ELMAG Universal-Drehmaschine PREMIUM CU 630 RD - Vario Spitzenweite 1500 mm, inkl. RÖHM-Drehfutter; Spitzenhöhe 315 mm, Drehdurchmesser über Bett 630 mm
ELMAG Universal-Drehmaschine PREMIUM CU 630 RD - Vario Spitzenweite 1500 mm, inkl. RÖHM-Drehfutter; Spitzenhöhe 315 mm, Drehdurchmesser über Bett 630 mm
Lieferumfang
- 1 × ELMAG Universal-Drehmaschine mit stufenloser Drehzahlregelung
- RÖHM-Dreibacken-Drehfutter Ø 315 mm
- Demontierbare Brücke
- R/L-Steuereinheiten am Werkzeugschlitten
- Elektromechanische Spindelbremse
- Betriebsanleitung mit CE-Konformität
- ELMAG START UP SERVICE
Optional erhältliches Sonderzubehör:
- Mitlauflünette, Stehlünette, Stehlünette mit Kugellagerführung
- Planscheibe, Vierbacken-Planscheibenfutter
- Nonius für die Z-Achse
- Support-Control-Steuerhebel mit Vierfach-Längs- und Quervorschub sowie Eilgangtaster
- Leitspindel-Schlossmutter
- Digitale Positionsanzeige SINO für 3 Achsen
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Hersteller | ELMAG |
| Produktart | Universal-Drehmaschine mit stufenloser Drehzahlregelung |
| Spitzenweite | 1.500 mm |
| Drehdurchmesser über Bett | 630 mm* |
| Drehdurchmesser über Support | 430 mm* |
| Drehdurchmesser über ausgebauter Brücke | 830 mm* |
| Drehzahlbereich | 16 – 1.250 U/min, stufenlos in 3 Bereichen* |
| Spindelbohrung | 103 mm* |
| Spindelaufnahme | DIN 55027 Nr. 11* |
| Drehfutter | RÖHM Dreibacken, Ø 315 mm* |
| Motorleistung | 11 kW* |
| Netzanschluss | 400 V* |
| Maschinenbett | schweres Grauguss-Bett |
| Brücke | demontierbar |
| Führungen | Prismenführungen |
| Drehspindel | gehärtet und präzisionsgeschliffen |
| Spindellagerung | einstellbare Präzisionslager |
| Getriebe | Drehspindel- und Vorschubgetriebe im Ölbad |
| Zahnräder | Chromnickelstahl, gehärtet und präzisionsgeschliffen |
| Spindelbremse | elektromechanisch |
| Leitspindeln | mit Überlastschutz |
* Werte der typgleichen Modelle mit größerer Spitzenweite – siehe Hinweis am Textende.
Produktbeschreibung
Universal-Drehmaschine von ELMAG – 630 mm Drehdurchmesser auf kompakter Stellfläche
Diese Maschine ist die Einstiegsgröße der Baureihe: voller Drehdurchmesser von 630 mm, stufenlose Drehzahlregelung von 16 bis 1.250 U/min und ein RÖHM-Drehfutter Ø 315 mm im Lieferumfang – bei der kleinsten Stellfläche der Reihe.
1.500 mm Spitzenweite – der richtige Zuschnitt
Anderthalb Meter zwischen den Spitzen decken den weitaus größten Teil üblicher Drehteile ab.
Der entscheidende Punkt bei der Maschinenwahl: Spitzenweite und Drehdurchmesser sind zwei unabhängige Größen – und die meisten Betriebe brauchen großen Durchmesser, aber selten extreme Länge.
Diese Maschine bietet genau das: den vollen Drehdurchmesser der Baureihe bei der Bettlänge, die tatsächlich gebraucht wird.
Was das praktisch bedeutet:
Geringere Stellfläche. Gegenüber der 3.000-mm-Variante spart man rund anderthalb Meter Maschinenlänge – in beengten Werkstätten oft das entscheidende Kriterium.
Niedrigerer Anschaffungspreis bei identischer Bearbeitungsqualität.
