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GYS MIG/MAG-Schweißgerät 220 A mit Weitbereichseingang 85–265 V, Set

Beschreibung

GYS MIG/MAG-Schweißgerät 220 A mit Weitbereichseingang 85–265 V, Set

Lieferumfang

  • 1 × Schweißgerät
  • 1 × MIG/MAG-Schweißbrenner, 250 A, 3 m
  • 1 × Elektrodenhalter, vormontiert, 2 m, 25 mm²
  • 1 × Massekabel mit Klemme, vormontiert, 2,5 m, 25 mm²
  • 1 × Netzkabel 3 m mit Schutzkontaktstecker
  • 1 × Gasschlauch mit Schnellkupplung
  • 1 × Satz Vorschubrollen 0,8 / 1,0 mm
  • Betriebsanleitung

Nicht enthalten: Druckminderer, Gasflasche und Schweißdraht.

Technische Daten

HerstellerGYS
ProduktartKompakt-Inverter für MIG/MAG, Fülldraht und MMA
Netzanschlusseinphasig, 230 V / 50–60 Hz
Eingangsspannungsbereich85 – 265 V
Absicherung16 A
Schweißstrom30 – 220 A
Einschaltdauer MIG160 A bei 60 %, 120 A bei 100 %
Einschaltdauer MMA140 A bei 60 %, 100 A bei 100 %
Leerlaufspannung75 V
SchweißverfahrenMIG/MAG, Fülldraht, E-Hand (MMA)
Betriebsarten2-Takt und 4-Takt
Drahtvorschub4-Rollen-Antrieb, halbautomatisch
Drahtdurchmesser0,6 – 1,0 mm
DrahtspulenS 200 / B 300 (Ø 200 und 300 mm)
RollentypTyp A, Ø 30 mm
Flaschenhalterungvorhanden
Generatoreignungab 9 kVA
SchutzartIP 23
NormEN 60974-1
Mobilitätfahrbar
Länge770 mm
Breite470 mm
Höhe790 mm
Gewicht32 kg

Produktbeschreibung

Multiprozess-Schweißgerät mit 220 A und Weitbereichseingang

Das Gerät ist eine einphasige Stromquelle, die die Verfahren MIG/MAG, Fülldraht und E-Hand vereint. Es arbeitet dank Weitbereichseingang mit Versorgungsspannungen zwischen 85 und 265 V. Die übersichtliche Bedienoberfläche enthält zwei Digitalanzeigen für einfache und präzise Einstellungen.

Der präzise 4-Rollen-Drahtvorschub liefert eine einwandfreie Schweißqualität – auch bei Aluminium. Der Hersteller empfiehlt das Gerät für Schlossereien und Instandhaltungswerkstätten.

Weitbereichseingang 85 bis 265 V – das Alleinstellungsmerkmal

Das ist die Eigenschaft, die dieses Gerät von vergleichbaren Maschinen abhebt.

Ein übliches Schweißgerät braucht eine stabile Netzspannung. Sinkt sie zu weit ab, schaltet das Gerät aus oder liefert keine saubere Leistung mehr.

Wo das im Alltag zum Problem wird:

  • Am Ende langer Leitungen. In großen Hallen, auf Höfen und auf Baustellen fällt die Spannung über die Strecke ab – besonders bei Verlängerungskabeln mit knappem Querschnitt.
  • Am Generator. Stromerzeuger liefern selten eine so saubere und stabile Spannung wie das Netz. Beim Zünden bricht sie kurzzeitig ein.
  • In alten Installationen. Ältere Hofanlagen und Nebengebäude haben oft schwache Zuleitungen.
  • Im Ausland. Der Bereich deckt auch 110-V-Netze ab.

Das Gerät arbeitet in all diesen Fällen weiter – das ist bei mobilem Einsatz und wechselnden Baustellen der entscheidende Punkt.

Für den Generatorbetrieb nennt der Hersteller 9 kVA als Richtwert.

