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ELMAG Getriebe Fräs- und Bohrmaschine MFB 30-L Vario Bohrleistung 30 mm, Gewinde M18, Planfräser 80 mm

Beschreibung

ELMAG Getriebe Fräs- und Bohrmaschine MFB 30-L Vario Bohrleistung 30 mm, Gewinde M18, Planfräser 80 mm

Lieferumfang

  • 1 × ELMAG Getriebe-Fräs- und Bohrmaschine
  • Not-Aus-Taster mit Nullspannungsauslöser
  • Bohrspindel-Schutzabdeckung
  • Bedienhebel mit Fixierung
  • Betriebsanleitung mit CE-Konformität

Sonderzubehör (optional):

  • Maschinenständer für dieses Modell
  • Maschinenschraubstock inkl. Drehteller
  • Spannschraube 14 mm komplett
  • Spannzangen-Set MK 3 (ER40), 15-teilig, 2–26 mm

Technische Daten

MerkmalWert
HerstellerELMAG
ProduktartGetriebe-Fräs- und Bohrmaschine mit stufenloser Drehzahlregelung
Bohrleistung in Stahl30 mm
GewindeschneidleistungM18
Fräsleistung Planfräser80 mm
Fräsleistung Schaftfräser20 mm
Spindelaufnahme (Anzugsspindel)MK 3
Drehzahlbereich 150 – 750 U/min, stufenlos
Drehzahlbereich 2150 – 2.250 U/min, stufenlos
Pinolenhub70 mm
T-Nutenbreite14 mm
Fräskopfhub370 mm
Spindelausladung180 mm
Fräskopf-Schwenkbereich± 90°
Abstand Pinole–Tisch min./max.90 – 460 mm
Frästischfläche700 × 210 mm
Tischweg X × Y425 × 220 mm
Motorleistung1.100 W
Netzanschluss230 V / 50 Hz
Kubatur840 × 210 × 460 mm
Gewichtca. 255 kg

Produktbeschreibung

Getriebe-Fräs- und Bohrmaschine von ELMAG – kräftig, digital, stufenlos

Hohe Präzision, stufenlose Drehzahlregelung und einfaches Handling machen diese Maschine zu einem gern genutzten Gerät in Schlossereien, Metall- und Maschinenbaubetrieben. Sie ist zudem gut für Lehrwerkstätten und Berufsschulen geeignet.

Neben vielen im Maschinenbau erforderlichen Fräs- und Bohranwendungen ist mit einer Fräsleistung von 80 mm die Bearbeitung großflächiger Passungsebenen möglich.

Dank der digitalen Drehzahl- und Bohrtiefenanzeigen bleiben die wichtigsten Betriebsparameter im Blick des Anwenders.

Drei Verfahren in einer Maschine: Planfräsen – Schaftfräsen – Bohren

Das ist der Kernnutzen: Eine Maschine deckt drei Arbeitsverfahren ab.

Planfräsen bis 80 mm – großflächige Ebenen herstellen. Das ist der wichtigste Punkt für Passungsarbeiten: Anlageflächen, Auflagen, Dichtflächen und Montageebenen.

Schaftfräsen bis 20 mm – Nuten, Taschen, Konturen und Absätze.

Bohren bis 30 mm in Stahl – und mit M18 Gewindeschneidleistung auch Gewinde direkt in der Maschine.

Für kleine und mittlere Betriebe bedeutet das: Eine Investition statt drei Maschinen – und ein Bruchteil der Stellfläche.

Stufenlose Drehzahlregelung in zwei Bereichen

Die Drehzahl ist stufenlos regelbar – in zwei mechanisch vorgewählten Bereichen:

BereichDrehzahl
150 – 750 U/min
2150 – 2.250 U/min

Warum stufenlos den Unterschied macht: Die richtige Schnittgeschwindigkeit ergibt sich aus Werkzeugdurchmesser und Werkstoff – und sie ändert sich mit jedem Werkzeugwechsel.

