PRONAR Bauanhänger Tandem 22 t, HARDOX-Halfpipe, Bogie-Fahrwerk
35.555,00 €
PRONAR Bauanhänger Tandem 22 t, HARDOX-Halfpipe, Bogie-Fahrwerk
Serienmäßige Ausrüstung
- Halfpipe-Mulde aus HARDOX 450HB
- Hydraulische, pendelnde Heckklappe mit Gummidichtung
- Front-Teleskopzylinder
- Fahrgestell aus rechteckigen, geschlossenen Profilen, verschweißt
- Bogie-Fahrwerk mit 4 Parabelfedern, Achsabstand 1.600 mm, Trommelbremse 406 × 140 mm, Achsdurchmesser 150 × 150 mm
- Gefederte Deichsel mit zwei Stahlfedern und Höhenverstellung
- Zugöse K80 für 4.000 kg
- Teleskopstützfuß mit Getriebe
- 2-Leiter-Druckluftbremse
- Kurbelbremse
- LED-Beleuchtungsanlage 12 V mit seitlichen Umrissleuchten, Rücklichter mit Schutzgitter
- Hinterer Unterfahrschutz, homologiert und klappbar
- Kunststoff-Kotflügel hinten, Metallabdeckung über den Rädern
- Spritzschutz hinten über die gesamte Breite
- Keile mit Halter
- Lackierung: Fahrgestell bordeaux, Bordwände schwarzgrau RAL 7021
Technische Daten
| Hersteller | PRONAR |
|---|---|
| Produktart | Tandem-Bauanhänger mit Halfpipe-Mulde |
| Zul. Gesamtgewicht | 22.000 kg |
| Technisch zul. Gesamtgewicht (innerbetrieblich) | 24.000 kg |
| Eigengewicht | 5.900 kg |
| Nutzlast | 16.100 kg |
| Ladevolumen | 12,5 m³ |
| Transportvolumen nach ISO 7546 | 12,5 / 15,7 m³ |
| Muldenform | Halfpipe |
| Muldenmaße innen L × H | 5.300 × 1.250 mm |
| Muldenbreite innen vorne / hinten | 2.250 / 2.300 mm |
| Gesamtmaße L × B × H | 7.570 × 2.550 × 2.840 mm |
| Ladehöhe | 2.480 mm |
| Blechstärke Boden / Bordwände | 6 / 6 mm, HARDOX 450HB |
| Spurweite | 1.960 mm |
| Aufhängung | Bogie (24 t) mit Parabelfederung |
| Stützlast | 4.000 kg |
| Bereifung | 550/60-22,5 |
| Zul. Geschwindigkeit | 40 km/h (60 km/h als Option) |
| Kippsystem | heckseitig, Kippwinkel 55° |
| Front-Teleskopzylinder | Hublänge 4.670 mm, Ölbedarf 41 l, Betriebsdruck 200 bar |
| Erforderliche Schlepperleistung | 125 PS / 92 kW |
Hinweis: Das zulässige Gesamtgewicht hängt vom Zulassungsrecht des jeweiligen Landes ab. Alle aufgeführten Parameter gelten bei Einzelzulassung in Deutschland.
Produktbeschreibung
Halfpipe-Kipper aus HARDOX
Der gefederte Tandem trägt 16.100 kg in einer Halfpipe-Mulde aus HARDOX 450HB mit 6 mm Wandstärke. Ein Front-Teleskopzylinder kippt mit 55° nach hinten, das Bogie-Fahrwerk ist für 24 Tonnen ausgelegt.
Halfpipe – die Muldenform macht den Unterschied
Statt eckiger Wände hat die Mulde einen halbrunden Querschnitt.
Was das bringt:
- Nichts bleibt in den Ecken. Eine eckige Mulde hat Kanten, in denen feuchter Lehm, Aushub und bindiges Material haften. Die Halfpipe hat keine – alles rutscht zur Mitte und heraus.
- Gleichmäßiger Materialfluss. Beim Kippen rutscht die Ladung geschlossen statt in Schüben – das hält den Anhänger ruhiger.
