ELMAG Kolbenkompressor PL 600/10/200 D, 420 l/min, 10 bar, 200 l Kessel, fahrbar
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ELMAG Kolbenkompressor PL 600/10/200 D, 420 l/min, 10 bar, 200 l Kessel, fahrbar
Lieferumfang
- ELMAG Kolbenkompressor mit 200-l-Druckbehälter
- Zweizylinder-Aggregat mit Graugusszylindern
- Drehstrommotor 400 V, 4 kW, mit Motorschutzrelais
- CONDOR Druckschalter
- Rückschlagventil und Sicherheitsventil
- Betriebsstundenzähler
- Filterdruckregler mit Kupplung
- Sicherheits-Entlüftungskupplungen
- Vollgummiräder mit Lenkrollen und Bremse
- Bedienungsanleitung mit CE-Konformität
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Hersteller | ELMAG |
| Ansaugleistung | 600 l/min |
| Effektive Liefermenge | 420 l/min |
| Betriebsdruck max. | 10 bar |
| Behältervolumen | 200 l |
| Schmierung | ölgeschmiert |
| Aggregat | Zweizylinder, zweistufig |
| Zylinder | Grauguss |
| Kolben | Hochleistungs-Präzisionskolben |
| Antrieb | indirekt über Keilriemen |
| Motorleistung | 4 kW (5,4 PS) |
| Spannung / Frequenz | 400 V / 50 Hz |
| Motorschutz | Motorschutzrelais |
| Verdichterdrehzahl | 1.360 U/min |
| Kühlung | Zwischen- und Nachkühler aus Aluminium-Druckguss, Zusatzkühlung Kupferrohrwendel, Guss-Lüfterrad |
| Druckschalter | CONDOR, automatischer Ein-/Ausschaltbetrieb |
| Luftabgang | 1/2" |
| Schalldruckpegel (4 m) | 78 dB(A) |
| Abmessungen (L × B × H) | 155 × 65 × 125 cm |
| Gewicht | 135 kg |
| Fahrwerk | Vollgummiräder mit Lenkrollen und Bremse |
| Kesselgarantie | 10 Jahre |
| Garantie | 2 Jahre ELMAG-Vollgarantie (erweiterbar auf 3 Jahre bei Registrierung) |
| Ersatzteilversorgung | 15 Jahre garantiert |
Produktbeschreibung
Kolbenkompressor von ELMAG mit 200-l-Kessel und 420 l/min effektiver Liefermenge – klar strukturiertes Technikdesign für höchsten Wirkungsgrad
Dieser Kompressor entspricht in jedem Ausführungsdetail den Anforderungen eines verlässlichen Drucklufterzeugers für Gewerbe und Industrie. Er ist die größte Kesselvariante seiner Baureihe: dasselbe Aggregat wie die 50- und 100-l-Modelle, aber mit dem Luftvorrat, der den Unterschied macht.
420 l/min effektiv – die Zahl, auf die es ankommt
Das ist der wichtigste Punkt bei der Kompressorauswahl, und er wird im Markt regelmäßig verschleiert: Ansaugleistung und effektive Liefermenge sind nicht dasselbe. Die Ansaugleistung (hier 600 l/min) beschreibt, was der Verdichter theoretisch ansaugt. Was tatsächlich vorn herauskommt, ist die effektive Liefermenge – hier 420 l/min.
Nur dieser zweite Wert lässt sich mit dem Luftbedarf von Werkzeugen vergleichen. Wer nach Ansaugleistung auswählt, kauft regelmäßig zu klein. ELMAG weist beide Werte offen aus – das ist bei Billiganbietern eher die Ausnahme.
Was 420 l/min in der Praxis bedeuten
Als Faustwerte: Ein Schlagschrauber braucht 300–500 l/min im Betrieb, ein Druckluft-Meißelhammer 200–350 l/min, eine Lackierpistole 200–400 l/min, ein Bandschleifer 300–400 l/min. Diese Maschine versorgt also einen anspruchsvollen Verbraucher im Dauerbetrieb oder mehrere kleinere Werkzeuge im Wechsel – der typische Werkstattbetrieb.
200 Liter Kessel – warum die Kesselgröße unterschätzt wird
Der Kessel ist der Puffer zwischen Verdichter und Verbraucher. Je größer er ist, desto seltener schaltet der Kompressor ein – und desto länger läuft er dann. Das klingt paradox, ist aber genau richtig: Kurze, häufige Anläufe sind für Motor und Verdichter die belastendste Betriebsart. Ein großer Kessel bedeutet also längere Lebensdauer, ruhigeren Betrieb und stabileren Druck am Werkzeug.
Zusätzlich federt der 200-l-Vorrat kurzzeitige Spitzenabnahmen ab, die über der Liefermenge liegen – etwa den Anzugsimpuls eines Schlagschraubers.
