PRONAR Futtermischwagen 10 m³, Vertikalschnecke, 4-Punkt-Waage
20.400,00 €
PRONAR Futtermischwagen 10 m³, Vertikalschnecke, 4-Punkt-Waage
Serienmäßige Ausrüstung
- Vertikale Mischschnecke
- 9 austauschbare Messer, davon 3 unten und 6 oben
- Schneidmesser in drei Positionen einstellbar
- Zwei mechanisch gesteuerte Gegenmesser
- 2 hydraulisch gesteuerte Austragsfenster
- Metallausläufe unter den Austragsfenstern
- Einstellbare Rutschen unter den Fenstern
- 4-Punkt-Wiegesystem mit LCD-Anzeige für Arbeitszeit und Ladegewicht
- Podest mit Aufstiegsstufen auf beiden Seiten
- Sicherung des beweglichen oberen Randes
- Obenanhängung, starre Deichsel mit Zugöse Ø 40
- Mechanischer Teleskopstützfuß
- 2-Leiter-Druckluftbremse, Trommelbremse 300 × 60 mm
- Kurbelbremse
- Beleuchtungsanlage
- Keile mit Halter
- Lackierung: Podest und Austragsfenster rot RAL 3000, Behälter und Fahrgestell grün RAL 6010
Technische Daten
| Hersteller | PRONAR |
|---|---|
| Produktart | Futtermischwagen, vertikal |
| Ladevolumen | 10 m³ mit Aufsatz 250 mm (8 m³ ohne Aufsatz) |
| Zul. Gesamtgewicht | 7.700 kg |
| Eigengewicht | 3.700 kg |
| Nutzlast | 4.000 kg |
| Mischschnecke | 1 Stück, vertikal |
| Schneckendrehzahl bei 540 U/min | 25,6 U/min |
| Schneidmesser | 9 Stück, austauschbar, 3 Positionen einstellbar |
| Gegenmesser | 2 Stück, mechanisch gesteuert |
| Futteraustrag | Austragfenster seitlich, 2 Stück hydraulisch |
| Wiegesystem | 4-Punkt-Wiegesystem mit LCD-Anzeige |
| Max. Behälterlänge | 3.530 mm |
| Max. Behälterbreite | 2.490 mm |
| Behälterhöhe innen ohne Aufsatz | 1.588 mm |
| Bodendurchmesser | 1.960 mm |
| Blechdicke Boden / Bordwand / Aufsatz | 20 / 8 / 8 mm |
| Höhe bis Behälterboden | 820 mm |
| Gesamtmaße L × B × H | 4.860 × 2.550 × 2.670 mm |
| Spurweite | 1.700 mm |
| Aufhängung | Starrfederung |
| Stützlast | 1.300 kg |
| Bereifung | 30 × 11,5-14,5 RE |
| Zul. Geschwindigkeit | 25 km/h |
| Erforderliche Schlepperleistung | 65 PS / 48 kW |
Produktbeschreibung
Kompakter Vertikalmischer mit 10 m³
Eine vertikale Mischschnecke mit neun Messern bereitet die Ration auf, zwei hydraulisch gesteuerte Austragsfenster geben sie ab. Ein 4-Punkt-Wiegesystem mit LCD-Anzeige erfasst Ladegewicht und Arbeitszeit.
65 PS – der Einstieg in die Mischtechnik
Das ist die niedrigste Anforderung unter den PRONAR-Futtermischwagen. Der Wagen passt hinter Schlepper der 70-PS-Klasse – und macht die TMR-Fütterung damit auch für kleinere Betriebe zugänglich.
Mit 4.860 mm Gesamtlänge und 2.670 mm Höhe passt er zudem durch Stalltore, an denen größere Maschinen scheitern.
20 mm Boden – das Maß für die Lebensdauer
Der Behälterboden ist 20 mm stark, Bordwand und Aufsatz je 8 mm.
Warum der Boden das kritische Bauteil ist: Die Schnecke dreht sich direkt darüber, und Sand, Steine und Erde aus der Silage wirken wie Schmirgel. Ein durchgearbeiteter Boden ist das häufigste Ende eines Mischwagens – die Reparatur ist aufwendig, weil die Schnecke ausgebaut werden muss.