Höhere Steifigkeit. Ein kürzeres Bett ist bei gleicher Bauart steifer als ein langes – bei schwerer Zerspanung ein realer Vorteil.
Kürzere Verfahrwege und damit weniger Nebenzeiten.
Wer selten Teile über 1,5 m bearbeitet, zahlt bei den größeren Varianten für Bettlänge, die ungenutzt bleibt.
Stufenlose Drehzahlregelung – der Kern der Baureihe
Der Hersteller beschreibt den Nutzen so: Die Baureihe ermöglicht eine genaue Abstimmung der Schnittgeschwindigkeit auf Werkstoff und Drehdurchmesser – besonders vorteilhaft bei Nichteisenmetallen, Kunststoffen und für die perfekte Oberfläche bei Präzisionsteilen und Passungen.
Warum das mehr ist als Komfort:
Die richtige Schnittgeschwindigkeit ergibt sich aus Werkstoff und Durchmesser. Beim Plandrehen ändert sich der Durchmesser kontinuierlich – von außen nach innen sinkt die Schnittgeschwindigkeit bei konstanter Drehzahl auf null.
Bei festen Drehzahlstufen nimmt man die nächstliegende und arbeitet neben dem Optimum: schlechtere Oberflächen, kürzere Standzeiten, längere Bearbeitungszeiten.
Mit stufenloser Regelung trifft man den optimalen Punkt exakt – bei jedem Werkzeug, bei jedem Werkstoff, bei jedem Durchmesser.
Besonders bei Aluminium, Messing und Kunststoffen zahlt sich das aus: Diese Werkstoffe verlangen hohe Schnittgeschwindigkeiten und reagieren empfindlich auf falsche Einstellungen.
Drei Drehzahlbereiche – warum die Aufteilung
Der Bereich von 16 bis 1.250 U/min ist in drei mechanisch vorgewählte Bereiche unterteilt.
Der Grund ist konstruktiv: Ein einzelner stufenloser Bereich über die gesamte Spanne würde bei niedrigen Drehzahlen zu wenig Drehmoment liefern.
Die mechanische Bereichsvorwahl sorgt dafür, dass in jedem Bereich volles Drehmoment ansteht:
Unterer Bereich – für große Durchmesser, schwere Zerspanung und Gewindeschneiden.
Mittlerer und oberer Bereich – für kleinere Durchmesser, Nichteisenmetalle und Feinbearbeitung.
Die 16 U/min am unteren Ende sind bemerkenswert niedrig – genau der Bereich, den man bei 630 mm Drehdurchmesser und beim Gewindeschneiden braucht.
630 mm Drehdurchmesser bei 1.500 mm Bettlänge
Über Bett: 630 mm.
Über Support: 430 mm – der Wert für Bearbeitungen, die über dem Werkzeugschlitten liegen.
Über ausgebauter Brücke: 830 mm.
Das Verhältnis von Durchmesser zu Länge ist bei dieser Variante besonders günstig: Wer überwiegend kurze, große Teile bearbeitet – Scheiben, Flansche, Naben, Gehäuse, Ringe –, findet hier die passende Maschine, ohne für Bettlänge zu zahlen.
Der Unterschied zwischen Bett und Support ist der praktisch wichtigste: Was über das Bett passt, passt nicht automatisch über den Support. Bei der Maschinenauswahl ist der Support-Wert der realistischere – dort findet die Bearbeitung statt.
Spindelbohrung 103 mm – ein Spitzenwert
Über hundert Millimeter Spindeldurchlass sind für eine Maschine dieser Klasse außergewöhnlich.
Was das ermöglicht:
Stangenmaterial bis 103 mm lässt sich durch die Spindel schieben – ohne Umspannen, ohne Verschnitt an jedem Teilende.
Lange Werkstücke können teilweise in der Spindel verschwinden, statt frei auszukragen. Das reduziert Schwingungen erheblich.
