Präzisionsverteiler Vogelsang DosiMat DMX 52, Topf-Ø 950, DN 50, Sternrotor
7.457,00 €
Präzisionsverteiler Vogelsang DosiMat DMX 52, Topf-Ø 950, DN 50, Sternrotor
Ausführung
- Präzisionsverteiler DosiMat DMX 52
- Topfdurchmesser 950 mm
- 52 Abgänge in DN 50
- Sternrotor
- Integrierte Schneidmesser
- Patentierte Membran für gleichmäßigen Luftstrom
Technische Daten
| Hersteller | Vogelsang |
|---|---|
| Produktart | Präzisionsverteiler für Gülle |
| Baureihe | DosiMat DMX |
| Anzahl Abgänge | 52 |
| Abgangsnennweite | DN 50 |
| Topfdurchmesser | 950 mm |
| Rotorausführung | Sternrotor |
| Rotorkontur | strömungsoptimiert |
| Schneideinheit | integriert, optimierte Messerkontur |
| Belüftung | zentralisiert, patentierte Membran |
| Abdeckung | gewölbter Kunststoff |
| Mengenanpassung | ohne Siebwechsel oder Bauteiltausch |
Produktbeschreibung
Präzisionsverteiler mit 52 Abgängen in DN 50
Die Gülle fließt über den Zulauf in den Rotor, der sie auf die einzelnen Abgänge verteilt. Die Schneidmesser zerkleinern dabei Faser- und Fremdstoffe. Die Ausbringmenge lässt sich an Bodenverhältnisse, Kultur und Jahreszeit anpassen – ohne Siebe oder andere Bauteile zu wechseln.
DN 50 – der entscheidende Unterschied
Der größere Abgangsquerschnitt ist das Merkmal dieser Konfiguration.
Die Rechnung dahinter: Der Querschnitt wächst quadratisch mit dem Durchmesser.
| DN 40 | DN 50 | |
|---|---|---|
| Durchmesser | 40 mm | 50 mm |
| Querschnittsfläche | rund 12,6 cm² | rund 19,6 cm² |
| Verhältnis | 100 % | rund 156 % |
Was das praktisch bedeutet: Jeder einzelne Abgang hat gut die Hälfte mehr Durchgang. Das senkt die Verstopfungsgefahr erheblich.
Wofür DN 50 die richtige Wahl ist:
- Rindergülle mit hohem Strohanteil – lange Fasern setzen enge Querschnitte zu.
- Gärreste aus Biogasanlagen – oft zäher und faserreicher als Gülle.
- Hohe Ausbringmengen je Hektar.
- Lange Schlauchwege am Gestänge, bei denen Reibungsverluste hinzukommen.
- Betriebe mit wechselnden Medien, bei denen die Dickflüssigkeit schwankt.
Was eine verstopfte Reihe kostet: Bei 52 Abgängen fällt der Ausfall eines einzelnen während der Fahrt kaum auf – bis die Fläche im Sommer streifig steht. Das Problem zeigt sich erst, wenn es nicht mehr zu beheben ist.
52 Abgänge – die Arbeitsbreiten
| Reihenabstand | Arbeitsbreite bei 52 Abgängen |
|---|---|
| 20 cm | 10,4 m |
| 25 cm | 13,0 m |
| 30 cm | 15,6 m |
| 33 cm | rund 17,2 m |
Die Werte sind rechnerisch – maßgeblich ist die Auslegung des Gestänges.
Warum bei DN 50 weniger Abgänge in denselben Topf passen: Die Anschlüsse sitzen ringförmig im Verteilertopf. Größere Querschnitte brauchen mehr Umfang – bei gleichem Topfdurchmesser von 950 mm bleibt entsprechend weniger Platz.
Verteilgenauigkeit unabhängig von der Ausbringmenge
Das ist der Kern der DMX-Baureihe.
Das übliche Problem bei Verteilern: Sie sind auf einen Mengenbereich optimiert. Außerhalb davon leidet die Querverteilung – einzelne Abgänge bekommen mehr, andere weniger.
