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ELMAG Messuhr analog Ablesung 0,01 mm, 0-10 mm

Beschreibung

ELMAG Messuhr analog Ablesung 0,01 mm, 0-10 mm

Lieferumfang

  • 1 × ELMAG Analog-Messuhr

Technische Daten

MerkmalWert
HerstellerELMAG
ProduktartAnalog-Messuhr nach DIN 878
Messbereich0 – 11 mm
Skalenteilung / Ablesung0,01 mm
Eine Zeigerumdrehung1 mm
Messskalamit Vor- und Rücklaufnotierung
Rundenzählervorhanden
Messbereichszeiger2 Stück, einstellbar
MesswerkQualitäts-Messwerk mit Edelsteinlagerung, leichtgängige Zahnstange
Messbolzen und Messuhrschaftrostfreier Stahl
Messspitzegehärtet, halbrund
Messbolzengeläppt
Messschaft-Ø8 h6
Außenring-Ø58 mm
Gehäusehöhe25 mm
Umschaltbar mm/inchnein
Gewichtca. 0,33 kg

Produktbeschreibung

Analog-Messuhr von ELMAG – Präzisions-Messuhr nach DIN 878

Diese Messuhr ist ideal für die Qualitäts- und Fertigungskontrolle und für den täglichen Einsatz in der Metallbearbeitung.

DIN 878 – die Normgrundlage

Die Norm definiert Bauform, Maße und zulässige Fehlergrenzen für Messuhren. Das hat zwei praktische Folgen:

Die Messgenauigkeit ist zugesichert, nicht geschätzt – Spannweitenfehler und Umkehrspanne sind normativ begrenzt.

Die Bauform ist austauschbar. Halterungen, Messstative und Aufnahmen sind auf Normmessuhren ausgelegt.

Schaft-Ø 8 h6 – der entscheidende Anschlussmaß

Der Messschaft mit 8 mm Durchmesser in Toleranz h6 ist das gängigste Aufnahmemaß.

h6 bedeutet: eine sehr enge Toleranz ins Minus. Der Schaft passt damit spielfrei in jede Standard-Messuhrhalterung – und Spielfreiheit ist bei einer Auflösung von 0,01 mm entscheidend. Eine wackelnde Aufnahme macht jede Messung wertlos.

Praktisch heißt das: Die Messuhr passt in Magnet-Messstative, Messuhrhalter, Prüfvorrichtungen und Maschinenaufnahmen verschiedener Hersteller.

Rundenzähler und zwei Messbereichszeiger

Der Rundenzähler zeigt die vollen Millimeter an – ohne ihn müsste man bei einem Messbereich von 11 mm mitzählen, wie oft der Zeiger herumgelaufen ist. Fehlerquelle beseitigt.

Die zwei einstellbaren Messbereichszeiger sind das eigentliche Werkstattmerkmal: Man stellt sie auf die Toleranzgrenzen ein – obere und untere Abmaße.

Der Nutzen: Man muss den Wert nicht mehr ablesen und im Kopf vergleichen. Ein Blick genügt – Zeiger zwischen den Marken heißt „gut", außerhalb heißt „Ausschuss".

Bei Serienprüfungen ist das ein erheblicher Zeitgewinn und reduziert Ablesefehler auf null.

Vor- und Rücklaufnotierung

Die Skala ist in beide Richtungen beziffert. Das erlaubt Messungen sowohl in positiver als auch negativer Richtung von einem gesetzten Nullpunkt aus – etwa beim Prüfen von Rund- und Planlauf, wo Abweichungen in beide Richtungen auftreten.

Edelsteinlagerung – das Qualitätsmerkmal des Messwerks

Die Edelsteinlagerung stammt aus der Uhrentechnik und hat denselben Zweck:

Nahezu reibungsfreie Lagerung. Synthetische Rubine sind extrem hart und glatt – die Zapfen laufen praktisch verschleißfrei.

Geringe Umkehrspanne. Je weniger Reibung, desto exakter kehrt der Zeiger bei Richtungswechsel um. Das ist der kritischste Genauigkeitsparameter einer Messuhr.

Dauerhafte Genauigkeit. Gleitlager aus Metall verschleißen und erzeugen mit der Zeit Spiel – Edelsteinlager praktisch nicht.

In Verbindung mit der leichtgängigen Zahnstange ergibt das ein Messwerk, das über Jahre reproduzierbar anzeigt.

Rostfreier Stahl an den beanspruchten Teilen

Messbolzen und Messuhrschaft bestehen aus rostfreiem Stahl.

Warum gerade dort: Der Messbolzen bewegt sich bei jeder Messung – Korrosion würde ihn schwergängig machen und die Anzeige verfälschen. Der Schaft steckt in der Halterung und ist Handschweiß und Kühlschmierstoff ausgesetzt.

Geläppter Messbolzen bedeutet eine feinstbearbeitete Oberfläche – Voraussetzung für den leichtgängigen, gleichmäßigen Lauf in der Führung.

Gehärtete, halbrunde Messspitze

Gehärtet, weil die Spitze bei jeder Messung aufsetzt – eine weiche Spitze würde sich abnutzen und die Messwerte verfälschen.

