ELMAG Kolbenkompressor PL 1600/10/270 D mit Sterndreieckanlage, 1120 l/min, 10 bar, 270 l Kessel, stationär / horizontal
4.347,75 €
ELMAG Kolbenkompressor PL 1600/10/270 D mit Sterndreieckanlage, 1120 l/min, 10 bar, 270 l Kessel, stationär / horizontal
Lieferumfang
- ELMAG Kolbenkompressor mit 270-l-Druckbehälter
- V-4-Zylinder-Aggregat mit Graugusszylindern
- Drehstrommotor 400 V mit Motorschutzrelais
- Automatische Stern-Dreieck-Schaltung inkl. Magnetventil für die Anlaufentlastung
- Rückschlagventil und Sicherheitsventil
- Betriebsstundenzähler
- Bedienungsanleitung mit CE-Konformität
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Hersteller | ELMAG |
| Ansaugleistung | 1.600 l/min |
| Betriebsdruck max. | 10 bar |
| Behältervolumen | 270 l |
| Schmierung | ölgeschmiert |
| Aggregat | V-4-Zylinder, zweistufig |
| Zylinder | Grauguss |
| Kolben | Hochleistungs-Präzisionskolben |
| Antrieb | indirekt über Keilriemen |
| Spannung / Frequenz | 400 V / 50 Hz |
| Motorschutz | Motorschutzrelais |
| Anlaufschaltung | automatische Stern-Dreieck-Schaltung inkl. Magnetventil |
| Kühlung | Zwischen- und Nachkühler aus Aluminium-Druckguss mit großflächigen, tiefen Kühlrippen, Kupfer-Kühlleitung hinter dem Lüfterrad, großzügiges Guss-Lüfterrad |
| Lufteintrittstemperatur in den Kessel | 50–60 °C nach einstündigem Dauerlauf |
| Garantie | 2 Jahre ELMAG-Vollgarantie (erweiterbar auf 3 Jahre bei Registrierung) |
| Ersatzteilversorgung | 15 Jahre garantiert |
Produktbeschreibung
Kolbenkompressor von ELMAG mit 270-l-Kessel und V-4-Zylinder-Aggregat – volle Leistung bei reduziertem Platzbedarf
Diese Ausführung hat dasselbe leistungsstarke V-4-Zylinder-Aggregat wie das 500-l-Modell – 1.600 l/min Ansaugleistung, Stern-Dreieck-Anlauf, identisches Kühlkonzept. Reduziert ist allein das Kesselvolumen.
Das Ergebnis ist ein Kompressor, der die volle Luftleistung der Spitzenklasse liefert, dabei aber deutlich weniger Stellfläche und Aufstellhöhe beansprucht. Für Betriebe, die viel Luft brauchen, aber keinen 500-l-Behälter unterbringen können, ist das oft die einzig praktikable Lösung.
V-4-Zylinder statt Zweizylinder – der Sprung in der Leistungsklasse
Statt zwei arbeiten hier vier Zylinder in V-Anordnung. Das hat zwei konkrete Vorteile:
- Gleichmäßigerer Lauf – vier Verdichtungstakte statt zwei bedeuten geringere Pulsation und weniger Vibration
- Besserer Massenausgleich in V-Anordnung – die Kräfte der gegenüberliegenden Zylinder heben sich teilweise auf, was den Rahmen entlastet
Bei 1.600 l/min ist das keine Komfortfrage: Ein Zweizylinder dieser Leistung würde deutlich stärker schwingen und die Bauteile entsprechend belasten.
Automatische Stern-Dreieck-Schaltung inkl. Magnetventil – bei dieser Leistung zwingend
Ein Drehstrommotor dieser Größe zieht beim Direktanlauf ein Vielfaches seines Nennstroms. In vielen Betrieben führt das zu Problemen: Sicherungen fallen, das Licht flackert, empfindliche Geräte im selben Netz reagieren – und ab einer bestimmten Motorleistung schreiben Netzbetreiber ohnehin eine Anlaufstrombegrenzung vor.
Die Stern-Dreieck-Schaltung löst das: Der Motor läuft zunächst in Sternschaltung mit reduzierter Spannung an und schaltet dann automatisch auf Dreieck um. Der Anlaufstrom sinkt dabei auf etwa ein Drittel.
Das Magnetventil ist der zweite Teil der Lösung: Es entlastet den Verdichter beim Anlauf vom Gegendruck. Ohne diese Entlastung müsste der Motor gegen den vollen Kesseldruck anlaufen – eine erhebliche Zusatzlast genau in dem Moment, in dem er ohnehin am meisten Strom zieht.
Bei der kleineren Kesselvariante hat das zusätzliches Gewicht: Der Kompressor schaltet häufiger ein als beim 500-l-Modell. Jeder dieser Anläufe ist dank Stern-Dreieck und Anlaufentlastung schonend – ohne diese Ausstattung würde die höhere Schalthäufigkeit Motor und Netz deutlich stärker belasten.
