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Cynkomet Miststreuer 6.000 kg mit Tandemachse und Parabelfedern

Beschreibung

Cynkomet Miststreuer 6.000 kg mit Tandemachse und Parabelfedern

Lieferumfang

  • 1 × Cynkomet Miststreuer mit Tandemaufhängung
  • Streuaggregat A4VS mit 4 geneigten vertikalen Schneckentrommeln, Streutellern und Kalkauflage, feuerverzinkt
  • Feuerverzinkte Schutzabdeckung des Streuaggregats
  • Feuerverzinktes vorderes Gitter
  • Feuerverzinkte hydraulische Rückwand
  • Feuerverzinkte, zweistufige Deichsel mit austauschbarem 50-mm-Auge, zugelassen nach ECE-R 55
  • Geschraubte Deichsel, Durchmesser 50 mm
  • Gelenkwelle
  • Mechanische Stütze mit Kurbel
  • Handbremse mit Kurbel
  • Zweileitige pneumatische Bremsanlage
  • ADR-Achsen, Vollbalken 80 mm quadratischer Querschnitt, Bremse 300 × 60
  • Tandemaufhängung auf parabolischen Federn
  • Räder 400/60-15.5
  • Gussräder aus Sphäroguss
  • Außentreppe mit rutschfesten Stufen
  • Hydraulikanlage aus galvanisch verzinkten Stahlrohren und flexiblen Schläuchen
  • Hydraulischer Anschluss ISO 7241-1 DN 12.5
  • 12-V-Beleuchtung, homologiert – hintere Glühlampen, LED-Frontleuchten, Umrissreflektoren
  • Anschlusskabel mit 7-PIN-12-V-Stecker
  • 2 Radkeile in verzinkten Taschen

Zusätzliche Ausrüstung (optional):

  • Aufsatzwände einschließlich Heckwand, Höhe 750 mm
  • Streuwalzenschutz mit Streubreitenbegrenzung
  • Hydraulische Deichselstütze
  • Zusätzlicher Hydraulikverteiler für Schlepper mit zwei Hydraulikanschlüssen
  • Einkreis-Druckluftbremsanlage
  • Hydraulische Einkreis-Bremsanlage
  • Reifen 500/50-17
  • Weitwinkel-Gelenkwelle
  • Warndreieck

Technische Daten

MerkmalWert
HerstellerCynkomet
ProduktartMiststreuer, gezogen, Tandemachse
Nutzlastca. 6.000 kg*
Zulässiges Gesamtgewicht9.200 kg
Eigengewichtca. 3.280 kg*
AufhängungTandemaufhängung auf parabolischen Federn
StreuaggregatA4VS – 4 geneigte vertikale Schneckentrommeln mit Streutellern und Kalkauflage
Antrieb Bodenfördererhydraulisch, stufenlos einstellbar, mit Überlastventil
Länge6.530 mm
Breite2.426 mm
Höhe2.750 mm
Höhe der Ladekastenwände800 mm
Höhe der Ladefläche über dem Boden1.300 mm
Dicke Bodenblech / Wandblech3 mm / 2,5 mm
Bodenaustauschbar, Flachblech, feuerverzinkt
Rückwandhydraulisch, feuerverzinkt
RahmenUnter- und Oberrahmen feuerverzinkt, Profile innen und außen geschützt
Deichselfeuerverzinkt, zweistufig, austauschbares 50-mm-Auge, zugelassen nach ECE-R 55
Zuggliedgeschraubt, Ø 50 mm
Förderkettefeuerverzinkt, Glieddurchmesser 11 mm
Förderlattenaustauschbar, feuerverzinkt
AchsenADR, Vollbalken 80 mm quadratisch, Bremse 300 × 60
Bremsanlagezweileitig pneumatisch
Handbremsemit Kurbel
Stützemechanisch, mit Kurbel
Räder400/60-15.5
RadkörperSphäroguss
Hydraulikleitungengalvanisch verzinkte Stahlrohre und flexible Schläuche
HydraulikanschlussISO 7241-1 DN 12.5
ZugangAußentreppe mit rutschfesten Stufen
Beleuchtung12 V homologiert, hinten Glühlampen, vorn LED, Umrissreflektoren
Elektroanschluss7-PIN, 12 V

* Leergewicht und Nutzlast können je nach Ausstattung abweichen.

