PRONAR Abschiebewagen 33 t, 49–61 m³, Tridem, zwangsgelenkt
60.255,00 €
PRONAR Abschiebewagen 33 t, 49–61 m³, Tridem, zwangsgelenkt
Serienmäßige Ausrüstung
- Mulde mit Spannseilen
- Tridem-Fahrwerk mit Parabelfederung, 1. und 3. Achse zwangsgelenkt, Achsabstand 1.810 mm
- Hydraulische Heckklappe mit Schiebewandsystem und automatischer Verriegelung
- Hydraulisch gefederte Deichsel zur Unten- und Obenanhängung, starre Zugöse Ø 40
- Teleskopstützfuß mit Getriebe
- Hydraulisches Lenkungssystem mit Handpumpe zur Anlagenbefüllung, mit vier Manometern
- Mechanisch-hydraulische Zwangslenkung beidseitig nach DIN ISO 26402 – ohne Lenksystem des Schleppers
- 2-Leiter-Druckluftbremse, Trommelbremse 406 × 140 mm
- Pneumatische Feststellbremse
- LED-Beleuchtungsanlage 12 V mit seitlichen Umrissleuchten, Rücklichter mit Schutzgitter
- Vorderwand mit perforiertem Sichtfenster und PLEXI-Scheibe
- Klappbare Aufstiegsleiter
- Kunststoff-Kotflügel auf erster und dritter Achse
- Hinterer Unterfahrschutz, homologiert und klappbar
- Keile mit Halter
- Lackierung: Heckklappe und Deichsel RAL 7021, Fahrgestell und Aufbau RAL 6010
Technische Daten
| Hersteller | PRONAR |
|---|---|
| Produktart | Abschiebewagen, Tridem |
| Zul. Gesamtgewicht | 33.000 kg |
| Technisch zul. Gesamtgewicht (innerbetrieblich) | 36.000 kg |
| Eigengewicht | 12.270 kg |
| Nutzlast | 20.730 kg |
| Ladevolumen | 49 m³ ohne Aufsätze / 58,7 m³ mit 400 mm / 61,2 m³ mit 500 mm |
| Muldengröße innen L × B | 9.700 × 2.370 mm |
| Gesamtmaße L × B × H | 12.000 × 2.550 × 3.490 mm |
| Bordwandhöhe | 2.000 mm |
| Blechstärke Boden / Bordwände | 5 / 4 mm |
| Plattformhöhe | 1.440 mm |
| Spurweite | 2.100 mm |
| Aufhängung | Parabelfederung |
| Stützlast | 3.000 kg |
| Bereifung | 445/65 R 22,5 |
| Zul. Geschwindigkeit | 40 km/h |
| Entladesystem | Abschiebesystem |
| Hydraulik | Ölbedarf 80 l, Betriebsdruck 200 bar |
| Erforderliche Schlepperleistung | 220 PS |
Hinweis: Alle aufgeführten Parameter gelten bei Einzelzulassung in Deutschland.
Produktbeschreibung
Der große Abschiebewagen – bis 61 m³
Der Tridem entleert ohne Kippen über eine hydraulisch bewegte Schiebewand. Mit 9,7 m Muldenlänge fasst er 49 m³, mit Aufsätzen bis 61,2 m³ – bei 20,7 Tonnen Nutzlast.
Warum Abschieben statt Kippen
- Keine Kippgefahr. Beim Kippen steht die Ladung mehrere Meter hoch über der Achse; auf weichem oder schiefem Untergrund kippt der Wagen um. Beim Abschieben bleibt der Schwerpunkt unten.
- Entladen in Hallen und unter Leitungen. Ein Muldenkipper braucht beim Kippen die doppelte Bauhöhe. Der Abschiebewagen bleibt bei 3.490 mm.
- Dosiertes Abladen. Die Schiebewand lässt sich gezielt vorfahren – das Material wird im Fahren verteilt, statt als Haufen abgeladen.
- Restlose Entleerung. Klebriges Material – nasse Silage, feuchter Kompost – bleibt beim Kippen hängen. Die Schiebewand schiebt es heraus.
49 m³ – ein Drittel mehr als die Standardausführung
Das ist der Kern des XL: 1.380 mm mehr Muldenlänge bei gleicher Breite und Bordwandhöhe.
| Aufbau | Volumen | Gesamthöhe |
|---|---|---|
| ohne Aufsätze | 49 m³ | 3.490 mm |
| Aufsätze 400 mm | 58,7 m³ | unter 4 m |
| Aufsätze 500 mm | 61,2 m³ | über 4 m (außer mit Bereifung 445/65 R 22,5) |
Die 4-Meter-Grenze ist entscheidend. Über 4 m Gesamthöhe wird der Transport im öffentlichen Straßenverkehr genehmigungspflichtig – und viele Hofeinfahrten, Silodurchfahrten und Unterführungen sind niedriger. Der Hersteller weist ausdrücklich darauf hin, dass die 400-mm-Aufsätze unter 4 m bleiben.
Wann das Volumen wichtiger ist als die Nutzlast
Bei 20,7 Tonnen Nutzlast und 61 m³ liegt die rechnerische Grenze bei etwa 0,34 t/m³.
- Hackschnitzel (0,2 – 0,3 t/m³) – hier begrenzt das Volumen, und der XL spielt seine Stärke aus.
- Grassilage (0,5 – 0,7 t/m³) – hier ist die Nutzlast zuerst erreicht.
- Maissilage, Kompost, Trester liegen dazwischen.
Die Faustregel: Wer überwiegend leichtes Material fährt, gewinnt mit dem XL echte Fuhren. Wer schwere Silage fährt, ist mit der Standardversion und ihren 36,7 m³ wirtschaftlicher unterwegs.
