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Cynkomet Miststreuer 14 t, 12,9 m³, S355-Aufbau, ADR-Achsen 100 mm

Beschreibung

Cynkomet Miststreuer 14 t, 12,9 m³, S355-Aufbau, ADR-Achsen 100 mm

Lieferumfang

  • 1 × Cynkomet Miststreuer
  • Feuerverzinktes Streuaggregat AVH2 mit zwei waagerechten Schaufeltrommeln und zwei Streutellern, mit hydraulisch betätigter Wartungsklappe
  • Feuerverzinkte vordere Schutzabdeckung nach PN-EN 690:2014-02
  • Feuerverzinkter Stauschieber mit Hydraulikzylindern, Hub 1.250 mm
  • Starre feuerverzinkte Deichsel aus Stahl S355 mit auswechselbarem 50-mm-Auge, homologiert nach ECE-R 55
  • Hydraulische Deichselstütze
  • Antriebswellen mit Rutsch- und Freilaufkupplungen
  • Homologierte ADR-Achsen (EU 2015/68), Trägerquerschnitt quadratisch 100 mm, Bremse 406 × 120 412E, 8 Stifte M20 × 1,5
  • Homologierte Zweikreis-Druckluftbremse HALDEX mit automatischer Bremskraftregelung
  • Handbremse mit Kurbel
  • Räder 550/60-22,5
  • Abnehmbare feuerverzinkte Außenleiter mit rutschfesten Stufen
  • Feuerverzinkte auswechselbare Bodenbleche
  • Feuerverzinkte auswechselbare Gleitfüße an den Kratzbodenleisten
  • Auswechselbare untere Gleitleisten aus Eichenholz
  • Kettenabstandhalter über die gesamte Länge
  • Hydraulikanlage aus galvanisch verzinkten Stahlrohren und elastischen Leitungen
  • Hydraulikanschluss ISO 7241-1 DN 12,5
  • Homologierte 12-V-Beleuchtung – Rückleuchten mit Glühbirnen, vordere Leuchten mit LEDs
  • Anschlusskabel mit 7-poligem Stecker
  • 2 Radkeile in verzinkten Körben

Zusätzliche Ausrüstung (optional):

  • Senkrechtes Streuaggregat A2V
  • Hydraulisch gesteuerter Streuwalzenschutz mit Streubreitenbegrenzung für das A2V-Aggregat, mit Hydraulikverteiler und elektrisch gesteuerten Ventilen
  • Feuerverzinkte Aufsatzwände 320 mm
  • Elektrisch gesteuerter Hydraulikantrieb des Kratzbodens aus der Schlepperkabine
  • Homologierte hydraulische Zweikreis-Bremsanlage mit automatischer Bremskraftregelung
  • Kugelkupplung 80 mm
  • Räder 600/50-22,5 (EU-Homologation)
  • Vollständige LED-Beleuchtung
  • Feuerverzinkte Abdeckung des Sichtfensters
  • Hydraulische Schnellkupplung mit Druckablassventil
  • Weitwinkel-Gelenkwelle
  • Warndreieck

Technische Daten

MerkmalWert
HerstellerCynkomet
ProduktartMiststreuer, gezogen
Typ / Version / VarianteN-2/D20/71
Technisch zulässiges Gesamtgewicht21.000 kg
Zulässiges Gesamtgewicht18.000 kg
davon auf der Achse max.18.000 kg
davon auf der Deichsel max.3.000 kg
Nutzlastca. 14.220 kg*
Eigengewichtca. 6.780 kg*
Ladefläche11,2 m²
Ladevolumen12,9 m³
Breite des Ladekastens innen2.190 mm
Länge des Ladekastens außen5.120 mm
Höhe der Ladekastenwände1.150 mm
StreuaggregatAVH2 – 2 waagerechte Schaufeltrommeln + 2 Streuteller, feuerverzinkt
Wartungsklappehydraulisch betätigt
Antrieb Kratzbodenstufenlos hydraulisch, mit Überlastungsschutz
Getriebe Bodenförderer2 Stück, je 4.000 Nm
Wandmaterial4 mm Stahlblech S355 (hochfester Legierungsstahl), feuerverzinkt
Wandverstärkungverzinktes Kantenprofil 80 × 80 × 4
Wandhalterungen4 mm Stahlblech S355, mit verstärkter Randabdichtung
Bodenblecheauswechselbar, feuerverzinkt
Stauschieberfeuerverzinkt, mit Hydraulikzylindern, Hub 1.250 mm
Unterrahmenfeuerverzinkt, Träger aus Profilen 200 × 80 × 6, verbunden mit 160 × 80 × 6 und 80 × 60 × 4, Deichselbalken aus 8-mm-Blech
Oberrahmenfeuerverzinkt, verschweißte Profile 160 × 60 × 4, Querverbindungen aus 4-, 6- und 8-mm-Blech, Längsträger 5 mm, Stirnbalken 8 mm
Deichselstarr, feuerverzinkt, Stahl S355, auswechselbares 50-mm-Auge, homologiert nach ECE-R 55
Deichselstützehydraulisch
Förderkettefeuerverzinkt, 14 × 50, mit Kettenabstandhalter über die gesamte Länge
Förderleistenauswechselbar, feuerverzinkt, C-Profil C65
Gleitfüße Kratzbodenleistenauswechselbar, feuerverzinkt
Untere Gleitleistenauswechselbar, Eichenholz (Geräuschdämmung)
Kettenräder KratzbodenSphäroguss
Antriebswellenmit Rutsch- und Freilaufkupplungen
AchsenADR, homologiert nach EU 2015/68, Trägerquerschnitt quadratisch 100 mm, Bremse 406 × 120 412E, 8 Stifte M20 × 1,5
Bremsanlagehomologierte Zweikreis-Druckluftbremse HALDEX mit automatischer Bremskraftregelung
Handbremsemit Kurbel
Räder550/60-22,5
Hydraulikleitungengalvanisch verzinkte Stahlrohre und elastische Leitungen
HydraulikanschlussISO 7241-1 DN 12,5
Zugangabnehmbare feuerverzinkte Außenleiter mit rutschfesten Stufen
Vordere Schutzabdeckungfeuerverzinkt, nach PN-EN 690:2014-02
Beleuchtunghomologiert, 12 V, Rückleuchten Glühbirnen, vorn LED
Elektroanschluss7-polig, 12 V

* Leergewicht und Nutzlast können je nach Ausstattung abweichen.

