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ELMAG Kolbenkompressor MEISTER-H 615/14/90 D, 289 l/min, 14 bar, 90 l Kessel, fahrbar

Beschreibung

ELMAG Kolbenkompressor MEISTER-H 615/14/90 D, 289 l/min, 14 bar, 90 l Kessel, fahrbar

Lieferumfang

  • ELMAG Werkstattkompressor mit 90-l-Druckbehälter
  • Zweistufig verdichtendes Zweizylinderaggregat mit Gusszylindern
  • Zwei Schnellanschlusskupplungen
  • CONDOR Druckschalter
  • Motorschutzschalter
  • Behälter- und Systemdruckmanometer
  • Filterdruckminderer mit Schauglas
  • Sicherheitsventil und Rückschlagventil
  • Kugelhahn für Kondensatablass
  • Vollgummiräder mit Lenkrollen und Bremse
  • Bedienungsanleitung mit CE-Konformität

Technische Daten

MerkmalWert
HerstellerELMAG
Ansaugleistung615 l/min
Betriebsdruck max.14 bar
Behältervolumen90 l
Schmierungölgeschmiert
AggregatZweizylinder, zweistufig verdichtend
ZylinderGuss
Ventilplattenrobuste Ausführung mit Lamellenventilen aus Chrom-Nickel-Molybdän-Stahl
AntriebKeilriemenantrieb
Aggregatdrehzahlniedrig, für hohe Einschalt- und Lebensdauer
KühlungZwischen- und Nachkühler aus Aluminium-Druckguss
DruckschalterCONDOR, automatischer Ein-/Ausschaltbetrieb
MotorschutzMotorschutzschalter
AnzeigenBehälter- und Systemdruckmanometer
DruckaufbereitungFilterdruckminderer mit Schauglas
Anschlüsse2 Schnellanschlusskupplungen
SicherheitSicherheitsventil, Rückschlagventil
KondensatablassKugelhahn
Bauformfahrbar
FahrwerkVollgummiräder, Lenkrollen mit Bremse
Einsatzbereichgewerbliche Anwendungen
Garantie2 Jahre ELMAG-Vollgarantie (erweiterbar auf 3 Jahre bei Registrierung)
Ersatzteilversorgung15 Jahre garantiert

Produktbeschreibung

Werkstattkompressor von ELMAG mit 14 bar – Hochdruck im kompakten Format

Diese Maschine besetzt eine seltene Nische: 14 bar Betriebsdruck bei nur 90 Litern Kesselvolumen und fahrbarer Bauform. Wer Verbraucher mit hohem Druckbedarf betreibt, aber weder Platz noch Budget für eine stationäre Anlage hat, findet hier die passende Lösung.

14 bar – die höchste Druckstufe im Werkstattbereich

Innerhalb des ELMAG-Programms ist das die Spitze bei den fahrbaren Werkstattkompressoren – nur zwei Modelle erreichen diesen Druck. Gebraucht wird er überall dort, wo Verbraucher konstruktionsbedingt mehr als die üblichen 8 bis 10 bar verlangen:

  • Reifenmontage an Nutzfahrzeugen und Landmaschinen – LKW- und Traktorreifen brauchen deutlich höheren Fülldruck als PKW-Reifen
  • Pneumatische Pressen und Spannvorrichtungen
  • Prüf- und Dichtheitsanwendungen
  • Pneumatische Sonderwerkzeuge

Der zweite, oft unterschätzte Nutzen: Ein höherer Kesseldruck bedeutet mehr gespeicherte Luftmenge im selben Volumen. Aus 90 Litern bei 14 bar lässt sich spürbar mehr nutzbare Luft entnehmen als bei 10 bar – der kleine Kessel wird dadurch praktisch aufgewertet.

Ventilplatten mit Lamellenventilen aus Chrom-Nickel-Molybdän-Stahl

Das ist das technische Herzstück und der Grund für die lange Lebensdauer dieser Baureihe.

Die Ventile sind das am stärksten beanspruchte Bauteil jedes Kolbenkompressors: Sie öffnen und schließen bei jedem einzelnen Kolbenhub – bei typischen Drehzahlen also millionenfach pro Betriebsjahr, und das unter hoher Temperatur und wechselndem Druck. Ventilbruch ist entsprechend die häufigste Ursache für Kompressorausfälle.

Chrom-Nickel-Molybdän-Stahl ist ein hochlegierter Vergütungsstahl mit hervorragender Dauerfestigkeit und Warmfestigkeit – genau die Eigenschaften, die an dieser Stelle zählen. Bei 14 bar Enddruck mit entsprechend höheren Ventiltemperaturen ist diese Materialwahl keine Zugabe, sondern Voraussetzung.

Zweistufige Verdichtung – bei 14 bar konstruktiv zwingend

Zweistufige Verdichtung bedeutet: Die Luft wird in zwei aufeinanderfolgenden Schritten komprimiert, mit Zwischenkühlung dazwischen. Der Vorteil ist thermodynamisch begründet – gekühlte Luft lässt sich mit weniger Energie weiter verdichten.