- Höhere Steifigkeit. Die Rundung ist konstruktiv stabiler als eine ebene Wand gleicher Stärke, ohne zusätzliche Verstrebungen.
- Weniger Anbackungen. Was nicht haftet, muss nicht abgeschlagen werden.
Komplett aus HARDOX 450HB – serienmäßig
Das ist der zweite Kernpunkt: Nicht nur der Boden, sondern die gesamte Mulde besteht aus Verschleißstahl, mit 6 mm Wandstärke.
Warum das bei Bauschutt entscheidend ist: HARDOX 450HB hat eine Härte von rund 450 Brinell – etwa das Dreifache von normalem Baustahl. Scharfkantiger Bauschutt, Bruchsteine und Recyclingmaterial hinterlassen deutlich weniger Spuren.
Der praktische Effekt: Bei gleicher Standzeit kann die Wand dünner sein – 6 mm HARDOX ersetzen deutlich dickeren Baustahl. Das spart Eigengewicht, das direkt in die Nutzlast geht.
Front-Teleskopzylinder mit 4.670 mm Hub
Der Zylinder sitzt vorne und hebt die Mulde über ihre gesamte Länge an.
Der Unterschied zu Unterflurzylindern: Ein Frontzylinder drückt die Mulde weiter auf und erreicht steilere Winkel. Bei 55° und der Halfpipe-Form rutscht praktisch jedes Material heraus – auch nasser Lehm und bindiger Aushub.
Bogie-Fahrwerk für 24 Tonnen
Das Bogie-Fahrwerk ist serienmäßig – beim Schwestermodell kostet es 3.541 € extra.
Warum das im Bauverkehr zählt: Ein Bogie-Fahrwerk koppelt beide Achsen über eine Pendelkonstruktion. Beide Achsen bleiben auch bei starken Unebenheiten im Bodenkontakt – auf Baustellen, in Gruben und auf unbefestigtem Gelände der entscheidende Unterschied. Die Last verteilt sich gleichmäßig, statt dass eine Achse überlastet wird.
Achsdurchmesser 150 × 150 mm und Trommelbremsen 406 × 140 mm sind entsprechend ausgelegt.
K80 mit 4.000 kg Stützlast serienmäßig
Die Kugelkupplung gehört zur Serienausstattung – bei den meisten anderen Modellen ist sie Zusatzausrüstung.
4.000 kg Stützlast sind der höchste Wert unter den Tandem-Anhängern der Reihe. Die gefederte Deichsel mit zwei Stahlfedern und Höhenverstellung passt sich an unterschiedliche Kupplungshöhen an.
Optional ist eine hydraulisch gefederte Deichsel erhältlich.
Pendelnde Heckklappe mit Gummidichtung
Die Klappe öffnet hydraulisch und pendelt beim Kippen frei auf. Die Gummidichtung hält feines Material zurück – bei Sand, Splitt und Recyclingmaterial die Voraussetzung für eine saubere Fahrt.
12,5 oder 15,7 m³ – was die ISO-Angabe bedeutet
Die Preisliste nennt zwei Werte nach ISO 7546:
- 12,5 m³ ist das gestrichene Volumen – bis Oberkante Mulde.
- 15,7 m³ ist das gehäufte Volumen – mit der Materialkuppe, die sich beim Beladen bildet.
Für die Praxis: Bei Schotter und Kies ist die gehäufte Beladung normal. 15,7 m³ Schotter wiegen allerdings rund 23 Tonnen – die Nutzlast von 16,1 Tonnen ist lange vorher erreicht. Bei diesem Anhänger begrenzt das Gewicht, nicht das Volumen.
Zulassung
| Zulassungsweg | Zul. Gesamtgewicht | Nutzlast |
|---|---|---|
| Einzelzulassung DE | 22.000 kg | 16.100 kg |
| innerbetrieblich (technisch) | 24.000 kg | ca. 18.100 kg |
| EU-Typgenehmigung, 40 km/h | 18.000 kg | ca. 12.100 kg |
60 km/h als Option
Die Ausführung für 60 km/h ist inklusive ALB erhältlich; dafür ist eine passende Räderwahl erforderlich. Bei CoC-Ausführung ist sie nicht verfügbar.