Produktbeschreibung

Miststreuer von Cynkomet der 18-Tonnen-Klasse – 12,9 m³ Ladevolumen und Streuwerk mit Schaufeltrommeln

Dieser Miststreuer bringt rund 14.220 kg Nutzlast auf die Fläche – bei einem Ladevolumen von 12,9 m³ und einer Ladefläche von 11,2 m².

Das Streuaggregat AVH2 kombiniert zwei waagerechte Schaufeltrommeln mit zwei Streutellern – eine Bauart, die die Vorteile beider Streuwerkskonzepte vereint.

Endlich konkrete Volumenangaben

Ungewöhnlich und wertvoll: Der Hersteller weist bei diesem Modell Ladefläche und Ladevolumen konkret aus11,2 m² und 12,9 m³.

Das erleichtert die Kalkulation erheblich. Wer weiß, wie viel Kubikmeter sein Mist pro Tonne einnimmt, kann direkt ausrechnen, ob Volumen oder Gewicht die Grenze setzt.

Zur Einordnung: 12,9 m³ fassen bei typischem Stallmist rund 8 bis 10 Tonnen – bei leichterem Material entsprechend weniger Gewicht, bei dichtem, feuchtem Material erreicht man die Nutzlastgrenze früher.

Das AVH2-Streuwerk – die Kombinationsbauart

Das Streuaggregat besteht aus zwei waagerechten Schaufeltrommeln plus zwei Streutellern. Das ist eine bemerkenswerte Konstruktion, die zwei Prinzipien verbindet:

Die waagerechten Schaufeltrommeln übernehmen die Zerkleinerung. Sie reißen das Material auf, lösen verkrustete Mistplatten und verdichtete Bereiche und geben es gleichmäßig aufbereitet weiter. Horizontale Trommeln sind darin besonders gut – sie arbeiten über die gesamte Breite und sind mechanisch robust.

Die beiden Streuteller übernehmen die Verteilung. Sie schleudern das aufbereitete Material aktiv seitlich – mit deutlich größerer Streubreite und gleichmäßigerer Querverteilung, als eine reine Horizontaltrommel sie erreicht.

Warum diese Kombination überzeugt

Reine Horizontalwalzen zerkleinern gut, streuen aber schmal. Reine Vertikaltrommeln streuen breit, zerkleinern aber weniger intensiv.

Das AVH2-Aggregat trennt die Aufgaben: Jede Baugruppe macht das, worin sie am besten ist.

Das Ergebnis:

Intensive Zerkleinerung durch die Trommeln – auch bei verkrustetem oder gefrorenem Material.

Große Streubreite durch die Teller – weniger Überfahrten pro Hektar.

Gleichmäßige QuerverteilungVoraussetzung für einheitliche Nährstoffversorgung und Bestandsentwicklung.

Hydraulisch betätigte Wartungsklappe – ein praktisches Detail

Das feuerverzinkte Streuaggregat verfügt über eine hydraulisch betätigte Wartungsklappe.

Der Nutzen ist unmittelbar: Bei jedem Streuwerk sammeln sich Rückstände, verkeilt sich gelegentlich Material, muss nach dem Einsatz gereinigt werden. Ohne Wartungsklappe ist der Zugang zum Aggregat mühsam – man arbeitet von unten, in beengter Position, mit schlechter Sicht.

Die hydraulische Betätigung macht daraus einen Handgriff vom Traktorsitz aus: Klappe öffnen, Aggregat ist zugänglich.

Das senkt die Hemmschwelle für regelmäßige Kontrolle und Reinigung erheblich – und regelmäßige Reinigung ist bei einem Streuwerk der wichtigste Faktor für lange Lebensdauer.

Optional: senkrechtes Streuaggregat A2V

Als Alternative ist ein senkrechtes Streuaggregat A2V erhältlich – mit zwei vertikalen Trommeln.

Der Unterschied: Vertikale Trommeln erreichen die größte Streubreite, sind aber bei der Zerkleinerung weniger intensiv als die Schaufeltrommeln des AVH2.

Die Wahl hängt vom Material ab:

AVH2 (Schaufeltrommeln + Teller) – wenn intensive Zerkleinerung gefragt ist: strohreicher Stallmist, verkrustetes Material, Festmist mit hohem Strukturanteil.

A2V (vertikal) – wenn maximale Streubreite im Vordergrund steht: gut aufbereitetes Material, große Schläge, Kompost.

Für das A2V-Aggregat ist zudem ein hydraulisch gesteuerter Streuwalzenschutz mit Streubreitenbegrenzung erhältlich – inklusive Hydraulikverteiler und elektrisch gesteuerten Ventilen. Die Streubreitenbegrenzung lässt sich damit während der Fahrt vom Traktorsitz zuschalten – etwa beim Erreichen des Feldrandes.

Aufbau aus S355 – hochfester Legierungsstahl

Die Wände bestehen aus 4 mm starkem Stahlblech S355 – einem hochfesten Legierungsstahl, nicht aus Baustahl.

