ELMAG Präzisions-Wasserwaage
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ELMAG Präzisions-Wasserwaage
Lieferumfang
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Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Hersteller | ELMAG |
| Produktart | Präzisions-Wasserwaage |
| Messgenauigkeit | 0,02 mm/m |
| Messkörperlänge | 200 mm |
| Libellen | Längslibelle für Längsmessung, Querlibelle für Flächenmessung |
| Libellenausführung | spannungsfrei |
| Messkörpersohle | geschliffen, prismatisches Sohlenprofil |
| Griff | mit Wärmeschutz |
| Gewicht | ca. 3,75 kg |
Produktbeschreibung
Präzisions-Wasserwaage von ELMAG – für das Einmessen von Maschinen und Werkstücken
Eine Präzisions-Wasserwaage erleichtert das horizontale Ausrichten von waagerechten Werkstücksflächen und reduziert Rüst- und Justierzeiten. Sie ist auch für das Einmessen von Maschinen, Messplatten und ähnlichen Anwendungen gut geeignet.
0,02 mm/m – die Dimension der Genauigkeit
Der wichtigste Wert dieses Messmittels verlangt eine Einordnung: 0,02 mm pro Meter bedeutet, dass eine Abweichung von zwei Hundertstel Millimeter auf einen Meter Länge noch angezeigt wird.
Zum Vergleich: Eine gute Bau-Wasserwaage liegt bei etwa 0,5 mm/m – also dem 25-fachen. Für das Ausrichten einer Wand reicht das völlig; für das Einmessen einer Werkzeugmaschine ist es unbrauchbar.
Warum diese Genauigkeit gebraucht wird
Bei Werkzeugmaschinen entscheidet die Aufstellung über die erreichbare Fertigungsgenauigkeit:
Eine Drehmaschine, deren Bett nicht exakt waagerecht und verwindungsfrei steht, dreht kegelig statt zylindrisch – ohne dass der Bediener etwas falsch macht.
Eine Fräsmaschine mit verzogenem Ständer erzeugt unebene Flächen.
Eine Säulenbohrmaschine, die nicht lotrecht steht, bohrt schief.
Der Zusammenhang ist unerbittlich: Über ein Maschinenbett von 3 Metern Länge bedeuten 0,1 mm/m Schieflage bereits 0,3 mm Höhendifferenz – ein Vielfaches dessen, was die Maschine an Toleranz einhalten soll.
Deshalb ist die Präzisions-Wasserwaage kein Luxus, sondern Voraussetzung. Ohne sie ist die DIN-Genauigkeit einer Werkzeugmaschine nicht herstellbar – und nicht überprüfbar.
Spannungsfreie Messlibellen für gleichbleibende Präzision
Die spannungsfreien Messlibellen sind das entscheidende Qualitätsmerkmal.
Der Hintergrund: Eine Libelle ist ein Glaskörper. Wird sie mit mechanischer Spannung in den Messkörper eingesetzt – etwa durch zu festes Vergießen oder Einklemmen –, verformt sich das Glas minimal.
Die Folge: Die Anzeige wandert. Was heute waagerecht anzeigt, zeigt in einem Jahr eine Abweichung – ohne dass sich am Messkörper etwas geändert hat.
Zusätzlich reagieren gespannte Libellen empfindlich auf Temperaturwechsel: Glas und Metall dehnen sich unterschiedlich aus, die Spannung verändert sich, die Anzeige driftet.
Spannungsfrei eingesetzte Libellen behalten ihre Kalibrierung dauerhaft – und liefern gleichbleibende Präzision über Jahre.
Längslibelle und Querlibelle – zwei Achsen in einem Gerät
Die Wasserwaage verfügt über zwei Libellen:
Die Längslibelle misst in Längsrichtung des Messkörpers – die klassische Anwendung beim Ausrichten in einer Achse.
Die Querlibelle misst quer dazu – und ermöglicht damit die Flächenmessung.
Der praktische Nutzen ist erheblich: Man erfasst beide Achsen aus einer Aufstellposition. Ohne Querlibelle müsste man die Wasserwaage um 90 Grad drehen und neu ansetzen – zeitraubend und fehleranfällig, weil sich die Auflagefläche ändert.
Beim Einmessen einer Werkzeugmaschine ist das besonders wertvoll: Man erkennt sofort, ob das Bett nur in Längsrichtung schief steht oder ob es zusätzlich verwunden ist – und Verwindung ist der kritischere Fehler.
