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Fliegl Frontpackerwalze 3.000 mm, Kat. 2, Ø 540 mm, mit Voregge

Beschreibung

Fliegl Frontpackerwalze 3.000 mm, Kat. 2, Ø 540 mm, mit Voregge

Lieferumfang

  • 1 × Fliegl Frontpackerwalze, Arbeitsbreite ca. 3.000 mm
  • Feuerverzinkter Grundrahmen mit Schwenkbock
  • Voregge mit Zinkenvorsatz
  • Ringprofilwalze Ø 540 mm mit 22 Walzenringen
  • Abstreifer zwischen den Walzenringen
  • Betriebsanleitung mit CE-Konformität

Technische Daten

MerkmalWert
HerstellerFliegl
ProduktartFrontpackerwalze zur Saatbettbereitung
Arbeitsbreiteca. 3.000 mm
AnbauDreipunktaufnahme Kat. 2
Anbaubockbeweglicher Schwenkbock, mit Zugfedern gelagert
Grundrahmenfeuerverzinkt
Lagerunghochwertige Flanschlager
WalzentypRingprofilwalze
Walzendurchmesser540 mm
Anzahl Walzenringe22
Werkstoff WalzenringeGrauguss
WalzenprofilSternspitzen, schneidende und drückende Funktion
Voreggeim Lieferumfang, mit Zinkenvorsatz
Zinkenin verschiedenen Größen verfügbar
Abstreiferzwischen den Walzenringen, in Fahrtrichtung, selbstreinigend
Hydraulikanschlüssenicht erforderlich
Arbeitsgeschwindigkeitca. 10 – 12 km/h
Eigengewichtca. 1.000 kg

Produktbeschreibung

Frontpackerwalze von Fliegl – Saatbettbereitung in einer Überfahrt

Die Fliegl Frontpackerwalze ist ein massives und extrem verschleißfestes Anbaugerät zur Saatbettbereitung. Sie schafft ein Saatbett mit idealer Einebnung und erzielt garantiert ein optimales Zerkleinerungsergebnis.

Ohne Hydraulikanschluss – in wenigen Minuten einsatzbereit

Das ist der Punkt, der im Alltag den Unterschied macht: Für den Betrieb sind keine Hydraulikanschlüsse erforderlich. Die Walze ist in nur wenigen Minuten aufgenommen und einsatzbereit.

Was das praktisch bedeutet:

Keine Steuergeräte belegt. Die Frontsteuergeräte bleiben frei für Anbaugeräte, die sie tatsächlich brauchen – etwa eine pneumatische Sämaschine im Heck.

Kein Kuppeln, kein Ölverlust, keine Leckagen. Hydraulikkupplungen sind im Feldeinsatz eine bekannte Schwachstelle: Sie verschmutzen, tropfen und lassen sich bei kaltem Öl schwer kuppeln.

Schnellerer Gerätewechsel. Anhängen, Oberlenker einstellen, losfahren. Wer mehrmals täglich zwischen Geräten wechselt, spart hier spürbar Zeit.

Auch für ältere Traktoren. Ein Frontkraftheber ohne zusätzliche Steuergeräte genügt.

Frontanbau – zwei Arbeitsgänge in einer Überfahrt

Der eigentliche wirtschaftliche Hebel liegt in der Kombination: Vorne die Packerwalze, hinten die Sämaschine.

Statt zweier Überfahrten wird in einem Arbeitsgang rückverfestigt, eingeebnet und gesät. Das bedeutet:

  • Halbierte Überfahrten – weniger Diesel, weniger Zeit, weniger Bodenverdichtung
  • Optimales Zeitfenster genutzt – gerade bei knappen Saatterminen im Frühjahr und nach der Ernte entscheidend
  • Gleichmäßigeres Saatbett, weil die Rückverfestigung unmittelbar vor der Saat erfolgt und nicht Tage vorher

Zusätzlich wirkt das Gewicht der Frontwalze als Gegengewicht zum Heckanbaugerätdas verbessert die Lenkfähigkeit und entlastet die Hinterachse.

Beweglicher Anbaubock mit Zugfedern – für saubere Kurvenfahrten

Der am Rahmen angebrachte Schwenkbock ist mit Zugfedern gelagert und sorgt im Einsatz für saubere Kurvenfahrten.

Das ist ein durchdachtes Detail mit großer Wirkung: Ein starr angebautes Frontgerät wird in der Kurve quer über den Boden geschoben. Die Folgen sind Schmieren, ungleichmäßige Rückverfestigung und erhöhter Verschleiß.