Der Unterschied ist erheblich: S355 hat eine Streckgrenze von 355 N/mm² – rund 50 Prozent mehr als üblicher Baustahl S235. Das bedeutet:

Höhere Belastbarkeit bei gleicher Wandstärke. Der Aufbau hält den Kräften stand, die über 14 Tonnen Material erzeugen.

Weniger Verformung. Bei Beladung mit dem Radlader, bei Stößen und beim Transport bleiben die Wände in Form.

Bessere Dauerfestigkeit. Wechselnde Belastungen ermüden das Material weniger.

Auch die Deichsel besteht aus Stahl S355, ebenso die Wandhalterungen aus 4 mm Blech. Der Werkstoff ist also durchgängiges Konstruktionsprinzip.

Wandhöhe 1.150 mm mit 80 × 80 × 4-Kantenprofil

Die Wandhöhe von 1.150 mm ist die größte der Baureihe – und trägt zusammen mit der Ladefläche von 11,2 m² das Volumen von 12,9 m³.

Die Wände sind mit einem verzinkten Kantenprofil 80 × 80 × 4 verstärkt.

Warum das zählt: Die Oberkante der Bordwand ist der am stärksten mechanisch belastete Bereich. Dort schlägt die Schaufel des Radladers an, dort stützt sich Material ab, dort greifen Hebelkräfte an.

Ein Vierkantprofil mit 80 mm Kantenlänge und 4 mm Wandstärke ist eine massive Verstärkung – es versteift die gesamte Wand und schützt die Kante vor Verformung.

Verstärkte Randabdichtung – ein Detail mit großer Wirkung

Die Wandhalterungen haben eine verstärkte Randabdichtung zum Schutz der Zinkbeschichtung der Wände vor Beschädigung.

Der Zusammenhang: An Verbindungsstellen zwischen Bauteilen entsteht Reibung. Zwei verzinkte Flächen, die aufeinander arbeiten, scheuern gegenseitig die Zinkschicht ab. Genau dort beginnt dann die Korrosion – an einer Stelle, die man nicht sieht und nicht nachbehandeln kann.

Die verstärkte Randabdichtung verhindert diesen Kontakt. Bei einer Maschine, die auf jahrzehntelange Nutzung ausgelegt ist, entscheidet solche Detailarbeit über die tatsächliche Lebensdauer.

Rahmenkonstruktion – Ingenieursarbeit im Detail

Die Rahmenbeschreibung ist bemerkenswert differenziert und zeigt, wie gezielt der Hersteller Werkstoff und Profil einsetzt:

Unterrahmen: Träger aus Profilen 200 × 80 × 6, verbunden mit 160 × 80 × 6 und 80 × 60 × 4, der Deichselbalken aus 8 mm starkem Blech.

Die Abstufung folgt der Belastung: Die schwersten Profile tragen die Hauptlast, die leichteren übernehmen Aussteifung und Verbindung. Der Deichselbalken aus 8-mm-Blech ist die Stelle, an der bis zu 3.000 kg Stützlast plus dynamische Kräfte eingeleitet werden – hier ist maximale Materialstärke berechtigt.

Oberrahmen: verschweißte Profile 160 × 60 × 4 mit Querverbindungen aus 4-, 6- und 8-mm-Blech, Längsträger aus 5-mm-Blech und Stirnbalken aus 8-mm-Blech.

Auch hier: Materialstärke folgt der Beanspruchung. Der Stirnbalken – die vorderste Querverbindung, an der die Schubkräfte des Kratzbodens anliegen – ist am massivsten ausgeführt.

Warum die Trennung von Unter- und Oberrahmen sinnvoll ist: Beide haben unterschiedliche Aufgaben. Der Unterrahmen nimmt Achslast und Zugkräfte auf, der Oberrahmen trägt den Ladekasten und die Kratzbodenkräfte. Beide werkstoffgerecht auszulegen ergibt ein steiferes Gesamtsystem bei geringerem Gewicht.

ADR-Achsen mit 100er Vollbalken und 406 × 120-Bremse

Die Achsen stammen vom renommierten Hersteller ADR und sind homologiert nach EU 2015/68 – der europäischen Bremsenverordnung.

Die Spezifikation ist die stärkste der gesamten Baureihe:

ModellklasseAchsquerschnittBremse
6-Tonnen-Klasse70 mm300 × 60
8-Tonnen-Klasse80 mm300 × 90
10-Tonnen-Klasse90 mm400 × 80
Diese Maschine100 mm406 × 120

Der quadratische Trägerquerschnitt von 100 mm ist massiv dimensioniert – höhere Biegesteifigkeit und Unempfindlichkeit gegen Verformung bei 18 Tonnen Gesamtgewicht.

Die Bremse 406 × 120 ist eine Nutzfahrzeugdimension: 406 mm Trommeldurchmesser bei 120 mm Backenbreite. Zum Vergleich mit der nächstkleineren Ausführung (400 × 80): Die Backenbreite steigt um 50 Prozent – bei nahezu gleichem Durchmesser.

Mehr Reibfläche bedeutet:

Höhere Bremsleistung bei gleichem Betätigungsdruck.

Geringerer Verschleiß – die Belastung verteilt sich auf mehr Fläche.

Bessere Standfestigkeit bei Dauerbelastung – etwa auf längeren Gefällestrecken, wo Bremsen thermisch beansprucht werden.

Die Radbefestigung mit 8 Stiften M20 × 1,5 entspricht ebenfalls Nutzfahrzeugstandard – acht Bolzen statt der bei kleineren Anhängern üblichen sechs verteilen die Kräfte gleichmäßiger.

HALDEX-Zweikreis-Druckluftbremse mit automatischer Bremskraftregelung

Die Bremsanlage stammt von HALDEXeinem etablierten Nutzfahrzeugzulieferer – und ist homologiert.