Bei 14 bar ist das nicht nur eine Effizienzfrage: Einstufig auf diesen Druck zu verdichten würde Bauteiltemperaturen erzeugen, die Öl und Ventile in kurzer Zeit zerstören. Zweistufig ist bei diesem Enddruck die einzig sinnvolle Bauart.

Neue Kompressormodelle mit Gusszylinder

Guss ist bei Verdichtern der Werkstoff der Wahl: hervorragende Wärmeableitung, hohe Formstabilität und exzellente Notlaufeigenschaften. Aluminiumzylinder sind leichter und billiger, verziehen sich aber unter thermischer Wechselbelastung eher – bei 14 bar und entsprechenden Verdichtungstemperaturen ein reales Risiko.

Geringe Aggregatdrehzahl – für hohe Einschalt- und Lebensdauer

Das ist die zweite Säule der Langlebigkeit: Die Kolbengeschwindigkeit ist der bestimmende Faktor für den Verschleiß. Eine niedrige Aggregatdrehzahl bedeutet:

  • Deutlich geringerer Verschleiß an Kolben, Zylindern und Lagern
  • Höhere zulässige Einschaltdauer – der Kompressor darf länger am Stück laufen
  • Niedrigerer Geräuschpegel
  • Bessere Kühlung, weil mehr Zeit zwischen den Verdichtungstakten bleibt

Betriebssicherheit durch Keilriemenantrieb

Der Keilriemen ist die Voraussetzung für die niedrige Aggregatdrehzahl – er übersetzt die Motordrehzahl ins Langsame. Zugleich wirkt er als Überlastschutz: Im Extremfall rutscht der Riemen, statt dass der Motor durchbrennt. Ein Keilriemen kostet wenige Euro; ein defekter Direktantrieb bedeutet ein neues Aggregat.

Zwischen- und Nachkühler aus Alu-Druckguss

Aluminium leitet Wärme deutlich besser als Stahl. Der Zwischenkühler kühlt die Luft zwischen den beiden Verdichtungsstufen – die Voraussetzung dafür, dass die zweite Stufe überhaupt effizient arbeiten kann. Der Nachkühler senkt die Temperatur der fertig verdichteten Luft, bevor sie in den Kessel gelangt.

Der praktische Nutzen: weniger Kondenswasser im Kessel, bessere Druckluftqualität, geringere Ölalterung.

„Plug-and-play"-Ausstattung mit zwei Schnellanschlusskupplungen

Auspacken, anschließen, arbeiten – zwei Schnellanschlusskupplungen sind bereits montiert. Dass es zwei sind, ist praxisrelevant: Zwei Werkzeuge können angeschlossen bleiben, ohne dass ständig umgekuppelt werden muss.

Filterdruckminderer mit Schauglas

Der Filterdruckminderer entfernt Kondensat und Partikel und stellt den Arbeitsdruck am Werkzeug ein. Bei einem 14-bar-Kompressor ist das besonders wichtig: Die meisten Druckluftwerkzeuge arbeiten bei 6 bis 6,3 bar – der volle Kesseldruck würde sie beschädigen. Der Druckminderer ist hier also nicht Komfort, sondern Schutzfunktion.

Das Schauglas zeigt den Kondensatstand im Filter an. Ein voller Filterbehälter filtert nicht mehr – ohne Sichtkontrolle merkt man das erst, wenn Wasser am Werkzeug ankommt.

Behälter- und Systemdruckmanometer

Zwei getrennte Anzeigen: eine für den Kesseldruck (bis 14 bar), eine für den eingestellten Arbeitsdruck nach dem Druckminderer. So ist jederzeit ersichtlich, wie viel Luftvorrat verfügbar ist und mit welchem Druck das Werkzeug tatsächlich versorgt wird.

CONDOR Druckschalter und Motorschutzschalter

CONDOR ist bei Druckschaltern der Markenstandard; der Schalter steuert den automatischen Ein-/Ausschaltbetrieb. Der Motorschutzschalter schützt den Motor vor Überlast.

Kugelhahn für Kondensatablass

Ein Detail mit großer Wirkung: Ein Kugelhahn lässt sich mit einer Vierteldrehung vollständig öffnen – im Gegensatz zu einem Ablassventil, das man mehrfach drehen muss und das schnell zusetzt. Je einfacher das Entwässern ist, desto eher wird es tatsächlich gemacht – und Kondensat im Kessel ist die häufigste Ursache für Kesselkorrosion.

Vollgummiräder mit Lenkrollen und Bremse

  • Vollgummiräder sind pannensicher – kein Luftdruck, der kontrolliert werden muss
  • Lenkrollen erlauben das Rangieren auf engem Raum
  • Die Bremse verhindert, dass der Kompressor bei Vibration wegwandert – auf leicht geneigtem Hallenboden ein realer Effekt

Für gewerbliche Anwendungen ausgelegt

ELMAG positioniert diese Baureihe ausdrücklich als Werkstattkompressor für gewerbliche Anwendungen – nicht als Hobbygerät. Ventilwerkstoff, Gusszylinder, niedrige Drehzahl und Keilriemenantrieb sind die konstruktiven Merkmale, die das unterscheiden.