Der bewegliche Schwenkbock lässt die Walze der Fahrtrichtung folgen – sie läuft in der Kurve mit, statt zu schieben. Die Zugfedern führen sie dabei selbsttätig in die Mittelstellung zurück, sobald wieder geradeaus gefahren wird.

Praktisch heißt das: saubere Arbeit auch am Vorgewende und in Keilen – genau dort, wo die meisten Fehlstellen entstehen.

Feuerverzinkter Grundrahmen – als Bindeglied konzipiert

Der Grundrahmen ist feuerverzinkt, widerstandsfähig und benutzerfreundlich gefertigt und bildet das Bindeglied der einzelnen Gerätekomponenten.

Die Feuerverzinkung ist bei einem Bodenbearbeitungsgerät keine Kosmetik: Das Gerät steht die meiste Zeit des Jahres im Freien, wird nass, mit Erde behaftet abgestellt und im Frühjahr wieder gebraucht. Lackierter Stahl schlägt an Kanten und Schweißnähten ab und rostet von dort durch.

Verzinkung geht eine metallurgische Verbindung mit dem Stahl ein und schützt zusätzlich kathodisch – auch an beschädigten Stellen. Das Ergebnis: kein Nachstreichen, keine Rostbehandlung, Werterhalt über Jahrzehnte.

Hochwertige Flanschlager und robust geschweißte Kanten

Hochwertige Flanschlager und robust geschweißte Kanten tragen zu einer besonders hohen Langlebigkeit bei.

Die Lager sind der neuralgische Punkt jeder Walze: Sie tragen 1.000 kg Gerätegewicht plus dynamische Lasten, arbeiten in Staub, Erde und Feuchtigkeit und laufen bei 10 bis 12 km/h permanent. Flanschlager sind hier die richtige Bauform – sie lassen sich sauber am Rahmen verschrauben, sind gut abgedichtet und im Servicefall einzeln tauschbar.

Voregge mit Zinkenvorsatz – die Vorbearbeitung

Für die Vorbearbeitung des Bodens wird die Voregge mit einem Zinkenvorsatz bestückt. Die Zinken sind in verschiedenen Größen verfügbar und halten selbst höchsten Belastungen bei besonders grobscholligen und schweren Böden stand.

Die Arbeitsteilung ist klar: Die Egge löst und ebnet, die Walze zerkleinert und verfestigt. Ohne Voregge würde die Walze auf grobschollige Oberflächen aufsetzen und über Kluten hinwegrollen, statt sie zu erfassen.

Dass die Zinken in verschiedenen Größen verfügbar sind, ist der Anpassungspunkt an den Standort: Leichte Böden brauchen weniger aggressive Zinken, schwere und grobschollige entsprechend kräftigere.

Die Ringprofilwalze – das Herzstück des Geräts

Das Herzstück des Anbaugeräts ist die groß dimensionierte Ringprofilwalze. Mit einem Durchmesser von 540 mm kann sie leichtzügig über den Acker geführt werden.

Der große Durchmesser ist funktional begründet: Je größer der Walzendurchmesser, desto flacher der Anlaufwinkel gegen Kluten und Unebenheiten. Eine kleine Walze stößt gegen jede Scholle und muss sich hochschieben; eine große rollt darüber und drückt sie ein.

Das Ergebnis: geringerer Zugkraftbedarf, ruhigerer Lauf, gleichmäßigere Arbeit.

22 Walzenringe aus Grauguss

Die Walze besteht aus 22 Walzenringen aus Grauguss. Der Werkstoff ist bewusst gewählt:

Hohe Verschleißfestigkeit. Grauguss widersteht der abrasiven Wirkung von Sand und Steinen deutlich besser als Baustahl – bei einem Bauteil, das täglich hunderte Tonnen Erde bewegt, der entscheidende Punkt.

Hohe Masse. Grauguss ist dicht und schwer. Genau das ist bei einer Packerwalze erwünscht: Das Gewicht erzeugt den Druck, der rückverfestigt.

Formstabilität. Gussringe verbiegen sich nicht, auch nicht bei Steinkontakt.

Schneidende und drückende Funktion

Die Walze hat eine schneidende und drückende Funktion, sodass auch auf schweren Böden eine effektive Zerkleinerung gewährleistet ist.

Das ist der doppelte Wirkmechanismus, der eine Ringprofilwalze von einer glatten Walze unterscheidet:

Schneidenddie Ringe dringen in Kluten ein und brechen sie auf. Eine glatte Walze würde sie nur eindrücken.

Drückendzwischen und unter den Ringen wird der Boden rückverfestigt und der kapillare Wasseranschluss hergestellt.