270 Liter Kessel – der Kompromiss richtig eingeordnet
Der Kessel ist der Puffer zwischen Verdichter und Verbraucher. 270 Liter puffern weniger als 500 – der Kompressor schaltet also häufiger ein und läuft dafür kürzer.
Wann diese Variante die richtige ist:
- Wenn die Stellfläche oder Deckenhöhe einen 500-l-Behälter nicht zulässt
- Wenn die Abnahme eher gleichmäßig ist statt in großen Spitzen
- Wenn die Investition eine Rolle spielt
Wann man zur 500-l-Version greifen sollte:
- Bei stark schwankender Abnahme mit hohen Spitzen
- Bei vielen Abnahmestellen, die unvorhersehbar gleichzeitig Luft ziehen
- Bei intensivem Dauerbetrieb, wo jede Reduzierung der Schalthäufigkeit die Lebensdauer verlängert
Einzigartiges Luft-Kühlsystem: 50–60 °C Lufteintrittstemperatur
Das ist ein bemerkenswert niedriger Wert und das technische Kernargument der Baureihe. Erreicht wird er durch drei Maßnahmen:
- Große Zwischen- und Nachkühler aus Aluminium-Druckguss mit großflächigen, tiefen Kühlrippen – Aluminium leitet Wärme deutlich besser als Stahl
- Lange, hinter dem Lüfterrad verlaufende Kupfer-Kühlleitung – Kupfer ist das beste praxistaugliche Wärmeleitmetall
- Großzügiges Guss-Lüfterrad – bewegt die Luftmenge, die die Kühler überhaupt erst wirksam macht
Der Wert von 50 bis 60 °C nach einstündigem Dauerlauf hat drei unmittelbare Folgen:
- Geringe Kondenswasserbildung – kühlere Luft transportiert weniger Wasserdampf in den Kessel
- Hohe Druckluftqualität – weniger Feuchtigkeit im Netz bedeutet weniger Probleme an Werkzeugen, Ventilen und beim Lackieren
- Problemlose Druckluftfilterung – Filter arbeiten bei niedrigeren Temperaturen deutlich effektiver
Bei 1.600 l/min und einem kleineren Kessel ist das doppelt relevant: Es wird viel Luft verdichtet, und der Behälter bietet weniger Fläche zum Nachkühlen. Ein leistungsfähiges Kühlsystem gleicht das aus.
Zweistufige Verdichtung
Die Luft wird in zwei aufeinanderfolgenden Schritten komprimiert, mit Zwischenkühlung dazwischen. Gekühlte Luft lässt sich mit weniger Energie weiter verdichten. Das Ergebnis: höherer Wirkungsgrad, geringere Bauteiltemperaturen und deutlich längere Lebensdauer als bei einstufigen Aggregaten. Bei einer Anlage, die täglich viele Stunden läuft, schlägt der bessere Wirkungsgrad direkt auf die Stromrechnung durch.
Kompressorzylinder aus Grauguss
Grauguss ist bei Verdichtern der Werkstoff der Wahl: hervorragende Wärmeableitung, hohe Formstabilität und exzellente Notlaufeigenschaften. Aluminiumzylinder sind leichter und billiger, verziehen sich aber unter thermischer Wechselbelastung eher.
Hochleistungs-Präzisionskolben
Das Gegenstück zum Graugusszylinder: enge Toleranzen bedeuten weniger Blow-by, besseren Wirkungsgrad und geringeren Ölverbrauch.
Indirekter Antrieb über Keilriemen
Der Verdichter läuft über Keilriemenübersetzung deutlich langsamer als der Motor. Die Folgen sind durchweg positiv:
- Deutlich geringerer Verschleiß an Kolben, Zylindern und Lagern
- Niedrigerer Geräuschpegel
- Bessere Kühlung, weil mehr Zeit zwischen den Verdichtungstakten bleibt
- Riemen als Überlastschutz – im Extremfall rutscht der Riemen, statt dass der Motor durchbrennt
Motorschutzrelais serienmäßig
Schützt den Drehstrommotor vor Überlast und Phasenausfall. Ein Phasenausfall im Drehstromnetz lässt einen ungeschützten Motor innerhalb von Minuten durchbrennen.
Rückschlagventil und Sicherheitsventil
Das Rückschlagventil verhindert, dass der Kesseldruck zurück in den Verdichter drückt – Voraussetzung für den entlasteten Wiederanlauf. Das Sicherheitsventil begrenzt den maximalen Kesseldruck.
Betriebsstundenzähler
Grundlage für die Wartungsplanung: Ölwechsel- und Filterintervalle richten sich nach Betriebsstunden, nicht nach Kalendermonaten.
Wichtig: Kondensat regelmäßig ablassen
Bei 1.600 l/min Ansaugleistung fallen erhebliche Wassermengen an. Wird das Kondensat nicht abgelassen, korrodiert der Behälter von innen und die Druckluftqualität im gesamten Netz leidet. Bei 270 Litern nimmt stehendes Kondensat zudem einen größeren Anteil des nutzbaren Volumens ein als bei einem 500-l-Behälter.