Prismatisches Sohlenprofil – für Wellen und Rundkörper
Die geschliffene Messkörpersohle mit prismatischem Sohlenprofil sorgt für gleichmäßigen Ansatz auf Wellen und Rundkörpern.
Das ist ein Merkmal, das den Anwendungsbereich erheblich erweitert:
Eine ebene Sohle liegt auf einem Rundkörper nur auf einer Linie auf – die Wasserwaage kippt seitlich weg und lässt sich nicht sicher positionieren. Messungen an Wellen sind damit praktisch unmöglich.
Die Prismensohle hat eine V-förmige Nut. Sie legt sich auf einem Rundkörper an zwei Linien an – und zentriert sich dadurch selbst.
Das ermöglicht:
Ausrichten von Wellen und Spindeln – etwa beim Einbau von Antriebswellen oder beim Ausrichten von Kupplungen.
Messen an Rohren und Zylindern – ohne Hilfsvorrichtung.
Kontrolle von Drehspindeln direkt am Werkstück.
Ausrichten von Walzen in Anlagen und Maschinen.
Die Prismensohle funktioniert dabei auch auf ebenen Flächen – die V-Nut liegt dort auf den beiden äußeren Auflagestegen auf. Man verliert also nichts, sondern gewinnt einen zweiten Anwendungsbereich.
Geschliffene Sohle – die Referenzfläche
Die geschliffene Ausführung der Messkörpersohle ist die Voraussetzung für die angegebene Genauigkeit.
Der Zusammenhang: Die Sohle ist die Bezugsfläche. Ist sie nicht exakt eben – oder im Fall der Prismenform nicht exakt symmetrisch –, zeigt die Libelle die Abweichung der Sohle an, nicht die des Werkstücks.
Bei einer Genauigkeit von 0,02 mm/m muss die Sohle auf wenige Mikrometer genau bearbeitet sein. Das erreicht man nur durch Schleifen – Fräsen oder Hobeln genügen nicht.
Wärmeschutzgriff – ein unterschätztes Präzisionsmerkmal
Die Ausführung mit Wärmeschutzgriff klingt nach Komfort, ist aber ein Messtechnikmerkmal.
Der Grund: Körperwärme verfälscht die Messung.
Ein Messkörper aus Metall nimmt beim Anfassen Wärme auf. Metall dehnt sich aus – und weil man die Wasserwaage nicht gleichmäßig anfasst, dehnt sie sich ungleichmäßig aus. Der Messkörper verzieht sich minimal, und bei einer Auflösung von 0,02 mm/m ist dieser Effekt messbar.
Der Wärmeschutzgriff isoliert die Hand vom Messkörper. Die Wärmeübertragung wird unterbrochen, der Messkörper bleibt auf Umgebungstemperatur, die Anzeige bleibt stabil.
Praxis-Tipp: Auch mit Wärmeschutzgriff sollte man die Wasserwaage vor der Messung auf Umgebungstemperatur akklimatisieren lassen – besonders, wenn sie aus einem kalten Fahrzeug oder einem warmen Büro kommt. Zehn bis fünfzehn Minuten am Messort genügen meist.
200 mm Messkörperlänge – die praxisgerechte Größe
Zwanzig Zentimeter sind eine bewusst gewählte Baugröße:
Lang genug für aussagekräftige Messungen. Eine sehr kurze Wasserwaage überträgt lokale Unebenheiten direkt in die Anzeige. Bei 200 mm mittelt sich das aus.
Kurz genug für die Handhabung. Sie passt in den Werkzeugkasten, lässt sich auf Maschinenbetten zwischen Führungen ansetzen und in beengten Verhältnissen positionieren.
Der Standardwert im Maschinenbau. Die meisten Einmess-Anleitungen für Werkzeugmaschinen gehen von dieser Größenordnung aus.
Gewicht rund 3,75 kg – Masse als Qualitätsmerkmal
Fast vier Kilogramm auf 200 mm Länge sind bemerkenswert. Das Gewicht ist kein Zufall, sondern konstruktiv gewollt:
Massiver Messkörper. Ein schwerer, massiver Grundkörper ist formstabil. Er verzieht sich nicht unter Eigenspannung und behält seine Geometrie über Jahrzehnte.
Satter Sitz auf dem Werkstück. Die Masse sorgt dafür, dass die Wasserwaage auf der Messfläche liegt und nicht durch Erschütterung verrutscht.
Thermische Trägheit. Ein schwerer Körper reagiert langsamer auf Temperaturschwankungen – die Messung bleibt länger stabil.
