Cynkomet Miststreuer 8.000 kg, Wandhöhe 1.000 mm, Zweikreisbremse
Cynkomet Miststreuer 8.000 kg, Wandhöhe 1.000 mm, Zweikreisbremse
Lieferumfang
- 1 × Cynkomet Miststreuer
- Feuerverzinktes Streuaggregat A4VS mit 4 vertikalen geneigten Schneckentrommeln, Tellern und Kalkbehälter
- Feuerverzinkter Stauschieber
- Deichsel für obere oder untere Schlepperkupplung mit auswechselbarem 50-mm-Auge, homologiert nach ECE-R 55
- Gerader Deichselstützfuß mit einklappbarem, teilweise verzinktem Stahlrad
- Gelenkwelle für Zapfwelle
- Handbremse mit Kurbel
- Zweikreis-Druckluftbremsanlage
- ADR-Achsen
- Reifen 500/70-17
- Außenleiter mit rutschfesten Stufen
- 12-V-Beleuchtung, homologiert – Glühbirnenbeleuchtung, LED-Umrissbeleuchtung
- Anschlusskabel mit 7-poligem Stecker
- 2 Radkeile in verzinkten Körben
Zusätzliche Ausrüstung (optional):
- Aufsatzwände einschließlich Heckwand, Höhe 800 mm
- Streuwalzenschutz mit Streubreitenbegrenzung
- Hydraulische Deichselstütze
- Zusätzlicher Hydraulikverteiler für Schlepper mit zwei Hydraulikanschlüssen
- Einkreis-Druckluftbremsanlage
- Hydraulische Einkreis-Bremsanlage
- Weitwinkel-Gelenkwelle
- Warndreieck
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Hersteller | Cynkomet |
| Produktart | Miststreuer, gezogen |
| Nutzlast | ca. 8.000 kg* |
| Zulässiges Gesamtgewicht | 11.380 kg |
| Eigengewicht | ca. 3.380 kg* |
| Streuaggregat | A4VS – 4 vertikale geneigte Schneckentrommeln mit Tellern und Kalkbehälter, feuerverzinkt |
| Antrieb Kratzboden | stufenlos hydraulisch, mit Überlastschutz |
| Länge | 6.530 mm |
| Breite | 2.370 mm |
| Höhe | 2.810 mm |
| Höhe der Ladekastenwände | 1.000 mm |
| Höhe der Ladefläche über dem Boden | 1.360 mm |
| Dicke Bodenblech / Wandblech | 3 mm / 2,5 mm |
| Bodenbleche | auswechselbar, feuerverzinkt |
| Stauschieber | feuerverzinkt |
| Rahmen | oberer und unterer Rahmen feuerverzinkt, Profile innen und außen geschützt |
| Deichsel | für obere oder untere Schlepperkupplung, auswechselbares 50-mm-Auge, homologiert nach ECE-R 55 |
| Deichselstütze | gerader Stützfuß mit einklappbarem Stahlrad |
| Förderkette | feuerverzinkt, Kettenglieddurchmesser 11 mm |
| Kettenräder | Sphäroguss |
| Achsen | ADR |
| Bremsanlage | Zweikreis-Druckluftbremsanlage |
| Handbremse | mit Kurbel |
| Reifen | 500/70-17 |
| Zugang | Außenleiter mit rutschfesten Stufen |
| Beleuchtung | 12 V homologiert, Glühbirnenbeleuchtung, LED-Umrissbeleuchtung |
| Elektroanschluss | 7-polig, 12 V |
* Leergewicht und Nutzlast können je nach Ausstattung abweichen.
Produktbeschreibung
Miststreuer von Cynkomet mit 1.000 mm Wandhöhe – acht Tonnen Nutzlast bei kompakten Außenmaßen
Dieser Miststreuer bringt rund 8.000 kg Nutzlast auf die Fläche – bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 11.380 kg. Das Streuaggregat A4VS mit vier vertikalen geneigten Schneckentrommeln, Tellern und Kalkbehälter verteilt Stallmist, Kompost und Kalk mit großer Arbeitsbreite.
