PRONAR Ladewagen 41 m³, Rotor, 45 Messer, hydraulische Tandemachse
93.970,00 €
PRONAR Ladewagen 41 m³, Rotor, 45 Messer, hydraulische Tandemachse
Serienmäßige Ausrüstung
- Pick-up kurvenbahngesteuert mit 8 Zinkenreihen und Nachlaufrad
- Laderotor mit 8 spiralförmig angeordneten Zinkenreihen aus hochverschleißfestem Stahl
- Messerbalken mit 45 einzeln eingebetteten Messern, jedes schwenkbar als Steinschutz
- Hydraulischer Holzkratzboden mit 4 Laschenketten und Leisten
- Kettenförderer mit 6 Ketten und 2-stufigem hydraulischem Antrieb
- Hydraulisch angehobene Rückwand
- Ladepritsche mit angeschraubten Wänden, für die Montage angetriebener Dosierwalzen vorbereitet
- Wände aus trapezförmigen Profilen mit Aluzink-Überzug
- Transparente vordere Bordwand
- Hydraulisch gefederte Zugdeichsel, höhenverstellbar (Hitch, Piton-Fix, Kugelkupplung K80)
- Drehbare Zugöse für Hitch oder Piton-Fix
- Teleskopstützfuß mit Getriebe
- Hydraulische Tandemaufhängung mit vier Stahlhalbfedern, vordere Starrachse, hintere Zwangslenkachse, hydraulisch stabilisiert und verstellbar, Achsabstand 1.810 mm
- Zentrale Hydraulikanlage, vom Schlepper aus über ein Bedienterminal gesteuert
- 2-Leiter-Druckluftbremse mit manuellem Bremskraftregler
- Weitwinkel-Gelenkwelle
- Beleuchtungsanlage 12 V mit seitlichen Umrissleuchten, Rücklichter mit Schutzgitter
- Metallkotflügel, 2 Keile mit Alu-Halter
- Zweikomponentenlackierung mit hoher Haltbarkeit und UV-Beständigkeit
Technische Daten
| Hersteller | PRONAR |
|---|---|
| Produktart | Ladewagen mit Rotor und Schneidwerk |
| Zul. Gesamtgewicht | 24.000 kg |
| Eigengewicht | 11.500 kg |
| Nutzlast | 12.500 kg |
| Ladevolumen | 41 m³ |
| Brückenmaße innen L × B | 7.840 × 2.300 mm |
| Gesamtmaße L × B × H | 10.750 × 2.850 × 3.990 mm |
| Bordwandhöhe | 2.280 mm |
| Blechstärke der Bordwand | 0,75 mm, Aluzink |
| Messer | 45 Stück, einzeln schwenkbar |
| Pick-up | kurvenbahngesteuert, 8 Zinkenreihen |
| Laderotor | 8 Zinkenreihen, spiralförmig |
| Kratzboden | 4 Laschenketten, hydraulisch |
| Plattformhöhe | 1.700 mm |
| Spurweite | 2.200 mm |
| Aufhängung | Tandem, hydraulisch |
| Stützlast | 4.000 kg |
| Bereifung | 710/50 R 26,5 |
| Zul. Geschwindigkeit | 40 km/h |
| Erforderliche Schlepperleistung | 182 PS / 133,8 kW |
Hinweis: Alle aufgeführten Parameter gelten bei Einzelzulassung in Deutschland.
Produktbeschreibung
Ladewagen mit Rotor, Schneidwerk und 41 m³
Der Wagen nimmt das Futter mit einem kurvenbahngesteuerten Pick-up auf, fördert es über einen Laderotor durch ein Schneidwerk mit 45 Messern und lädt es über den hydraulischen Kratzboden ab. Die Tandemachse ist hydraulisch gefedert, die hintere Achse zwangsgelenkt.
Ladewagen statt Transportwagen – was der Unterschied ist
Das ist der entscheidende Punkt beim Vergleich mit dem einfachen Silagewagen derselben Baureihe: Dieser Wagen lädt selbst.