Und genau hier gleicht die große Spindelbohrung die kürzere Spitzenweite teilweise aus: Ein Werkstück, das durch die Spindel hindurchreicht, kann deutlich länger sein als die Spitzenweite – solange nur ein Abschnitt bearbeitet wird.
Rohre und Hohlwellen großen Durchmessers sind bearbeitbar.
Bei Serienfertigung aus Stangenmaterial ist die Spindelbohrung oft der begrenzende Wert der gesamten Maschine – 103 mm sind hier ein starkes Argument.
Spindelaufnahme DIN 55027 Nr. 11
Die genormte Spindelaufnahme ist die Schnittstelle für Drehfutter und Planscheiben.
Der praktische Nutzen: Futter, Planscheiben und Spannmittel jedes Herstellers passen, sofern sie dieser Norm entsprechen. Man ist nicht an den Maschinenhersteller gebunden – und bei späterem Erweiterungsbedarf steht der gesamte Markt offen.
RÖHM-Dreibacken-Drehfutter Ø 315 mm im Lieferumfang
Das RÖHM-Futter mit 315 mm Durchmesser ist Teil der Lieferung – bei einer Maschine dieser Klasse ein realer Wert, denn ein Futter dieser Größe ist eine erhebliche Einzelinvestition.
RÖHM ist im Spannmittelbau eine der etabliertesten Adressen: definierte Rund- und Planlaufgenauigkeit nach Norm, langfristig verfügbare Ersatzbacken.
Schweres Grauguss-Maschinenbett
Das schwere Grauguss-Maschinenbett mit guter Schwingungsdämpfung ist die Grundlage der Genauigkeit.
Grauguss dämpft Schwingungen besser als praktisch jeder andere metallische Werkstoff. Rattermarken entstehen, wenn Werkzeug, Werkstück oder Maschine in Eigenschwingung geraten – ein schweres Bett nimmt diese Energie auf, statt sie weiterzugeben.
Bei dieser kurzen Bettvariante kommt ein Vorteil hinzu: Ein kürzeres Bett ist bei gleicher Masseverteilung steifer als ein langes. Für schwere Zerspanung an großen Durchmessern ist das die günstigere Konstellation.
Und Grauguss ist alterungsbeständig: Er behält seine Form über Jahrzehnte.
Demontierbare Brücke – 200 mm mehr Durchmesser
Die demontierbare Brücke ist das Bettstück direkt vor dem Spindelstock.
Nach dem Ausbau steigt der Drehdurchmesser von 630 auf 830 mm – 200 Millimeter Reserve für Teile, die sonst nicht auf die Maschine passen würden.
Typische Anwendungen: Scheiben, Flansche, Räder, Ringe und Deckel großen Durchmessers.
Bei dieser Variante ist die Brücke besonders wertvoll: Wer eine kurze Maschine wählt, tut das meist, weil er überwiegend kurze, große Teile bearbeitet – und genau für diese Teile schafft die Brücke zusätzlichen Durchmesser.
R/L-Steuereinheiten am Werkzeugschlitten – die Besonderheit der Baureihe
Der Hersteller hebt diese Ausstattung ausdrücklich hervor: An den Werkzeugschlitten angebaute R/L-Steuereinheiten, über die auf einfache Weise Rechts- oder Linkslauf der Drehspindel angesteuert wird.
Der Nutzen im Alltag:
Der Bediener steht am Werkstück, nicht am Spindelstock.
Kein Laufweg bei jedem Richtungswechsel. Gewindeschneiden, Rückzug, Positionierung – alles vom Arbeitsplatz aus.
Schnellere Reaktion. Was in Reichweite ist, wird auch benutzt – auch im Störfall.
Elektromechanische Spindelbremse
Die elektromechanische Spindelbremse bringt die Spindel schnell zum Stillstand.
Warum das bei dieser Maschine zählt: Bei 630 mm Drehdurchmesser, einem 315-mm-Futter und schweren Werkstücken ist die Schwungmasse erheblich – ohne Bremse liefe die Spindel nach dem Abschalten sehr lange nach.
