Vogelsang VX136-105Q sur console d'attelage trois points, demi-coque droite
7 230,00 €
Vogelsang VX136-105Q sur console d'attelage trois points, demi-coque droite
Ausführung
- Drehkolbenpumpe VX136-105Q
- Montage auf Dreipunktkonsole
- Gehäusehalbschalen in gerader Ausführung
- Vierflügelige HiFlo-Kolben aus NBR
- Wellenabdichtung als Cartridge-Einheit
- Optische Dichtungskontrolle über Dichtungskammerbehälter
Technische Daten
| Hersteller | Vogelsang |
|---|---|
| Produktart | Drehkolbenpumpe, trockenlaufunempfindlich |
| Baureihe | VX136 Q |
| Montage | Dreipunktkonsole |
| Max. Kugeldurchgang | 40 mm |
| Wellendurchmesser Pumpenkammer | 60 mm |
| Gehäusehalbschalen | nachstellbar, GG-25 |
| Axialer Gehäuseschutz | Schutzplatten in HVSS |
| Drehkolben | vierflügelige HiFlo-Kolben, NBR |
| Kolbengeometrie | pulsationsfrei |
| Lagerung | einseitig |
| Wellenabdichtung | Cartridge-Einheit, Blockring 1.4301 Cr₂O₃ / Duronit |
| Korrosionsschutz | 2-Komponenten Grund- und Deckbeschichtung |
| Farbe | RAL 3020, Verkehrsrot |
| Wartungskonzept | QuickService |
| Förderrichtung | variabel |
Produktbeschreibung
Drehkolbenpumpe auf Dreipunktkonsole
Die horizontal aufgestellte, trockenlaufunempfindliche Pumpe sitzt auf einer Dreipunktkonsole und arbeitet selbstansaugend bei variabler Förderrichtung. Die Gehäusehalbschalen sind in gerader Ausführung ausgeführt.
Das Drehkolbenprinzip – warum es bei Gülle und Schlamm überlegen ist
Das ist die grundlegende Entscheidung bei der Pumpenwahl.
| Kreiselpumpe | Drehkolbenpumpe | |
|---|---|---|
| Arbeitsweise | Strömungsmaschine | Verdrängerpumpe |
| Selbstansaugend | nein | ja |
| Förderrichtung | fest | umkehrbar |
| Fördermenge bei Gegendruck | bricht ein | bleibt nahezu konstant |
| Feststoffe | empfindlich | bis 40 mm Kugeldurchgang |
| Zähe Medien | problematisch | unproblematisch |
Der entscheidende Unterschied: Eine Verdrängerpumpe fördert je Umdrehung ein festes Volumen. Die Fördermenge steigt drehzahlproportional und hängt kaum vom Gegendruck ab.
Was das praktisch bedeutet: Bei langen Leitungen, Höhenunterschieden und zähem Medium liefert die Pumpe weiter – während eine Kreiselpumpe dort einbricht.
Die umkehrbare Förderrichtung
Das ist eines der praktisch wertvollsten Merkmale.
Was damit möglich wird:
- Befüllen und Entleeren mit derselben Pumpe und derselben Leitung.
- Leitungen leersaugen vor dem Abkuppeln – kein Nachlaufen.
- Verstopfungen freiblasen durch Richtungsumkehr.
- Rühren und Umwälzen im Behälter.
Warum das bei Gülletechnik zählt: Ein Fass muss befüllt und entleert werden. Ohne Umkehrfunktion bräuchte es zwei Pumpen oder eine aufwendige Ventilsteuerung.
40 mm Kugeldurchgang
Das ist die Größe des Fremdkörpers, der die Pumpe passieren kann.
Warum das in der Praxis entscheidend ist: In Gülle, Gärresten und Schlamm befindet sich, was nicht hineingehört.
- Steine aus dem Stall und von der Fahrsiloplatte
- Ohrmarken und Metallteile
- Holzstücke und Einstreureste
- Strohknäuel und verfilzte Fasern
Was bei zu kleinem Durchgang passiert: Die Pumpe setzt sich zu – und muss geöffnet werden. Bei 40 mm passiert das deutlich seltener.
Der zweite Punkt: Die Drehkolben arbeiten berührungslos. Ein Fremdkörper wird durchgefördert, statt zwischen Kolben und Gehäuse zerrieben zu werden – anders als bei Pumpen mit metallischem Kontakt.
Die NBR-Drehkolben in HiFlo-Geometrie
Vierflügelige Kolben aus Nitrilkautschuk in pulsationsfreier Geometrie.
Warum elastomerbeschichtete Kolben: Vogelsang gilt als Erfinder dieser Bauart.