Produktbeschreibung

Miststreuer von Cynkomet mit Tandemachse – 6 Tonnen Nutzlast auf zwei gefederten Achsen

Dieser Miststreuer bringt rund 6.000 kg Nutzlast auf die Fläche. Das Streuaggregat A4VS mit vier geneigten vertikalen Schneckentrommeln, Streutellern und Kalkauflage verteilt Stallmist, Kompost und Kalk mit großer Arbeitsbreite.

Das entscheidende Unterscheidungsmerkmal gegenüber dem einachsigen Schwestermodell ist das Fahrwerk: Tandemaufhängung auf parabolischen Federn.

Tandemachse mit Parabelfederung – der Kern dieser Ausführung

Statt einer starr aufgehängten Einzelachse trägt diese Maschine zwei Achsen in Tandemanordnung, gefedert über parabolische Federn. Der Unterschied zur einachsigen Variante ist erheblich – und er wirkt an mehreren Stellen zugleich.

Halbierter Bodendruck

Neun Tonnen Gesamtgewicht verteilen sich auf vier statt zwei Räder. Der Bodendruck pro Rad halbiert sich damit näherungsweise.

Was das praktisch bedeutet:

Deutlich weniger Bodenverdichtung. Verdichtete Böden führen zu schlechterer Durchwurzelung, gestörtem Wasserhaushalt und Ertragsverlusten – die Folgen wirken über Jahre und sind nur aufwendig zu beheben.

Befahrbarkeit bei feuchten Bedingungen. Im Frühjahr, wenn die erste Mistgabe ansteht und der Boden noch nicht abgetrocknet ist, entscheidet der Bodendruck darüber, ob gefahren werden kann.

Schonung der Grasnarbe auf Grünland – ein Faktor, der sich direkt im Aufwuchs zeigt.

Parabolische Federn – die Federungstechnik

Parabelfedern sind keine gewöhnlichen Blattfedern. Der Unterschied liegt in der Form: Die Federblätter sind parabolisch ausgeschliffen – in der Mitte dick, zu den Enden hin dünner auslaufend.

Der Nutzen dieser Bauform:

Weniger Reibung zwischen den Blättern. Herkömmliche Blattfedern bestehen aus vielen aufeinanderliegenden Lagen, die sich gegenseitig reiben. Parabelfedern haben deutlich weniger Blätter mit definierten Kontaktpunkten – das ergibt eine weichere, progressivere Federung.

Besseres Ansprechverhalten. Die Feder reagiert auch auf kleine Unebenheiten, statt erst bei größeren Stößen nachzugeben.

Geringeres Gewicht bei gleicher Tragkraft.

Längere Lebensdauer durch geringeren Reibverschleiß.

Warum Federung bei einem Miststreuer zählt

Der Nutzen ist mehrfach:

Schutz der Maschine. Ungefederte Stöße gehen direkt in Rahmen, Aufbau und Streuwerk. Über Jahre ist das Materialermüdung.

Schutz des Zugfahrzeugs. Kräfte, die nicht gefedert werden, landen in der Anhängekupplung und im Traktorrahmen.

Höhere Transportgeschwindigkeit. Ein gefedertes Fahrwerk läuft ruhiger – Feldwege und Straßenfahrten lassen sich zügiger absolvieren.

Fahrkomfort. Weniger Schläge bedeuten weniger Ermüdung des Fahrers.

Gleichmäßigeres Streubild. Ein ruhig laufendes Fahrwerk hält das Streuwerk in konstanter Lage – die Wurfweite bleibt stabiler.

Bessere Spurführung. Zwei Achsen laufen stabiler als eine, besonders bei Straßenfahrt und in Kurven.

Wer davon profitiert

Die Tandemausführung lohnt sich, wenn mindestens einer dieser Punkte zutrifft:

Empfindliche oder schwere Bödenwo Verdichtung ein reales Problem ist.

Grünlandbetriebe – wo die Narbe geschont werden muss.

Weite Transportwege – wo Straßenfahrt einen relevanten Zeitanteil ausmacht.

Frühe Befahrung im Jahr – wo der Boden noch nicht tragfähig ist.

Wer überwiegend auf leichten, trockenen Böden mit kurzen Wegen arbeitet, kommt mit der einachsigen Variante aus.