Zweizylinder, zweistufig – die Bauart für 10 bar
Zweistufige Verdichtung bedeutet: Die Luft wird in zwei aufeinanderfolgenden Schritten komprimiert, mit Zwischenkühlung dazwischen. Der Vorteil ist thermodynamisch begründet – gekühlte Luft lässt sich mit weniger Energie weiter verdichten. Das Ergebnis: höherer Wirkungsgrad, geringere Bauteiltemperaturen und deutlich längere Lebensdauer als bei einstufigen Aggregaten, die auf 10 bar hochgeprügelt werden.
Kompressorzylinder aus Grauguss
Grauguss ist bei Verdichtern der Werkstoff der Wahl: hervorragende Wärmeableitung, hohe Formstabilität und exzellente Notlaufeigenschaften. Aluminiumzylinder sind leichter und billiger, verziehen sich aber unter thermischer Wechselbelastung eher. Bei einem Aggregat, das über Jahre täglich warmläuft und abkühlt, entscheidet genau das über die Standzeit.
Hochleistungs-Präzisionskolben
Das Gegenstück zum Graugusszylinder: enge Toleranzen bedeuten weniger Blow-by, besseren Wirkungsgrad und geringeren Ölverbrauch.
Indirekter Antrieb über Keilriemen – das Langlebigkeitsargument
Bei direkt angetriebenen Kompressoren läuft der Verdichter mit Motordrehzahl – also typischerweise 2.800 U/min. Hier arbeitet der Verdichter über Keilriemenübersetzung mit 1.360 U/min, also etwa halb so schnell.
Die Folgen sind durchweg positiv:
- Deutlich geringerer Verschleiß an Kolben, Zylindern und Lagern
- Niedrigerer Geräuschpegel – 78 dB(A) auf 4 Meter
- Bessere Kühlung, weil mehr Zeit zwischen den Verdichtungstakten bleibt
- Riemen als Überlastschutz – im Extremfall rutscht der Riemen, statt dass der Motor durchbrennt
Der Keilriemen ist ein Verschleißteil, das für wenige Euro getauscht wird. Ein defekter Direktantrieb bedeutet dagegen ein neues Aggregat.
Dreistufiges Kühlkonzept
Die Kühlung ist bei diesem Kompressor bemerkenswert aufwendig ausgeführt:
- Zwischen- und Nachkühler aus Aluminium-Druckguss mit großflächigen, tiefen Kühlrippen – Aluminium leitet Wärme deutlich besser als Stahl
- Zusatzkühlung über Kupferrohrwendel – Kupfer ist das beste praxistaugliche Wärmeleitmetall
- Großzügiges Guss-Lüfterrad – bewegt die Luftmenge, die die Kühler überhaupt erst wirksam macht
Warum das zählt: Wärme ist der Hauptfeind jedes Kompressors. Zu heiße Druckluft transportiert mehr Wasserdampf ins Netz, das Öl altert schneller, und die Bauteile verschleißen früher. Eine gute Kühlung ist damit gleichzeitig Lebensdauer- und Druckluftqualitätsthema.
CONDOR Druckschalter
CONDOR ist bei Druckschaltern der Markenstandard. Der Schalter steuert den automatischen Ein-/Ausschaltbetrieb – der Kompressor läuft nur, wenn Druck gebraucht wird.
Motorschutzrelais serienmäßig
Schützt den Drehstrommotor vor Überlast und Phasenausfall. Ein Phasenausfall im Drehstromnetz – etwa durch eine defekte Sicherung – lässt einen ungeschützten Motor innerhalb von Minuten durchbrennen. Das Relais schaltet vorher ab.
Rückschlagventil und Sicherheitsventil
Das Rückschlagventil verhindert, dass der Kesseldruck zurück in den Verdichter drückt – wichtig für den entlasteten Wiederanlauf. Das Sicherheitsventil begrenzt den maximalen Kesseldruck.
Betriebsstundenzähler
Grundlage für die Wartungsplanung: Ölwechsel- und Filterintervalle richten sich nach Betriebsstunden, nicht nach Kalendermonaten. Ohne Zähler wird geschätzt – meist zu selten.
Filterdruckregler mit Kupplung und Sicherheits-Entlüftungskupplungen
Der Filterdruckregler entfernt Kondensat und Partikel und stellt den Arbeitsdruck am Werkzeug ein – Druckluftwerkzeuge arbeiten meist bei 6 bis 6,3 bar, nicht bei 10 bar. Die Sicherheits-Entlüftungskupplungen entlüften den Schlauch beim Trennen, bevor die Verbindung öffnet: Der Schlauch schlägt nicht mehr um, wenn man ihn unter Druck abkuppelt.
Vollgummiräder mit Lenkrollen und Bremse
Bei 135 kg ist ein brauchbares Fahrwerk kein Detail. Vollgummi ist pannensicher, die Lenkrollen erlauben das Rangieren auf engem Raum, und die Bremse verhindert, dass der Kompressor bei Vibration wegwandert – auf leicht geneigtem Hallenboden ein realer Effekt.