20 mm sind hier dieselbe Stärke wie bei den großen Modellen der Reihe – an der entscheidenden Stelle wurde nicht gespart.
9 Messer in drei Positionen einstellbar
Die Messer sitzen verteilt: drei unten, sechs oben.
Warum die Verteilung sinnvoll ist: Die unteren Messer greifen das bereits aufgelöste Material, die oberen schneiden in die noch kompakte Ladung. So wird über die gesamte Füllhöhe zerkleinert.
Drei einstellbare Positionen erlauben die Anpassung an die Ration:
- Aggressiv beim Auflösen von Rundballen und langem Stroh.
- Zurückhaltend bei bereits gehäckselter Silage, die nicht weiter zerkleinert werden soll.
Alle Messer sind austauschbar – verschlissen wird einzeln getauscht.
Zwei Gegenmesser
Sie greifen von der Behälterwand in den Materialstrom und halten das Futter fest, während die Schneckenmesser schneiden. Ohne Gegenmesser dreht sich langes Material einfach mit, statt geschnitten zu werden.
Optional sind zwei Hebel zur manuellen Unterstützung oder eine Gegenmesserhydraulik mit Verteiler und Steuerhebeln erhältlich.
4-Punkt-Wiegesystem serienmäßig
Das ist bei einem Futtermischwagen keine Zusatzausstattung, sondern das Kerninstrument.
Warum vier Wiegepunkte: Sie erfassen die Last an allen Auflagern. Bei weniger Punkten verfälscht eine ungleiche Beladung – etwa ein Ballen auf einer Seite – das Ergebnis.
Die LCD-Anzeige zeigt zusätzlich die Arbeitszeit der Mischschnecke – damit lässt sich die Mischdauer reproduzierbar einhalten, was für gleichmäßige Rationen entscheidend ist.
Austragsfenster mit Ausläufen und einstellbaren Rutschen
Zwei hydraulisch gesteuerte Austragsfenster, darunter Metallausläufe und einstellbare Rutschen.
Warum die Rutschen zählen: Sie lenken das Futter gezielt an den Barren, statt es direkt neben dem Rad fallen zu lassen. Einstellbar heißt: Der Abstand zum Futtertisch lässt sich anpassen – an den Stall, nicht umgekehrt.
Podest auf beiden Seiten
Mit Aufstiegsstufen links und rechts. Das ist kein Komfortmerkmal: Verstopfungen im Behälter werden von Hand gelöst, und bei einem Wagen mit 1,59 m Behälterhöhe ist ein sicherer Zugang von beiden Seiten die Voraussetzung dafür.
Eine Sicherung des beweglichen oberen Randes gehört ebenfalls zur Serienausstattung.
Das Zweiganggetriebe als wichtigste Option
Serienmäßig läuft die Schnecke mit 25,6 U/min. Mit dem optionalen Reduktionsgetriebe stehen zwei Drehzahlen zur Wahl:
| Stufe | Drehzahl | Einsatz |
|---|---|---|
| 1. Gang | 33 U/min | Ballen auflösen, langes Material zerkleinern |
| 2. Gang | 17 U/min | schonend mischen, Kraftstoff sparen |
Warum sich das lohnt: Die langsame Stufe behandelt die Ration schonender und braucht weniger Leistung; die schnelle löst Ballen zügiger auf. Mit einer festen Drehzahl ist immer ein Kompromiss nötig.
Flexibel bei Anhängung und Bremse
Serienmäßig Obenanhängung mit starrer Zugöse Ø 40 und 2-Leiter-Druckluftbremse. Ohne Aufpreis sind erhältlich:
- Starre Deichsel mit Untenanhängung
- 1-Leiter-Druckluftbremse oder hydraulische Bremse
Damit passt der Wagen hinter nahezu jeden Schlepper – auch hinter ältere mit Einleiter- oder Hydraulikbremsanlage.
Für den rein innerbetrieblichen Einsatz gibt es zudem die Ausführung ohne Bremsanlage und ohne Beleuchtung, die den Preis senkt.
8 oder 10 m³
Die Volumenangabe von 10 m³ gilt mit dem 250-mm-Aufsatz. Ohne Aufsatz fasst der Behälter 8 m³ – diese Ausführung senkt den Preis.