Warum das in der Praxis vorkommt:
- Kopfdüngung im Frühjahr – kleine Mengen auf wachsenden Bestand.
- Grunddüngung nach der Ernte – große Mengen auf die Stoppel.
- Unterschiedliche Kulturen mit verschiedenem Nährstoffbedarf.
- Nasser Boden verträgt weniger als trockener.
Was die modifizierte Rotorkontur leistet: Sie verbindet maximale Flexibilität bei den Ausbringmengen mit maximaler Verteilgenauigkeit. Ob kleine oder große Mengen – der Verteiler arbeitet ohne Umbaumaßnahmen.
Die Schneidfunktion
Der Verteiler zerkleinert, während er verteilt.
Warum das auch bei DN 50 nötig ist: Ein größerer Querschnitt verringert die Verstopfungsgefahr – aber er beseitigt sie nicht.
Was Fasern im System anrichten:
- In den Abgängen bilden sie Zöpfe, die sich festsetzen.
- Im Schlauch entstehen Pfropfen.
- Am Schleppschuh hängen sie und ziehen Material mit.
Die Kombination macht den Unterschied: Große Querschnitte lassen mehr durch, die Schneidmesser sorgen dafür, dass nichts Langfaseriges überhaupt erst in die Abgänge gelangt.
Die optimierte Messerkontur verbessert die Schneidleistung gegenüber früheren Ausführungen.
Die patentierte Membran für gleichmäßigen Luftstrom
Ein Detail mit erheblicher Wirkung auf die Verteilqualität.
Warum Luft im Verteiler eine Rolle spielt: Strömt Gülle in den Verteiler, muss die verdrängte Luft entweichen – und beim Abstellen muss Luft nachströmen, damit die Leitungen leerlaufen.
Was ohne gleichmäßige Belüftung passiert: Die Luft sucht sich den Weg des geringsten Widerstands. Einzelne Abgänge werden belüftet, andere nicht – die Verteilung wird ungleichmäßig.
Das zentralisierte Belüftungssystem sorgt laut Hersteller für gleichmäßigere Ergebnisse.
Der Sternrotor und der große Topf
Der strömungsoptimierte Rotor verteilt die zuströmende Gülle auf alle Abgänge und führt gleichzeitig die Schneidmesser.
Was der Topfdurchmesser von 950 mm bewirkt: Mehr Raum für die Strömung im Inneren. Die Gülle verteilt sich gleichmäßiger auf den Rotor, bevor sie auf die Abgänge geht.
Die gewölbte Kunststoffabdeckung vergrößert das Gehäusevolumen zusätzlich, ohne das Gewicht entsprechend zu erhöhen.
Mengenanpassung ohne Umbau
Der Hersteller hebt das ausdrücklich hervor.
Was das praktisch bedeutet: Die Ausbringmenge lässt sich an Bodenverhältnisse, ausgesäte Kultur und Jahreszeit anpassen – ohne Siebe oder andere Komponenten zu wechseln.
Der Zeitgewinn im Betrieb: Wer zwischen Grünland, Getreide und Reihenkultur wechselt, müsste sonst umbauen. In der Ausbringsaison mit engen Zeitfenstern ist das ein realer Faktor.
Servicefreundliches Design
Alle relevanten Elemente sind einfach zu warten.
Warum das bei einem Verteiler zählt: Messer und Verschleißteile müssen regelmäßig geprüft und getauscht werden – und der Verteiler sitzt am Gestänge oder am Fass, oft in ungünstiger Arbeitshöhe.
Was schlechte Zugänglichkeit bedeutet: Die Wartung wird aufgeschoben. Stumpfe Messer schneiden nicht mehr, sondern quetschen – und die Verstopfungen nehmen zu.
Warum Präzision bei der Gülleausbringung an Bedeutung gewinnt
Ein Hintergrund, der die Investition erklärt.
Was sich geändert hat: Gülle wird zunehmend als Dünger betrachtet, nicht als Abfallstoff. Nährstoffgehalte werden erfasst, Mengen dokumentiert, Obergrenzen eingehalten.