Stärkere Achsen: 80 mm Vollbalken

Die ADR-Achsen sind als Vollbalken mit 80 mm quadratischem Querschnitt ausgeführt – stärker als beim einachsigen Modell (70 mm) und ein Zwischenschritt zur 90-mm-Ausführung der Spitzenklasse.

Zukaufteil eines Spezialisten. ADR ist einer der etablierten europäischen Achsenhersteller – die Ersatzteilversorgung ist unabhängig vom Gerätehersteller gesichert.

Vollbalken statt Rohrachse. Massive Ausführung bedeutet höhere Biegesteifigkeit und Unempfindlichkeit gegen Verformung.

Bremse 300 × 60 an beiden Achsen. Auch wenn die Einzelbremse dieselbe Dimension hat wie beim einachsigen Modell – es sind doppelt so viele. Die gesamte Bremsleistung verdoppelt sich damit, und jede einzelne Bremse arbeitet mit deutlich mehr Reserve. Das bedeutet geringeren Verschleiß und stabileres Bremsverhalten auch bei längeren Gefällestrecken.

Hydraulischer Bodenförderer mit stufenloser Einstellung

Der hydraulische Antrieb des Bodenförderers mit stufenloser Einstellung und Überlastventil ermöglicht die exakte Regelung der Ausbringmenge:

Stufenlose Regelung statt fester Stufen. Die Ausbringmenge lässt sich präzise auf den Nährstoffbedarf einstellen – bei Düngeplanung und Dokumentation ein realer Gewinn.

Verstellung vom Traktorsitz aus. Kein Absteigen, kein Umstecken – die Fördergeschwindigkeit lässt sich während der Fahrt anpassen.

Anpassung an wechselnde Bedingungen. Wird das Material im Laderaum dichter oder trockener, kann sofort nachgeregelt werden.

Feinfühlige Dosierung bei Kalk. Kalk verlangt deutlich geringere Fördermengen als Mist.

Überlastventil – der eingebaute Schutz

Das Überlastventil ist die hydraulische Entsprechung einer Rutschkupplung: Steigt der Druck im System über den zulässigen Wert, öffnet das Ventil und begrenzt die Kraft.

Wann das greift: Bei gefrorenem Mist, verkeiltem Material oder einem Fremdkörper, der die Förderkette blockiert. Ohne Überlastschutz würden Kette, Antrieb oder Motor Schaden nehmen.

Bei sechs Tonnen Material, die gegen den Bodenreibwiderstand geschoben werden, sind das erhebliche Kräfte.

Hydraulische Rückwand serienmäßig

Die feuerverzinkte hydraulische Rückwand dosiert die Materialzufuhr zum Streuaggregat und verhindert unkontrolliertes Nachrutschen.

800 mm Wandhöhe und 6 Tonnen Material erzeugen eine erhebliche Materialsäule. Ohne Rückwand würde beim Anfahren des Förderers eine unkontrollierte Menge auf einmal ins Aggregat drücken.

Vom Traktorsitz bedienbar. Öffnungsweite und damit Materialdurchsatz lassen sich während der Fahrt anpassen.

Zweite Dosierebene. Zusammen mit dem stufenlosen Förderantrieb ergibt sich eine sehr feine Regelung – Fördergeschwindigkeit und Öffnungsweite lassen sich unabhängig einstellen.

Das A4VS-Streuwerk – große Streubreite und Kalkausbringung

Vier geneigte vertikale Schneckentrommeln stehen aufrecht am Heck. Sie nehmen das Material vom Förderboden auf, zerkleinern es und übergeben es an die darunter liegenden Streuteller.

Deutlich größere Streubreite. Horizontale Walzen werfen das Material im Wesentlichen nach hinten aus; vertikale Trommeln mit Streutellern schleudern es aktiv seitlich – die Arbeitsbreite vervielfacht sich. Weniger Überfahrten pro Hektar bedeuten weniger Zeit, weniger Diesel und weniger Bodenverdichtung durch Fahrspuren – ein Effekt, der sich mit der Tandemachse ideal ergänzt.

Gleichmäßigere Querverteilung. Die Streuteller verteilen das Material aktiv und definiert. Das Ergebnis ist ein deutlich gleichmäßigeres Streubild – Voraussetzung für gleichmäßige Nährstoffversorgung.