Zur Nutzlast: Bei 4.000 kg ist die Nutzlast der begrenzende Faktor. 10 m³ Silage wiegen je nach TS-Gehalt deutlich mehr – der Wagen wird in der Praxis selten volumetrisch gefüllt.
Zusätzliche Ausrüstung
- Starre Deichsel mit Untenanhängung (ohne Aufpreis)
- 1-Leiter-Druckluftbremse oder hydraulische Bremse (ohne Aufpreis)
- Ausführung ohne Aufsatz 250 mm (8 m³)
- Ausführung ohne Beleuchtungsanlage
- Ausführung ohne Bremsanlage, mit Kurbelbremse
- Gelenkwelle, wahlweise mit Kupplung
- Zweigang-Reduktionsgetriebe mit 33 und 17 U/min
- Zwei Hebel für die Gegenmesser
- Gegenmesserhydraulik mit Verteiler und Steuerhebeln
- Ersatzrad
- Warndreieck für langsame Anhänger
Einsatzgebiete
Milchviehbetriebe, Rindermast, Betriebe mit TMR-Fütterung, Schaf- und Ziegenhaltung, Pferdebetriebe, Nebenerwerbsbetriebe, Betriebe mit engen Stalldurchfahrten.
Hinweise zum Betrieb
- Zapfwellendrehzahl von 540 U/min einhalten.
- Erforderlich sind mindestens 65 PS beziehungsweise 48 kW.
- Stützlast des Zugfahrzeugs prüfen: bis zu 1.300 kg.
- Reihenfolge der Komponenten beim Befüllen einhalten – sie beeinflusst Mischqualität und Mischzeit.
- Nicht übermischen: Zu lange Mischzeit zerstört die Struktur der Ration. Die Anzeige der Arbeitszeit hilft dabei.
- Niemals bei laufender Zapfwelle in den Behälter steigen oder hineingreifen.
- Vor Arbeiten im Behälter Zapfwelle abschalten, Motor abstellen, Schlüssel abziehen und Stillstand der Schnecke abwarten.
- Messer regelmäßig prüfen und rechtzeitig tauschen – stumpfe Messer erhöhen Leistungsbedarf und Mischzeit erheblich.
- Wiegesystem regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf kalibrieren.
- Nach dem Einsatz Behälter und Ausläufe reinigen; Futterreste gären und verderben die nächste Ration.
Häufige Fragen
Wie viel fasst der Mischwagen?
10 m³ mit dem 250-mm-Aufsatz, 8 m³ ohne. Die Nutzlast beträgt 4.000 kg bei 7.700 kg zulässigem Gesamtgewicht.
Welchen Schlepper brauche ich?
65 PS beziehungsweise 48 kW – die niedrigste Anforderung unter den PRONAR-Futtermischwagen. Die Stützlast beträgt 1.300 kg.
Warum ist der Boden 20 mm stark?
Die Schnecke dreht sich direkt darüber, und Sand und Steine aus der Silage wirken wie Schmirgel. Ein durchgearbeiteter Boden ist das häufigste Ende eines Mischwagens.
Wie viele Messer hat die Schnecke?
Neun austauschbare Messer – drei unten und sechs oben. Sie lassen sich in drei Positionen einstellen, um die Schneidwirkung an die Ration anzupassen.
Lohnt sich das Zweiganggetriebe?
Es bringt 33 U/min zum Auflösen von Ballen und 17 U/min zum schonenden Mischen. Mit der serienmäßigen festen Drehzahl von 25,6 U/min ist immer ein Kompromiss nötig.
Passt der Wagen an einen Schlepper ohne Druckluft?
Ja. Eine 1-Leiter-Druckluftbremse oder eine hydraulische Bremse sind ohne Aufpreis erhältlich, ebenso die Untenanhängung.
Was bringt das Wiegesystem?
Die Ration wird komponentenweise eingewogen. Vier Wiegepunkte erfassen die Last an allen Auflagern – auch bei ungleicher Beladung. Die Anzeige zeigt zusätzlich die Arbeitszeit der Mischschnecke.
Wozu die einstellbaren Rutschen?
Sie lenken das Futter gezielt an den Barren, statt es neben dem Rad fallen zu lassen. Der Abstand zum Futtertisch lässt sich an den Stall anpassen.