Drei Verfahren in einem Gerät

Die Maschine ersetzt zwei bis drei Einzelgeräte:

  • MIG/MAG mit Schutzgas für saubere, zügige Nähte an Stahl, Edelstahl und Aluminium.
  • Fülldraht ohne Gas – der Draht bringt sein Schutzmittel selbst mit, es wird keine Gasflasche gebraucht.
  • E-Hand (MMA) für dickere Werkstücke, Reparaturen und Stellen, an denen ein Brenner nicht hinkommt.

Warum Fülldraht draußen gewinnt

MIG/MAG braucht Schutzgas – und Schutzgas wird von Wind weggeblasen. Schon eine leichte Brise reicht, damit die Naht porös wird.

Fülldraht bringt sein Schutzmittel im Draht mit. Damit lässt sich auf dem Hof, auf der Weide und auf der Baustelle arbeiten, wo Schutzgasschweißen nicht funktioniert – und ohne Flasche.

Zu beachten: Fülldraht erfordert eine Polumkehr – die Anschlüsse werden getauscht.

Einschaltdauer – der eigentliche Leistungswert

Das ist die Angabe, die bei Schweißgeräten über die tatsächliche Arbeitsleistung entscheidet – nicht der Maximalstrom.

Verfahren bei 60 % ED bei 100 % ED
MIG/MAG160 A120 A
E-Hand (MMA)140 A100 A

Wie das zu lesen ist: Die Einschaltdauer bezieht sich auf einen Zehn-Minuten-Zyklus. 60 % bedeuten sechs Minuten Schweißen und vier Minuten Pause. Bei 100 % läuft das Gerät ohne Unterbrechung.

Was daraus folgt: Die 220 A Maximalstrom stehen für kurze Spitzen zur Verfügung. Für lange durchgehende Nähte sind 120 A der belastbare Wert – und der reicht für die allermeisten Reparatur- und Blecharbeiten aus.

4-Rollen-Drahtantrieb

Der Hersteller nennt ihn als Grund für die einwandfreie Schweißqualität, auch bei Aluminium.

Was vier Rollen bewirken: Der Draht wird an zwei Stellen geführt statt an einer. Der Anpressdruck verteilt sich, und der Vorschub läuft gleichmäßiger.

Besonders wichtig bei Aluminium: Das Material ist weich und neigt dazu, unter dem Anpressdruck zu stauchen. Bei einem 2-Rollen-Antrieb muss der Druck hoch sein, damit der Draht überhaupt gefördert wird – und genau dann verformt er sich und verklemmt im Schlauchpaket. Vier Rollen brauchen weniger Druck je Kontaktstelle.

2-Takt und 4-Takt

Das Gerät beherrscht beide Betriebsarten.

2-Takt: Der Brennerschalter wird gedrückt und gehalten – beim Loslassen endet der Schweißvorgang. Das ist die Betriebsart für kurze Nähte und Heftpunkte.

4-Takt: Ein Druck startet, ein zweiter beendet den Vorgang – dazwischen muss der Schalter nicht gehalten werden.

Warum das bei langen Nähten zählt: Wer minutenlang den Schalter drückt, ermüdet in der Hand – und eine verkrampfte Hand führt den Brenner ungleichmäßig.

Zwei Digitalanzeigen

Spannung und Drahtvorschub werden getrennt angezeigt. Der Unterschied zu Geräten mit Skalenrädern: Eine einmal gefundene Einstellung lässt sich notieren und exakt wiederherstellen – wichtig bei wiederkehrenden Arbeiten und wechselnden Bedienern.

Fahrbar mit Flaschenhalterung

Das Gerät steht auf Rollen und hat eine integrierte Flaschenhalterung.

Warum beides zusammengehört: Eine Gasflasche wiegt je nach Größe zwischen 15 und über 60 kg. Wer Gerät und Flasche getrennt bewegen muss, schiebt zweimal – und eine lose stehende Flasche ist eine Unfallquelle.

Mit 32 kg ist das Gerät selbst nicht mehr zu tragen – die Rollen sind hier keine Zugabe, sondern Voraussetzung.

Spulen bis Ø 300 mm

Das Gerät nimmt Drahtspulen mit Ø 200 und 300 mm auf.