Das prägende Merkmal dieser Ausführung ist die Wandhöhe von 1.000 mm.
Ein Meter Wandhöhe – der Volumensprung
Gegenüber den Schwestermodellen derselben Baureihe mit 800 mm Wandhöhe bedeutet ein voller Meter 25 Prozent mehr Ladevolumen – und rund 2.000 kg mehr Nutzlast (8.000 statt 6.000 kg).
Das Bemerkenswerte daran: Die Grundmaße bleiben nahezu gleich. Länge und Ladekastenbreite sind identisch, die Maschine ist sogar geringfügig schmaler.
Mehr Nutzlast ohne mehr Stellfläche – für Betriebe mit begrenztem Platz in Halle oder Hof ein realer Vorteil.
Wann sich der volle Meter auszahlt
Der Nutzen zeigt sich besonders bei leichten, voluminösen Materialien:
Trockener Geflügelmist, Kompost, Rindenmulch, Substrat und strohreicher Pferdemist wiegen wenig, brauchen aber viel Platz. Bei niedrigeren Wänden ist der Streuer voll, lange bevor die Nutzlast erreicht ist.
Mit 1.000 mm Wandhöhe wird das Gewichtslimit zum begrenzenden Faktor – nicht das Volumen. Jede Fuhre wird tatsächlich ausgenutzt.
Praktisch bedeutet das: weniger Fahrten, weniger Zeit, weniger Diesel. Bei entfernten Flächen und großen Mengen ist das der entscheidende Wirtschaftlichkeitsfaktor.
Zweikreis-Druckluftbremsanlage serienmäßig
Bei den kleineren Modellen der Baureihe ist die zweileitige Bremsanlage Standard – hier ist es eine Zweikreis-Ausführung.
Der Unterschied ist sicherheitsrelevant: Zweikreis bedeutet zwei voneinander unabhängige Bremskreise. Fällt ein Kreis aus – durch Leitungsschaden, Undichtigkeit oder Defekt –, bleibt der andere funktionsfähig.
Bei einem Gerät mit 11.380 kg zulässigem Gesamtgewicht ist das die angemessene Auslegung. Ein Totalausfall der Bremse an einem Anhänger dieser Masse wäre nicht beherrschbar.
Als Zusatzausrüstung sind eine Einkreis-Druckluftbremsanlage und eine hydraulische Einkreis-Bremsanlage erhältlich – für Zugfahrzeuge mit entsprechender Ausstattung.
Breitreifen 500/70-17
Die Bereifung ist deutlich größer als bei den 6-Tonnen-Modellen (400/60-15.5) – die konsequente Antwort auf über elf Tonnen Gesamtgewicht.
500 mm Breite ergeben eine große Aufstandsfläche:
Deutlich geringerer Bodendruck. Das Gewicht verteilt sich flächiger.
Weniger Bodenverdichtung. Verdichtete Böden führen zu schlechterer Durchwurzelung, gestörtem Wasserhaushalt und Ertragsverlusten – die Folgen wirken über Jahre.
Schonung der Grasnarbe. Auf Grünland und feuchten Böden entscheidend.
Besseres Vorankommen. Größere Aufstandsfläche bedeutet weniger Einsinken und weniger Schlupf – bei elf Tonnen ein spürbarer Faktor.
Der größere Felgendurchmesser (17 Zoll) verbessert zudem das Überrollverhalten: Die Maschine läuft leichter über Unebenheiten.
Das A4VS-Streuwerk – große Streubreite und Kalkausbringung
Vier vertikale geneigte Schneckentrommeln stehen aufrecht am Heck. Sie nehmen das Material vom Kratzboden auf, zerkleinern es und übergeben es an die darunter liegenden Teller.
Warum vertikale Trommeln mehr leisten
Deutlich größere Streubreite. Horizontale Walzen werfen das Material im Wesentlichen nach hinten aus; vertikale Trommeln mit Tellern schleudern es aktiv seitlich – die Arbeitsbreite vervielfacht sich. Weniger Überfahrten pro Hektar bedeuten weniger Zeit, weniger Diesel und weniger Bodenverdichtung durch Fahrspuren.