Zweikreis-Ausführung bedeutet: zwei voneinander unabhängige Bremskreise. Fällt ein Kreis aus, bleibt der andere funktionsfähig. Bei 18 Tonnen Gesamtgewicht ein wesentliches Sicherheitsmerkmal.

Automatische Bremskraftregelung ist der entscheidende Komfort- und Sicherheitsgewinn: Die Anlage erfasst den Beladungszustand und passt die Bremskraft selbsttätig an.

Das Problem, das damit gelöst wird: Bei manueller Regelung muss der Fahrer bei jeder Fahrt einstellen. Man vergisst es. Ein leerer Streuer mit voller Bremskraft blockiert die Räder – die Bremswirkung wird schlechter, nicht besser. Ein voller Streuer mit zu geringer Bremskraft bremst nicht ausreichend.

Bei einem Gerät, dessen Gewicht zwischen 6,8 und 18 Tonnen variiert – also um mehr als das Zweieinhalbfache –, ist die automatische Regelung ein erheblicher Sicherheitsgewinn.

Zwei Getriebe mit je 4.000 Nm

Der Bodenförderer wird über zwei Getriebe mit jeweils 4.000 Nm angetrieben – 8.000 Nm Gesamtdrehmoment.

Warum diese Auslegung nötig ist: Der Kratzboden muss über 14 Tonnen Material gegen den Bodenreibwiderstand nach hinten schieben. Bei verdichtetem, gefrorenem oder stark strohhaltigem Material sind die erforderlichen Kräfte enorm.

Kein Steckenbleiben. Auch schwierigstes Material wird zuverlässig gefördert.

Zwei Getriebe statt einem. Die Last verteilt sich – jedes Getriebe arbeitet mit Reserve statt an der Grenze. Das bedeutet geringeren Verschleiß und höhere Lebensdauer.

Gleichmäßiger Kettenlauf. Beidseitiger Antrieb belastet die Kette symmetrisch und verhindert Schrägzug.

Stufenloser Hydraulikantrieb mit Überlastungsschutz

Der hydraulische Kratzbodenantrieb mit stufenloser Einstellung ermöglicht die exakte Regelung der Ausbringmenge:

Stufenlose Regelung – präzise Anpassung an den Nährstoffbedarf.

Verstellung vom Traktorsitz aus während der Fahrt.

Anpassung an wechselnde Bedingungen – wird das Material dichter oder trockener, kann sofort nachgeregelt werden.

Der Überlastungsschutz begrenzt die Kraft bei gefrorenem Mist, verkeiltem Material oder Fremdkörpern – bevor Kette, Antrieb oder Getriebe Schaden nehmen.

Als Zusatzausrüstung ist ein elektrisch gesteuerter Hydraulikantrieb aus der Schlepperkabine erhältlich – Bedienung per Schalter statt über Hydraulikhebel.

Stauschieber mit Hydraulikzylindern, Hub 1.250 mm

Der feuerverzinkte Stauschieber wird über Hydraulikzylinder betätigt und hat einen Hub von 1.250 mm.

Seine Funktion: Er begrenzt den Materialquerschnitt, der zum Streuwerk gelangt. Zusammen mit der Kratzbodengeschwindigkeit ergibt sich daraus die Ausbringmenge.

Zwei Dosierebenen – Kratzbodengeschwindigkeit und Schieberstellung – lassen sich unabhängig einstellen. Das ergibt eine sehr feine Regelung:

  • Geringe Öffnung für Kalk, Geflügelmist und niedrige Aufwandmengen
  • Mittlere Öffnung für klassischen Stallmist
  • Volle Öffnung für schnelles Entleeren

Bei 1.150 mm Wandhöhe ist der Stauschieber besonders wichtig: Die hohe Materialsäule erzeugt einen erheblichen Druck auf das Streuwerk. Ohne Begrenzung würde beim Anfahren eine unkontrollierte Menge auf einmal nachdrücken.

Der hydraulische Antrieb macht die Verstellung vom Traktorsitz aus möglich – ohne Absteigen, auch während der Fahrt.

Förderkette 14 × 50 mit Abstandhalter über die gesamte Länge

Die feuerverzinkte Förderkette 14 × 50 ist die schwerste Ausführung der Baureihe.

Bemerkenswert ist die Formulierung des Herstellers: „Abstand zur Begrenzung der Kettendehnung über die gesamte Länge."

Das geht über einen einfachen Abstandhalter hinaus. Der Hintergrund: Ein Kratzboden hat zwei parallel laufende Ketten. Ketten längen sich im Betrieb – durch Verschleiß in den Gelenken. Längen sie sich ungleichmäßig, verzieht sich der gesamte Kratzboden: Die Latten laufen schief, verkanten und verschleißen ungleichmäßig.

Ein Abstandhalter über die gesamte Länge hält beide Ketten durchgehend in definierter Position – nicht nur punktuell. Bei einem Ladekasten von über 5 Metern Außenlänge ist das die konsequente Lösung.

Förderleisten aus C-Profil C65

Die auswechselbaren, feuerverzinkten Förderleisten bestehen aus C-Profil C65.

C-Profile haben gegenüber Flachprofilen einen konstruktiven Vorteil: hohe Biegesteifigkeit bei geringerem Gewicht. Die Leiste muss die gesamte Ladebreite von 2.190 mm überspannen und dabei mehrere Tonnen Material schieben, ohne sich durchzubiegen.

Auswechselbare Gleitfüße an den Kratzbodenleisten

Ein Detail, das über die Lebensdauer entscheidet: Die Gleitfüße an den Kratzbodenleisten sind auswechselbar und feuerverzinkt.

Der Zusammenhang: Die Leisten schleifen bei jeder Entleerung über das Bodenblech. Ohne Gleitfüße verschleißt entweder die Leiste oder – schlimmer – das Bodenblech.