Was das für die Technik bedeutet:
- Gleichmäßige Querverteilung ist Voraussetzung für die Berechnung.
- Reproduzierbare Mengen machen die Dokumentation belastbar.
- Bodennahe Ausbringung ist vorgeschrieben – was Verteiler mit vielen Abgängen und Schleppschlauch- oder Schleppschuhtechnik voraussetzt.
Einsatzgebiete
Gülleausbringung in der Landwirtschaft, Lohnunternehmen, Schleppschlauch- und Schleppschuhverteiler, Gärrestausbringung aus Biogasanlagen, Rindergülle mit hohem Faseranteil, Grünland und Ackerbau, Selbstfahrer und Güllefässer, Verschlauchungssysteme.
Hinweise zum Betrieb
- Rotorausführung, Abgangszahl und Nennweite müssen zum Gestänge und zur Anwendung passen – vor der Bestellung abstimmen.
- Hydraulikversorgung für den Rotorantrieb sicherstellen.
- Schneidmesser regelmäßig auf Verschleiß prüfen – stumpfe Messer quetschen statt zu schneiden.
- Verteiler nach jedem Einsatz spülen; angetrocknete Gülle setzt Abgänge zu.
- Abgänge und Schläuche auf Durchgängigkeit kontrollieren – einzelne verstopfte Reihen fallen während der Fahrt nicht auf.
- Querverteilung regelmäßig prüfen, etwa über eine Auffangmessung.
- Vor Arbeiten am Verteiler Antrieb stillsetzen und gegen Wiedereinschalten sichern; Anlage drucklos machen.
- Bei Arbeiten an Güllebehältern und -leitungen die Gefahr durch Faulgase beachten – nie allein arbeiten.
- Bei Frostgefahr Verteiler und Leitungen entleeren.
- Die geltenden Vorgaben zur bodennahen Ausbringung, zu Ausbringzeiten und zur Dokumentation beachten.
- Betriebsanleitung und Wartungsintervalle des Herstellers beachten.
Häufige Fragen
Was unterscheidet DN 50 von DN 40?
Der Querschnitt je Abgang ist rund 56 % größer. Das senkt die Verstopfungsgefahr erheblich – besonders bei faserreicher Rindergülle, Gärresten und hohen Ausbringmengen.
Wie viele Abgänge hat der Verteiler?
52 Abgänge in DN 50 bei einem Topfdurchmesser von 950 mm. Bei 25 cm Reihenabstand ergibt das rechnerisch 13 m Arbeitsbreite.
Warum passen bei DN 50 weniger Abgänge in denselben Topf?
Die Anschlüsse sitzen ringförmig im Verteilertopf. Größere Querschnitte brauchen mehr Umfang – bei gleichem Topfdurchmesser bleibt entsprechend weniger Platz.
Muss ich bei anderer Ausbringmenge umbauen?
Nein. Die Menge lässt sich an Bodenverhältnisse, Kultur und Jahreszeit anpassen – ohne Siebe oder andere Bauteile zu wechseln.
Zerkleinert der Verteiler auch?
Ja. Integrierte Schneidmesser zerkleinern Faser- und Fremdstoffe, während der Rotor die Gülle verteilt. Ein größerer Querschnitt verringert die Verstopfungsgefahr, beseitigt sie aber nicht.
Wozu die patentierte Membran?
Für einen gleichmäßigen Luftstrom. Ohne gleichmäßige Belüftung werden einzelne Abgänge belüftet und andere nicht – die Verteilung wird ungleichmäßig.
Bleibt die Verteilgenauigkeit bei kleinen Mengen erhalten?
Ja. Die modifizierte Rotorkontur verbindet Flexibilität bei den Ausbringmengen mit Verteilgenauigkeit – unabhängig davon, ob kleine oder große Mengen ausgebracht werden.
Für welche Medien eignet sich DN 50 besonders?
Für faserreiche Rindergülle, Gärreste aus Biogasanlagen und überall dort, wo hohe Mengen oder lange Schlauchwege zusammenkommen.