Bei festen Drehzahlstufen nimmt man die nächstliegende und arbeitet neben dem Optimum. Die Folgen: schlechtere Oberflächen, kürzere Standzeiten, längere Bearbeitungszeiten.

Mit stufenloser Regelung trifft man den optimalen Punkt exakt – bei jedem Werkzeug, bei jedem Werkstoff.

Warum zwei Bereiche statt einem

Die Aufteilung ist konstruktiv notwendig: Ein einzelner stufenloser Bereich über die gesamte Spanne würde bei niedrigen Drehzahlen zu wenig Drehmoment liefern.

Die mechanische Bereichsvorwahl über das Qualitätsgetriebe sorgt dafür, dass in jedem Bereich volles Drehmoment ansteht:

Bereich 1 (50–750 U/min) – für große Werkzeuge: 80-mm-Planfräser, 30-mm-Bohrer, Gewindeschneiden M18. Hier zählt Drehmoment, nicht Drehzahl.

Bereich 2 (150–2.250 U/min) – für kleine Werkzeuge, Nichteisenmetalle und Feinbearbeitung.

Die 50 U/min am unteren Ende sind bemerkenswert niedrig – genau der Bereich, den man zum Gewindeschneiden braucht.

Digitale Drehzahlanzeige

Die digitale Drehzahlanzeige macht die eingestellte Drehzahl ablesbar statt geschätzt.

Bei stufenloser Regelung ist das unverzichtbar: Ohne Anzeige wüsste man nicht, wo man steht – der Drehzahlregler hat keine Rasten.

Der praktische Nutzen:

Berechnete Werte umsetzen. Wer die Schnittgeschwindigkeit für Werkstoff und Werkzeugdurchmesser ausrechnet, kann sie exakt einstellen.

Reproduzierbarkeit. Bewährte Einstellungen lassen sich notieren und jederzeit wiederherstellen.

Ausbildungstauglichkeit. In Lehrwerkstätten wird der Zusammenhang zwischen Drehzahl, Durchmesser und Schnittgeschwindigkeit sichtbar – statt abstrakt zu bleiben.

Digitale Bohrtiefenanzeige

Die digitale Bohrtiefenanzeige ergänzt die klassische Bohrtiefenskala.

Ihr Nutzen zeigt sich bei allen Arbeiten mit definierter Tiefe:

Sacklochbohrungen – exakt auf Maß, ohne durchzubohren.

Senkungen – gleichmäßige Tiefe bei Serienteilen.

Taschen und Absätze beim Fräsen – die Zustelltiefe ist direkt ablesbar.

Der Vorteil gegenüber der Skala: Ablesefehler entfallen, und die Anzeige lässt sich an beliebiger Stelle nullen.

Präzisions-Mikrovorschub

Der Präzisions-Mikrovorschub erlaubt die feinfühlige Zustellung der Pinole.

Warum das gebraucht wird: Der normale Bohrhebel arbeitet schnell und grob – ideal zum Bohren, unbrauchbar für präzise Zustellungen.

Mit dem Mikrovorschub lässt sich die Pinole kontrolliert um kleinste Beträge bewegen. Anwendungen:

Feinbohren und Ausdrehen auf Passmaß.

Zustellung beim Fräsen in definierten Schritten.

Anfahren einer Fläche ohne Materialabtrag.

In Verbindung mit der digitalen Bohrtiefenanzeige ergibt das ein präzises Zustellsystem.

Fräskopf um ±90° schwenkbar

Der um ±90° schwenkbare Fräskopf erweitert das Bearbeitungsspektrum erheblich.

Was damit möglich wird:

Schräge Flächen fräsen – ohne das Werkstück aufwendig aufzuspannen.

Winklige Bohrungen – in beliebigem Winkel zur Aufspannebene.

Fasen und Schrägen an Werkstückkanten.

Waagerechte Bearbeitung bei voller 90°-Schwenkung – etwa an hohen Werkstücken, die stehend gespannt sind.