Bessere Zerkleinerung. Vier Trommeln arbeiten das Material intensiver auf als zwei Walzen.

Die geneigte Anordnung sorgt für gleichmäßigen Materialfluss von der Trommel auf den Teller.

Kalkauflage – der zweite Einsatzbereich

Das Aggregat verfügt über eine Kalkauflage. Damit lässt sich die Maschine für ein zweites Arbeitsverfahren nutzen: die Ausbringung von Kalk.

Kalkung ist Pflichtprogramm. Der pH-Wert ist die Grundlage der Bodenfruchtbarkeit. Stimmt er nicht, bleiben alle anderen Maßnahmen wirkungslos.

Kalkausbringung wird meist zugekauft. Wer selbst streuen kann, spart die Lohnkosten oder wird selbst zum Dienstleister.

Zwei Verfahren, eine Maschine. Statt Miststreuer und Kalkstreuer vorzuhalten, deckt ein Gerät beides ab.

Und hier zeigt sich ein besonderer Vorteil der Tandemachse: Kalk wird oft im Herbst oder zeitigen Frühjahr ausgebracht – genau dann, wenn Böden empfindlich sind. Die bessere Lastverteilung erweitert das nutzbare Zeitfenster.

Streuwalzenschutz mit Streubreitenbegrenzung – dringend empfohlen

Als Zusatzausrüstung ist ein Streuwalzenschutz mit Streubreitenbegrenzung erhältlich. Bei einem Streuwerk dieser Leistungsklasse ist er praktisch unverzichtbar.

Der Grund: Die große Streubreite ist auf der Fläche ein Vorteil – am Feldrand wird sie zum Problem. Material, das über die Grenze hinaus geschleudert wird, landet auf Nachbarflächen, Wegen, in Gräben oder Gewässern.

Abstandsauflagen zu Gewässern sind rechtlich verbindlich und werden kontrolliert.

Konsequente Feuerverzinkung – auch innen

Der Hersteller verzinkt praktisch die gesamte Maschine – und geht bei den Rahmenprofilen einen Schritt weiter:

Unterer und oberer Rahmen feuerverzinkt, Profile innen und außen geschützt.

Das ist ein wichtiger technischer Punkt: Bei geschlossenen Hohlprofilen ist das Profilinnere der kritische Bereich. Dort sammelt sich Kondenswasser, dort kommt kein Lack hin, und dort beginnt Korrosion unbemerkt – von innen nach außen.

Bei Feuerverzinkung im Tauchverfahren wird das Profil vollständig durchflutet: Innen- und Außenflächen erhalten dieselbe Zinkschicht.

Weiter feuerverzinkt sind:

  • Ladekastenwände
  • Austauschbarer Boden
  • Streuaggregat A4VS
  • Schutzabdeckung des Aggregats
  • Vorderes Gitter
  • Hydraulische Rückwand
  • Zweistufige Deichsel
  • Förderkette und Förderlatten
  • Taschen der Radkeile

Warum das bei einem Miststreuer entscheidend ist

Mist ist das chemisch aggressivste Material der Landwirtschaft. Ammoniak, Harnsäure, Salze und organische Säuren greifen unbehandelten Stahl in kurzer Zeit an.

Bei Kalkausbringung kommt eine zweite Belastung hinzu: Kalk ist stark alkalisch und in Verbindung mit Feuchtigkeit ebenfalls korrosionsfördernd.

Lack schützt nur, solange er unbeschädigt ist – beim Miststreuer ist er das nie. Feuerverzinkung geht dagegen eine metallurgische Verbindung mit dem Stahl ein und schützt zusätzlich kathodisch, auch an Kratzern und Schnittkanten.

Das praktische Ergebnis: kein Nachstreichen, keine Rostbehandlung, Werterhalt über Jahrzehnte – und ein deutlich höherer Wiederverkaufswert.

Hydraulikleitungen aus galvanisch verzinkten Stahlrohren

Die Hydraulikanlage besteht aus galvanisch verzinkten Stahlrohren und flexiblen Schläuchen.

Stahlrohre statt durchgehender Schläuche haben Vorteile: Sie sind mechanisch unempfindlicher, scheuern nicht durch und altern nicht durch UV-Strahlung. Flexible Schläuche werden nur dort eingesetzt, wo Beweglichkeit erforderlich ist.