Mit auswechselbaren Gleitfüßen wird der Verschleiß auf ein günstiges Kleinteil gelenkt. Ist der Fuß abgenutzt, wird er getauscht. Leiste und Bodenblech bleiben erhalten.

Untere Gleitleisten aus Eichenholz – Geräuschdämmung

Ein ungewöhnliches und durchdachtes Detail: Die unteren Gleitleisten bestehen aus auswechselbarem Eichenholz zur Geräuschdämmung während des Betriebs.

Warum Holz? Stahl auf Stahl erzeugt einen erheblichen Geräuschpegel – bei einer Kette, die über 14 Tonnen Material bewegt, kein geringes Problem.

Holz dämpft. Es nimmt Schwingungen auf, statt sie weiterzugeben. Der Unterschied im Geräuschpegel ist deutlich hörbar.

Warum Eiche? Eichenholz ist hart, dicht, abriebfest und feuchtebeständig – die richtige Holzart für eine dauerhaft belastete Gleitfläche.

Auswechselbar bedeutet: Nach Verschleiß wird die Leiste getauscht – ein günstiges Verschleißteil statt eines Reparaturfalls.

Für den Fahrer, der stundenlang neben der laufenden Maschine arbeitet, ist die Geräuschreduzierung ein spürbarer Gewinn.

Kettenräder aus Sphäroguss

Die Kettenräder des Kratzbodens bestehen aus Sphäroguss (Gusseisen mit Kugelgraphit).

Sphäroguss verbindet Gießbarkeit mit Zähigkeit und Bruchfestigkeit nahe der von Stahl. Für ein Bauteil, das ein Drehmoment von 4.000 Nm überträgt und dabei Stoßbelastungen ausgesetzt ist, ist das die richtige Werkstoffwahl.

Antriebswellen mit Rutsch- und Freilaufkupplungen

Die Antriebswellen sind mit Rutsch- und Freilaufkupplungen zum Schutz des Getriebes ausgestattet – zwei unterschiedliche Schutzfunktionen:

Die Rutschkupplung begrenzt das Drehmoment. Blockiert das Streuwerk – etwa durch einen Fremdkörper –, rutscht die Kupplung, statt Getriebe oder Zapfwelle zu zerstören.

Die Freilaufkupplung schützt beim Abschalten. Die Trommeln haben erhebliche Schwungmasse und laufen nach; ohne Freilauf würden sie den Traktormotor über die Zapfwelle antreiben und das Getriebe rückwärts belasten.

Beide Kupplungen zusammen decken die zwei wichtigsten Schadensszenarien ab.

Starre Deichsel aus S355 mit hydraulischer Stütze

Die starre Deichsel aus Stahl S355 lässt sich mit der oberen oder unteren Schlepperkupplung verbinden – der Streuer passt damit an unterschiedliche Traktoren.

Das auswechselbare 50-mm-Auge macht die Deichsel zusätzlich flexibel: Bei Verschleiß oder anderer Kupplungsart wird nur das Auge getauscht.

Homologiert nach ECE-R 55 – der internationalen Regelung für mechanische Verbindungseinrichtungen.

Die hydraulische Deichselstütze ist serienmäßig. Bei einer Maschine mit knapp sieben Tonnen Eigengewicht ist das kein Komfortmerkmal, sondern eine spürbare Arbeitserleichterung beim An- und Abkuppeln.

Optional: Kugelkupplung 80 mm

Als Alternative zur Zugöse ist eine Kugelkupplung 80 mm erhältlich – das System K80, das bei schweren landwirtschaftlichen Anhängern zunehmend Standard ist.

Der Vorteil: spielfreie Verbindung, dadurch weniger Verschleiß, geringere Geräuschentwicklung und besseres Fahrverhalten bei hohen Stützlasten.

Vordere Schutzabdeckung nach PN-EN 690

Die feuerverzinkte vordere Schutzabdeckung erfüllt die Anforderungen der Norm PN-EN 690:2014-02 – der europäischen Norm für Miststreuer.

Die Normkonformität ist dabei mehr als ein Aufkleber: PN-EN 690 definiert konkrete Anforderungen an Schutzeinrichtungen bei Miststreuern. Die Abdeckung schützt vor dem Kratzboden und vor Material, das nach vorn ausweicht.

Abnehmbare Außenleiter mit rutschfesten Stufen

Die abnehmbare, feuerverzinkte Leiter auf der Außenseite mit rutschfesten Stufen ermöglicht den einfacheren Einstieg.

Bei einer Wandhöhe von 1.150 mm auf einem Fahrgestell dieser Größenordnung ist das eine ernstzunehmende Sicherheitsausstattung.

In der Praxis muss man immer wieder in den Laderaum – um Fremdkörper zu entfernen, verklemmtes Material zu lösen, die Förderkette zu prüfen oder nach dem Einsatz zu reinigen.

Ohne Leiter klettert man über Rad, Kotflügel oder Bordwand. Auf feuchtem, mit Mist behaftetem Metall eine reale Absturzgefahr.

Rutschfeste Stufen sind dabei entscheidend: Mist, Feuchtigkeit und Schmutz machen glatte Flächen unbegehbar.

Abnehmbar bedeutet: Die Leiter lässt sich entfernen, wenn sie stört – etwa bei besonders engen Platzverhältnissen oder beim Transport.

Konsequente Feuerverzinkung

Der Hersteller verzinkt praktisch die gesamte Maschine: Wände, Wandhalterungen, Kantenprofile, Streuaggregat, vordere Schutzabdeckung, Stauschieber, Deichsel, hydraulische Deichselstütze, Unter- und Oberrahmen, Bodenbleche, Förderkette, Förderleisten, Gleitfüße, Außenleiter und die Körbe der Radkeile.