Zum Vergleich: Eine leichte Aluminium-Wasserwaage gleicher Länge wiegt einen Bruchteil davon – und ist für Präzisionsmessungen ungeeignet.
Typische Anwendungen im Detail
Maschinenaufstellung. Beim Aufstellen von Dreh-, Fräs- und Bohrmaschinen wird die Maschine mit Maschinenschuhen ausgerichtet, bis die Präzisions-Wasserwaage in beiden Achsen waagerecht anzeigt. Das ist die Grundlage für die Einhaltung der DIN-Genauigkeit.
Maschinenkontrolle. Auch eine korrekt aufgestellte Maschine verändert sich: Der Boden setzt sich, Fundamente arbeiten, Maschinenschuhe geben nach. Regelmäßiges Nachmessen deckt das auf, bevor die Fertigungsqualität leidet.
Messplatten einrichten. Anreiß- und Messplatten müssen exakt waagerecht stehen, sonst sind alle darauf ausgeführten Messungen fehlerhaft.
Werkstücke ausrichten. Vor dem Bearbeiten großer, aufgespannter Werkstücke – etwa auf Fräsmaschinen oder Bohrwerken – wird die Aufspannung eingemessen.
Wellen und Kupplungen ausrichten. Hier zahlt sich die Prismensohle aus: Antriebsstränge, Pumpenkupplungen und Getriebeanbauten lassen sich direkt auf der Welle messen.
Anlagenmontage. Rahmen, Gestelle und Baugruppen ausrichten – überall dort, wo Genauigkeit über der Baustellenqualität liegen muss.
Rüst- und Justierzeiten reduzieren
Der Hersteller hebt diesen Punkt ausdrücklich hervor – und er ist der eigentliche wirtschaftliche Nutzen.
Der Zusammenhang: Ausrichten durch Probieren kostet Zeit. Wer ohne geeignetes Messmittel arbeitet, spannt auf, bearbeitet, misst das Ergebnis, spannt nach – und beginnt von vorn.
Mit einer Präzisions-Wasserwaage wird die Ausrichtung zum einmaligen, definierten Arbeitsschritt. Man misst, korrigiert, misst nach – und weiß, dass es stimmt, bevor der erste Span fällt.
Bei Rüstvorgängen, die sich täglich wiederholen, summiert sich das erheblich.
Was zu beachten ist
Akklimatisieren lassen. Vor der Messung die Wasserwaage auf Umgebungstemperatur bringen – besonders nach Transport oder Lagerung bei abweichender Temperatur.
Messfläche reinigen. Späne, Schmutz und Ölreste unter der Sohle verfälschen die Messung sofort. Bei dieser Auflösung genügt ein einzelner Span.
Nicht als Schlagwerkzeug oder Anschlag verwenden. Die Wasserwaage ist ein Messmittel – Stöße und Schläge können Libellen und Sohle beschädigen.
Sohle schützen. Nach Gebrauch reinigen, leicht ölen und geschützt lagern. Eine beschädigte oder korrodierte Sohle macht die Wasserwaage unbrauchbar.
Nicht auf heiße Flächen legen. Ungleichmäßige Erwärmung verzieht den Messkörper.
Regelmäßig prüfen. Die einfachste Kontrolle: Messung durchführen, Wasserwaage um 180 Grad drehen, an derselben Stelle erneut messen. Zeigt sie beide Male dasselbe an, stimmt die Kalibrierung. Weicht die Anzeige ab, liegt der wahre Wert in der Mitte – und die Wasserwaage sollte justiert werden.
Vorsichtig transportieren. In der Originalverpackung oder einem gepolsterten Koffer.
Herstellerqualität
ELMAG gewährt 2 Jahre Vollgarantie, die sich bei Registrierung auf 3 Jahre erweitern lässt, und sichert die Ersatzteilversorgung über 15 Jahre.
Typische Einsatzgebiete
Aufstellung und Einmessen von Werkzeugmaschinen, Drehmaschinen, Fräsmaschinen und Bohrwerke ausrichten, Maschinenwartung und Genauigkeitskontrolle, Einrichten von Mess- und Anreißplatten, Werkstückausrichtung vor der Bearbeitung, Ausrichten von Wellen, Spindeln und Kupplungen, Rohr- und Walzenmontage, Anlagen- und Maschinenmontage, Instandhaltung und Service, Qualitätssicherung und Messraum, Werkzeugbau und Formenbau, Ausbildungsbetriebe und Lehrwerkstätten.
Häufige Fragen
Was bedeutet eine Messgenauigkeit von 0,02 mm/m?
