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Vogelsang pompe R116-300 avec moteur hydraulique OMS 160

Description

Vogelsang pompe R116-300 avec moteur hydraulique OMS 160

Ausführung

  • Drehkolbenpumpe der Baureihe R116 mit Hydraulikmotor
  • Gerade Drehkolben, versetzt angeordnet
  • Axiale Schutzplatten aus hochverschleißfestem Spezialstahl
  • Abschmierbare Wellenabdichtungen, beidseitig gelagert

Technische Daten

HerstellerHugo Vogelsang Maschinenbau GmbH
ProduktartDrehkolbenpumpe mit Hydraulikantrieb
BaureiheR116
AntriebHydraulikmotor
Kapazität2.700 l/min
Fördervolumen je Umdrehung5,8 l
Max. Drehzahl470 min⁻¹
Max. Mediumdruck4 bar
Erforderliche Ölmenge75 l/min
Max. hydraulischer Druck140 bar
Max. Betriebsmoment490 Nm
StandardflanschDN 150
Antriebswelle1 × glatt, Ø 32 mm
Ölmenge Pumpe1 l
Selbstansaugend bis7,5 m
Förderrichtungumkehrbar
PumpenkammerGrauguss
KolbenwerkstoffElastomer, z. B. NBR oder FKM
Maße L1 / L2 / L3 / L4195,5 / 391 / 620 / 181 mm
Gewichtca. 135,7 kg

Produktbeschreibung

Drehkolbenpumpe mit Hydraulikantrieb

Die Pumpen der R-Serie eignen sich als Güllepumpen auf dem Hof, als Be- und Entladepumpen für Tankfahrzeuge oder als mobile Pumpen. Sie sind selbstansaugend, sehr trockenlaufresistent und lassen sich in beide Förderrichtungen betreiben.

Der Hydraulikantrieb – das ist der Unterschied zur Zapfwellenversion

Dieselbe Pumpe gibt es mit beiden Antriebsarten. Die Wahl bestimmt den Einsatzbereich.

HydraulikantriebZapfwellenantrieb
AntriebsquelleFahrzeughydraulikZapfwelle
Max. Drehzahl470 min⁻¹650 min⁻¹
Kapazität2.700 l/min3.800 l/min
Einbauflexibel, auch beengtGelenkwellenstrang nötig
Drehzahlregelungstufenlos über Ölmengeüber Motordrehzahl

Warum der Hydraulikantrieb weniger Drehzahl bringt: Der Orbitalmotor ist auf 75 l/min Ölfluss ausgelegt. Bei einem Schluckvolumen von 160 cm³ je Umdrehung ergeben sich daraus rechnerisch die 470 min⁻¹.

Was der Hydraulikantrieb dafür besser kann:

  • Kein Gelenkwellenstrang. Die Pumpe lässt sich dort montieren, wo Platz ist – nicht dort, wo die Welle hinkommt.
  • Stufenlose Drehzahlregelung über die Ölmenge am Steuergerät.
  • Betrieb bei stehendem Fahrzeug ohne laufende Zapfwelle.
  • Reversierbar durch Umschalten des Ölstroms.

Für Fasswagen, Container und mobile Pumpaggregate ist das die praktikable Lösung – überall dort, wo eine Gelenkwelle konstruktiv nicht unterzubringen ist.

Die Hydraulikanforderung – hier entscheidet sich die Eignung

Erforderliche Ölmenge75 l/min
Max. hydraulischer Druck140 bar

Was vor der Bestellung zu prüfen ist:

  • Liefert der Zusatzkreis 75 l/min dauerhaft? Nicht nur in der Spitze – die Pumpe läuft über längere Zeit.
  • Ist eine ausreichend dimensionierte Rücklaufleitung vorhanden? Staudruck im Rücklauf belastet die Wellendichtung des Hydraulikmotors.
  • Reicht die Ölkühlung? 75 l/min im Dauerumlauf erzeugen erhebliche Wärme.

Der Zusammenhang zwischen Ölmenge und Fördermenge: Weniger Öl bedeutet niedrigere Drehzahl und damit weniger Fördermenge. Bei 50 l/min liefert die Pumpe rechnerisch nur noch rund 1.800 l/min.

Warum eine Drehkolbenpumpe

Das Verdrängerprinzip unterscheidet sie grundlegend von Kreiselpumpen.

KreiselpumpeDrehkolbenpumpe
Selbstansaugendneinja, bis 7,5 m
Fördermenge bei Gegendrucksinktbleibt konstant
Förderrichtungfestumkehrbar
Zähe Medienproblematischgeeignet
Trockenlaufkritischsehr resistent

Die Selbstansaugfähigkeit bis 7,5 m ist der praktisch wichtigste Punkt: Die Pumpe muss nicht unterhalb des Flüssigkeitsspiegels stehen. Sie saugt aus der tiefer liegenden Grube an.

Die umkehrbare Förderrichtung spart laut Hersteller Rohrleitungen am Fasswagen – eine Pumpe befüllt und entleert.