Der volle Schwenkbereich nach beiden Seiten ist dabei nicht selbstverständlich – viele Maschinen dieser Klasse schwenken nur nach einer Seite oder mit eingeschränktem Winkel. Er bedeutet: Man muss das Werkstück nicht umspannen, um die Gegenschräge zu bearbeiten.

Fräskopfhub 370 mm – die Höhenverstellung

Der Fräskopfhub von 370 mm ist die vertikale Verstellung des gesamten Kopfes auf der Säule.

Zusammen mit dem Pinolenhub von 70 mm ergibt sich der Arbeitsraum in der Höhe: Abstand Pinole–Tisch von 90 bis 460 mm.

Praktisch bedeutet das: Auch hohe Werkstücke und lange Werkzeuge finden Platz – ohne dass der Tisch ausgebaut werden müsste.

Der große Verstellbereich ist beim Fräsen wichtiger als beim Bohren: Beim Bohren arbeitet man mit dem Pinolenhub, beim Fräsen wird der Kopf grob positioniert und dann über den Tisch zugestellt.

Spindelausladung 180 mm

Die Ausladung von 180 mm gibt an, wie weit von der Säule entfernt gearbeitet werden kann.

Das bestimmt, wie groß ein Werkstück sein darf beziehungsweise wie weit innen eine Bohrung liegen kann. 180 mm sind für eine Maschine dieser Klasse ein solider Wert – zusammen mit dem Tischweg deckt das den größten Teil der üblichen Werkstattarbeiten ab.

Kreuztisch 700 × 210 mm mit Tischweg 425 × 220 mm

Der leichtgängige, präzise Kreuztisch ist das Herzstück beim Fräsen.

Tischfläche 700 × 210 mm – Aufspannfläche für Werkstücke und Spannmittel.

Tischweg 425 × 220 mm – der tatsächlich nutzbare Fräsbereich in X und Y.

T-Nuten mit 14 mm Breite – ein kräftiges Normmaß. Passende Spannpratzen, Nutensteine und Schraubstöcke sind überall verfügbar.

Kühlmittelrinne – ein praktisches Detail: Sie sammelt Kühlschmierstoff, statt ihn auf den Boden laufen zu lassen. Das hält den Arbeitsplatz sauber und ermöglicht überhaupt erst den sinnvollen Kühlmitteleinsatz.

Frässpindel mit Präzisionslager

Die Frässpindel läuft in Präzisionslagern – die Voraussetzung für Genauigkeit und Oberflächengüte.

Warum das entscheidend ist: Beim Fräsen wirken Querkräfte auf die Spindel – anders als beim Bohren, wo die Kraft überwiegend axial anliegt.

Spindelspiel würde sich unmittelbar zeigen: Rattermarken auf der Oberfläche, ungenaue Maße, unruhiger Lauf und erhöhter Werkzeugverschleiß.

Anzugsspindel MK 3 für hohe Sicherheit

Die Anzugsspindel zieht das Werkzeug über eine Anzugsschraube fest in den Morsekegel MK 3.

Warum das ein Sicherheitsmerkmal ist: Beim Fräsen wirken Kräfte, die das Werkzeug aus dem Kegel ziehen können – besonders beim Gleichlauffräsen und bei Werkzeugen mit Spiralnut.

Ein herausgezogenes Werkzeug bedeutet: zerstörtes Werkstück, beschädigte Maschine – und eine reale Verletzungsgefahr.

Die Anzugsspindel verhindert das mechanisch. Bei einer Maschine, die auch fräst, ist sie nicht optional, sondern Voraussetzung.

MK 3 ist eine gängige Aufnahme – Werkzeuge, Bohrfutter und Spannzangen sind breit verfügbar. Passend dazu ist ein Spannzangen-Set MK 3 (ER40) mit 15 Teilen von 2 bis 26 mm als Zubehör erhältlich.

Pinolenfixierung

Die Pinolenfixierung klemmt die Pinole in ihrer Position.