10 Jahre Kesselgarantie
Der Druckbehälter ist das Bauteil, das über die Nutzungsdauer entscheidet – und das durch Kondensat von innen korrodiert. Zehn Jahre Garantie sind eine belastbare Aussage über die Ausführungsqualität.
Wichtig: Kondensat täglich ablassen
Bei der Verdichtung fällt Wasser an, das sich im Kessel sammelt. Wird es nicht abgelassen, korrodiert der Behälter von innen und die Druckluftqualität leidet. Ein automatischer Kondensatableiter nimmt diese Aufgabe zuverlässig ab – ELMAG führt passende Ableiter sowie eine entsprechende Montagevorbereitung.
Aufstellung und Anschluss
Der Kompressor braucht einen belüfteten Aufstellort mit ausreichendem Abstand zu Wänden, damit die Kühlluft zirkulieren kann. Der Drehstromanschluss ist von einer Elektrofachkraft auszuführen; auf die richtige Drehrichtung ist zu achten.
Herstellerqualität mit Absicherung
ELMAG gewährt zwei Jahre Vollgarantie, erweiterbar auf drei Jahre nach Registrierung, sowie 15 Jahre garantierte Ersatzteilversorgung.
Typische Einsatzgebiete
Kfz- und Nutzfahrzeugwerkstätten, Metallbau und Schlossereien, Maschinen- und Anlagenbau, Instandhaltung und Betriebstechnik, Lackier- und Karosseriebetriebe, Schreinereien und Tischlereien, Landmaschinen- und Reparaturbetriebe, Landwirtschaft und Lohnunternehmen, Bau- und Montagebetriebe, Reifenservice, Produktionsbetriebe mit Druckluftwerkzeugen, Lehr- und Ausbildungswerkstätten.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Ansaugleistung und effektiver Liefermenge?
Die Ansaugleistung (600 l/min) beschreibt, was der Verdichter theoretisch ansaugt. Die effektive Liefermenge (420 l/min) ist das, was tatsächlich am Ausgang zur Verfügung steht – nur dieser Wert lässt sich mit dem Luftbedarf von Werkzeugen vergleichen.
Reicht der Kompressor für meine Werkzeuge?
Bei 420 l/min effektiv lassen sich ein anspruchsvoller Verbraucher im Dauerbetrieb oder mehrere kleinere Werkzeuge im Wechsel versorgen. Maßgeblich ist der Luftbedarf laut Werkzeugdatenblatt – und zwar der Dauerbedarf, nicht der Spitzenwert.
Welche Kesselgröße ist die richtige?
Diese Baureihe gibt es mit 50, 100 und 200 Litern bei identischem Aggregat. Je größer der Kessel, desto seltener schaltet der Kompressor ein und desto länger läuft er dann – das schont Motor und Verdichter, weil kurze häufige Anläufe die belastendste Betriebsart sind.
Was bringt der Keilriemenantrieb?
Der Verdichter läuft mit 1.360 U/min statt mit Motordrehzahl. Das bedeutet weniger Verschleiß, niedrigeren Geräuschpegel, bessere Kühlung – und der Riemen wirkt als Überlastschutz.
Warum Graugusszylinder?
Grauguss leitet Wärme sehr gut, ist formstabil und hat gute Notlaufeigenschaften. Aluminiumzylinder verziehen sich unter thermischer Wechselbelastung eher.
Was bedeutet zweistufig?
Die Luft wird in zwei Schritten mit Zwischenkühlung verdichtet. Das ergibt einen höheren Wirkungsgrad, geringere Bauteiltemperaturen und längere Lebensdauer als bei einstufiger Verdichtung auf 10 bar.
Wie laut ist der Kompressor?
78 dB(A) in 4 Metern Entfernung.
Muss ich Kondensat ablassen?
Ja, regelmäßig – am besten täglich. Sonst korrodiert der Kessel von innen und die Druckluftqualität leidet. Ein automatischer Kondensatableiter übernimmt das zuverlässig.
Welchen Anschluss brauche ich?
400 V Drehstrom bei 4 kW Motorleistung. Der Anschluss ist von einer Elektrofachkraft auszuführen; auf die richtige Drehrichtung ist zu achten.
Wofür ist der Betriebsstundenzähler?
Für die Wartungsplanung: Ölwechsel- und Filterintervalle richten sich nach Betriebsstunden.
Wo soll der Kompressor stehen?
An einem belüfteten Ort mit ausreichendem Wandabstand, damit die Kühlluft zirkulieren kann.
Bestehen Prüfpflichten?
Druckbehälter und Kompressoranlagen unterliegen je nach Größe und Druck Prüfpflichten nach der Betriebssicherheitsverordnung; die konkreten Anforderungen sind anlagenbezogen zu klären.
| Gerätetyp : | Kolbenkompressor |
|---|---|
| Liefermenge l/min: | 401–700 l/min |
| Max. Druck (bar): | 10 bar |
| Stromart: | 3-phasig (400 V) |
| Behältervolumen: | 200L |