Der Hydraulikanschluss ISO 7241-1 DN 12.5 entspricht einer internationalen Norm Standardkupplungen passen ohne Adapter. Ein Traktorwechsel oder überbetrieblicher Einsatz ist damit unproblematisch.

Zusätzlicher Hydraulikverteiler als Option

Die Maschine benötigt Hydraulikanschlüsse für Bodenförderer und Rückwand. Verfügt der Traktor über zu wenige freie Steuergeräte, ist ein zusätzlicher Hydraulikverteiler mit zwei Anschlüssen als Zusatzausrüstung erhältlich.

Vor dem Kauf prüfen: Anzahl und Verfügbarkeit der Steuergeräte am vorgesehenen Zugfahrzeug.

Außentreppe mit rutschfesten Stufen – ein Sicherheitsmerkmal

Die Außentreppe mit rutschfesten Stufen ermöglicht den einfachen Zugang zur Ladebox. Das ist bei einer Ladeflächenhöhe von 1.300 mm kein Luxus, sondern eine ernstzunehmende Sicherheitsausstattung.

In der Praxis muss man immer wieder in den Laderaum – um Fremdkörper zu entfernen, verklemmtes Material zu lösen, die Förderkette zu prüfen oder nach dem Einsatz zu reinigen.

Ohne Treppe klettert man über Rad, Kotflügel oder Bordwand. Auf feuchtem, mit Mist behaftetem Metall in 1,30 m Höhe ist das eine reale Absturzgefahr.

Rutschfeste Stufen sind dabei entscheidend: Mist, Feuchtigkeit und Schmutz machen glatte Flächen unbegehbar.

Zweistufige, zugelassene Deichsel

Die feuerverzinkte, zweistufige Deichsel lässt sich mit der unteren oder oberen Traktoraufnahme verbinden – der Streuer passt damit an unterschiedliche Traktoren.

Zudem lässt sich die Deichselhöhe an das Fahrzeug anpassen, sodass der Streuer waagerecht läuft – bei einem vertikalen Streuwerk besonders wichtig, weil die Neigung Wurfweite und Streubild beeinflusst.

Bei einer Tandemachse kommt ein weiterer Punkt hinzu: Die waagerechte Ausrichtung sorgt dafür, dass beide Achsen gleichmäßig belastet werden. Läuft die Maschine schräg, trägt eine Achse mehr als die andere – mit Folgen für Reifenverschleiß, Bremsverhalten und Bodendruck.

Das austauschbare 50-mm-Auge macht die Deichsel zusätzlich flexibel. Zugelassen gemäß ECE-R 55 – der internationalen Regelung für mechanische Verbindungseinrichtungen.

Zweileitige pneumatische Bremsanlage

Die zweileitige Druckluftbremsanlage ist die im landwirtschaftlichen Bereich verbreitete Ausführung.

Zweileitig bedeutet: getrennte Vorrats- und Bremsleitung – bei Abriss der Vorratsleitung bremst der Anhänger automatisch ab.

Als Zusatzausrüstung sind eine Einkreis-Druckluftbremsanlage und eine hydraulische Einkreis-Bremsanlage erhältlich – für Zugfahrzeuge mit entsprechender Ausstattung.

Bereifung 400/60-15.5 – optional 500/50-17

Serienmäßig sind Räder 400/60-15.5 verbaut. In Kombination mit der Tandemachse ergibt das bereits eine sehr gute Lastverteilung: vier Räder dieser Größe tragen deutlich flächiger als zwei.

Als Zusatzausrüstung sind Reifen 500/50-17 erhältlich – 100 mm breiter und mit größerem Felgendurchmesser.

Wann sich die größere Bereifung lohnt:

Besonders empfindliche Böden – wo jeder Zentimeter Aufstandsfläche zählt.

Frühe Befahrung – im zeitigen Frühjahr auf noch nicht abgetrocknetem Boden.

Grünland mit hohem Ertragsanspruch – wo Narbenschäden direkt Ertrag kosten.

Der größere Felgendurchmesser verbessert zudem das Überrollverhalten: Die Maschine läuft leichter über Unebenheiten und sinkt weniger ein.