Der Nutzen: kürzere Nachlaufzeit – die gefährlichste Phase, in der die Spindel noch dreht, aber nicht mehr als laufend wahrgenommen wird – und schnellerer Werkstückwechsel.
Gehärtete Drehspindel in einstellbaren Präzisionslagern
Die Drehspindel ist gehärtet und präzisionsgeschliffen und läuft in einstellbaren Präzisionslagern – mit hoher Rundlaufgenauigkeit.
Warum die Spindel das Herzstück ist: Jeder Rundlauffehler überträgt sich unmittelbar auf das Werkstück. Die Spindelgenauigkeit ist die Obergrenze der erreichbaren Werkstückgenauigkeit.
Einstellbare Präzisionslager sind dabei ein wesentliches Werterhaltungsmerkmal: Spiel, das sich über die Jahre einstellt, lässt sich nachstellen – statt die Spindel tauschen zu müssen.
Prismenführungen
Die Prismenführungen führen Bettschlitten und Reitstock formschlüssig und selbstzentrierend – seitliches Spiel entsteht gar nicht erst.
Verschleiß führt zu minimaler Absenkung statt zu seitlichem Spiel. Dazu kommt gute Späneabweisung: Späne fallen von der Prismenschräge ab.
Laufruhiges Getriebe im Ölbad mit Chromnickelstahl-Zahnrädern
Sowohl Drehspindel- als auch Vorschubgetriebe laufen im Ölbad – mit dauerhafter Schmierung aller Zahnräder, Wärmeabfuhr, geringerem Laufgeräusch und deutlich längerer Lebensdauer.
Die Zahnräder bestehen aus Chromnickelstahl, sind gehärtet und präzisionsgeschliffen.
Präzisionsgeschliffen ist dabei der entscheidende Teil: Beim Härten verziehen sich Zahnräder minimal. Ungeschliffene Zähne laufen unruhig und mit ungleichmäßiger Lastverteilung – nachgeschliffene Flanken tragen keine Schwingungen ins Werkstück.
Leitspindeln mit Überlastschutz
Fährt der Schlitten gegen einen Anschlag, ein Spannmittel oder das Futter, würde die Leitspindel ohne Schutz beschädigt – und ein Leitspindelschaden ist einer der teuersten Reparaturfälle an einer Drehmaschine.
Der Überlastschutz trennt die Kraftübertragung, bevor Schaden entsteht. Bei einer Maschine, an der auch angelernte Kräfte arbeiten, ist das ein realer Werterhaltungsfaktor – und bei der kurzen Bettvariante besonders relevant, weil die Wege zwischen Schlitten und Futter kürzer sind.
Optionale Ausstattung – was sich lohnt
Digitale Positionsanzeige SINO für 3 Achsen. Der Hersteller führt sie unter „Sonderzubehör für höchste Präzision". Sie misst am Schlitten statt an der Spindel – Umkehrspiel muss nicht mitgerechnet werden, Maße lassen sich direkt anfahren statt anzureißen. Bei einer Maschine dieser Investitionshöhe die wirksamste Einzelmaßnahme zur Produktivitätssteigerung.
Lünetten – bei langen, schlanken Werkstücken hilfreich; bei dieser Bettlänge seltener erforderlich als bei den größeren Varianten.
Support-Control-Steuerhebel mit Eilgangtaster – Positionierfahrten im Schnellgang statt im Arbeitsvorschub.
ELMAG START UP SERVICE
Bei Drehmaschinen umfasst der Service über den Standardumfang hinaus vier Punkte, die direkt über die erreichbare Fertigungsgenauigkeit entscheiden:
Drehfutter-Neumontage mit Markierung der Minimaltoleranz – das Futter wird in der Position montiert, in der der Rundlauf am besten ist, und diese Position markiert. Nach jedem Futterwechsel lässt sie sich exakt wiederherstellen.
Vermessung der Spindelnase auf Toleranz < 0,01 mm – dokumentiert, nicht angenommen.