Warum die große Spule zählt: Eine 300er-Spule fasst ein Vielfaches einer kleinen. Bei regelmäßiger Arbeit bedeutet das weniger Spulenwechsel – und der Draht ist je Kilogramm deutlich günstiger.

Schutzart IP 23

IP 23 ist die höhere Stufe im Vergleich zu kleineren Werkstattgeräten: Schutz gegen Sprühwasser bis 60° gegen die Senkrechte.

Was das bedeutet: Die Arbeit im Freien ist zulässig – auch bei leichtem Regen. Dauerhafte Nässe und Starkregen bleiben ausgeschlossen.

Zusammen mit dem Weitbereichseingang ergibt sich daraus das Einsatzprofil: ein Gerät für Werkstatt und Außeneinsatz.

Leerlaufspannung 75 V

Die Leerlaufspannung bestimmt, wie leicht der Lichtbogen zündet.

75 V sind ein guter Wert – besonders beim E-Hand-Schweißen mit basischen Elektroden, die schwerer zünden als rutile.

Einsatzgebiete

Der Hersteller empfiehlt das Gerät für Schlossereien und Instandhaltungswerkstätten. Ebenso geeignet für: landwirtschaftliche Betriebe und Hofwerkstätten, Lohnunternehmen, Metallbau, Kfz- und Nutzfahrzeugwerkstätten, Karosseriebau, Bauhöfe und Kommunalbetriebe, Baustellen mit Generatorbetrieb, Gerätevermietung, Montagebetriebe mit wechselnden Einsatzorten.

Hinweise zum Betrieb

  • Absicherung 16 A einhalten.
  • Bei Generatorbetrieb mindestens 9 kVA vorsehen.
  • Persönliche Schutzausrüstung verwenden: Schweißerschutzschild mit geeigneter Schutzstufe, Schweißerhandschuhe, schwer entflammbare Kleidung und festes Schuhwerk.
  • Für ausreichende Lüftung sorgen. Schweißrauch ist gesundheitsschädlich; beim Edelstahlschweißen gelten besondere Anforderungen.
  • Brandschutz beachten. Brennbare Stoffe aus dem Funkenflugbereich entfernen und eine Brandwache vorsehen.
  • Bei Fülldraht die Polumkehr vornehmen – sonst entsteht keine brauchbare Naht.
  • Rollentyp zum Drahtwerkstoff wählen. Für Aluminium sind andere Rollen erforderlich als für Stahl.
  • Gasflasche in der Halterung sichern.
  • Einschaltdauer beachten – bei langen Nähten den belastbaren Wert zugrunde legen.
  • Schutzart IP 23 beachten: Sprühwasserschutz, kein Schutz gegen dauerhafte Nässe.
  • Schlauchpaket nicht aufwickeln, während geschweißt wird – das erzeugt Induktivität und stört den Lichtbogen.

Häufige Fragen

Welche Verfahren beherrscht das Gerät?

Drei: MIG/MAG mit Schutzgas, Fülldraht ohne Gas und E-Hand (MMA). Damit ersetzt es zwei bis drei Einzelgeräte.

Was bedeutet der Weitbereichseingang von 85 bis 265 V?

Das Gerät arbeitet auch dann, wenn die Netzspannung stark schwankt. Ein übliches Schweißgerät braucht eine stabile Spannung – sinkt sie zu weit ab, schaltet es aus oder liefert keine saubere Leistung mehr.

Wo macht sich das bemerkbar?

Am Ende langer Leitungen, wo die Spannung über die Strecke abfällt – besonders bei Verlängerungskabeln mit knappem Querschnitt. Am Generator, weil Stromerzeuger selten eine so stabile Spannung liefern wie das Netz und sie beim Zünden kurzzeitig einbricht. In alten Installationen mit schwachen Zuleitungen. Und im Ausland, weil der Bereich auch 110-V-Netze abdeckt.

Welchen Generator brauche ich?

Der Hersteller nennt 9 kVA als Richtwert.

Wie viel Strom kann ich dauerhaft nutzen?

