PRONAR Dreiseitenkipper Tandem, 13,3 t zGG, 10 t Nutzlast, 11,8 m³
15.525,00 €
PRONAR Dreiseitenkipper Tandem, 13,3 t zGG, 10 t Nutzlast, 11,8 m³
Serienmäßige Ausrüstung
- Zentralverriegelung an drei Seiten
- Wahl der Kipprichtung über zwei Bolzen mit Sicherheitssystem
- Bordwände mit Spannseilen
- Aufsätze 600 mm ohne Spannseile
- Deichsel mit starrer Zugöse Ø 40
- Hydraulischer Schrägstützfuß
- 2-Leiter-Druckluftbremse, Trommelbremse 300 × 90 mm
- Kurbelbremse
- Beleuchtungsanlage 12 V, Rücklichter mit Schutzgitter
- Kornschieber in der Rückwand
- Aufstiegsleiter und Trittstufen
- Brückenabstützung für Wartungsarbeiten
- Kotflügel auf der Hinterachse
- Keile mit Halter
- Lackierung: Fahrgestell rot RAL 3000, Bordwände grün RAL 6010
Technische Daten
| Hersteller | PRONAR |
|---|---|
| Produktart | Tandem-Dreiseitenkipper |
| Zul. Gesamtgewicht | 13.290 kg |
| Eigengewicht | 3.290 kg |
| Nutzlast | 10.000 kg |
| Ladevolumen | 11,8 m³ (mit mittleren Aufsätzen 17,6 m³) |
| Brückenmaß innen L × B | 4.440 × 2.190 – 2.240 mm |
| Gesamtmaße L × B × H | 6.116 × 2.390 × 2.484 mm |
| Bordwandhöhe | 600 + 600 mm |
| Blechstärke Boden / Bordwand | 5 / 2,5 mm |
| Plattformhöhe | 1.250 mm |
| Spurweite | 1.700 mm |
| Aufhängung | Blattfederung |
| Stützlast | 1.860 kg |
| Bereifung | 15,0/70-18 |
| Zul. Geschwindigkeit | 25 km/h (40 km/h ohne Aufpreis) |
| Kippsystem | dreiseitig |
| Kippwinkel rückw. / seitl. | 50 / 46° |
| Teleskopzylinder | Hublänge 1.700 mm, Ölbedarf 13 l, Betriebsdruck 200 bar |
| Erforderliche Schlepperleistung | 67,6 PS / 49,7 kW |
Hinweis: Alle aufgeführten Parameter gelten bei Einzelzulassung in Deutschland.
Produktbeschreibung
Tandem-Dreiseitenkipper mit 10 Tonnen Nutzlast
Der Zweiachser trägt 10.000 kg bei 3.290 kg Eigengewicht und kippt nach hinten sowie zu beiden Seiten. Serienmäßig sind Bordwände von 600 mm mit Spannseilen sowie Aufsätze von weiteren 600 mm verbaut.
Drei zu eins – das Verhältnis stimmt
Der Kipper trägt das Dreifache seines Eigengewichts. Das ist bei Dreiseitenkippern keine Selbstverständlichkeit, weil die drei Kipprichtungen konstruktiv aufwendiger sind als ein einfacher Hinterkipper.
5 mm Boden und 2,5 mm Bordwand zeigen, dass dabei nicht an der Substanz gespart wurde – der Boden nimmt den Aufprall beim Beladen mit Schotter und Rüben auf.
40 km/h ohne Aufpreis
Das ist die bemerkenswerteste Position in der Optionsliste: Die Ausführung für 40 km/h kostet nichts extra. Zu beachten: Dabei sinkt das zulässige Gesamtgewicht von 13.290 auf 12.000 kg.
| Ausführung | Zul. Gesamtgewicht | Nutzlast |
|---|---|---|
| 25 km/h (Standard) | 13.290 kg | 10.000 kg |
| 40 km/h (ohne Aufpreis) | 12.000 kg | ca. 8.700 kg |
| EU-Typgenehmigung, 40 km/h | 10.000 kg | ca. 6.700 kg |
Die Entscheidung fällt vor der Bestellung: Wer weite Wege fährt, gewinnt Zeit; wer schwere Fuhren fährt, behält die Nutzlast. Zwischen der 25-km/h-Ausführung und der EU-Typgenehmigung liegen 3.300 kg.
Von 11,8 auf 17,6 m³
Mit den optionalen mittleren Aufsätzen von 600 mm wächst das Volumen um fast die Hälfte.
| Aufbau | Volumen | Typische Güter |
|---|---|---|
| Bordwand + Aufsatz (serienmäßig) | 11,8 m³ | Getreide, Kartoffeln, Rüben |
| + mittlere Aufsätze | 17,6 m³ | Mais, Silage, Hackschnitzel |
Die Rechnung dahinter: 10 Tonnen Getreide füllen rund 13 m³ – hier passt das Volumen zur Nutzlast. Silage mit etwa 0,6 t/m³ füllt dagegen über 16 m³, bevor die Nutzlast erreicht ist. Erst mit den mittleren Aufsätzen wird der Wagen für leichte Güter voll ausgenutzt.
Sichtfenster für die Erntekette
Optional sind Fenster mit 340 × 710 mm im vorderen Aufsatz erhältlich – mit Gitter und PLEXI-Scheibe, wahlweise auch im mittleren Aufsatz.
Warum das im Erntebetrieb zählt: Beim Überladen vom Häcksler oder Mähdrescher sieht der Fahrer sonst nicht, wie voll der Wagen ist – bei Aufsätzen von 1,8 m Gesamthöhe schon gar nicht. Das Fenster ersetzt das Aussteigen.