Halbrund ist die Universalform: Sie tastet auf ebenen Flächen punktförmig ab und funktioniert zugleich auf gewölbten und schrägen Flächen zuverlässig. Eine flache Spitze würde auf schrägen Flächen verkanten.

Messbereich 0–11 mm

Elf Millimeter sind ein Millimeter mehr als beim üblichen 10-mm-Standard. Das ist bewusst so: Man hat Reserve zum Vorspannen.

Beim Messen wird die Messuhr üblicherweise etwas vorgespannt angesetzt, damit der Bolzen sicher aufliegt und auch negative Abweichungen erfasst werden. Der zusätzliche Millimeter schafft diesen Spielraum, ohne den nutzbaren Bereich zu beschneiden.

Typische Anwendungen

Rund- und Planlauf prüfen – an Wellen, Futtern, Scheiben und Werkzeugaufnahmen.

Werkstücke ausrichten – auf Fräsmaschinen, Bohrwerken und Teilapparaten.

Maßkontrolle in der Fertigung – mit den Toleranzzeigern als Gut/Schlecht-Prüfung.

Maschinengenauigkeit prüfen – Spindelspiel, Führungsspiel, Schlittenparallelität.

Vergleichsmessungen gegen ein Endmaß oder Musterteil.

Was zu beachten ist

Spielfrei aufnehmen. Die Halterung muss den Schaft fest umschließen – aber nicht überdrücken, sonst klemmt der Messbolzen.

Messkraftrichtung beachten. Die Messuhr möglichst senkrecht zur Messfläche ansetzen; schräges Antasten verfälscht den Wert.

Nicht als Anschlag verwenden. Die Messuhr ist ein Messmittel – Stöße auf den Messbolzen beschädigen das Messwerk.

Sauber halten. Späne und Kühlschmierstoff von Messbolzen und Führung fernhalten.

Nicht ölen. Der Messbolzen läuft trocken – Öl bindet Staub und macht ihn schwergängig.

Regelmäßig prüfen. Die einfachste Kontrolle: gegen ein Endmaß oder eine bekannte Referenz messen.

Herstellerqualität

ELMAG gewährt 2 Jahre Vollgarantie, erweiterbar auf 3 Jahre bei Registrierung, und sichert die Ersatzteilversorgung über 15 Jahre.

Typische Einsatzgebiete

Qualitäts- und Fertigungskontrolle, Metallbearbeitung und Zerspanung, Rund- und Planlaufprüfung, Werkstückausrichtung auf Fräs- und Bohrmaschinen, Maschineneinrichtung und -kontrolle, Werkzeug- und Formenbau, Instandhaltung und Service, Messraum und Prüftechnik, Motoren- und Getriebeinstandsetzung, Ausbildungsbetriebe und Lehrwerkstätten.

Häufige Fragen

Was bedeutet DIN 878?
Die Norm definiert Bauform, Maße und zulässige Fehlergrenzen für Messuhren. Die Messgenauigkeit ist damit zugesichert, und die Bauform passt in genormte Halterungen und Stative.

Welchen Schaftdurchmesser hat die Messuhr?
8 mm in Toleranz h6 – das gängigste Aufnahmemaß. Sie passt damit spielfrei in Magnet-Messstative, Messuhrhalter und Prüfvorrichtungen verschiedener Hersteller.

Wozu die zwei Messbereichszeiger?
Man stellt sie auf die Toleranzgrenzen ein. Danach genügt ein Blick: Zeiger zwischen den Marken heißt gut, außerhalb heißt Ausschuss. Bei Serienprüfungen ein erheblicher Zeitgewinn.

Wozu der Rundenzähler?
Er zeigt die vollen Millimeter an. Ohne ihn müsste man bei 11 mm Messbereich mitzählen, wie oft der Zeiger herumgelaufen ist.

Was ist eine Edelsteinlagerung?
Eine Lagerung auf synthetischen Rubinen – wie in der Uhrentechnik. Sie ist nahezu reibungsfrei, was die Umkehrspanne minimiert, und verschleißt praktisch nicht.

Warum 11 mm statt 10 mm Messbereich?
Der zusätzliche Millimeter schafft Reserve zum Vorspannen. Die Messuhr wird üblicherweise leicht vorgespannt angesetzt, damit auch negative Abweichungen erfasst werden.

Warum eine halbrunde Messspitze?
Sie ist die Universalform: punktförmiges Antasten auf ebenen Flächen und zuverlässige Funktion auch auf gewölbten und schrägen Flächen. Eine flache Spitze würde verkanten.

Kann ich auf Zoll umschalten?
Nein, die Messuhr misst in Millimeter.

Darf ich den Messbolzen ölen?
Nein. Der Bolzen läuft trocken – Öl bindet Staub und macht ihn schwergängig.

Wie prüfe ich, ob die Messuhr noch stimmt?
Gegen ein Endmaß oder eine bekannte Referenz messen. Auffällig wird meist zuerst die Umkehrspanne – also die Abweichung beim Richtungswechsel.