Warum das bei einem Miststreuer entscheidend ist

Mist ist das chemisch aggressivste Material der Landwirtschaft. Ammoniak, Harnsäure, Salze und organische Säuren greifen unbehandelten Stahl in kurzer Zeit an – und ein Miststreuer steht das ganze Jahr im Freien.

Lack schützt nur, solange er unbeschädigt istbeim Miststreuer ist er das nie. Förderleisten schleifen über den Boden, Steine und Fremdkörper hinterlassen Kratzer, das Beladen mit dem Radlader ist nicht zimperlich.

Feuerverzinkung geht dagegen eine metallurgische Verbindung mit dem Stahl ein und schützt zusätzlich kathodisch, auch an Kratzern und Schnittkanten. Das umgebende Zink opfert sich für die freiliegende Stelle.

Das praktische Ergebnis: kein Nachstreichen, keine Rostbehandlung, Werterhalt über Jahrzehnte – und ein deutlich höherer Wiederverkaufswert.

Auswechselbare Bodenbleche

Die feuerverzinkten Bodenbleche sind auswechselbar.

Der Boden ist neben Förderkette und Leisten das Hauptverschleißteil. Die Auswechselbarkeit bedeutet: Ist er nach vielen Jahren verschlissen, wird er ersetzt – nicht die ganze Maschine.

In Kombination mit den auswechselbaren Gleitfüßen ergibt sich ein durchdachtes Verschleißkonzept: Der Abrieb wird gezielt auf günstige Verschleißteile gelenkt.

Hydraulikanlage aus galvanisch verzinkten Stahlrohren

Die Hydraulikanlage besteht aus galvanisch verzinkten Stahlrohren und elastischen Leitungen.

Stahlrohre statt durchgehender Schläuche haben Vorteile: Sie sind mechanisch unempfindlicher, scheuern nicht durch und altern nicht durch UV-Strahlung. Flexible Leitungen werden nur dort eingesetzt, wo Beweglichkeit erforderlich ist.

Der Hydraulikanschluss ISO 7241-1 DN 12,5 entspricht einer internationalen Norm Standardkupplungen passen ohne Adapter. Ein Traktorwechsel oder überbetrieblicher Einsatz ist damit unproblematisch.

Als Zusatzausrüstung ist eine hydraulische Schnellkupplung mit Druckablassventil erhältlich – sie erleichtert das Kuppeln unter Restdruck, ein bekanntes Ärgernis bei Hydraulikanschlüssen.

Räder 550/60-22,5 – Nutzfahrzeugdimension

Die Bereifung hat einen Felgendurchmesser von 22,5 ZollLkw-Standard.

Besseres Überrollverhalten. Große Räder laufen leichter über Unebenheiten und sinken weniger ein.

Höhere Transportgeschwindigkeiten möglich – Nutzfahrzeugreifen sind auf höhere Geschwindigkeiten ausgelegt als klassische Landwirtschaftsreifen.

550 mm Breite ergeben eine große Aufstandsfläche und entsprechend geringen Bodendruck.

Als Zusatzausrüstung sind Räder 600/50-22,5 mit EU-Homologation erhältlich – 50 mm breiter für maximale Bodenschonung.

Homologierte 12-V-Beleuchtung

Die Beleuchtungsanlage ist homologiert: Rückleuchten mit Glühbirnen (im Feldeinsatz robust und überall nachkaufbar), vordere Leuchten mit LEDs (wartungsfrei) und Anschlusskabel mit 7-poligem Stecker.

Als Zusatzausrüstung ist vollständige LED-Beleuchtung erhältlich.

Optional: Aufsatzwände 320 mm

Als Zusatzausrüstung sind feuerverzinkte Aufsatzwände in 320 mm Höhe erhältlich – das bringt die Wandhöhe auf 1.470 mm.

Die vergleichsweise moderate Erhöhung ist bei diesem Modell sinnvoll dimensioniert: Bei 12,9 m³ Grundvolumen und 14,2 Tonnen Nutzlast ist das Gewichtslimit bei den meisten Materialien ohnehin der begrenzende Faktor. Die Aufsatzwände zielen auf besonders leichte Güter – trockenen Geflügelmist, Kompost, Rindenmulch.

Optional: Abdeckung des Sichtfensters

Die feuerverzinkte Abdeckung des Sichtfensters schützt die Füllstandskontrolle vor Beschädigung – etwa beim Beladen mit dem Radlader.

Die Gewichtsangaben – was zu beachten ist

Das Datenblatt nennt mehrere Werte, die sorgfältig zu unterscheiden sind:

21.000 kg technisch (konstruktionsbedingt) zulässiges Gesamtgewicht – das, was die Konstruktion tragen könnte.

18.000 kg zulässiges Gesamtgewicht – der für den Betrieb maßgebliche Wert, aufgeteilt in max. 18.000 kg Achslast und max. 3.000 kg Deichsellast.

Für die Praxis gilt der zulässige Wert. Die erhebliche konstruktive Reserve bedeutet aber: Die Maschine arbeitet dauerhaft weit unterhalb ihrer Belastungsgrenzeeiner der wesentlichen Gründe für die zu erwartende Lebensdauer.

Wichtig für die Zugfahrzeugwahl: Die maximale Deichsellast von 3.000 kg ist zu beachten. Nicht jeder Traktor darf diese Stützlast aufnehmen – die zulässige Stützlast der Anhängekupplung ist zu prüfen.

Was zu beachten ist

Zugfahrzeug prüfen. Bei 18.000 kg zulässigem Gesamtgewicht und 3.000 kg maximaler Deichsellast sind Traktorleistung, zulässige Anhängelast, Stützlast der Kupplung und Bremsanlage sorgfältig auszulegen.