Gleichmäßigere Querverteilung. Die Teller verteilen das Material aktiv und definiert. Das Ergebnis ist ein deutlich gleichmäßigeres Streubild – Voraussetzung für gleichmäßige Nährstoffversorgung und Bestandsentwicklung.
Bessere Zerkleinerung. Vier Trommeln arbeiten das Material intensiver auf als zwei Walzen. Verkrustete Mistplatten werden zuverlässiger aufgelöst.
Die geneigte Anordnung sorgt für gleichmäßigen Materialfluss von der Trommel auf den Teller und verhindert, dass Material oben liegen bleibt.
Kalkbehälter – der zweite Einsatzbereich
Das Aggregat verfügt über einen Kalkbehälter. Damit lässt sich die Maschine für ein zweites Arbeitsverfahren nutzen: die Ausbringung von Kalk.
Kalkung ist Pflichtprogramm. Der pH-Wert ist die Grundlage der Bodenfruchtbarkeit. Stimmt er nicht, bleiben alle anderen Maßnahmen wirkungslos – Nährstoffe sind nicht verfügbar, die Bodenstruktur leidet, das Bodenleben arbeitet schlechter.
Kalkausbringung wird meist zugekauft. Wer selbst streuen kann, spart die Lohnkosten oder wird selbst zum Dienstleister.
Zwei Verfahren, eine Maschine. Statt Miststreuer und Kalkstreuer vorzuhalten, deckt ein Gerät beides ab – Anschaffung, Wartung, Stellplatz und Zulassung fallen nur einmal an.
Der stufenlose hydraulische Kratzbodenantrieb ist dabei ein erheblicher Vorteil: Die deutlich geringeren Fördermengen bei Kalk lassen sich exakt einstellen.
Stufenloser Hydraulikantrieb des Kratzbodens mit Überlastschutz
Der hydraulische Kratzbodenantrieb mit stufenloser Einstellung ermöglicht die exakte Regelung der Ausbringmenge:
Stufenlose Regelung statt fester Stufen. Die Ausbringmenge lässt sich präzise auf den Nährstoffbedarf einstellen – bei Düngeplanung und Dokumentation ein realer Gewinn.
Verstellung vom Traktorsitz aus. Kein Absteigen, kein Umstecken – die Fördergeschwindigkeit lässt sich während der Fahrt anpassen.
Anpassung an wechselnde Bedingungen. Wird das Material im Laderaum dichter oder trockener, kann sofort nachgeregelt werden.
Überlastungsschutz – der eingebaute Schutz
Der Überlastungsschutz begrenzt die Kraft, wenn der Widerstand über den zulässigen Wert steigt.
Wann das greift: Bei gefrorenem Mist, verkeiltem Material oder einem Fremdkörper, der die Förderkette blockiert. Ohne diesen Schutz würden Kette, Antrieb oder Motor Schaden nehmen.
Bei acht Tonnen Material, die gegen den Bodenreibwiderstand geschoben werden, sind das erhebliche Kräfte. Der Überlastungsschutz ist die günstigste Versicherung gegen den teuersten Schadensfall.
Feuerverzinkter Stauschieber
Der Stauschieber ist die Dosiereinrichtung vor dem Streuaggregat.
Seine Funktion: Er begrenzt den Materialquerschnitt, der zum Streuwerk gelangt. Zusammen mit der Kratzbodengeschwindigkeit ergibt sich daraus die Ausbringmenge.
Zwei Dosierebenen – Kratzbodengeschwindigkeit und Schieberstellung – lassen sich unabhängig voneinander einstellen. Das ergibt eine sehr feine Regelung, die besonders bei unterschiedlichen Materialien wertvoll ist:
- Geringe Öffnung für Kalk, Geflügelmist und niedrige Aufwandmengen
- Mittlere Öffnung für klassischen Stallmist
- Volle Öffnung für schnelles Entleeren
Bei 1.000 mm Wandhöhe ist der Stauschieber besonders wichtig: Die hohe Materialsäule erzeugt einen erheblichen Druck auf das Streuwerk. Ohne Begrenzung würde beim Anfahren eine unkontrollierte Menge auf einmal nachdrücken.