Gerade auf schweren Böden ist diese Kombination entscheidend: Dort widerstehen Kluten dem reinen Druck, und ohne Schneidwirkung bliebe das Saatbett grob.

Sternspitzen – für Grünland und Zwischenfrucht

Die robusten Sternspitzen arbeiten punktuell und massieren Grünland- und Zwischenfruchtsaatgut hervorragend in den Boden ein.

Das ist ein eigener Einsatzbereich mit eigener Logik: Feinsämereien wie Gräser, Klee und viele Zwischenfrüchte dürfen nicht tief abgelegt werden – sie sind Lichtkeimer oder haben zu wenig Reserven, um aus der Tiefe aufzulaufen.

Was sie brauchen, ist Bodenschluss: fester Kontakt zwischen Korn und Erde, damit Wasser kapillar ans Saatgut gelangt.

Genau das leisten die punktuell arbeitenden Sternspitzen: Sie drücken das Saatgut in die Oberfläche ein, ohne es zu vergraben. Für Nachsaaten im Grünland und die Zwischenfruchtaussaat nach der Ernte ist das die entscheidende Funktion.

Abstreifer mit Selbstreinigungseffekt

Zwischen den Walzenringen sind spezielle Abstreifer in Fahrtrichtung angebracht. Diese haben einen Selbstreinigungseffekt und beugen gezielt Verstopfungen vor.

Wer schon einmal bei feuchtem Boden gewalzt hat, kennt das Problem: Erde setzt sich zwischen den Ringen fest, die Walze wird zum glatten Zylinder, die Schneidwirkung verschwindet – und irgendwann blockiert sie ganz.

Die in Fahrtrichtung angebrachten Abstreifer lösen das kontinuierlich: Sie streifen die Zwischenräume bei jeder Umdrehung frei. Die Walze bleibt funktionsfähig, auch wenn die Bedingungen nicht ideal sind.

Das erweitert das nutzbare Zeitfenster – ein Gerät, das nur bei perfekt abgetrocknetem Boden funktioniert, steht in der Praxis oft still.

10 bis 12 km/h Arbeitsgeschwindigkeit

Die Arbeitsgeschwindigkeit von ca. 10 bis 12 km/h ist zügig und für die Flächenleistung entscheidend: Bei 3 Metern Arbeitsbreite und 11 km/h ergibt das rechnerisch etwa 3,3 Hektar pro Stunde – abzüglich Wende- und Rüstzeiten.

Der große Walzendurchmesser ist die Voraussetzung dafür: Er ermöglicht ruhigen Lauf auch bei höherem Tempo, ohne dass die Walze zu springen beginnt.

1.000 kg Eigengewicht – das gewollte Gewicht

Bei einer Packerwalze ist Gewicht kein Nachteil, sondern die Arbeitsvoraussetzung: Der Druck auf den Boden erzeugt die Rückverfestigung. Eine zu leichte Walze läuft obenauf und bewirkt nichts.

Tausend Kilogramm auf 3 Meter ergeben etwa 333 kg pro Meter Arbeitsbreite – ein solider Wert für wirksame Rückverfestigung.

Zu beachten: Das Gewicht liegt vor der Vorderachse und wirkt mit erheblichem Hebel. Die zulässige Frontachslast und die Tragfähigkeit des Frontkrafthebers sind zu prüfen; die Rückverfestigung in Kombination mit einem Heckgerät verlangt zudem eine angepasste Fahrweise.

Was zu beachten ist

Vor jedem Einsatz: Sichtkontrolle auf Beschädigungen, Lagerspiel und festen Sitz der Zinken. Abstreifer auf freien Lauf prüfen.

Nach dem Einsatz: Grobe Erdanhaftungen entfernen. Bei längerem Stillstand die Lager abschmieren, sofern Schmiernippel vorhanden sind.

Beim An- und Abbau: Gerät auf ebenem, tragfähigem Untergrund abstellen und gegen Umkippen sichern. Nicht zwischen Traktor und Gerät treten, solange der Motor läuft.

Straßenfahrt: Bei 3 Metern Arbeitsbreite sind die Vorschriften zu Breite, Beleuchtung und Kennzeichnung zu beachten. Ein Frontanbaugerät verdeckt zudem Beleuchtungseinrichtungen des Traktors.

Anbaugeräte unterliegen als Arbeitsmittel den Anforderungen an Schutzeinrichtungen und wiederkehrende Prüfung; maßgeblich sind Betriebssicherheitsverordnung, Maschinenrichtlinie und die einschlägigen DGUV-Vorschriften.

