PRONAR Muldenkipper Tandem 23 t, 35 m³, Kippwinkel 55°, 40 km/h
32.365,00 €
PRONAR Muldenkipper Tandem 23 t, 35 m³, Kippwinkel 55°, 40 km/h
Serienmäßige Ausrüstung
- Tandem-Fahrwerk mit Starrachsen, Parabelfederung, Achsabstand 1.810 mm
- Hydraulische Heckklappe mit automatischer Verriegelung und Gummidichtung
- Universal-Deichsel zur Unten- und Obenanhängung mit starrer Zugöse Ø 40
- Gefederte Deichsel
- Teleskopstützfuß mit Getriebe
- 2-Leiter-Druckluftbremse, Trommelbremse 406 × 140 mm
- Kurbelbremse
- LED-Beleuchtungsanlage 12 V mit seitlichen Umrissleuchten, Rücklichter mit Schutzgitter
- Vorderwand mit perforiertem Sichtfenster und PLEXI-Scheibe
- Kornschieber in der Rückwand
- Klappbare Aufstiegsleiter und Trittstufen
- Kunststoff-Kotflügel vorne und hinten, Metallkotflügel oben
- Spritzschutz hinten über die gesamte Breite
- Hinterer Unterfahrschutz, homologiert und klappbar
- Keile mit Halter
- Lackierung: Fahrgestell rot RAL 3000, Bordwände grün RAL 6010
Technische Daten
| Hersteller | PRONAR |
|---|---|
| Produktart | Tandem-Muldenkipper, Heckkipper |
| Zul. Gesamtgewicht | 23.000 kg |
| Technisch zul. Gesamtgewicht (innerbetrieblich) | 24.000 kg |
| Eigengewicht | 6.910 kg (mit Aufsätzen) |
| Nutzlast | 16.090 kg |
| Ladevolumen | 23 m³ ohne Aufsätze / 35 m³ mit Aufsätzen 800 mm |
| Muldengröße innen L × B | 6.694 × 2.242 – 2.302 mm |
| Gesamtmaße L × B × H | 8.780 × 2.650 × 3.750 mm |
| Bordwandhöhe | 1.500 mm |
| Blechstärke Boden / Bordwände | 4 / 4 mm |
| Plattformhöhe | 1.450 mm |
| Spurweite | 2.100 mm |
| Aufhängung | Parabelfederung |
| Stützlast | 3.000 kg |
| Bereifung | 550/60-22,5 |
| Zul. Geschwindigkeit | 40 km/h |
| Kippsystem | heckseitig, Kippwinkel 55° |
| Teleskopzylinder | Hublänge 2.990 mm, Ölbedarf 40 l, Betriebsdruck 200 bar |
| Erforderliche Schlepperleistung | 136,7 PS / 100,5 kW |
Hinweis: Alle aufgeführten Parameter gelten bei Einzelzulassung in Deutschland.
Produktbeschreibung
Tandem-Muldenkipper mit 16 Tonnen Nutzlast
Der gefederte Zweiachser trägt 16.090 kg und fasst 23 m³, mit den optionalen 800-mm-Aufsätzen 35 m³. Die Mulde kippt mit 55° nach hinten, die Heckklappe öffnet hydraulisch und verriegelt sich automatisch.
1.500 mm Bordwandhöhe – die höchste Tandem-Mulde der Reihe
Das ist der konstruktive Kern dieses Kippers. Zum Vergleich: Der T669/1 hat 1.200 mm, der T679 nur 1.000 mm Grundhöhe.
Was die höhere Wand bringt:
- 23 m³ schon ohne Aufsätze. Für schwere Güter wie Rüben, Kartoffeln und Erde reicht das aus, ohne dass Aufsätze montiert werden müssen.
- Weniger Umbauarbeit. Wer überwiegend schweres Material fährt, spart sich das An- und Abbauen der Aufsätze.
- Stabilere Mulde. Eine durchgehende 1,5-m-Wand aus 4-mm-Blech ist steifer als eine niedrige Wand mit aufgesetztem Rahmen.
55° Kippwinkel
Fünf Grad mehr als bei den meisten landwirtschaftlichen Kippern. Bei feuchtem Material, Rübenerde und bindigen Böden entscheidet das darüber, ob die Mulde vollständig leer wird.
Der Teleskopzylinder hat eine Hublänge von 2.990 mm und benötigt 40 Liter Öl bei 200 bar.
23 oder 35 m³
| Aufbau | Volumen | Typische Güter |
|---|---|---|
| ohne Aufsätze (serienmäßig) | 23 m³ | Rüben, Kartoffeln, Erde, Schotter |
| mit Aufsätzen 800 mm | 35 m³ | Getreide, Mais, Silage, Hackschnitzel |
Die Rechnung dahinter: 16 Tonnen Getreide füllen rund 21 m³, Silage über 26 m³, Hackschnitzel weit mehr. Erst mit Aufsätzen wird die Nutzlast bei leichtem Material ausgenutzt. Die Aufsätze haben ein perforiertes Sichtfenster mit PLEXI-Scheibe.
Hydraulische Heckklappe mit Gummidichtung
Die Klappe wird hydraulisch angehoben und verriegelt sich automatisch – der Fahrer bleibt sitzen.
Die Gummidichtung hält feine Güter zurück. Bei Getreide, Kompost und feuchtem Material ist das der Unterschied zwischen dichter Fuhre und Spur auf der Straße.
Lenkungsvarianten
Serienmäßig arbeitet der Wagen mit Starrachsen. Zwei Optionen stehen zur Wahl:
- Hintere Nachlaufachse mit hydraulischer Sperrung – sie folgt passiv der Fahrtrichtung, verkleinert den Wendekreis und schont die Grasnarbe. Beim Rückwärtsfahren wird sie gesperrt.