Konsequente Feuerverzinkung – auch innen
Der Hersteller verzinkt praktisch die gesamte Maschine – und geht bei den Rahmenprofilen einen Schritt weiter:
Oberer und unterer Rahmen feuerverzinkt, Profile innen und außen imprägniert.
Das ist ein wichtiger technischer Punkt: Bei geschlossenen Hohlprofilen ist das Profilinnere der kritische Bereich. Dort sammelt sich Kondenswasser, dort kommt kein Lack hin, und dort beginnt Korrosion unbemerkt – von innen nach außen.
Bei Feuerverzinkung im Tauchverfahren wird das Profil vollständig durchflutet: Innen- und Außenflächen erhalten dieselbe Zinkschicht. Das ist der Unterschied zwischen einem Rahmen, der zwanzig Jahre hält, und einem, der nach zehn Jahren von innen durchrostet.
Weiter feuerverzinkt sind:
- Streuaggregat A4VS
- Stauschieber
- Auswechselbare Bodenbleche
- Förderkette
Warum das bei einem Miststreuer entscheidend ist
Mist ist das chemisch aggressivste Material der Landwirtschaft. Ammoniak, Harnsäure, Salze und organische Säuren greifen unbehandelten Stahl in kurzer Zeit an – und ein Miststreuer steht das ganze Jahr im Freien.
Bei Kalkausbringung kommt eine zweite Belastung hinzu: Kalk ist stark alkalisch und in Verbindung mit Feuchtigkeit ebenfalls korrosionsfördernd.
Lack schützt nur, solange er unbeschädigt ist – beim Miststreuer ist er das nie. Feuerverzinkung geht dagegen eine metallurgische Verbindung mit dem Stahl ein und schützt zusätzlich kathodisch, auch an Kratzern und Schnittkanten.
Das praktische Ergebnis: kein Nachstreichen, keine Rostbehandlung, Werterhalt über Jahrzehnte – und ein deutlich höherer Wiederverkaufswert.
Auswechselbare Bodenbleche
Die feuerverzinkten Bodenbleche sind auswechselbar.
Der Boden ist neben der Förderkette das Hauptverschleißteil: Die Kratzbodenleisten schleifen bei jeder Entleerung darüber, dazu kommen Steine und Fremdkörper aus dem Ladegut.
Die Auswechselbarkeit bedeutet: Ist der Boden nach vielen Jahren verschlissen, wird er ersetzt – nicht die ganze Maschine. Bei einem Gerät, dessen übriger Aufbau feuerverzinkt und damit praktisch unbegrenzt haltbar ist, ist das die konsequente Lösung.
Förderkette mit 11 mm Kettenglieddurchmesser
Die feuerverzinkte Förderkette hat einen Kettenglieddurchmesser von 11 mm.
Die Kette muss acht Tonnen Material gegen den Bodenreibwiderstand nach hinten schieben. Bei verdichtetem oder gefrorenem Mist wirken erhebliche Zugkräfte.
Zusätzlich: Die Kette läuft im Mist. Feuerverzinkung ist hier keine Kosmetik, sondern Funktionsvoraussetzung – eine korrodierte Kette wird schwergängig und reißt.
Kettenräder aus Sphäroguss
Die Kettenräder bestehen aus Sphäroguss (Gusseisen mit Kugelgraphit).
Sphäroguss verbindet Gießbarkeit mit Zähigkeit und Bruchfestigkeit nahe der von Stahl. Für ein Bauteil, das die gesamte Antriebskraft überträgt und dabei Stoßbelastungen ausgesetzt ist, ist das die richtige Werkstoffwahl.
Deichsel mit auswechselbarem 50-mm-Auge
Die Deichsel für den Anschluss an die obere oder untere Schlepperkupplung passt an unterschiedliche Traktoren – ob mit hoher Anhängekupplung oder Zugmaul unten.