Eine Abweichung von zwei Hundertstel Millimeter auf einen Meter Länge wird noch angezeigt. Zum Vergleich: Eine gute Bau-Wasserwaage liegt bei etwa 0,5 mm/m – dem 25-fachen.
Wofür brauche ich eine so hohe Genauigkeit?
Für das Aufstellen und Einmessen von Werkzeugmaschinen. Eine Drehmaschine, deren Bett nicht exakt waagerecht und verwindungsfrei steht, dreht kegelig statt zylindrisch – ohne dass der Bediener etwas falsch macht. Über 3 Meter Bettlänge bedeuten 0,1 mm/m Schieflage bereits 0,3 mm Höhendifferenz.
Was sind spannungsfreie Messlibellen?
Libellen, die ohne mechanische Spannung in den Messkörper eingesetzt sind. Wird eine Libelle unter Spannung verbaut, verformt sich das Glas minimal – die Anzeige wandert mit der Zeit und reagiert empfindlich auf Temperaturwechsel. Spannungsfreie Libellen behalten ihre Kalibrierung dauerhaft.
Wozu die zweite Libelle?
Die Längslibelle misst in Längsrichtung, die Querlibelle quer dazu – damit ist Flächenmessung aus einer Aufstellposition möglich. Man erkennt sofort, ob eine Fläche nur schief steht oder zusätzlich verwunden ist – und Verwindung ist der kritischere Fehler.
Was bringt das prismatische Sohlenprofil?
Es ermöglicht das Messen auf Wellen und Rundkörpern. Eine ebene Sohle liegt auf einem Rundkörper nur auf einer Linie auf und kippt weg. Die V-förmige Prismensohle legt sich an zwei Linien an und zentriert sich selbst.
Kann ich die Wasserwaage auch auf ebenen Flächen verwenden?
Ja. Die V-Nut liegt dort auf den beiden äußeren Auflagestegen auf – man verliert nichts, sondern gewinnt mit der Prismensohle einen zweiten Anwendungsbereich.
Warum muss die Sohle geschliffen sein?
Weil sie die Bezugsfläche ist. Ist sie nicht exakt eben beziehungsweise symmetrisch, zeigt die Libelle die Abweichung der Sohle an, nicht die des Werkstücks. Bei 0,02 mm/m muss die Sohle auf wenige Mikrometer genau bearbeitet sein – das erreicht man nur durch Schleifen.
Wozu der Wärmeschutzgriff?
Er ist kein Komfortmerkmal, sondern Messtechnik: Körperwärme dehnt den Metallkörper ungleichmäßig aus und verzieht ihn minimal. Bei einer Auflösung von 0,02 mm/m ist dieser Effekt messbar. Der Griff isoliert die Hand vom Messkörper.
Muss ich die Wasserwaage vor der Messung akklimatisieren?
Ja, das ist zu empfehlen – besonders nach Transport oder Lagerung bei abweichender Temperatur. Zehn bis fünfzehn Minuten am Messort genügen meist.
Warum wiegt die Wasserwaage fast vier Kilogramm?
Weil der massive Messkörper formstabil sein muss. Ein schwerer Grundkörper verzieht sich nicht unter Eigenspannung, liegt satt auf der Messfläche und reagiert durch seine thermische Trägheit langsamer auf Temperaturschwankungen.
Wie prüfe ich, ob die Wasserwaage noch stimmt?
Messung durchführen, Wasserwaage um 180 Grad drehen und an derselben Stelle erneut messen. Zeigt sie beide Male dasselbe an, stimmt die Kalibrierung. Weicht die Anzeige ab, liegt der wahre Wert in der Mitte – dann sollte justiert werden.
Was muss ich bei der Messung beachten?
Messfläche gründlich reinigen – bei dieser Auflösung verfälscht schon ein einzelner Span das Ergebnis. Zudem sollte die Wasserwaage auf Umgebungstemperatur sein und nicht auf heißen Flächen liegen.
Wie lagere ich die Wasserwaage?
Nach Gebrauch reinigen, Sohle leicht ölen und geschützt lagern – am besten in Originalverpackung oder gepolstertem Koffer. Eine beschädigte oder korrodierte Sohle macht das Messmittel unbrauchbar.
Kann ich damit Wellen ausrichten?
Ja, dafür ist die Prismensohle gedacht. Antriebswellen, Pumpenkupplungen, Spindeln und Walzen lassen sich direkt auf dem Rundkörper messen – ohne Hilfsvorrichtung.