Das ist beim Fräsen zwingend: Eine unfixierte Pinole federt unter Fräskräften – das Werkzeug taucht ungleichmäßig ein, und die Fläche wird unsauber.

Beim Fräsen gilt: Pinole auf Position fahren, fixieren, dann über den Tisch zustellen.

Bedienhebel mit Fixierung

Der Bedienhebel mit Fixierung kann in Position arretiert werden – etwa um die Pinole bei einer definierten Tiefe zu halten, ohne den Hebel dauerhaft festhalten zu müssen.

Rechts- und Linkslauf

Der Linkslauf ist an einer Fräs- und Bohrmaschine kein Nebenmerkmal, sondern für ein Verfahren zwingend: Gewindeschneiden.

Der Ablauf: Rechtslauf zum Einschneiden, Linkslauf zum Herausdrehen des Gewindebohrers. Ohne Linkslauf müsste man den Gewindebohrer von Hand herausdrehen – bei M18 in Stahl praktisch unmöglich.

Sicherheitsausstattung

Not-Aus-Taster – schneller Zugriff im Gefahrenfall.

Nullspannungsauslöser – die Maschine läuft nach einem Stromausfall nicht selbsttätig wieder an, sondern muss bewusst neu gestartet werden. An einer Maschine mit rotierendem Werkzeug ein wesentliches Sicherheitsmerkmal.

Bohrspindel-Schutzabdeckung – schützt vor dem rotierenden Werkzeug und vor Spänen.

1.100 W an 230 V – der Anschlussvorteil

Elfhundert Watt an normalem 230-V-Netzanschluss – das ist ein erheblicher praktischer Vorteil.

Kein Drehstromanschluss erforderlich. Die Maschine läuft an jeder normalen Steckdose. Für Werkstätten ohne Starkstrom, für den mobilen Einsatz oder für Räume, in denen keine Drehstromleitung liegt, ist das oft das entscheidende Argument.

In Kombination mit dem Untersetzungsgetriebe steht trotz der moderaten Motorleistung genügend Drehmoment für die volle Bohr- und Fräsleistung zur Verfügung.

Langlebiges Qualitätsgetriebe

Das Getriebe ist der Grund, warum aus 1.100 W eine Bohrleistung von 30 mm und eine Planfräsleistung von 80 mm wird.

Untersetzung wandelt Drehzahl in Drehmoment. Bei 50 U/min im unteren Bereich steht ein Vielfaches des Motordrehmoments an der Spindel an.

Zahnradgetriebe statt Riemen bedeutet zudem: kein Schlupf. Die eingestellte Drehzahl wird gehalten, auch unter Last.

255 kg – Masse als Genauigkeitsvoraussetzung

Das Gewicht ist gewollt: Beim Fräsen entstehen Schwingungen, die sich unmittelbar in der Oberfläche zeigen.

Masse dämpft. Ein schwerer Maschinenkörper nimmt Schwingungsenergie auf, statt sie an Werkzeug und Werkstück weiterzugeben. Das Ergebnis sind sauberere Oberflächen und längere Werkzeugstandzeiten.

Zu beachten: Bei 255 kg ist die Maschine für die Aufstellung auf einem tragfähigen Untergrund vorgesehen. Ein passender Maschinenständer ist als Zubehör erhältlich – er bringt die Maschine auf ergonomische Arbeitshöhe und bietet zugleich Stauraum.

Was zu beachten ist

Tragfähiger Untergrund. Maschinenständer oder stabiler Werkbanksockel; die Maschine muss fest verschraubt und ausgerichtet werden.

Werkzeug immer mit der Anzugsspindel sichern – besonders beim Fräsen.

Pinole beim Fräsen fixieren.

Passenden Drehzahlbereich vorwählen – Bereichswechsel nur bei Stillstand.

Werkstück sicher spannen. Maschinenschraubstock oder Spannpratzen in den T-Nuten; nie von Hand halten.

Persönliche Schutzausrüstung: Schutzbrille, Sicherheitsschuhe, eng anliegende Kleidung. Keine Handschuhe an der laufenden Maschine – sie können vom rotierenden Werkzeug erfasst werden. Keine Ketten, Armbänder oder Uhren; lange Haare zusammenbinden.