Bei wechselnden Zugfahrzeugen im Betrieb oder bei überbetrieblicher Nutzung ist das entscheidend.
Das auswechselbare 50-mm-Auge macht die Deichsel zusätzlich flexibel: Bei Verschleiß oder anderer Kupplungsart wird nur das Auge getauscht.
Homologiert nach ECE-R 55 – der internationalen Regelung für mechanische Verbindungseinrichtungen.
Gerader Deichselstützfuß mit einklappbarem Stahlrad
Ein durchdachtes Detail: Der Stützfuß trägt ein einklappbares, teilweise verzinktes Stahlrad.
Das Rad macht den abgekuppelten Streuer rangierbar – von Hand verschieben, ausrichten, in die Ecke schieben. Ein starrer Stützfuß würde nur abstützen.
Bei einem Gerät mit über drei Tonnen Eigengewicht ist das zwar kein Verschieben von Hand über weite Strecken, aber das genaue Ausrichten beim Abstellen wird deutlich einfacher.
Einklappbar bedeutet: kein Bodenkontakt bei der Fahrt, kein Hängenbleiben auf unebenem Untergrund.
Als Zusatzausrüstung ist eine hydraulische Deichselstütze erhältlich – Bedienung vom Traktorsitz aus statt über Kurbel.
Außenleiter mit rutschfesten Stufen – ein Sicherheitsmerkmal
Die Leiter auf der Außenseite mit rutschfesten Stufen ermöglicht den einfacheren Einstieg in den Ladekasten. Das ist bei einer Ladeflächenhöhe von 1.360 mm und 1.000 mm Wandhöhe kein Luxus, sondern eine ernstzunehmende Sicherheitsausstattung.
Warum: In der Praxis muss man immer wieder in den Laderaum – um Fremdkörper zu entfernen, verklemmtes Material zu lösen, die Förderkette zu prüfen oder nach dem Einsatz zu reinigen.
Die Oberkante der Bordwand liegt hier bei rund 2,36 m. Ohne Leiter klettert man über Rad, Kotflügel oder Bordwand – auf feuchtem, mit Mist behaftetem Metall eine reale Absturzgefahr.
Rutschfeste Stufen sind dabei entscheidend: Mist, Feuchtigkeit und Schmutz machen glatte Flächen unbegehbar.
Streuwalzenschutz mit Streubreitenbegrenzung – dringend empfohlen
Als Zusatzausrüstung ist ein Streuwalzenschutz mit Streubreitenbegrenzung erhältlich. Bei einem Streuwerk dieser Leistungsklasse ist er praktisch unverzichtbar.
Der Grund: Die große Streubreite ist auf der Fläche ein Vorteil – am Feldrand wird sie zum Problem. Material, das über die Grenze hinaus geschleudert wird, landet auf Nachbarflächen, Wegen, in Gräben oder Gewässern.
Die Streubreitenbegrenzung erlaubt das saubere Bearbeiten des Randbereichs. Abstandsauflagen zu Gewässern sind rechtlich verbindlich und werden kontrolliert.
Der Streuwalzenschutz erfüllt zugleich eine Sicherheitsfunktion: Vertikale Trommeln mit Tellern werfen Material weit und mit hoher Energie aus.
ADR-Achsen
Die Achsen stammen vom renommierten Hersteller ADR – einem der etablierten europäischen Achsenhersteller.
Der praktische Nutzen: Die Ersatzteilversorgung ist unabhängig vom Gerätehersteller gesichert. Bremsbeläge, Lager und Verschleißteile sind über den Fachhandel verfügbar.
Optional: Aufsatzwände einschließlich Heckwand, 800 mm
Als Zusatzausrüstung sind Aufsatzwände einschließlich Heckwand in 800 mm Höhe erhältlich – das bringt die Wandhöhe auf 1.800 mm.
Das ist ein sehr großzügiges Transportvolumen für leichte Schüttgüter.
Praktisch: Die Heckwand ist im Paket enthalten – sie muss nicht separat bestellt werden.