Gerade Drehkolben, versetzt angeordnet

Die versetzte Anordnung sorgt für einen pulsationsarmen Lauf.

Was Pulsation verursacht: Jeder Kolben schiebt beim Durchlauf ein Volumenpaket. Ohne Versatz würden alle gleichzeitig fördern – der Volumenstrom käme stoßweise.

Was Pulsation anrichtet:

  • Druckstöße in der Leitung – sie belasten Verschraubungen, Schläuche und Armaturen.
  • Vibration an Pumpe und Aufbau.
  • Ungleichmäßige Ausbringung bei der Gülleverteilung.

Die geraden Kolben sind die robustere Bauform gegenüber gewendelten – weniger anfällig gegen Fremdkörper, einfacher zu wechseln.

Die Werkstoffe – Grauguss und Spezialstahl

Die Pumpenkammer besteht aus Grauguss mit guten Gleiteigenschaften und hohem Widerstand gegen Reibverschleiß.

Warum Grauguss und nicht Stahl: Der Graphitanteil im Gefüge wirkt wie ein Festschmierstoff. Bei kurzzeitigem Kontakt zwischen Kolben und Wand verschweißt nichts – das Material gleitet.

An den besonders belasteten Stirnseiten sind zum Schutz gegen Verschleiß Platten aus hochfestem Spezialstahl montiert.

Warum gerade dort: Die Stirnflächen sind die Dichtflächen zwischen Kolben und Gehäuse. Dort streift bei jeder Umdrehung Material entlang – bei Gülle mit Sandanteil wirkt das wie ein Dauerschliff.

Dass die Platten montiert und nicht angegossen sind, hat einen entscheidenden Vorteil: Sie lassen sich ersetzen. Ein verschlissenes Gehäuse wäre dagegen Totalschaden.

Die Kolben lassen sich auf das Medium abstimmen

Das ist eine Besonderheit, die bei der Bestellung berücksichtigt werden sollte.

Der Hersteller stellt besonders geeignete Mischungen für das den Kolbenkern umgebende Elastomer zusammen – so lässt sich jede Pumpe individuell an das Medium anpassen.

WerkstoffGeeignet fürNicht geeignet für
NBRGülle, Gärreste, Wasser, mineralische ÖleKraftstoffe, aromatische Lösemittel
FKMzusätzlich aggressive Medien, höhere Temperaturenheißes Wasser, Dampf, Ketone

Warum die Wahl entscheidend ist: Ein unpassendes Elastomer quillt auf oder wird spröde. Der aufgequollene Kolben klemmt, der spröde bricht – in beiden Fällen steht die Pumpe.

Für die Standardanwendung Gülle ist NBR die übliche Wahl. Bei abweichenden Medien sollte die Beständigkeit vorab geklärt werden.

Fremdkörperunempfindlich

Der Hersteller führt das ausdrücklich als Vorteil auf.

Warum das bei Gülle zählt: In jedem Behälter sind Fremdkörper – Steine, Holzstücke, Metallteile, Schnüre, Textilien.

Wie die Bauart damit umgeht: Die Elastomerkolben geben nach. Ein Fremdkörper wird durchgelassen, statt die Pumpe zu blockieren – anders als bei starren Verdrängerelementen.

Die Grenze bleibt dennoch: Große oder scharfkantige Teile beschädigen die Kolben. Ein vorgeschalteter Fremdkörperabscheider verlängert die Standzeit erheblich.

Trockenlaufresistent

Das ist in der Praxis ein entscheidender Punkt.

Warum Trockenlauf unvermeidlich ist: Beim Leerfahren einer Grube oder eines Fasses zieht die Pumpe am Ende Luft.

Was andere Pumpenarten dabei erleiden: Eine Exzenterschneckenpumpe zerstört den Stator in Sekunden. Eine Kreiselpumpe überhitzt.

Die Drehkolbenpumpe arbeitet berührungsfrei – zwischen Kolben und Gehäuse besteht Spiel. Kurze Trockenphasen sind unkritisch.

Die Einschränkung: Die Wellenabdichtung braucht Medium zur Schmierung. Dauerhafter Trockenlauf ist auch hier nicht vorgesehen.

Abschmierbare Wellenabdichtungen

Die Dichtungen lassen sich nachschmieren.

Warum das die Lebensdauer bestimmt: Die Wellendurchführung ist die kritische Stelle jeder Pumpe. Dort trifft rotierende Welle auf abrasives Medium.

Was regelmäßiges Abschmieren bewirkt: Das Fett drückt von innen gegen den Dichtbereich und hält Gülle und Sand fern. Ohne Schmierung dringt Medium in die Dichtung ein und zerstört sie.

Die beidseitige Lagerung hält die Welle zusätzlich in Position – auch unter wechselnder Belastung.

DN 150 als Standardflansch

Die Anschlussgröße bestimmt die Einbindung in die Verrohrung.