Nie in die laufende Maschine greifen. Späne mit Spänehaken oder Pinsel entfernen, Maschine abschalten und Stillstand abwarten.

Späne nicht mit der Hand entfernen – Fräs- und Bohrspäne sind scharfkantig und oft heiß.

Schutzabdeckung geschlossen halten.

Regelmäßige Wartung: Ölstand des Getriebes prüfen, Führungen von Kreuztisch und Säule schmieren, Späne aus T-Nuten und Kühlmittelrinne entfernen.

Elektrischer Anschluss: 230 V; bei Verwendung einer Verlängerung auf ausreichenden Leitungsquerschnitt achten.

Werkzeugmaschinen unterliegen als kraftbetriebene Arbeitsmittel den Anforderungen an Schutzeinrichtungen und wiederkehrende Prüfung; maßgeblich sind Betriebssicherheitsverordnung, Maschinenrichtlinie und die einschlägigen DGUV-Vorschriften.

Herstellerqualität

ELMAG gewährt 2 Jahre Vollgarantie, erweiterbar auf 3 Jahre bei Registrierung, und sichert die Ersatzteilversorgung über 15 Jahre.

Typische Einsatzgebiete

Schlossereien, Metall- und Maschinenbaubetriebe, Lehrwerkstätten und Berufsschulen, Bearbeitung großflächiger Passungsebenen, Werkzeug- und Vorrichtungsbau, Reparatur- und Instandhaltungswerkstätten, Anlagenbau, Fahrzeug- und Landmaschinenwerkstätten, Prototypen- und Musterbau, Betriebsschlossereien, Modellbau und Kleinserienfertigung, Werkstätten ohne Drehstromanschluss.

Häufige Fragen

Was kann die Maschine?
Drei Verfahren in einem Gerät: Planfräsen bis 80 mm, Schaftfräsen bis 20 mm und Bohren bis 30 mm in Stahl – dazu Gewindeschneiden bis M18. Für kleine und mittlere Betriebe bedeutet das eine Investition statt drei Maschinen.

Was bringt die stufenlose Drehzahlregelung?
Die richtige Schnittgeschwindigkeit ergibt sich aus Werkzeugdurchmesser und Werkstoff und ändert sich mit jedem Werkzeugwechsel. Bei festen Stufen arbeitet man neben dem Optimum – mit Folgen für Oberfläche, Standzeit und Bearbeitungszeit.

Warum zwei Drehzahlbereiche?
Weil ein einzelner stufenloser Bereich über die gesamte Spanne bei niedrigen Drehzahlen zu wenig Drehmoment liefern würde. Die mechanische Bereichsvorwahl sorgt dafür, dass in jedem Bereich volles Drehmoment ansteht: Bereich 1 für große Werkzeuge und Gewindeschneiden, Bereich 2 für kleine Werkzeuge und Feinbearbeitung.

Wozu die digitale Drehzahlanzeige?
Bei stufenloser Regelung hat der Drehzahlregler keine Rasten – ohne Anzeige wüsste man nicht, wo man steht. Mit ihr lassen sich berechnete Werte exakt einstellen und bewährte Einstellungen reproduzieren.

Wozu die digitale Bohrtiefenanzeige?
Für alle Arbeiten mit definierter Tiefe: Sacklochbohrungen auf Maß, gleichmäßige Senkungen bei Serienteilen und ablesbare Zustelltiefe beim Fräsen. Ablesefehler entfallen, und die Anzeige lässt sich an beliebiger Stelle nullen.

Was macht der Präzisions-Mikrovorschub?
Er erlaubt die feinfühlige Zustellung der Pinole um kleinste Beträge – für Feinbohren und Ausdrehen auf Passmaß, definierte Fräszustellung und das Anfahren einer Fläche ohne Materialabtrag. Der normale Bohrhebel arbeitet dafür zu grob.