Gelenkwelle im Lieferumfang

Die Gelenkwelle ist serienmäßig enthalten. Das erspart die separate Beschaffung und stellt sicher, dass eine passende Ausführung vorhanden ist.

Als Zusatzausrüstung ist eine Weitwinkel-Gelenkwelle erhältlich – erforderlich bei engen Wendemanövern, wo eine Standardgelenkwelle an ihre Beugewinkelgrenze käme.

Gussräder aus Sphäroguss

Die Radkörper bestehen aus Sphäroguss (Gusseisen mit Kugelgraphit) – nicht aus Stahlblech.

Sphäroguss verbindet die Gießbarkeit von Gusseisen mit Zähigkeit und Bruchfestigkeit nahe der von Stahl. Gussräder sind einteilig und homogen; bei Blechrädern können Schweißnähte und Umformungen zu Schwachstellen werden.

Handbremse mit Kurbel

Die Handbremse mit Kurbel sichert den abgekuppelten Streuer gegen Wegrollen – bei 9.200 kg zulässigem Gesamtgewicht zwingend erforderlich. Ergänzend liegen zwei Radkeile in verzinkten Taschen bei.

Homologierte 12-V-Beleuchtung

Die Beleuchtungsanlage ist homologiert: hintere Glühlampen (robust und überall nachkaufbar), LED-Frontleuchten (wartungsfrei), Umrissreflektoren und Anschlusskabel mit 7-PIN-12-V-Stecker.

Boden 3 mm, Wände 2,5 mm

Der Boden ist austauschbar ausgeführt – ist er nach vielen Jahren verschlissen, wird er ersetzt, nicht die ganze Maschine.

Ladefläche 1.300 mm über dem Boden

Die Ladeflächenhöhe von 1.300 mm zuzüglich 800 mm Wandhöhe ergibt eine Ladungshöhe von rund 2.100 mm – ein Frontlader oder Teleskoplader muss entsprechend hoch ausheben können.

Vor dem Kauf ist die Aushubhöhe der vorhandenen Ladetechnik zu prüfen.

Optional: Aufsatzwände einschließlich Heckwand, 750 mm

Als Zusatzausrüstung sind Aufsatzwände einschließlich Heckwand in 750 mm Höhe erhältlich – das bringt die Wandhöhe auf 1.550 mm.

Der Vorteil zeigt sich bei leichten, voluminösen Materialien: trockener Geflügelmist, Kompost, Rindenmulch, Substrat und strohreicher Pferdemist wiegen wenig, brauchen aber viel Platz.

Praktisch: Die Heckwand ist im Paket enthaltensie muss nicht separat bestellt werden.

Was zu beachten ist

Zugfahrzeug prüfen. Bei 9.200 kg zulässigem Gesamtgewicht sind Traktorleistung, zulässige Anhängelast und Bremsanlage entsprechend auszulegen.

Hydraulikanschlüsse prüfen. Die Maschine benötigt Anschlüsse für Bodenförderer und Rückwand. Bei zu wenigen freien Steuergeräten ist der optionale Hydraulikverteiler einzuplanen.

Aushubhöhe der Ladetechnik prüfen. Ladeflächenhöhe 1.300 mm zuzüglich 800 mm Wandhöhe.

Deichselhöhe korrekt einstellen. Bei Tandemachse besonders wichtig, damit beide Achsen gleichmäßig belastet werden.

Streubreite am Feldrand begrenzen. Der optionale Streuwalzenschutz mit Streubreitenbegrenzung ist bei diesem Streuwerk praktisch unverzichtbar.

Bei Kalkausbringung Fördereinstellung und Fahrgeschwindigkeit anpassen; die Herstellervorgaben sind zu beachten.

Nur bei stehender Maschine eingreifen. Vor Wartung und Störungsbeseitigung Zapfwelle abschalten, Traktormotor abstellen, Zündschlüssel abziehen und Stillstand des Streuaggregats abwarten – die vertikalen Trommeln haben erhebliche Schwungmasse und laufen entsprechend lange nach.

Hydraulikanlage drucklos machen, bevor Leitungen gelöst werden.

Außentreppe nutzen. Nicht über Rad, Kotflügel oder Bordwand in den Laderaum steigen.