Vermessung des Drehfutters.
Einstellung der Reitstock-Parallelität – Voraussetzung dafür, dass zwischen Spitzen zylindrisch und nicht kegelig gedreht wird.
Dazu kommen Entkonservierung, Zusammenbau bis zur Betriebsbereitschaft, Ölfüllung von Getriebekästen und Schmierungen, Prüfung von Elektrik und Sicherheitseinrichtungen sowie ein Probelauf auf allen Schalt- und Leistungsstufen inklusive 30 Minuten unter höchster Last.
Zur Lieferzeit: Die Aufbereitung erfolgt individuell nach Bestellung – bitte 2–3 Wochen zusätzliche Lieferzeit einplanen.
Was zu beachten ist
Aufstellfläche planen. Bei 1.500 mm Spitzenweite liegt die Gesamtlänge deutlich darüber; dazu kommt Bedien- und Wartungsraum an beiden Seiten.
Bodentragfähigkeit prüfen und die Maschine fachgerecht ausrichten. Ein verwundenes Bett erzeugt kegelige Werkstücke – die Nivellierung ist Voraussetzung für die Genauigkeit.
Elektrischer Anschluss durch eine Elektrofachkraft; bei 11 kW sind Anschlussleistung und Absicherung zu prüfen.
Passenden Drehzahlbereich vorwählen – Bereichswechsel nur bei Stillstand.
Werkstück sicher spannen und bei Bedarf abstützen.
Spannschlüssel nach jedem Spannen abziehen – die klassische schwere Unfallursache an der Drehmaschine.
Nie in die laufende Maschine greifen. Späne mit Spänehaken bei stehender Maschine entfernen.
Persönliche Schutzausrüstung: Schutzbrille, Sicherheitsschuhe, eng anliegende Kleidung. Keine Handschuhe an der laufenden Maschine, keine Ketten oder Armbänder; lange Haare zusammenbinden.
Ölstände und Schmierstellen regelmäßig prüfen – Spindel- und Vorschubgetriebe, Führungen, Leitspindel.
Bei ausgebauter Brücke besondere Vorsicht. Der Bereich ist offen; Absturz- und Quetschgefahr sind zu beachten.
Werkzeugmaschinen unterliegen als kraftbetriebene Arbeitsmittel den Anforderungen an Schutzeinrichtungen und wiederkehrende Prüfung; maßgeblich sind Betriebssicherheitsverordnung, Maschinenrichtlinie und die einschlägigen DGUV-Vorschriften.
Herstellerqualität: 2 Jahre Vollgarantie, erweiterbar auf 3 Jahre bei Registrierung; Ersatzteilversorgung über 15 Jahre.
Typische Einsatzgebiete
Maschinen- und Anlagenbau, Bearbeitung von Scheiben, Flanschen und Naben, Gehäuse- und Ringbearbeitung, Wellen- und Spindelfertigung bis 1,5 m, Werkzeug- und Vorrichtungsbau, Stangenbearbeitung in Serie, Rohr- und Hülsenbearbeitung, Lohnfertigung und Zerspanung, Reparatur- und Instandhaltungswerkstätten, Nichteisenmetall- und Kunststoffbearbeitung, Prototypen- und Musterbau, Betriebe mit begrenzter Stellfläche, Ausbildungsbetriebe und technische Schulen.
Häufige Fragen
Für wen ist die 1.500-mm-Variante die richtige?
Für Betriebe, die großen Drehdurchmesser, aber selten extreme Länge brauchen. Spitzenweite und Drehdurchmesser sind zwei unabhängige Größen – diese Variante bietet den vollen Durchmesser der Baureihe bei der Bettlänge, die tatsächlich gebraucht wird. Wer selten Teile über 1,5 m bearbeitet, zahlt bei den größeren Varianten für ungenutzte Bettlänge.
Welche Vorteile hat die kürzere Bauform noch?