- Ein Transportwagen wird vom Häcksler oder Lader befüllt – er braucht eine zweite Maschine und eine zweite Person.
- Ein Ladewagen nimmt das Schwad selbst auf. Ein Fahrer, eine Maschine, ein Arbeitsgang.
Wann sich das rechnet: bei kleineren und mittleren Schlägen, bei verstreuten Flächen, bei kurzen Wegen zum Silo – überall dort, wo eine Häckselkette mit mehreren Fahrzeugen nicht ausgelastet wäre.
45 Messer – die Schnittlänge entscheidet über die Silagequalität
Der Messerbalken trägt 45 einzeln eingebettete Messer.
Warum kurz geschnittenes Futter besser ist:
- Bessere Verdichtung im Silo. Kurze Halme lassen sich enger zusammenpressen – weniger Restluft bedeutet weniger Nacherwärmung und weniger Verluste.
- Bessere Futteraufnahme. Kurz geschnittenes Futter lässt sich leichter mischen und wird vom Tier besser aufgenommen.
- Weniger Belastung für den Mischwagen. Was schon kurz ist, muss nicht noch einmal zerkleinert werden.
Jedes Messer ist einzeln schwenkbar und weicht bei einem Fremdkörper aus, statt zu brechen. Bei Steinen im Schwad – auf Dauergrünland kaum vermeidbar – ist das der Unterschied zwischen einem verbogenen Messer und einem zerstörten Messerbalken.
Kurvenbahngesteuerter Pick-up mit Nachlaufrad
Die Kurvenbahn führt die Zinken so, dass sie das Futter aufnehmen und kurz vor der Übergabe wieder zurückziehen. Das ergibt eine saubere Aufnahme ohne Futterverluste und verhindert, dass Halme mitgerissen werden.
Das Nachlaufrad führt die Pick-up-Höhe über dem Boden – wichtig auf unebenem Grünland: Zu tief bedeutet Erde und Steine im Futter und damit schlechte Gärung, zu hoch bedeutet liegen gebliebenes Futter.
Laderotor mit spiralförmigen Zinkenreihen
Die acht Zinkenreihen sind spiralförmig angeordnet und bestehen aus hochverschleißfestem Stahl.
Warum die Spirale zählt: Die Zinken greifen nacheinander statt gleichzeitig – das verteilt die Last über die Umdrehung, statt sie in Stößen auf den Antrieb zu geben. Der Wagen läuft ruhiger, und die Leistungsspitzen am Schlepper sinken.
Hydraulischer Kratzboden und 2-stufiger Kettenförderer
Vier Laschenketten mit Leisten transportieren das Futter beim Entladen nach hinten, der Kettenförderer arbeitet mit sechs Ketten und zweistufigem hydraulischem Antrieb.
Was die zweite Stufe bringt: Beim Laden läuft der Boden langsam, um das Futter zu verdichten; beim Entladen schnell, um die Fuhre zügig loszuwerden. Ein einstufiger Antrieb muss dabei immer einen Kompromiss fahren.
Für Dosierwalzen vorbereitet
Die Ladepritsche mit angeschraubten Wänden ist für die Montage angetriebener Dosierwalzen vorbereitet.
Was Dosierwalzen leisten: Sie lösen das verdichtete Futter beim Entladen auf und geben es gleichmäßig ab – statt es als Block auszuschieben. Für das direkte Beschicken von Futtertischen und Mischwagen ist das die passende Technik.
Hydraulische Tandemaufhängung mit Zwangslenkung
Die vordere Achse ist starr, die hintere zwangsgelenkt; beide sind hydraulisch stabilisiert und verstellbar, mit vier Stahlhalbfedern.
- Die Zwangslenkung schont die Grasnarbe. Auf Dauergrünland ist jede aufgerissene Stelle ein Ertragsverlust über Jahre.
- Die hydraulische Aufhängung hält den Wagen am Hang und auf unebenem Gelände in der Waage und gleicht die Achslasten aus.