Aushubhöhe der Ladetechnik prüfen. Bei 1.150 mm Wandhöhe auf einem Fahrgestell dieser Größenordnung ist ein Teleskoplader oder Radlader erforderlich.

Streuwerk passend wählen. AVH2 für intensive Zerkleinerung, A2V für maximale Streubreite – siehe oben.

Streubreite am Feldrand begrenzen. Bei Ausstattung mit dem A2V-Aggregat ist der hydraulisch gesteuerte Streuwalzenschutz dringend zu empfehlen. Abstandsauflagen zu Gewässern sind rechtlich verbindlich.

Nur bei stehender Maschine eingreifen. Vor Wartung und Störungsbeseitigung Zapfwelle abschalten, Traktormotor abstellen, Zündschlüssel abziehen und Stillstand des Streuaggregats abwarten – die Trommeln haben erhebliche Schwungmasse und laufen entsprechend lange nach.

Wartungsklappe nutzen. Sie ist für die regelmäßige Kontrolle und Reinigung des Streuwerks vorgesehen – auch hier gilt: nur bei stehender Maschine und drucklosem System.

Hydraulikanlage drucklos machen, bevor Leitungen gelöst werden.

Außenleiter nutzen. Nicht über Rad, Kotflügel oder Bordwand in den Laderaum steigen. Nach dem Abnehmen der Leiter ist ein sicherer Zugang anderweitig zu gewährleisten.

Abstand halten. Das Streuwerk wirft Material weit und mit hoher Energie aus.

Verschleißteile regelmäßig prüfen: Gleitfüße der Kratzbodenleisten, Eichenholz-Gleitleisten, Förderleisten und Bodenbleche. Rechtzeitiger Tausch verhindert Folgeschäden an teureren Bauteilen.

Handbremse und Radkeile nutzen, wenn der Streuer abgekuppelt abgestellt wird.

Persönliche Schutzausrüstung: Handschuhe und Sicherheitsschuhe; bei trockenem, staubendem Material zusätzlich Atem- und Augenschutz.

Nach dem Einsatz reinigen. Auch bei Verzinkung: Rückstände entfernen, insbesondere aus Streuaggregat und Förderkette.

Fachrechtliche Vorgaben beachten. Für die Ausbringung von Wirtschaftsdünger gelten Sperrfristen, Aufbringungsverbote (gefrorener, wassergesättigter oder schneebedeckter Boden), Abstandsauflagen zu Gewässern und Dokumentationspflichten.

Als Arbeitsmittel unterliegen Anhängegeräte den Anforderungen an Schutzeinrichtungen und wiederkehrende Prüfung; maßgeblich sind Betriebssicherheitsverordnung, Maschinenrichtlinie und die einschlägigen DGUV-Vorschriften.

Typische Einsatzgebiete

Lohnunternehmen und Maschinenringe, überbetriebliche Zusammenarbeit, Großbetriebe im Ackerbau, Betriebe mit großen Schlägen und entfernten Flächen, Rinder- und Milchviehhaltung in Großbeständen, Schweine- und Geflügelmastbetriebe, Betriebe mit strohreichem Festmist, Biogasanlagen (Gärrestausbringung), Kompost- und Substratbetriebe, Dauereinsatz mit hohem Durchsatz, Betriebe mit leistungsstarken Zugfahrzeugen.

Häufige Fragen

Wie viel Nutzlast und Volumen hat der Streuer?
Rund 14.220 kg Nutzlast bei 12,9 m³ Ladevolumen und 11,2 m² Ladefläche. Das Eigengewicht beträgt etwa 6.780 kg, das zulässige Gesamtgewicht 18.000 kg.

Was ist das Streuaggregat AVH2?
Eine Kombinationsbauart aus zwei waagerechten Schaufeltrommeln und zwei Streutellern. Die Trommeln übernehmen die Zerkleinerung, die Teller die Verteilung – jede Baugruppe macht das, worin sie am besten ist.

Was ist der Vorteil gegenüber reinen Horizontal- oder Vertikalwerken?
Reine Horizontalwalzen zerkleinern gut, streuen aber schmal. Reine Vertikaltrommeln streuen breit, zerkleinern aber weniger intensiv. Das AVH2-Aggregat trennt die Aufgaben und erreicht beides: intensive Zerkleinerung und große Streubreite bei gleichmäßiger Querverteilung.

Wozu die hydraulisch betätigte Wartungsklappe?
Für den einfachen Zugang zum Streuwerk. Ohne Klappe arbeitet man von unten, in beengter Position und mit schlechter Sicht. Die hydraulische Betätigung macht daraus einen Handgriff – das senkt die Hemmschwelle für regelmäßige Kontrolle und Reinigung, den wichtigsten Faktor für lange Lebensdauer.

Welches Streuaggregat soll ich wählen?
AVH2 (Schaufeltrommeln + Teller) bei strohreichem Stallmist, verkrustetem Material und Festmist mit hohem Strukturanteil – wenn intensive Zerkleinerung gefragt ist. Das optionale A2V (senkrecht) erreicht die größte Streubreite und eignet sich für gut aufbereitetes Material, große Schläge und Kompost.

Was bedeutet S355?
Ein hochfester Legierungsstahl mit 355 N/mm² Streckgrenze – rund 50 Prozent mehr als üblicher Baustahl S235. Das bedeutet höhere Belastbarkeit bei gleicher Wandstärke, weniger Verformung und bessere Dauerfestigkeit.

Warum ist die Rahmenkonstruktion so differenziert beschrieben?
Weil Materialstärke und Profilgröße gezielt der Beanspruchung folgen: Die schwersten Profile tragen die Hauptlast, leichtere übernehmen Aussteifung. Der Deichselbalken aus 8-mm-Blech ist dort, wo bis zu 3.000 kg Stützlast eingeleitet werden – der Stirnbalken dort, wo die Schubkräfte des Kratzbodens anliegen.