Geringere Stellfläche – gegenüber der 3.000-mm-Variante rund anderthalb Meter weniger Maschinenlänge –, niedrigerer Anschaffungspreis bei identischer Bearbeitungsqualität, höhere Steifigkeit durch das kürzere Bett und kürzere Verfahrwege.
Was bringt die stufenlose Drehzahlregelung?
Die genaue Abstimmung der Schnittgeschwindigkeit auf Werkstoff und Drehdurchmesser. Beim Plandrehen ändert sich der Durchmesser kontinuierlich – bei festen Stufen arbeitet man zwangsläufig neben dem Optimum. Besonders bei Nichteisenmetallen, Kunststoffen und für perfekte Oberflächen an Präzisionsteilen zahlt sich das aus.
Warum drei Drehzahlbereiche?
Weil ein einzelner stufenloser Bereich über die gesamte Spanne bei niedrigen Drehzahlen zu wenig Drehmoment liefern würde. Die mechanische Bereichsvorwahl sorgt dafür, dass in jedem Bereich volles Drehmoment ansteht.
Wie groß dürfen meine Werkstücke sein?
630 mm über Bett, 430 mm über Support und 830 mm bei ausgebauter Brücke. Bei der Maschinenauswahl ist der Support-Wert der realistischere – dort findet die Bearbeitung statt.
Kann ich trotz 1.500 mm Spitzenweite längere Teile bearbeiten?
Teilweise ja – über die Spindelbohrung von 103 mm. Ein Werkstück, das durch die Spindel hindurchreicht, kann deutlich länger sein als die Spitzenweite, solange nur ein Abschnitt bearbeitet wird.
Was bringt die Spindelbohrung von 103 mm noch?
Stangenmaterial bis 103 mm lässt sich durch die Spindel schieben – ohne Umspannen und ohne Verschnitt an jedem Teilende. Bei Serienfertigung aus Stangenmaterial ist die Spindelbohrung oft der begrenzende Wert der gesamten Maschine.
Passen Drehfutter anderer Hersteller?
Ja, sofern sie DIN 55027 Nr. 11 entsprechen. Man ist nicht an den Maschinenhersteller gebunden.
Was bringt die demontierbare Brücke?
Nach dem Ausbau steigt der Drehdurchmesser von 630 auf 830 mm. Bei dieser Variante besonders wertvoll: Wer eine kurze Maschine wählt, bearbeitet meist kurze, große Teile – und genau dafür schafft die Brücke zusätzlichen Durchmesser.
Wozu die R/L-Steuereinheiten am Werkzeugschlitten?
Damit Rechts- und Linkslauf der Drehspindel direkt vom Arbeitsplatz aus geschaltet werden können – ohne Laufweg zum Spindelstock bei jedem Richtungswechsel. Auch im Störfall ein Sicherheitsvorteil.
Wozu die elektromechanische Spindelbremse?
Bei 630 mm Drehdurchmesser, einem 315-mm-Futter und schweren Werkstücken ist die Schwungmasse erheblich. Die Bremse verkürzt die Nachlaufzeit – die gefährlichste Phase – und beschleunigt den Werkstückwechsel.
Was leistet der Überlastschutz der Leitspindeln?
Er trennt die Kraftübertragung, bevor Schaden entsteht – etwa wenn der Schlitten gegen Anschlag, Spannmittel oder Futter fährt. Ein Leitspindelschaden ist einer der teuersten Reparaturfälle an einer Drehmaschine. Bei der kurzen Bettvariante besonders relevant, weil die Wege zwischen Schlitten und Futter kürzer sind.
Lohnt sich die digitale Positionsanzeige?
Bei einer Maschine dieser Investitionshöhe ist sie die wirksamste Einzelmaßnahme zur Produktivitätssteigerung. Sie misst am Schlitten statt an der Spindel – Umkehrspiel muss nicht mitgerechnet werden.
Gibt es die Maschine auch mit anderer Spitzenweite?
Ja – dieselbe Maschine ist mit 2.000, 3.000 und 4.000 mm Spitzenweite erhältlich.
| Gerätetyp : | Drehmaschine |
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