Abstand halten. Vertikale Trommeln mit Streutellern werfen Material weit und mit hoher Energie aus.

Federung und Achsen regelmäßig prüfen. Bei Tandemaufhängung sind zusätzlich Federbolzen, Ausgleichswippen und Lagerungen in die Wartung einzubeziehen.

Handbremse und Radkeile nutzen, wenn der Streuer abgekuppelt abgestellt wird.

Persönliche Schutzausrüstung: Handschuhe und Sicherheitsschuhe; bei trockenem, staubendem Material und besonders bei Kalk zusätzlich Atem- und Augenschutz – Kalkstaub ist stark alkalisch und reizt Atemwege, Augen und Haut.

Nach dem Einsatz reinigen. Auch bei Verzinkung: Rückstände entfernen, insbesondere aus Streuaggregat und Förderkette. Nach Kalkausbringung besonders gründlich.

Fachrechtliche Vorgaben beachten. Für die Ausbringung von Wirtschaftsdünger gelten Sperrfristen, Aufbringungsverbote (gefrorener, wassergesättigter oder schneebedeckter Boden), Abstandsauflagen zu Gewässern und Dokumentationspflichten.

Als Arbeitsmittel unterliegen Anhängegeräte den Anforderungen an Schutzeinrichtungen und wiederkehrende Prüfung; maßgeblich sind Betriebssicherheitsverordnung, Maschinenrichtlinie und die einschlägigen DGUV-Vorschriften.

Typische Einsatzgebiete

Betriebe mit empfindlichen oder schweren Böden, Grünlandbetriebe mit hohem Ertragsanspruch, Betriebe mit weiten Transportwegen, frühe Befahrung im Frühjahr, größere Ackerbau- und Gemischtbetriebe, Betriebe mit eigener Kalkung, Rinder- und Milchviehhaltung, Schweinehaltung, Geflügelhaltung, Kompost- und Substratausbringung, Lohnunternehmen und Maschinenringe, Biogasanlagen (Gärrestausbringung), bodenschonende Bewirtschaftung.

Häufige Fragen

Was ist der Hauptunterschied zum einachsigen Schwestermodell?
Das Fahrwerk: Tandemaufhängung auf parabolischen Federn statt starrer Einzelachse. Das halbiert den Bodendruck pro Rad, federt Stöße ab und verbessert die Spurführung. Zusätzlich sind die Achsen mit 80 mm Vollbalken stärker ausgeführt (statt 70 mm), und es sind zwei Bremsen statt einer.

Was bringt die Tandemachse konkret?
Neun Tonnen verteilen sich auf vier statt zwei Räder – der Bodendruck halbiert sich näherungsweise. Das bedeutet deutlich weniger Bodenverdichtung, Befahrbarkeit auch bei feuchten Bedingungen und Schonung der Grasnarbe.

Was sind parabolische Federn?
Federblätter, die parabolisch ausgeschliffen sind – in der Mitte dick, zu den Enden dünner auslaufend. Gegenüber herkömmlichen Blattfedern bedeutet das weniger Reibung zwischen den Blättern, weichere und progressivere Federung, besseres Ansprechverhalten, geringeres Gewicht und längere Lebensdauer.

Warum ist Federung bei einem Miststreuer wichtig?
Sie schützt Maschine und Zugfahrzeug vor Stoßbelastung, erlaubt höhere Transportgeschwindigkeiten, verbessert den Fahrkomfort und hält das Streuwerk in konstanter Lage – was das Streubild stabiler macht.

Für wen lohnt sich die Tandemausführung?
Für Betriebe mit empfindlichen oder schweren Böden, Grünlandbetriebe, weite Transportwege und frühe Befahrung im Jahr. Wer überwiegend auf leichten, trockenen Böden mit kurzen Wegen arbeitet, kommt mit der einachsigen Variante aus.

Wie ist die Bremsanlage ausgelegt?
Zweileitige Druckluftbremse mit Bremsen an beiden Achsen (300 × 60). Die gesamte Bremsleistung verdoppelt sich gegenüber dem einachsigen Modell, und jede einzelne Bremse arbeitet mit mehr Reserve – geringerer Verschleiß und stabileres Bremsverhalten bei Gefälle.

Wie viel Nutzlast hat der Streuer?
Rund 6.000 kg bei einem Eigengewicht von etwa 3.280 kg und einem zulässigen Gesamtgewicht von 9.200 kg.