Typische Einsatzgebiete

Saatbettbereitung im Ackerbau, Frontanbau in Kombination mit Heck-Sämaschine, Rückverfestigung nach der Grundbodenbearbeitung, Zwischenfruchtaussaat nach der Ernte, Grünlandnachsaat und Grünlandpflege, Neuansaat von Wiesen und Weiden, Zerkleinerung grobscholliger Böden, schwere und tonige Standorte, Lohnunternehmen und Maschinenringe, Ackerbaubetriebe mit knappen Saatzeitfenstern, Feldfutter- und Kleegrasanbau, Wildackerpflege und Jagdreviere.

Häufige Fragen

Brauche ich Hydraulikanschlüsse?
Nein. Die Walze arbeitet ohne Hydraulikanschlüsse und ist in wenigen Minuten aufgenommen und einsatzbereit. Die Frontsteuergeräte bleiben für andere Geräte frei.

Welche Anbaukategorie hat das Gerät?
Dreipunktaufnahme Kategorie 2.

Was bringt der bewegliche Schwenkbock?
Er lässt die Walze der Fahrtrichtung folgen, statt sie in der Kurve quer über den Boden zu schieben. Die Zugfedern führen sie selbsttätig in die Mittelstellung zurück. Das ergibt saubere Kurvenfahrten und weniger Verschleiß – besonders am Vorgewende.

Warum ist der große Walzendurchmesser wichtig?
Je größer der Durchmesser, desto flacher der Anlaufwinkel gegen Kluten. Die Walze rollt darüber, statt anzustoßen – das bedeutet geringeren Zugkraftbedarf, ruhigeren Lauf und gleichmäßigere Arbeit auch bei höherem Tempo.

Warum Walzenringe aus Grauguss?
Wegen der hohen Verschleißfestigkeit gegen abrasiven Sand und Steine, der hohen Masse für wirksame Rückverfestigung und der Formstabilität auch bei Steinkontakt.

Was bedeutet „schneidende und drückende Funktion"?
Die Ringe dringen in Kluten ein und brechen sie auf (schneidend), während der Boden zwischen und unter den Ringen rückverfestigt wird (drückend). Auf schweren Böden ist diese Kombination entscheidend – reiner Druck würde Kluten nur eindrücken.

Wofür sind die Sternspitzen?
Sie arbeiten punktuell und massieren Grünland- und Zwischenfruchtsaatgut in den Boden ein. Feinsämereien brauchen Bodenschluss, dürfen aber nicht tief abgelegt werden – genau das leisten die Sternspitzen.

Wozu die Abstreifer?
Sie sind zwischen den Walzenringen in Fahrtrichtung angebracht, wirken selbstreinigend und beugen Verstopfungen vor. Ohne sie setzt sich bei feuchtem Boden Erde zwischen den Ringen fest, und die Walze verliert ihre Schneidwirkung.

Wozu die Voregge?
Sie löst und ebnet den Boden vor der Walze. Ohne Voregge würde die Walze über Kluten hinwegrollen, statt sie zu erfassen. Die Zinken sind in verschiedenen Größen verfügbar und lassen sich damit an den Standort anpassen.

Wie schnell kann ich fahren?
Ca. 10 bis 12 km/h. Bei 3 m Arbeitsbreite ergibt das rechnerisch etwa 3,3 ha pro Stunde.

Warum wiegt die Walze 1.000 kg?
Weil Gewicht bei einer Packerwalze die Arbeitsvoraussetzung ist: Der Druck erzeugt die Rückverfestigung. Eine zu leichte Walze läuft obenauf. 1.000 kg auf 3 m ergeben rund 333 kg pro Meter Arbeitsbreite.

Was muss mein Traktor können?
Er braucht einen Frontkraftheber mit ausreichender Tragfähigkeit. Zu prüfen sind die zulässige Frontachslast und die Hubkraft – das Gewicht wirkt mit erheblichem Hebel vor der Vorderachse.

Kann ich gleichzeitig mit einer Heck-Sämaschine arbeiten?
Ja, das ist der vorgesehene Einsatz: vorne rückverfestigen und einebnen, hinten säen – zwei Arbeitsgänge in einer Überfahrt. Das Frontgewicht wirkt zugleich als Gegengewicht zum Heckgerät.

Warum ist der Rahmen feuerverzinkt?
Weil das Gerät die meiste Zeit im Freien steht. Verzinkung schützt auch an beschädigten Stellen kathodisch – kein Nachstreichen, keine Rostbehandlung, Werterhalt über Jahrzehnte.