Zu beachten: Bei 1.800 mm Wandhöhe und 1.360 mm Ladeflächenhöhe liegt die Oberkante bei über 3,15 m. Die Aushubhöhe der Ladetechnik ist entsprechend zu prüfen; hier ist ein Teleskoplader die realistische Lösung.
Zusätzlicher Hydraulikverteiler als Option
Die Maschine benötigt Hydraulikanschlüsse für den Kratzbodenantrieb und weitere Funktionen. Verfügt der Traktor über zu wenige freie Steuergeräte, ist ein zusätzlicher Hydraulikverteiler mit zwei Anschlüssen als Zusatzausrüstung erhältlich.
Vor dem Kauf prüfen: Anzahl und Verfügbarkeit der Steuergeräte am vorgesehenen Zugfahrzeug.
Gelenkwelle im Lieferumfang
Die Gelenkwelle für die Zapfwelle ist serienmäßig enthalten. Das erspart die separate Beschaffung und stellt sicher, dass eine passende Ausführung vorhanden ist.
Als Zusatzausrüstung ist eine Weitwinkel-Gelenkwelle erhältlich – erforderlich bei engen Wendemanövern, wo eine Standardgelenkwelle an ihre Beugewinkelgrenze käme.
Homologierte 12-V-Beleuchtung
Die Beleuchtungsanlage ist homologiert: Glühbirnenbeleuchtung (im Feldeinsatz robust und überall nachkaufbar) mit LED-Umrissbeleuchtung (wartungsfrei und gut sichtbar). Der Anschluss erfolgt über einen 7-poligen Stecker.
Handbremse mit Kurbel
Die Handbremse mit Kurbel sichert den abgekuppelten Streuer gegen Wegrollen – bei 11.380 kg zulässigem Gesamtgewicht zwingend erforderlich. Ergänzend liegen zwei Radkeile in verzinkten Körben bei.
Ladefläche 1.360 mm über dem Boden
Die Ladeflächenhöhe von 1.360 mm zuzüglich 1.000 mm Wandhöhe ergibt eine Ladungshöhe von rund 2.360 mm – ein Frontlader oder Teleskoplader muss entsprechend hoch ausheben können.
Vor dem Kauf ist die Aushubhöhe der vorhandenen Ladetechnik zu prüfen. Bei dieser Maschinengröße ist ein Teleskoplader oder ein Radlader die realistische Ladetechnik.
Was zu beachten ist
Zugfahrzeug prüfen. Bei 11.380 kg zulässigem Gesamtgewicht sind Traktorleistung, zulässige Anhängelast und Bremsanlage entsprechend auszulegen.
Hydraulikanschlüsse prüfen. Bei zu wenigen freien Steuergeräten ist der optionale Hydraulikverteiler einzuplanen.
Aushubhöhe der Ladetechnik prüfen. Ladeflächenhöhe 1.360 mm zuzüglich 1.000 mm Wandhöhe – mit Aufsatzwänden entsprechend mehr.
Streubreite am Feldrand begrenzen. Der optionale Streuwalzenschutz mit Streubreitenbegrenzung ist bei diesem Streuwerk praktisch unverzichtbar.
Bei Kalkausbringung Fördereinstellung und Fahrgeschwindigkeit anpassen; die Herstellervorgaben sind zu beachten.
Bremskraft an den Beladungszustand anpassen. Das Gewicht variiert zwischen leer (3,4 t) und voll (11,4 t) um mehr als das Dreifache.
Nur bei stehender Maschine eingreifen. Vor Wartung und Störungsbeseitigung Zapfwelle abschalten, Traktormotor abstellen, Zündschlüssel abziehen und Stillstand des Streuaggregats abwarten – die vertikalen Trommeln haben erhebliche Schwungmasse und laufen entsprechend lange nach.
Hydraulikanlage drucklos machen, bevor Leitungen gelöst werden.
Außenleiter nutzen. Nicht über Rad, Kotflügel oder Bordwand in den Laderaum steigen. Bei einer Bordwandoberkante von rund 2,36 m ist die Absturzhöhe erheblich.