Was bringt der hydraulische Bodenförderer?
Stufenlose Regelung statt fester Stufen, Verstellung vom Traktorsitz aus während der Fahrt, Anpassung an wechselnde Materialeigenschaften und feinfühlige Dosierung bei Kalk.

Was macht das Überlastventil?
Es ist die hydraulische Entsprechung einer Rutschkupplung: Steigt der Druck über den zulässigen Wert – etwa bei gefrorenem Mist oder einem Fremdkörper –, öffnet das Ventil und begrenzt die Kraft.

Wozu die hydraulische Rückwand?
Sie dosiert die Materialzufuhr zum Streuaggregat und verhindert unkontrolliertes Nachrutschen. Zusammen mit dem stufenlosen Förderantrieb ergibt sich eine sehr feine Regelung der Ausbringmenge.

Was ist das Streuaggregat A4VS?
Vier geneigte vertikale Schneckentrommeln mit Streutellern und Kalkauflage. Sie verteilen das Material aktiv seitlich – deutlich größere Streubreite als bei horizontalen Walzen, gleichmäßigere Querverteilung und intensivere Zerkleinerung.

Kann ich damit auch Kalk ausbringen?
Ja, das Aggregat verfügt über eine Kalkauflage. Ein besonderer Vorteil der Tandemachse: Kalk wird oft im Herbst oder zeitigen Frühjahr ausgebracht – genau dann, wenn Böden empfindlich sind. Die bessere Lastverteilung erweitert das nutzbare Zeitfenster.

Brauche ich die Streubreitenbegrenzung?
Bei einem Streuwerk dieser Leistungsklasse praktisch ja. Am Feldrand wird die große Streubreite zum Problem: Material landet auf Nachbarflächen, Wegen oder in Gewässern. Abstandsauflagen zu Gewässern sind rechtlich verbindlich.

Welche Bereifung sollte ich wählen?
Serienmäßig sind Räder 400/60-15.5 verbaut – in Kombination mit der Tandemachse bereits eine sehr gute Lastverteilung. Bei besonders empfindlichen Böden, früher Befahrung oder Grünland mit hohem Ertragsanspruch lohnen sich die optionalen 500/50-17: 100 mm breiter, größerer Felgendurchmesser und dadurch besseres Überrollverhalten.

Was bedeutet „Profile innen und außen geschützt"?
Bei Feuerverzinkung im Tauchverfahren wird das Profil vollständig durchflutet – Innen- und Außenflächen erhalten dieselbe Zinkschicht. Das ist entscheidend, weil sich in geschlossenen Hohlprofilen Kondenswasser sammelt und Korrosion unbemerkt von innen beginnt.

Warum ist die Deichselhöhe bei Tandemachse besonders wichtig?
Die waagerechte Ausrichtung sorgt dafür, dass beide Achsen gleichmäßig belastet werden. Läuft die Maschine schräg, trägt eine Achse mehr als die andere – mit Folgen für Reifenverschleiß, Bremsverhalten und Bodendruck.

Wozu die Außentreppe?
Für den sicheren Zugang zur Ladebox. Bei einer Ladeflächenhöhe von 1.300 mm ist das kein Luxus: Ohne Treppe klettert man über Rad, Kotflügel oder Bordwand – auf feuchtem, mit Mist behaftetem Metall eine reale Absturzgefahr.

Ist eine Gelenkwelle im Lieferumfang?
Ja. Eine Weitwinkel-Gelenkwelle ist als Zusatzausrüstung erhältlich.

Wie hoch muss mein Lader ausheben können?
Ladeflächenhöhe 1.300 mm plus 800 mm Wandhöhe ergeben rund 2.100 mm Ladungshöhe.

Kann ich das Ladevolumen vergrößern?
Ja, mit den optionalen Aufsatzwänden in 750 mm Höhe – das bringt die Wandhöhe auf 1.550 mm. Die Heckwand ist im Paket enthalten.

Was ist bei der Wartung der Tandemachse zusätzlich zu beachten?
Federbolzen, Ausgleichswippen und Lagerungen sind in die regelmäßige Prüfung einzubeziehen – Bauteile, die es beim einachsigen Modell nicht gibt.