- Elastisch. Die Kolben geben bei Feststoffen nach, statt zu brechen.
- Geräuschärmer als Metallkolben.
- Verschleißarm gegenüber dem Gehäuse – die Kolben berühren sich nicht.
- Tauschbar als Verschleißteil, ohne das Gehäuse zu ersetzen.
Warum vier Flügel und pulsationsfreie Geometrie: Bei zweiflügeligen Kolben entsteht eine deutliche Pulsation im Förderstrom. Das belastet Leitungen, Armaturen und Verschraubungen – und erzeugt Geräusche.
Mit vier Flügeln überlappen sich die Förderphasen – der Strom wird gleichmäßig.
Zum Werkstoff NBR: Nitrilkautschuk ist beständig gegen Wasser, Gülle, Schlamm und mineralische Öle. Für aggressive Chemikalien bietet Vogelsang andere Werkstoffe an – FPM oder FFPM.
Nachstellbare Gehäusehalbschalen
Die Halbschalen aus GG-25 lassen sich nachstellen.
Warum das über die Lebensdauer entscheidet: Mit zunehmendem Verschleiß wächst der Spalt zwischen Kolben und Gehäuse. Ein größerer Spalt bedeutet Rückströmung – die Förderleistung sinkt, besonders bei Gegendruck.
Was das Nachstellen leistet: Der Spalt wird wieder verkleinert. Die ursprüngliche Leistung kehrt zurück, ohne dass Bauteile ersetzt werden müssen.
Der wirtschaftliche Effekt: Eine Pumpe, deren Verschleiß sich ausgleichen lässt, hat eine deutlich längere Nutzungsdauer als eine, bei der nur der Austausch bleibt.
Die Wellenabdichtung als Cartridge-Einheit
Das ist das Bauteil, an dem Pumpen typischerweise ausfallen.
Das Problem: Die Welle durchdringt das Pumpengehäuse. Dort muss gegen das Fördermedium abgedichtet werden – unter Rotation und Druck.
Was eine Cartridge-Einheit anders macht: Die Dichtung ist als vormontierte Baugruppe ausgeführt. Beim Wechsel wird die komplette Einheit getauscht – statt Einzelteile zu justieren.
- Kein Einstellen der Federvorspannung vor Ort.
- Keine Montagefehler durch falsch eingebaute Gleitflächen.
- Schneller Wechsel auch unter Zeitdruck.
Der Werkstoff Chromoxid gegen Duronit ist eine harte Gleitpaarung – ausgelegt auf abrasive Medien.
Die optische Dichtungskontrolle
Ein druckbeaufschlagter Dichtungskammerbehälter macht den Dichtungszustand sichtbar.
Wie das funktioniert: Zwischen den Dichtungen steht eine Sperrflüssigkeit unter Druck. Sinkt der Füllstand, ist eine Dichtung undicht – lange bevor Medium nach außen oder ins Lager gelangt.
Warum das wertvoll ist: Ein Dichtungsschaden, der unbemerkt bleibt, führt zu Mediumeintritt ins Lager. Dann ist nicht mehr die Dichtung das Problem, sondern der Antriebsstrang.
Mit Sichtkontrolle wird aus einem Schadensfall ein planbarer Wartungsvorgang.
Einseitige Lagerung für schnellen Kolbenwechsel
Die Welle ist nur auf einer Seite gelagert.
Was das ermöglicht: Die Kolben sind von der gegenüberliegenden Seite zugänglich, ohne die Lagerung zu demontieren.
Was das im Servicefall bedeutet: Deckel öffnen, Kolben tauschen, schließen. Die Pumpe muss nicht aus der Anlage ausgebaut werden – und Saug- wie Druckleitung bleiben angeschlossen.
Vogelsang fasst das unter dem QuickService-Konzept zusammen.
Die Dreipunktkonsole
Die Pumpe ist auf einer Konsole für den Dreipunktanbau montiert.
Was das praktisch bedeutet: Die Pumpe wird am Schlepper geführt – sie kommt zum Einsatzort, statt stationär installiert zu sein.
Typische Anwendungen:
- Güllebehälter umpumpen – zwischen Lagern oder in das Fass
- Fremdbefüllung bei Lohnarbeit
- Separieren und Umwälzen
- Notentleerung bei Havarie
- Gärrestlager an Biogasanlagen
Der Vorteil gegenüber einer stationären Installation: Eine Pumpe bedient mehrere Standorte. Bei Lohnunternehmen und Betrieben mit verteilten Lagern ist das die wirtschaftliche Lösung.