Was bringt der um ±90° schwenkbare Fräskopf?
Schräge Flächen und winklige Bohrungen ohne aufwendiges Umspannen, Fasen an Werkstückkanten und waagerechte Bearbeitung bei voller Schwenkung. Der volle Bereich nach beiden Seiten ist nicht selbstverständlich – er erspart das Umspannen für die Gegenschräge.

Wie hoch darf mein Werkstück sein?
Der Abstand Pinole–Tisch reicht von 90 bis 460 mm – bestimmt durch den Fräskopfhub von 370 mm und den Pinolenhub von 70 mm.

Was bedeutet die Spindelausladung von 180 mm?
Wie weit von der Säule entfernt gearbeitet werden kann – das bestimmt die maximale Werkstückgröße und wie weit innen eine Bohrung liegen darf.

Welche Spannmittel passen?
T-Nuten mit 14 mm Breite – ein kräftiges Normmaß. Spannpratzen, Nutensteine und Maschinenschraubstöcke sind überall verfügbar; ein passender Schraubstock mit Drehteller ist als Zubehör erhältlich.

Wozu die Kühlmittelrinne?
Sie sammelt den Kühlschmierstoff, statt ihn auf den Boden laufen zu lassen – das hält den Arbeitsplatz sauber und ermöglicht überhaupt erst den sinnvollen Kühlmitteleinsatz.

Was ist die Anzugsspindel und warum ist sie ein Sicherheitsmerkmal?
Sie zieht das Werkzeug über eine Anzugsschraube fest in den MK-3-Kegel. Beim Fräsen wirken Kräfte, die das Werkzeug herausziehen können – besonders beim Gleichlauffräsen. Ein herausgezogenes Werkzeug bedeutet zerstörtes Werkstück, beschädigte Maschine und Verletzungsgefahr.

Warum muss ich die Pinole beim Fräsen fixieren?
Weil eine unfixierte Pinole unter Fräskräften federt – das Werkzeug taucht ungleichmäßig ein und die Fläche wird unsauber. Beim Fräsen gilt: Pinole positionieren, fixieren, dann über den Tisch zustellen.

Wofür brauche ich den Linkslauf?
Zum Gewindeschneiden: Rechtslauf zum Einschneiden, Linkslauf zum Herausdrehen des Gewindebohrers. Bei M18 in Stahl wäre das von Hand praktisch unmöglich.

Brauche ich Drehstrom?
Nein. Die Maschine läuft mit 1.100 W an normalem 230-V-Netzanschluss – für Werkstätten ohne Starkstrom oft das entscheidende Argument. Das Untersetzungsgetriebe stellt trotzdem genügend Drehmoment bereit.

Was bedeutet der Nullspannungsauslöser?
Die Maschine läuft nach einem Stromausfall nicht selbsttätig wieder an, sondern muss bewusst neu gestartet werden – an einer Maschine mit rotierendem Werkzeug ein wesentliches Sicherheitsmerkmal.

Warum wiegt die Maschine 255 kg?
Weil Masse Schwingungen dämpft. Beim Fräsen zeigen sich Schwingungen unmittelbar in der Oberfläche – ein schwerer Maschinenkörper nimmt die Energie auf und ergibt sauberere Oberflächen und längere Werkzeugstandzeiten.

Brauche ich einen Maschinenständer?
Er ist als Zubehör erhältlich und empfehlenswert: Er bringt die Maschine auf ergonomische Arbeitshöhe, sorgt für sicheren Stand und bietet Stauraum. Alternativ ist ein stabiler, tragfähiger Werkbanksockel erforderlich.

Ist die Maschine für die Ausbildung geeignet?
Ja, der Hersteller nennt Lehrwerkstätten und Berufsschulen ausdrücklich. Die digitalen Anzeigen machen dabei den Zusammenhang zwischen Drehzahl, Durchmesser und Schnittgeschwindigkeit sichtbar.

Eigenschaften
Gerätetyp : Bohr- und Fräsmaschine