- Verstellbar heißt: Die Höhe lässt sich an die Situation anpassen – beim Beladen, beim Entladen, bei der Straßenfahrt.
Bedienung vom Schlepper aus
Die zentrale Hydraulikanlage wird über ein Bedienterminal in der Kabine gesteuert. Pick-up, Rotor, Kratzboden, Rückwand und Fahrwerk laufen darüber – der Fahrer bleibt sitzen.
Transparente vordere Bordwand
Der Blick in den Laderaum zeigt den Füllstand, ohne dass jemand aussteigen muss. Bei 41 m³ ist das die praktikable Kontrolle, ob noch ein Schwad passt oder die Fuhre voll ist.
Aluzink-Wände und Zweikomponentenlackierung
Die Wände bestehen aus trapezförmigen Profilen mit Aluzink-Überzug – korrosionsfest und bei 0,75 mm Blechstärke leicht. Bei einem Ladewagen zählt jedes Kilo im Aufbau, weil es direkt von der Nutzlast abgeht. Rahmen, Deichsel und Achsen sind mit einer UV-beständigen Zweikomponentenlackierung geschützt.
Einsatzgebiete
Grünlandbetriebe und Futterbau, Milchviehbetriebe, Lohnunternehmen, Biogasanlagen mit Grassilage, Betriebe mit verstreuten Flächen und kurzen Silowegen.
Hinweise zum Betrieb
- Stützlast des Zugfahrzeugs prüfen: bis zu 4.000 kg.
- Erforderlich sind 182 PS beziehungsweise 133,8 kW sowie die Anschlüsse für die zentrale Hydraulikanlage und das Bedienterminal.
- Pick-up-Höhe über das Nachlaufrad einstellen – zu tief bedeutet Erde und Steine im Futter.
- Messer regelmäßig schärfen; stumpfe Messer reißen statt zu schneiden und erhöhen den Leistungsbedarf deutlich.
- Vor Arbeiten am Messerbalken und im Laderaum Zapfwelle abschalten und Motor abstellen.
- Gelenkwelle und Schutzeinrichtungen vor jedem Einsatz prüfen.
- Zulässige Höhe von 3.990 mm beachten – Einfahrten, Silos, Leitungen.
- Bei Straßenfahrt die Breite von 2.850 mm beachten.
- Ketten regelmäßig auf Spannung prüfen und nach Herstellerangabe schmieren.
Häufige Fragen
Was unterscheidet den Ladewagen vom Silagewagen der gleichen Reihe?
Dieser Wagen lädt selbst: Pick-up, Laderotor und Schneidwerk mit 45 Messern sind an Bord. Der reine Silagewagen muss vom Häcksler oder Lader befüllt werden und braucht damit eine zweite Maschine.
Wie viel fasst der Wagen?
41 m³ bei 12.500 kg Nutzlast und 24.000 kg zulässigem Gesamtgewicht.
Wie viele Messer hat das Schneidwerk?
45, jedes einzeln eingebettet und schwenkbar. Bei einem Fremdkörper weicht das Messer aus, statt zu brechen.
Warum ist kurz geschnittenes Futter besser?
Es verdichtet sich besser im Silo – weniger Restluft bedeutet weniger Nacherwärmung und weniger Verluste. Außerdem lässt es sich leichter mischen und wird besser aufgenommen.
Kann ich Dosierwalzen nachrüsten?
Die Ladepritsche ist für die Montage angetriebener Dosierwalzen vorbereitet.
Was braucht der Schlepper?
182 PS beziehungsweise 133,8 kW, eine Kupplung für 4.000 kg Stützlast und die Anschlüsse für die zentrale Hydraulikanlage samt Bedienterminal. Eine Weitwinkel-Gelenkwelle gehört zum Lieferumfang.
Was bringt die Zwangslenkung?
Sie schont die Grasnarbe. Auf Dauergrünland ist jede aufgerissene Stelle ein Ertragsverlust über Jahre. Zudem sinkt der Wendekreis.
Wie sehe ich den Füllstand?
Über die transparente vordere Bordwand – ohne auszusteigen.