Zusätzliche Ausrüstung
- DE-, AT- oder EU-Typengenehmigung inkl. Dokumenten
- Hydraulisch gefederte Deichsel
- Hydraulischer Stützfuß oder Schrägstützfuß (ohne Aufpreis)
- Ausführung 60 km/h inkl. ALB
- 2-Leiter-Druckluftbremse mit ALB oder ALB Premium
- Seitlicher Unterfahrschutz nach 89/297/EWG
- Kunststoff-Kotflügel auf der Vorderachse
- Werkzeugkasten
- Ersatzrad, Kunststoff-Tube für Fahrzeugunterlagen
- Warndreieck für langsame Anhänger
Einsatzgebiete
Bauunternehmen und Tiefbau, Erdbewegung und Aushub, Recycling und Entsorgung, Steinbrüche und Kiesgruben, Kommunen und Bauhöfe, Lohnunternehmen, Abbruchunternehmen.
Hinweise zum Betrieb
- Zulassungsweg vor der Bestellung klären – das zulässige Gesamtgewicht hängt vom Zulassungsrecht des jeweiligen Landes ab.
- Stützlast des Zugfahrzeugs prüfen: bis zu 4.000 kg mit K80.
- Beim Kippen auf ebenen, tragfähigen Untergrund achten – bei 4.670 mm Hublänge ist der Schwerpunkt sehr hoch.
- Mulde nicht unter Freileitungen anheben.
- Vor dem Kippen prüfen, ob die Heckklappe frei pendeln kann.
- Die technisch zulässigen 24.000 kg gelten nur innerbetrieblich.
- Bei gehäufter Beladung die Nutzlast beachten – sie ist meist vor dem Volumen erreicht.
- Gummidichtung an der Heckklappe regelmäßig prüfen.
- Radmuttern nach den ersten Betriebsstunden und danach regelmäßig nachziehen.
Häufige Fragen
Was ist eine Halfpipe-Mulde?
Eine Mulde mit halbrundem Querschnitt statt eckiger Wände. In ihr bleibt nichts in den Ecken haften, das Material rutscht geschlossen heraus, und die Rundung ist konstruktiv stabiler als eine ebene Wand gleicher Stärke.
Ist die ganze Mulde aus HARDOX?
Ja, Boden und Wände bestehen aus HARDOX 450HB mit 6 mm Stärke – serienmäßig.
Wie viel kann der Anhänger laden?
16.100 kg bei 22.000 kg zulässigem Gesamtgewicht. Innerbetrieblich sind technisch 24.000 kg zulässig, mit EU-Typgenehmigung 18.000 kg.
Was bedeuten die zwei Volumenangaben?
12,5 m³ ist das gestrichene Volumen bis Oberkante Mulde, 15,7 m³ das gehäufte Volumen mit Materialkuppe – beides nach ISO 7546.
Was ist ein Bogie-Fahrwerk?
Eine Pendelkonstruktion, die beide Achsen koppelt. Sie hält beide Achsen auch bei starken Unebenheiten im Bodenkontakt und verteilt die Last gleichmäßig – auf Baustellen und in Gruben der entscheidende Unterschied.
Warum sitzt der Zylinder vorne?
Ein Frontzylinder drückt die Mulde weiter auf und erreicht steilere Winkel. Bei 55° und der Halfpipe-Form rutscht praktisch jedes Material heraus – auch nasser Lehm.
Welchen Schlepper brauche ich?
125 PS beziehungsweise 92 kW und eine Kupplung für 4.000 kg Stützlast. Für das Kippen werden 41 Liter Öl bei 200 bar benötigt.
Gibt es eine Ausführung für 60 km/h?
Ja, inklusive ALB und mit passender Räderwahl. Bei CoC-Ausführung ist sie nicht verfügbar.