Warum DN 150 zur Fördermenge passt: Bei 2.700 l/min ergibt sich in einer DN-150-Leitung eine Strömungsgeschwindigkeit von rund 2,5 m/s.

Was zu kleine Querschnitte bewirken: Die Geschwindigkeit steigt, der Druckverlust wächst quadratisch. Die Pumpe arbeitet dann gegen die eigene Leitung – mit entsprechendem Leistungsbedarf und Verschleiß.

Das Betriebsmoment von 490 Nm

Das ist der Wert, der bei der Auslegung des Hydraulikmotors zählt.

Der Zusammenhang: Bei 140 bar Hydraulikdruck und dem Schluckvolumen des Motors ergibt sich das verfügbare Drehmoment. Reicht es nicht, bleibt die Pumpe bei zähem Medium stehen.

Was das Betriebsmoment bestimmt: Der Mediumdruck. Bei 4 bar Gegendruck ist der volle Wert erforderlich – bei geringerem Druck entsprechend weniger.

Für welche Medien

  • Gülle aller Konsistenzen
  • Gärreste
  • Flüssigmist
  • Abwasser

Bei abweichenden Medien ist die Beständigkeit des Kolbenwerkstoffs zu prüfen – der Hersteller bietet dafür verschiedene Elastomermischungen an.

Einsatzgebiete

Landwirtschaftsbetriebe, Fasswagen und Tankfahrzeuge, mobile Pumpaggregate, Lohnunternehmen, Biogasanlagen, Güllelogistik, Umpumpstationen, Kommunaltechnik.

Hinweise zum Betrieb

  • Hydraulikversorgung prüfen: 75 l/min bei maximal 140 bar.
  • Rücklaufleitung ausreichend dimensionieren – Staudruck schädigt den Hydraulikmotor.
  • Ölkühlung des Trägerfahrzeugs berücksichtigen; 75 l/min im Dauerumlauf erzeugen Wärme.
  • Maximalen Mediumdruck von 4 bar nicht überschreiten.
  • Kolbenwerkstoff zum Medium passend wählen – NBR, FKM oder andere Mischungen.
  • Saughöhe von 7,5 m nicht überschreiten.
  • Leitungsquerschnitt mindestens DN 150 wählen; zu kleine Querschnitte erhöhen den Druckverlust erheblich.
  • Wellenabdichtungen regelmäßig abschmieren – das ist die wichtigste Wartungsarbeit.
  • Ölstand der Pumpe kontrollieren; Füllmenge 1 Liter.
  • Dauerhaften Trockenlauf vermeiden.
  • Grobe Fremdkörper fernhalten; ein vorgeschalteter Abscheider verlängert die Standzeit.
  • Bei Verstopfung die umkehrbare Förderrichtung zum Freispülen nutzen.
  • Axiale Schutzplatten auf Verschleiß prüfen und rechtzeitig ersetzen.
  • Vor Wartungsarbeiten Hydraulik drucklos machen und gegen unbeabsichtigtes Anlaufen sichern.
  • Bei Frost entleeren.

Häufige Fragen

Welche Hydraulikleistung brauche ich?

75 l/min Ölmenge bei maximal 140 bar. Der Zusatzkreis muss die Menge dauerhaft liefern – nicht nur in der Spitze.

Wie viel fördert die Pumpe?

2.700 l/min bei 5,8 Litern je Umdrehung und maximal 470 min⁻¹. Über die Ölmenge lässt sich die Drehzahl und damit die Fördermenge stufenlos regeln.

Was ist der Unterschied zur Zapfwellenversion?

Der Antrieb und damit die Drehzahl. Die Zapfwellenversion dreht bis 650 min⁻¹ und fördert 3.800 l/min. Der Hydraulikantrieb lässt sich dafür flexibler einbauen – ohne Gelenkwellenstrang.

Wie hoch saugt die Pumpe an?

Bis 7,5 Meter. Sie muss also nicht unterhalb des Flüssigkeitsspiegels stehen.

Welchen Kolbenwerkstoff soll ich wählen?

Für Gülle und Gärreste ist NBR die übliche Wahl, FKM für aggressivere Medien und höhere Temperaturen. Ein unpassendes Elastomer quillt auf oder wird spröde – in beiden Fällen steht die Pumpe.

Was bringen die Schutzplatten aus Spezialstahl?

Sie schützen die besonders belasteten Stirnseiten vor Verschleiß. Da sie montiert und nicht angegossen sind, lassen sie sich ersetzen – ein verschlissenes Gehäuse wäre Totalschaden.

Kann die Pumpe trocken laufen?

Sie ist sehr trockenlaufresistent, weil Kolben und Gehäuse berührungsfrei arbeiten. Dauerhafter Trockenlauf ist dennoch nicht vorgesehen – die Wellenabdichtung braucht Medium.

Warum läuft die Pumpe pulsationsarm?

Durch die versetzte Anordnung der Kolben. Ohne Versatz würden alle gleichzeitig fördern – der Volumenstrom käme stoßweise, mit Druckstößen in der Leitung.