Die Einschaltdauer ist der entscheidende Wert, nicht der Maximalstrom. Bei MIG/MAG sind es 160 A bei 60 % und 120 A bei 100 %; bei E-Hand 140 A bei 60 % und 100 A bei 100 %. Die Angabe bezieht sich auf einen Zehn-Minuten-Zyklus: 60 % bedeuten sechs Minuten Schweißen und vier Minuten Pause.

Was heißt das für die Praxis?

Die 220 A stehen für kurze Spitzen zur Verfügung. Für lange durchgehende Nähte sind 120 A der belastbare Wert – und der reicht für die allermeisten Reparatur- und Blecharbeiten aus.

Warum ein 4-Rollen-Antrieb?

Der Draht wird an zwei Stellen geführt statt an einer. Der Anpressdruck verteilt sich, und der Vorschub läuft gleichmäßiger. Besonders wichtig bei Aluminium: Das Material ist weich und neigt dazu, unter dem Anpressdruck zu stauchen. Bei einem 2-Rollen-Antrieb muss der Druck hoch sein, damit der Draht gefördert wird – und genau dann verformt er sich und verklemmt im Schlauchpaket.

Was ist der Unterschied zwischen 2-Takt und 4-Takt?

Im 2-Takt wird der Brennerschalter gedrückt und gehalten; beim Loslassen endet der Vorgang – die Betriebsart für kurze Nähte und Heftpunkte. Im 4-Takt startet ein Druck, ein zweiter beendet den Vorgang. Warum das bei langen Nähten zählt: Wer minutenlang den Schalter drückt, ermüdet in der Hand – und eine verkrampfte Hand führt den Brenner ungleichmäßig.

Wann ist Fülldraht die bessere Wahl?

Im Freien. MIG/MAG braucht Schutzgas, und Schutzgas wird von Wind weggeblasen – schon eine leichte Brise reicht, damit die Naht porös wird. Fülldraht bringt sein Schutzmittel im Draht mit – und braucht keine Flasche. Zu beachten ist die Polumkehr.

Wozu die Flaschenhalterung?

Eine Gasflasche wiegt je nach Größe zwischen 15 und über 60 kg. Wer Gerät und Flasche getrennt bewegen muss, schiebt zweimal – und eine lose stehende Flasche ist eine Unfallquelle. Mit 32 kg ist das Gerät selbst nicht mehr zu tragen; die Rollen sind hier keine Zugabe, sondern Voraussetzung.

Kann ich im Freien arbeiten?

Schutzart IP 23 bedeutet Schutz gegen Sprühwasser bis 60° gegen die Senkrechte – die Arbeit im Freien ist zulässig, auch bei leichtem Regen. Dauerhafte Nässe und Starkregen bleiben ausgeschlossen. Zusammen mit dem Weitbereichseingang ergibt das ein Gerät für Werkstatt und Außeneinsatz.

Welche Drahtspulen passen?

Ø 200 und 300 mm. Eine 300er-Spule fasst ein Vielfaches einer kleinen – das bedeutet weniger Spulenwechsel, und der Draht ist je Kilogramm deutlich günstiger.

Was brauche ich zusätzlich?

Druckminderer, Gasflasche und Schweißdraht sind nicht im Lieferumfang. Brenner, Elektrodenhalter, Massekabel, Netzkabel, Gasschlauch und ein Satz Vorschubrollen 0,8/1,0 mm sind enthalten.

Hersteller

GYS

1964 wurde GYS als Transformatorenhersteller in der westfranzösischen Kreisstadt Laval gegründet. Heute zählt die mittelständische, inhabergeführte Unternehmensgruppe mit mehr als 900 Mitarbeitern zu den international führenden Herstellern von Schweißtechnik, Ausrüstung für das Laden und Starten von KFZ-Batterien sowie der KFZ-Bordnetzversorgung und der Karosseriereparatur-Ausrüstung. In dem hochmodernen Forschungs- und Entwicklungszentrum am Standort Laval setzt GYS mit eigenständige Verfahren große Innovationskraft um. Als Hersteller kontrolliert GYS die Qualität seiner Erzeugnisse mit einer Fertigungstiefe von A - Z nach neuesten industriellen Verfahren.