Abstand halten. Vertikale Trommeln mit Tellern werfen Material weit und mit hoher Energie aus. Der Gefahrenbereich ist deutlich größer als bei horizontalen Walzen.
Handbremse und Radkeile nutzen, wenn der Streuer abgekuppelt abgestellt wird.
Persönliche Schutzausrüstung: Handschuhe und Sicherheitsschuhe; bei trockenem, staubendem Material und besonders bei Kalk zusätzlich Atem- und Augenschutz – Kalkstaub ist stark alkalisch und reizt Atemwege, Augen und Haut.
Nach dem Einsatz reinigen. Auch bei Verzinkung: Rückstände entfernen, insbesondere aus Streuaggregat und Förderkette. Nach Kalkausbringung besonders gründlich – Kalkanhaftungen verhärten und blockieren bewegliche Teile.
Fachrechtliche Vorgaben beachten. Für die Ausbringung von Wirtschaftsdünger gelten Sperrfristen, Aufbringungsverbote (gefrorener, wassergesättigter oder schneebedeckter Boden), Abstandsauflagen zu Gewässern und Dokumentationspflichten.
Als Arbeitsmittel unterliegen Anhängegeräte den Anforderungen an Schutzeinrichtungen und wiederkehrende Prüfung; maßgeblich sind Betriebssicherheitsverordnung, Maschinenrichtlinie und die einschlägigen DGUV-Vorschriften.
Typische Einsatzgebiete
Größere Ackerbau- und Gemischtbetriebe, Betriebe mit großen Mengen und entfernten Flächen, Betriebe mit leichten, voluminösen Materialien, Geflügel- und Kompostbetriebe, Betriebe mit eigener Kalkung, Rinder- und Milchviehhaltung, Pferdehaltung mit strohreichem Mist, Schweinehaltung, Lohnunternehmen und Maschinenringe, überbetriebliche Zusammenarbeit, Biogasanlagen (Gärrestausbringung), Betriebe mit begrenztem Stellplatz.
Häufige Fragen
Was ist das Besondere an der Wandhöhe von 1.000 mm?
Gegenüber den Schwestermodellen mit 800 mm Wandhöhe bedeutet ein voller Meter rund 25 Prozent mehr Ladevolumen und etwa 2.000 kg mehr Nutzlast – bei nahezu gleichen Grundmaßen. Mehr Nutzlast ohne mehr Stellfläche.
Wann lohnt sich die höhere Wandausführung?
Bei leichten, voluminösen Materialien – trockener Geflügelmist, Kompost, Rindenmulch, Substrat, strohreicher Pferdemist. Dort ist bei niedrigeren Wänden der Streuer voll, lange bevor die Nutzlast erreicht ist. Mit 1.000 mm wird das Gewichtslimit zum begrenzenden Faktor.
Wie viel Nutzlast hat der Streuer?
Rund 8.000 kg bei einem Eigengewicht von etwa 3.380 kg und einem zulässigen Gesamtgewicht von 11.380 kg.
Was ist eine Zweikreis-Druckluftbremsanlage?
Zwei voneinander unabhängige Bremskreise. Fällt ein Kreis aus – durch Leitungsschaden, Undichtigkeit oder Defekt –, bleibt der andere funktionsfähig. Bei 11.380 kg zulässigem Gesamtgewicht die angemessene Auslegung.
Was ist das Streuaggregat A4VS?
Vier vertikale geneigte Schneckentrommeln mit Tellern und Kalkbehälter. Sie nehmen das Material auf, zerkleinern es und übergeben es an die Teller, die es aktiv seitlich verteilen – deutlich größere Streubreite als bei horizontalen Walzen.
Kann ich damit auch Kalk ausbringen?
Ja, das Aggregat verfügt über einen Kalkbehälter. Der stufenlose hydraulische Kratzbodenantrieb ist dabei ein erheblicher Vorteil: Die deutlich geringeren Fördermengen bei Kalk lassen sich exakt einstellen.