- Zwangslenkung – sie wird aktiv geführt und arbeitet präziser, ist aber aufwendiger.
Für Betriebe mit viel Grünland lohnt sich eine der beiden Varianten: Starre Achsen radieren in der Kurve und reißen die Narbe auf.
Universal-Deichsel, gefedert
Die Deichsel ist für Unten- und Obenanhängung ausgelegt und gefedert – das schont Kupplung, Rahmen und Fahrer, gerade bei 40 km/h. Eine Kugelkupplung K80 ist als Zusatzausrüstung erhältlich.
Kornschieber und Sichtfenster
- Der Kornschieber in der Rückwand lässt Getreide dosiert ab, ohne dass die ganze Heckklappe geöffnet werden muss.
- Das perforierte Sichtfenster in der Vorderwand zeigt den Füllstand während der Fahrt – bei 1,5 m Wandhöhe die einzige praktikable Kontrolle.
Zulassung
| Zulassungsweg | Zul. Gesamtgewicht | Nutzlast |
|---|---|---|
| Einzelzulassung DE | 23.000 kg | 16.090 kg |
| innerbetrieblich (technisch) | 24.000 kg | ca. 17.090 kg |
| EU-Typgenehmigung, 40 km/h | 18.000 kg | ca. 11.090 kg |
Der Unterschied ist erheblich: Zwischen Einzelzulassung und EU-Typgenehmigung liegen 5.000 kg Nutzlast. Das sollte vor der Bestellung geklärt sein.
Zusätzliche Ausrüstung
- AT- oder EU-Typengenehmigung inkl. Dokumenten
- Kugelkupplung K80
- Hydraulischer Stützfuß, einfachwirkend oder klappbar (ohne Aufpreis)
- Hintere Nachlaufachse mit hydraulischer Sperrung
- Zwangslenkung
- Aufsätze 800 mm mit perforiertem Sichtfenster für 35 m³
- 2-Leiter-Druckluftbremse mit ALB oder ALB Premium
- Rollplane mit klappbarem Gestell und Podest für die 800-mm-Aufsätze
- Auslaufgosse
- Fallsegel, 3 Sätze (nur mit Aufsätzen)
- Hintere Anschlüsse für Elektrik, Hydraulik und Pneumatik
- Anhängerkupplungen verschiedener Hersteller, manuell oder automatisch
- Werkzeugkasten
- Seitlicher Unterfahrschutz
- Ersatzrad
- Warndreieck für langsame Anhänger
Einsatzgebiete
Große Ackerbaubetriebe, Lohnunternehmen, Zuckerrüben- und Kartoffelernte, Biogasanlagen, Hackschnitzel- und Kompostlogistik, Bauwesen und Erdbewegung, Kommunen.
Hinweise zum Betrieb
- Zulassungsweg vor der Bestellung klären – zwischen Einzelzulassung und EU-Typgenehmigung liegen 5.000 kg.
- Stützlast des Zugfahrzeugs prüfen: bis zu 3.000 kg.
- Beim Kippen auf ebenen, tragfähigen Untergrund achten – bei 2.990 mm Hublänge ist der Schwerpunkt hoch.
- Mulde nicht unter Freileitungen anheben; mit Aufsätzen misst der Wagen 3.750 mm.
- Vor dem Kippen prüfen, ob die Heckklappe frei öffnen kann.
- Nach dem Entladen prüfen, ob die Mulde geleert ist.
- Die technisch zulässigen 24.000 kg gelten nur innerbetrieblich.
- Fallsegel und Rollplane sind nur mit den 800-mm-Aufsätzen einsetzbar.
- Gummidichtung an der Heckklappe regelmäßig prüfen.
- Radmuttern nach den ersten Betriebsstunden und danach regelmäßig nachziehen.
Häufige Fragen
Wie viel fasst der Kipper?
23 m³ ohne Aufsätze und 35 m³ mit den optionalen 800-mm-Aufsätzen.
Wie viel kann er laden?
16.090 kg bei 23.000 kg zulässigem Gesamtgewicht. Innerbetrieblich sind technisch 24.000 kg zulässig, mit EU-Typgenehmigung 18.000 kg.
Warum ist die Mulde 1.500 mm hoch?
Damit fasst der Kipper schon ohne Aufsätze 23 m³ – für Rüben, Kartoffeln und Erde reicht das aus. Eine durchgehende Wand ist zudem steifer als eine niedrige Wand mit aufgesetztem Rahmen.
Was bringt der Kippwinkel von 55°?
Fünf Grad mehr als bei den meisten landwirtschaftlichen Kippern. Bei feuchtem Material, Rübenerde und bindigen Böden entscheidet das darüber, ob die Mulde vollständig leer wird.
Welche Lenkung soll ich wählen?
Die Nachlaufachse folgt passiv der Fahrtrichtung und ist einfacher und günstiger, die Zwangslenkung arbeitet präziser. Beide schonen die Grasnarbe – starre Achsen radieren in der Kurve.
Welchen Schlepper brauche ich?
136,7 PS beziehungsweise 100,5 kW und eine Kupplung für 3.000 kg Stützlast. Für das Kippen werden 40 Liter Öl bei 200 bar benötigt.
Wozu die Gummidichtung an der Heckklappe?
Sie hält feine Güter zurück. Bei Getreide, Kompost und feuchtem Material ist das der Unterschied zwischen dichter Fuhre und Spur auf der Straße.
Wie sehe ich den Füllstand?
Über das perforierte Sichtfenster mit PLEXI-Scheibe in der Vorderwand – bei 1,5 m Wandhöhe die einzige praktikable Kontrolle während der Fahrt.