Wie stark sind die Achsen und Bremsen?
ADR-Achsen mit quadratischem Trägerquerschnitt von 100 mm und Bremse 406 × 120 – die stärkste Ausführung der Baureihe. Die Radbefestigung mit 8 Stiften M20 × 1,5 entspricht Nutzfahrzeugstandard. Die Achsen sind nach EU 2015/68 homologiert.

Was bringt die automatische Bremskraftregelung?
Die Anlage erfasst den Beladungszustand und passt die Bremskraft selbsttätig an. Bei manueller Regelung muss der Fahrer bei jeder Fahrt einstellen – und vergisst es. Ein leerer Streuer mit voller Bremskraft blockiert die Räder, ein voller mit zu geringer bremst nicht ausreichend. Bei einem Gewicht zwischen 6,8 und 18 Tonnen ein erheblicher Sicherheitsgewinn.

Warum zwei Getriebe mit je 4.000 Nm?
Weil der Kratzboden über 14 Tonnen Material gegen den Bodenreibwiderstand schieben muss. Acht Kilonewtonmeter Gesamtdrehmoment verhindern Steckenbleiben. Zwei Getriebe verteilen die Last – jedes arbeitet mit Reserve statt an der Grenze.

Wozu der Stauschieber mit 1.250 mm Hub?
Er begrenzt den Materialquerschnitt zum Streuwerk und bestimmt zusammen mit der Kratzbodengeschwindigkeit die Ausbringmenge. Bei 1.150 mm Wandhöhe erzeugt die hohe Materialsäule erheblichen Druck – ohne Begrenzung würde beim Anfahren eine unkontrollierte Menge nachdrücken. Der hydraulische Antrieb erlaubt die Verstellung vom Traktorsitz.

Was bedeutet „Abstand zur Begrenzung der Kettendehnung über die gesamte Länge"?
Ketten längen sich im Betrieb durch Gelenkverschleiß. Längen sich die beiden Kratzbodenketten ungleichmäßig, verzieht sich der gesamte Kratzboden – die Latten laufen schief und verkanten. Ein Abstandhalter über die gesamte Länge hält beide Ketten durchgehend in Position, nicht nur punktuell.

Wozu die Eichenholz-Gleitleisten?
Zur Geräuschdämmung. Stahl auf Stahl erzeugt einen erheblichen Geräuschpegel; Holz nimmt Schwingungen auf, statt sie weiterzugeben. Eiche ist hart, dicht, abriebfest und feuchtebeständig. Die Leisten sind auswechselbar.

Was bringen die auswechselbaren Gleitfüße?
Sie lenken den Verschleiß auf ein günstiges Kleinteil. Ohne sie würde entweder die Kratzbodenleiste oder das Bodenblech verschleißen. Ist der Fuß abgenutzt, wird er getauscht – Leiste und Boden bleiben erhalten.

Was ist die verstärkte Randabdichtung?
Ein Schutz der Zinkschicht an den Wandhalterungen. An Verbindungsstellen scheuern zwei verzinkte Flächen gegenseitig die Zinkschicht ab – genau dort beginnt dann unbemerkt die Korrosion. Die Randabdichtung verhindert diesen Kontakt.

Wozu Rutsch- und Freilaufkupplung?
Zwei unterschiedliche Schutzfunktionen: Die Rutschkupplung begrenzt das Drehmoment bei Blockade des Streuwerks. Die Freilaufkupplung schützt beim Abschalten – ohne sie würden die nachlaufenden Trommeln den Traktormotor antreiben und das Getriebe rückwärts belasten.

Was muss mein Traktor können?
Bei 18.000 kg zulässigem Gesamtgewicht und 3.000 kg maximaler Deichsellast sind Traktorleistung, zulässige Anhängelast, Stützlast der Kupplung und Bremsanlage sorgfältig zu prüfen. Nicht jeder Traktor darf 3 Tonnen Stützlast aufnehmen.

Was ist die Kugelkupplung 80 mm?
Das System K80, das bei schweren landwirtschaftlichen Anhängern zunehmend Standard ist: spielfreie Verbindung, dadurch weniger Verschleiß, geringere Geräuschentwicklung und besseres Fahrverhalten bei hohen Stützlasten.

Welche Bereifung ist verbaut?
Räder 550/60-22,5 mit 22,5-Zoll-Felgendurchmesser – Nutzfahrzeugdimension. Das bedeutet besseres Überrollverhalten und höhere mögliche Transportgeschwindigkeiten. Optional sind 600/50-22,5 mit EU-Homologation für maximale Bodenschonung erhältlich.

Warum ist die Außenleiter abnehmbar?
Damit sie entfernt werden kann, wenn sie stört – bei engen Platzverhältnissen oder beim Transport. Nach dem Abnehmen ist ein sicherer Zugang anderweitig zu gewährleisten.

Lohnen sich die Aufsatzwände?
Die 320 mm sind bei diesem Modell moderat dimensioniert – und das aus gutem Grund: Bei 12,9 m³ Grundvolumen und 14,2 Tonnen Nutzlast ist das Gewichtslimit bei den meisten Materialien ohnehin der begrenzende Faktor. Die Aufsatzwände zielen auf besonders leichte Güter wie trockenen Geflügelmist, Kompost und Rindenmulch.

Welche Verschleißteile sollte ich im Blick behalten?
Gleitfüße der Kratzbodenleisten, Eichenholz-Gleitleisten, Förderleisten und Bodenbleche – alle auswechselbar ausgeführt. Rechtzeitiger Tausch verhindert Folgeschäden an teureren Bauteilen.