-Aufsätze 500 mm für bis zu 22,4 m³
- Zweiflügelige hydraulische Heckklappe für Grenzstreuen
- Dosierkontrollsystem BASIC oder FULL
- ISOBUS-Datenübertragungssystem, mit oder ohne Bedienfeld
- Gelenkwellen und Weitwinkel-Gelenkwellen in verschiedenen Ausführungen
- Hinterer Unterfahrschutz, homologiert und klappbar
- Warndreieck, Ersatzrad
Einsatzgebiete
Ackerbau- und Gemischtbetriebe, Milchvieh- und Rinderhaltung, Lohnunternehmen, Biogasanlagen mit Gärrestausbringung, Kompostausbringung, Kommunen.
Hinweise zum Betrieb
- Zapfwellendrehzahl von 1.000 U/min einhalten.
- Stützlast des Zugfahrzeugs prüfen: bis zu 3.000 kg.
- Ausreichend Hydraulikanschlüsse vorsehen – Rückwand, Steuerung und mehrere Optionen benötigen zusätzliche Anschlüsse.
- Streubreite vor der ersten Fuhre mit dem tatsächlichen Material ermitteln.
- Ausbringmenge nach Düngeverordnung planen und dokumentieren; Rückwandhöhe und Vorschub notieren.
- Abstände zu Gewässern und Randstreifen einhalten – dafür ist das Grenzstreuen vorgesehen.
- Niemals bei laufender Zapfwelle in die Wanne steigen oder an den Walzen hantieren.
- Vor Arbeiten am Streuwerk Zapfwelle abschalten, Motor abstellen und Stillstand der Walzen abwarten.
- Schmieranlage regelmäßig befüllen und Funktion prüfen.
- Ketten auf Spannung und Verschleiß kontrollieren.
- Nach dem Einsatz reinigen – Mistsalze fördern Korrosion.
- Bei Straßenfahrt Höhe von 3.450 mm und Breite von 2.540 mm beachten.
Häufige Fragen
Wie viel fasst der Streuer?
18 m³ bei 13.400 kg Nutzlast und 21.000 kg zulässigem Gesamtgewicht. Innerbetrieblich sind technisch 25.600 kg zulässig.
Wie breit streut er?
Bis zu 12 m. Die tatsächliche Breite hängt vom Material ab – trockener, leichter Mist fliegt weiter als nasser und schwerer.
Warum vier Förderketten?
Bei 5,6 m Kastenlänge und über 13 Tonnen Material bleibt zwischen nur zwei Ketten eine große ungezogene Fläche, auf der klebriger Mist liegen bleibt. Vier Ketten ziehen die gesamte Bodenbreite gleichmäßig.
Wie stelle ich die Ausbringmenge ein?
Über die stufenlose Vorschubgeschwindigkeit des Kettenbodens und die Öffnungshöhe der hydraulischen Rückwand. Der Höhenanzeiger macht eine bewährte Einstellung reproduzierbar.
Komme ich mit den Silo-Aufsätzen auf 22,4 m³ als Streuer?
Nein. Für die Silo-Aufsätze muss der Streuadapter demontiert werden – der Wagen wird damit zum reinen Transportwagen.
Welche Steuerung soll ich wählen?
Serienmäßig läuft alles über den Schlepperverteiler. BASIC bringt ein Bedienfeld für Vorschub und Schieber, FULL zusätzlich Deflektoren und Arbeitsbeleuchtung. ISOBUS ist die Wahl für teilflächenspezifisches Streuen mit Dokumentation.
Welchen Schlepper brauche ich?
170 PS, eine Zapfwelle mit 1.000 U/min, eine Kupplung für 3.000 kg Stützlast und mehrere Hydraulikanschlüsse. Gelenkwellen sind als Zusatzausrüstung erhältlich.
Wozu die Schmieranlage?
Die Einleiter-Anlage versorgt die Streuwerklager zentral. Sie laufen in Staub, Feuchtigkeit und aggressiven Salzen – regelmäßige Schmierung entscheidet über ihre Lebensdauer.