Spannseile ab Werk
Die Grundbordwände haben serienmäßig Spannseile. Sie halten die Bordwände beim Kippen in definiertem Winkel, statt sie frei aufschlagen zu lassen – das schont Scharniere und Bordwand.
Die Aufsätze kommen ohne Spannseile – wer sie auch dort will, sollte das bei der Bestellung klären.
Hydraulischer Schrägstützfuß serienmäßig
Bei 1.860 kg Stützlast ist das kein Komfortmerkmal: Ein mechanischer Stützfuß wäre in beladenem Zustand kaum zu bedienen.
Bremsanlage in drei Stufen
Serienmäßig 2-Leiter-Druckluftbremse mit Trommelbremse 300 × 90 mm und Kurbelbremse. Optional ALB oder ALB Premium.
Warum ALB hier sinnvoll ist: Der Wagen wiegt leer 3,3 Tonnen und beladen 13,3 – das Vierfache. Ohne lastabhängige Regelung blockieren die Räder im leeren Zustand. Für die EU-Typgenehmigung ist der ALB ohnehin Teil des Pakets.
Zusätzliche Ausrüstung
- DE-, AT- oder EU-Typengenehmigung inkl. Dokumenten
- Ausführung für 40 km/h (ohne Aufpreis)
- 2-Leiter-Druckluftbremse mit ALB oder ALB Premium
- Zusätzliche mittlere Aufsätze 600 mm für 17,6 m³
- Fenster 340 × 710 mm mit Gitter und PLEXI-Scheibe, vorne oder vorne und mittig
- Bordwandhebefedern
- Rollplane mit klappbarem Gestell und Podest
- Auslaufgosse, Blechrutsche hinten über die gesamte Breite
- Fallsegel, 2 Sätze (nur mit Aufsätzen)
- Entladeschnecke für Getreide mit 30 t/h (auf Anfrage)
- Bordwandbügel für den Ballentransport (nicht für den öffentlichen Straßenverkehr)
- Hintere Anschlüsse für Elektrik, Hydraulik und Pneumatik
- Anhängerkupplungen verschiedener Ausführungen
- Seitlicher Unterfahrschutz
- Beleuchtungsanlage mit seitlichen Umrissleuchten
- Kunststoff-Kotflügel auf der Vorderachse
- Ersatzradhalter an der Vorderwand, Ersatzrad
- Warndreieck für langsame Anhänger
Einsatzgebiete
Landwirtschaft und Ernte, Lohnunternehmen, Biogasanlagen, Garten- und Landschaftsbau, Kommunen und Bauhöfe, Bauwesen, Forstbetriebe.
Hinweise zum Betrieb
- Zulassungsweg und Geschwindigkeitsausführung vor der Bestellung klären – beide beeinflussen das zulässige Gesamtgewicht.
- Stützlast des Zugfahrzeugs prüfen: bis zu 1.860 kg.
- Vor dem Kippen die Verriegelung der jeweiligen Seite prüfen und die Kipprichtung über die Bolzen sichern.
- Beim Seitenkippen auf ebenen, tragfähigen Untergrund achten – mit mittleren Aufsätzen liegt der Schwerpunkt hoch.
- Brücke nicht unter Freileitungen anheben.
- Brückenabstützung ist ausschließlich für Wartungsarbeiten vorgesehen.
- Fallsegel und Bordwandbügel sind nur unter den genannten Einschränkungen einsetzbar.
- Radmuttern nach den ersten Betriebsstunden und danach regelmäßig nachziehen.
Häufige Fragen
Wie viel kann der Kipper laden?
10.000 kg bei 13.290 kg zulässigem Gesamtgewicht in der 25-km/h-Ausführung. Bei 40 km/h sinkt das zulässige Gesamtgewicht auf 12.000 kg, mit EU-Typgenehmigung auf 10.000 kg.
Kostet die 40-km/h-Ausführung Aufpreis?
Nein. Sie ist ohne Aufpreis erhältlich – dabei sinkt allerdings das zulässige Gesamtgewicht auf 12.000 kg.
Wie komme ich auf 17,6 m³?
Mit den optionalen mittleren Aufsätzen von 600 mm. Serienmäßig fasst der Wagen 11,8 m³ mit Bordwand und Aufsatz von je 600 mm.
Wann brauche ich die mittleren Aufsätze?
Bei leichten Gütern. 10 Tonnen Getreide füllen rund 13 m³, Silage dagegen über 16 m³ – erst mit den zusätzlichen Aufsätzen wird die Nutzlast bei leichtem Material ausgenutzt.
Wie weit kippt die Brücke?
50° nach hinten und 46° zur Seite. Die Kipprichtung wird über zwei Bolzen mit Sicherheitssystem gewählt.
Welchen Schlepper brauche ich?
67,6 PS beziehungsweise 49,7 kW und eine Kupplung für 1.860 kg Stützlast. Für das Kippen werden 13 Liter Öl bei 200 bar benötigt.
Sind Spannseile dabei?
An den Grundbordwänden ja, an den Aufsätzen nicht. Sie halten die Bordwände beim Kippen in definiertem Winkel und schonen so Scharniere und Bordwand.
Wozu die Sichtfenster?
Beim Überladen vom Häcksler oder Mähdrescher sieht der Fahrer sonst nicht, wie voll der Wagen ist. Die Fenster sind optional im vorderen und im mittleren Aufsatz erhältlich.