Wichtig: Kondensat regelmäßig ablassen

Bei der Verdichtung fällt Wasser an, das sich im Kessel sammelt. Wird es nicht abgelassen, korrodiert der Behälter von innen und die Druckluftqualität leidet. Der Kugelhahn macht das zur Sache von Sekunden – er sollte täglich benutzt werden.

Aufstellung und Anschluss

Der Kompressor braucht einen belüfteten Aufstellort mit ausreichendem Wandabstand, damit die Kühlluft zirkulieren kann. Der elektrische Anschluss ist entsprechend der Motorleistung auszulegen.

Herstellerqualität mit Absicherung

ELMAG gewährt zwei Jahre Vollgarantie, erweiterbar auf drei Jahre nach Registrierung, sowie 15 Jahre garantierte Ersatzteilversorgung.

Typische Einsatzgebiete

Nutzfahrzeug- und Landmaschinenwerkstätten, Reifenservice (LKW und Landmaschinen), Kfz-Werkstätten mit Hochdruckbedarf, Metallbau und Schlossereien, pneumatische Pressen und Spannvorrichtungen, Prüf- und Dichtheitsanwendungen, Montage- und Servicebetriebe, Landwirtschaft und Lohnunternehmen, Instandhaltung und Betriebstechnik, Bau- und Handwerksbetriebe, Werkstätten mit begrenzter Stellfläche, Lehr- und Ausbildungswerkstätten.

Häufige Fragen

Wofür brauche ich 14 bar?
Für Verbraucher, die konstruktionsbedingt höheren Druck verlangen: Reifenmontage an Nutzfahrzeugen und Landmaschinen, pneumatische Pressen und Spannvorrichtungen, Prüfanwendungen und Sonderwerkzeuge. Zusätzlich speichert derselbe Kessel bei höherem Druck mehr nutzbare Luft.

Kann ich normale Druckluftwerkzeuge anschließen?
Ja – aber nur über den Druckminderer. Die meisten Werkzeuge arbeiten bei 6 bis 6,3 bar; der volle Kesseldruck würde sie beschädigen. Der Filterdruckminderer mit Schauglas ist serienmäßig enthalten.

Warum sind die Ventile so wichtig?
Weil sie bei jedem Kolbenhub öffnen und schließen – millionenfach pro Betriebsjahr, unter hoher Temperatur und wechselndem Druck. Ventilbruch ist die häufigste Ausfallursache. Chrom-Nickel-Molybdän-Stahl bietet die dafür nötige Dauer- und Warmfestigkeit.

Warum ist zweistufige Verdichtung bei 14 bar wichtig?
Weil einstufige Verdichtung auf diesen Druck Bauteiltemperaturen erzeugt, die Öl und Ventile in kurzer Zeit zerstören. Bei 14 bar ist zweistufig die einzig sinnvolle Bauart.

Was bringt die niedrige Aggregatdrehzahl?
Die Kolbengeschwindigkeit bestimmt den Verschleiß. Eine niedrige Drehzahl bedeutet längere Lebensdauer, höhere zulässige Einschaltdauer, weniger Lärm und bessere Kühlung.

Warum Gusszylinder?
Guss leitet Wärme sehr gut, ist formstabil und hat gute Notlaufeigenschaften. Aluminiumzylinder verziehen sich unter thermischer Wechselbelastung eher – bei 14 bar besonders kritisch.

Wozu die zwei Manometer?
Eines zeigt den Kesseldruck, das andere den eingestellten Arbeitsdruck nach dem Druckminderer. So ist ersichtlich, wie viel Luftvorrat verfügbar ist und womit das Werkzeug tatsächlich versorgt wird.

Wozu das Schauglas am Filter?
Es zeigt den Kondensatstand im Filterbehälter an. Ein voller Filter filtert nicht mehr – ohne Sichtkontrolle merkt man das erst, wenn Wasser am Werkzeug ankommt.

Warum ein Kugelhahn für den Kondensatablass?
Weil er sich mit einer Vierteldrehung vollständig öffnen lässt und nicht zusetzt. Je einfacher das Entwässern, desto eher wird es gemacht – und Kondensat ist die häufigste Ursache für Kesselkorrosion.

Was bringt der Keilriemenantrieb?
Er ermöglicht die niedrige Aggregatdrehzahl und wirkt zugleich als Überlastschutz: Im Extremfall rutscht der Riemen, statt dass der Motor durchbrennt.

Muss ich Kondensat ablassen?
Ja, am besten täglich über den Kugelhahn. Sonst korrodiert der Kessel von innen und die Druckluftqualität leidet.

Bestehen Prüfpflichten?
Druckbehälter und Kompressoranlagen unterliegen je nach Größe und Druck Prüfpflichten nach der Betriebssicherheitsverordnung; die konkreten Anforderungen sind anlagenbezogen zu klären.

Eigenschaften
Gerätetyp : Kolbenkompressor
Liefermenge l/min: 201–400 l/min
Max. Druck (bar): 14 bar
Stromart: 3-phasig (400 V)
Behältervolumen: 90L