Trockenlaufunempfindlich
Der Hersteller nennt das ausdrücklich.
Warum das bei mobilen Anwendungen zählt: Beim Ansaugen aus einem Behälter läuft die Pumpe zwangsläufig zunächst trocken. Und am Ende, wenn der Behälter leer ist, ebenfalls.
Bei einer empfindlichen Pumpe bedeutet jeder dieser Momente Verschleiß – hier ist er eingeplant.
Wichtig bleibt dennoch: Dauerhafter Trockenlauf ist auch hier zu vermeiden – die Vorgaben der Betriebsanleitung sind maßgeblich.
Korrosionsschutz
Zwei-Komponenten-Grund- und Deckbeschichtung in RAL 3020.
Warum das bei Gülletechnik nötig ist: Gülle enthält Ammoniak und Schwefel verbindungen. Die Umgebung ist feucht, und die Pumpe steht zwischen den Einsätzen oft im Freien.
Eine 2K-Beschichtung ist deutlich widerstandsfähiger als Einkomponentenlack – sie härtet chemisch aus, statt nur zu trocknen.
Einsatzgebiete
Landwirtschaft und Gülletechnik, Biogasanlagen und Gärrestlager, Lohnunternehmen, Kommunale Abwassertechnik, Klärschlammförderung, Industrie und Prozesstechnik, Separationsanlagen.
Hinweise zum Betrieb
- Fördermedium und Werkstoffeignung prüfen – NBR ist für Wasser, Gülle, Schlamm und mineralische Öle ausgelegt, nicht für aggressive Chemikalien.
- Zulässige Drehzahl und zulässigen Differenzdruck einhalten.
- Dreipunktaufnahme und Hubkraft des Schleppers prüfen.
- Dichtungskammerbehälter regelmäßig kontrollieren – ein sinkender Füllstand zeigt eine undichte Dichtung an.
- Gehäusehalbschalen bei nachlassender Förderleistung nachstellen.
- Dauerhaften Trockenlauf vermeiden; die Vorgaben der Betriebsanleitung beachten.
- Saugleitung möglichst kurz und ohne Lufteintritt ausführen.
- Bei Frostgefahr Pumpe und Leitungen entleeren.
- Vor Arbeiten an der Pumpe Antrieb stillsetzen und gegen Wiedereinschalten sichern; Anlage drucklos machen.
- Bei Arbeiten an Güllebehältern die Gefahr durch Faulgase beachten – nie allein arbeiten.
- Kupplungsschutz nicht entfernen.
- Kolben und Gehäuseschutzplatten regelmäßig auf Verschleiß prüfen.
- Betriebsanleitung und Wartungsintervalle des Herstellers beachten.
Häufige Fragen
Warum eine Drehkolbenpumpe und keine Kreiselpumpe?
Sie ist selbstansaugend, die Förderrichtung ist umkehrbar, und die Fördermenge bleibt bei Gegendruck nahezu konstant. Bei zähen Medien und Feststoffanteil bricht eine Kreiselpumpe ein.
Wie groß dürfen Fremdkörper sein?
Der maximale Kugeldurchgang beträgt 40 mm. Steine, Ohrmarken und Holzstücke werden durchgefördert, statt die Pumpe zu blockieren.
Kann die Pumpe in beide Richtungen fördern?
Ja. Damit lassen sich Befüllen und Entleeren über dieselbe Leitung erledigen, Leitungen leersaugen und Verstopfungen freiblasen.
Woraus bestehen die Drehkolben?
Aus NBR – vierflügelige HiFlo-Kolben in pulsationsfreier Geometrie. Für aggressive Medien bietet der Hersteller andere Werkstoffe an.
Was bedeutet „nachstellbare Gehäusehalbschalen"?
Der Spalt zwischen Kolben und Gehäuse lässt sich bei Verschleiß wieder verkleinern. Die Förderleistung kehrt zurück, ohne dass Bauteile ersetzt werden müssen.
Wie erkenne ich einen Dichtungsschaden?
Über den druckbeaufschlagten Dichtungskammerbehälter. Sinkt der Füllstand, ist eine Dichtung undicht – lange bevor Medium ins Lager gelangt.
Wie aufwendig ist der Kolbenwechsel?
Durch die einseitige Lagerung sind die Kolben zugänglich, ohne die Pumpe auszubauen. Saug- und Druckleitung bleiben angeschlossen.
Ist die Pumpe trockenlauffest?
Sie ist trockenlaufunempfindlich – beim Ansaugen und beim Leerlaufen des Behälters ist das eingeplant. Dauerhafter Trockenlauf sollte dennoch vermieden werden.