Zwangslenkung ohne Schlepperlenkung
Die mechanisch-hydraulische Zwangslenkung nach DIN ISO 26402 arbeitet beidseitig und funktioniert ohne Lenksystem des Schleppers.
Warum das bei 12 m Gesamtlänge unverzichtbar ist: Drei starre Achsen auf kurzem Abstand schieben in der Kurve quer – bei diesem Radstand wäre der Wagen auf dem Hof kaum zu bewegen. Zum System gehören eine Handpumpe zur Anlagenbefüllung und vier Manometer.
5 mm Boden
Die Schiebewand zieht die gesamte Ladung über den Boden – bei 20,7 Tonnen und 9,7 m Länge entstehen enorme Reibkräfte. Der Boden ist hier Verschleißteil und Kraftträger zugleich.
Spannseile serienmäßig
Anders als bei der Standardausführung gehören sie hier zur Serienausstattung. Sie halten die Mulde bei hoher Beladung in Form – bei 9,7 m Länge und 2 m Wandhöhe ein relevanter Punkt.
Perforiertes Sichtfenster mit PLEXI-Scheibe
Der Blick in die Mulde ohne Aussteigen. Bei knapp zehn Metern Muldenlänge ist das die einzige praktikable Füllstandskontrolle während der Fahrt.
Zulassung
| Zulassungsweg | Zul. Gesamtgewicht |
|---|---|
| Einzelzulassung DE | 33.000 kg |
| innerbetrieblich (technisch) | 36.000 kg |
| EU-Typgenehmigung inkl. CoC (mit ALB, 40 km/h) | 30.000 kg |
Zusätzliche Ausrüstung
- AT- oder EU-Typengenehmigung inkl. Dokumenten
- Kugelkupplung K80 für 3 t oder 4 t
- Hydraulischer Stützfuß, einfachwirkend klappbar (ohne Aufpreis)
- Aufsätze 400 mm für 58,7 m³ (Höhe unter 4 m)
- Aufsätze 500 mm für 61,2 m³
- Druckluftbremse mit ALB oder ALB Premium
- Metallkotflügel für nicht-serienmäßige Bereifung
- Ersatzrad
- Kunststoff-Tube für Fahrzeugunterlagen
- Warndreieck für langsame Anhänger
Einsatzgebiete
Biogasanlagen und Substratlogistik, Hackschnitzel- und Biomasselogistik, Lohnunternehmen, Kompost- und Klärschlammlogistik, Silagetransport und Fahrsilobefüllung, große Ackerbaubetriebe, Entsorgungsbetriebe.
Hinweise zum Betrieb
- Zulassungsweg vor der Bestellung klären.
- Gesamthöhe prüfen: Mit 500-mm-Aufsätzen überschreitet der Wagen 4 m – außer mit der serienmäßigen Bereifung 445/65 R 22,5.
- Stützlast des Zugfahrzeugs prüfen: bis zu 3.000 kg.
- Für das Abschieben werden 80 Liter Öl bei 200 bar benötigt.
- Zwangslenkung regelmäßig prüfen; die vier Manometer zeigen den Systemzustand.
- Anlage über die Handpumpe befüllen und entlüften, wenn der Druck abfällt.
- Vor dem Abschieben prüfen, ob die Heckklappe frei öffnen kann und niemand hinter dem Wagen steht.
- Boden regelmäßig auf Verschleiß kontrollieren.
- Bei 12 m Gesamtlänge Zufahrten und Wendemöglichkeiten vorab prüfen.
- Radmuttern nach den ersten Betriebsstunden und danach regelmäßig nachziehen.
Häufige Fragen
Wie viel fasst der Wagen?
49 m³ ohne Aufsätze, 58,7 m³ mit 400-mm-Aufsätzen und 61,2 m³ mit 500-mm-Aufsätzen.
Wie viel kann er laden?
20.730 kg bei 33.000 kg zulässigem Gesamtgewicht. Innerbetrieblich sind technisch 36.000 kg zulässig, mit EU-Typgenehmigung 30.000 kg.
Bleibt der Wagen unter 4 m Höhe?
Ohne Aufsätze und mit den 400-mm-Aufsätzen ja. Mit 500-mm-Aufsätzen überschreitet er 4 m – außer mit der serienmäßigen Bereifung 445/65 R 22,5.
Für welches Material lohnt sich die XL-Version?
Für leichtes Material. Bei 61 m³ und 20,7 t Nutzlast liegt die rechnerische Grenze bei etwa 0,34 t/m³ – Hackschnitzel und Biomasse nutzen das Volumen aus, schwere Grassilage erreicht die Nutzlast zuerst.
Was ist der Vorteil gegenüber einem Muldenkipper?
Keine Kippgefahr auf weichem oder schiefem Untergrund, Entladen in Hallen und unter Leitungen ohne zusätzliche Bauhöhe, dosiertes Verteilen im Fahren und restlose Entleerung auch bei klebrigem Material.
Braucht die Zwangslenkung einen Anschluss am Schlepper?
Nein. Die mechanisch-hydraulische Zwangslenkung nach DIN ISO 26402 arbeitet ohne Lenksystem des Schleppers.
Welchen Schlepper brauche ich?
220 PS, eine Kupplung für 3.000 kg Stützlast und 80 Liter Öl bei 200 bar für das Abschiebesystem.
Warum ist der Boden 5 mm stark?
Die Schiebewand zieht die gesamte Ladung über den Boden – bei 20,7 Tonnen und 9,7 m Länge entstehen enorme Reibkräfte.