Warum lohnt sich die eigene Kalkung?
Weil der pH-Wert die Grundlage der Bodenfruchtbarkeit ist – stimmt er nicht, bleiben alle anderen Maßnahmen wirkungslos. Wer selbst streuen kann, spart die Lohnkosten oder wird selbst zum Dienstleister.
Wie wird die Ausbringmenge geregelt?
Über zwei unabhängige Ebenen: die stufenlos einstellbare Kratzbodengeschwindigkeit und die Stellung des Stauschiebers. Das ergibt eine sehr feine Regelung – von geringen Mengen für Kalk bis zum schnellen Entleeren.
Warum ist der Stauschieber bei dieser Ausführung besonders wichtig?
Weil die 1.000 mm hohe Materialsäule einen erheblichen Druck auf das Streuwerk erzeugt. Ohne Begrenzung würde beim Anfahren eine unkontrollierte Menge auf einmal nachdrücken.
Was macht der Überlastungsschutz?
Er begrenzt die Kraft, wenn der Widerstand über den zulässigen Wert steigt – etwa bei gefrorenem Mist oder einem Fremdkörper. Ohne diesen Schutz würden Kette, Antrieb oder Motor Schaden nehmen.
Was bedeutet „Profile innen und außen imprägniert"?
Bei Feuerverzinkung im Tauchverfahren wird das Profil vollständig durchflutet – Innen- und Außenflächen erhalten dieselbe Zinkschicht. Das ist entscheidend, weil sich in geschlossenen Hohlprofilen Kondenswasser sammelt und Korrosion unbemerkt von innen beginnt.
Sind die Bodenbleche austauschbar?
Ja. Der Boden ist neben der Förderkette das Hauptverschleißteil – ist er nach vielen Jahren verschlissen, wird er ersetzt, nicht die ganze Maschine.
Was bringt das Rad am Deichselstützfuß?
Es macht den abgekuppelten Streuer rangierbar – das genaue Ausrichten beim Abstellen wird deutlich einfacher. Einklappbar bedeutet: kein Bodenkontakt bei der Fahrt.
Wozu die Außenleiter?
Für den sicheren Zugang zum Ladekasten. Bei 1.360 mm Ladeflächenhöhe und 1.000 mm Wandhöhe liegt die Bordwandoberkante bei rund 2,36 m. Ohne Leiter klettert man über Rad, Kotflügel oder Bordwand – auf feuchtem, mit Mist behaftetem Metall eine reale Absturzgefahr.
Brauche ich die Streubreitenbegrenzung?
Bei einem Streuwerk dieser Leistungsklasse praktisch ja. Am Feldrand wird die große Streubreite zum Problem: Material landet auf Nachbarflächen, Wegen oder in Gewässern. Abstandsauflagen zu Gewässern sind rechtlich verbindlich.
Welche Bereifung ist verbaut?
Breitreifen 500/70-17 – deutlich größer als bei den 6-Tonnen-Modellen. Das ergibt geringeren Bodendruck, weniger Verdichtung, Schonung der Grasnarbe und besseres Vorankommen. Der größere Felgendurchmesser verbessert zudem das Überrollverhalten.
Ist eine Gelenkwelle im Lieferumfang?
Ja. Eine Weitwinkel-Gelenkwelle ist als Zusatzausrüstung erhältlich.
Wie hoch muss mein Lader ausheben können?
Ladeflächenhöhe 1.360 mm plus 1.000 mm Wandhöhe ergeben rund 2.360 mm Ladungshöhe. Mit den optionalen Aufsatzwänden entsprechend mehr – dann ist ein Teleskoplader die realistische Lösung.
Kann ich das Ladevolumen vergrößern?
Ja, mit den optionalen Aufsatzwänden in 800 mm Höhe – das bringt die Wandhöhe auf 1.800 mm. Die Heckwand ist im Paket enthalten.
Was, wenn mein Traktor zu wenige Steuergeräte hat?
Ein zusätzlicher Hydraulikverteiler mit zwei Anschlüssen ist als Zusatzausrüstung erhältlich.