Ein automatischer Kondensatableiter ist bei dieser Luftleistung praktisch unverzichtbar – ELMAG führt passende Ableiter sowie die entsprechende Montagevorbereitung. Zu beachten: Dafür ist eine Bodenfreiheit von etwa 100 mm erforderlich.
Aufstellung und Anschluss
Der Kompressor braucht einen belüfteten Aufstellort mit ausreichendem Wandabstand, damit die Kühlluft zirkulieren kann – bei dieser Leistung fällt entsprechend viel Abwärme an. Der Drehstromanschluss und die Einbindung der Stern-Dreieck-Schaltung sind von einer Elektrofachkraft auszuführen; auf die richtige Drehrichtung ist zu achten.
Herstellerqualität mit Absicherung
ELMAG gewährt zwei Jahre Vollgarantie, erweiterbar auf drei Jahre nach Registrierung, sowie 15 Jahre garantierte Ersatzteilversorgung.
Typische Einsatzgebiete
Druckluftversorgung in Produktionsbetrieben, Betriebe mit hohem Luftbedarf bei begrenzter Stellfläche, Kfz- und Nutzfahrzeugwerkstätten, Metallbau und Schlossereien, Maschinen- und Anlagenbau, Lackier- und Karosseriebetriebe, Schreinereien und Tischlereien, Landmaschinen- und Reparaturbetriebe, Landwirtschaft und Lohnunternehmen, Reifenservice, Instandhaltung und Betriebstechnik, Lehr- und Ausbildungswerkstätten.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zur 500-l-Ausführung?
Aggregat, Motor, Anlaufschaltung und Kühlkonzept sind identisch – reduziert ist allein das Kesselvolumen. Diese Version braucht weniger Stellfläche, schaltet dafür häufiger ein.
Wann soll ich zur 500-l-Version greifen?
Bei stark schwankender Abnahme mit hohen Spitzen, bei vielen gleichzeitig aktiven Abnahmestellen und bei intensivem Dauerbetrieb – der größere Puffer reduziert die Schalthäufigkeit und schont das Aggregat.
Was ist ein V-4-Zylinder-Aggregat?
Vier Zylinder in V-Anordnung statt zwei nebeneinander. Das ergibt gleichmäßigeren Lauf, weniger Pulsation und besseren Massenausgleich – bei 1.600 l/min notwendig, weil ein Zweizylinder dieser Leistung deutlich stärker schwingen würde.
Was bringt die Stern-Dreieck-Schaltung?
Sie reduziert den Anlaufstrom auf etwa ein Drittel gegenüber dem Direktanlauf. Das schont Motor und Netz, verhindert Sicherungsauslösungen und Spannungseinbrüche – und ist ab einer bestimmten Motorleistung häufig ohnehin gefordert. Bei der kleineren Kesselvariante mit höherer Schalthäufigkeit zahlt sich das besonders aus.
Wozu das Magnetventil?
Es entlastet den Verdichter beim Anlauf vom Gegendruck. Ohne diese Entlastung müsste der Motor gegen den vollen Kesseldruck anlaufen.
Was bedeutet die Lufteintrittstemperatur von 50–60 °C?
Das ist die Temperatur der Druckluft beim Eintritt in den Kessel nach einer Stunde Dauerlauf – ein sehr niedriger Wert. Die Folgen: geringe Kondenswasserbildung, hohe Druckluftqualität und problemlose Filterung.
Warum Graugusszylinder?
Grauguss leitet Wärme sehr gut, ist formstabil und hat gute Notlaufeigenschaften. Aluminiumzylinder verziehen sich unter thermischer Wechselbelastung eher.
Was bringt der Keilriemenantrieb?
Der Verdichter läuft langsamer als der Motor: weniger Verschleiß, niedrigerer Geräuschpegel, bessere Kühlung – und der Riemen wirkt als Überlastschutz.
Muss ich Kondensat ablassen?
Ja, regelmäßig. Bei 1.600 l/min fallen erhebliche Wassermengen an, und bei 270 Litern nimmt stehendes Kondensat einen größeren Anteil des Volumens ein. Ein automatischer Kondensatableiter ist praktisch unverzichtbar; dafür sind etwa 100 mm Bodenfreiheit erforderlich.
Welchen Anschluss brauche ich?
400 V Drehstrom. Anschluss und Einbindung der Stern-Dreieck-Schaltung sind von einer Elektrofachkraft auszuführen; auf die richtige Drehrichtung ist zu achten.
Wo soll der Kompressor stehen?
An einem belüfteten Ort mit ausreichendem Wandabstand. Bei dieser Leistung fällt erhebliche Abwärme an, die abgeführt werden muss.
Bestehen Prüfpflichten?
Druckbehälter und Kompressoranlagen unterliegen je nach Größe und Druck Prüfpflichten nach der Betriebssicherheitsverordnung; die konkreten Anforderungen sind anlagenbezogen zu klären.
| Gerätetyp : | Kolbenkompressor |
|---|---|
| Liefermenge l/min: | 1.001–2.000 l/min |
| Max. Druck (bar): | 10 bar |
| Stromart: | 3-phasig (400 V) |
| Behältervolumen: | 270L |