Vogelsang corps de pompe VX136-210 Q, Injection S
6 984,00 €
Vogelsang corps de pompe VX136-210 Q, Injection S
Ausführung
- Pumpenkörper der Baureihe VX136, Baugröße 210
- Symmetrisches InjectionSystem (Injection S)
Hinweis: Antrieb, Getriebe und Grundrahmen werden passend zur Anwendung konfiguriert.
Technische Daten
| Hersteller | Hugo Vogelsang Maschinenbau GmbH |
|---|---|
| Produktart | Drehkolbenpumpe, Pumpenkörper |
| Baureihe | VX136 |
| Baugröße | 210 |
| Fördervolumen je Umdrehung | 3,80 l |
| Theoretische Förderleistung | 180 m³/h bei 800 min⁻¹ |
| Max. Drehzahl | 800 min⁻¹ |
| Max. Differenzdruck | 5 bar |
| Theoretisches Betriebsmoment | 395 Nm |
| Max. Kugeldurchlass | Ø 40 mm |
| Ölmenge | 2 l |
| InjectionSystem | Injection S, symmetrisch |
| Förderrichtung | umkehrbar |
Produktbeschreibung
Drehkolbenpumpe der Baugröße 210
Die Pumpe fördert 3,80 Liter je Umdrehung – theoretisch bis zu 180 m³/h bei 800 min⁻¹. Das symmetrische InjectionSystem verbessert Abdichtung, Liefergrad und Standzeit.
Warum eine Drehkolbenpumpe und keine Kreiselpumpe
Das ist die grundlegende Frage bei der Pumpenauswahl.
| Kreiselpumpe | Drehkolbenpumpe | |
|---|---|---|
| Prinzip | Strömung | Verdrängung |
| Fördermenge bei steigendem Druck | sinkt | bleibt konstant |
| Selbstansaugend | nein | ja |
| Förderrichtung | fest | umkehrbar |
| Viskose Medien | problematisch | geeignet |
| Trockenlauf | kritisch | unempfindlich |
Der entscheidende Punkt ist die konstante Fördermenge: Eine Drehkolbenpumpe schiebt je Umdrehung ein definiertes Volumen. Bei schwankendem TS-Gehalt und wechselndem Gegendruck bleibt die Menge gleich – nur das erforderliche Drehmoment ändert sich.
Warum das in der Praxis zählt: Gülle, Gärreste und Klärschlamm haben nie dieselbe Konsistenz. Eine Kreiselpumpe fördert bei zähem Medium deutlich weniger – oder gar nicht mehr.
Das symmetrische InjectionSystem
Das ist die Ausstattung, für die dieser Artikel steht.
Was Injection S leistet: Der Hersteller beschreibt eine verbesserte Abdichtung der Pumpe durch mehr Dichtlinien – mit entsprechend höherem Liefergrad.
Was der Liefergrad bedeutet: Das Verhältnis von tatsächlich gefördertem zu theoretischem Volumen. Je besser die Abdichtung zwischen Kolben und Gehäuse, desto weniger Medium strömt intern zurück.
Was das InjectionSystem insgesamt bringt:
- Höhere Unempfindlichkeit gegenüber Fremdstoffen
- Gesteigerte Effizienz
- Verbessertes Ansaugvermögen durch optimierten Liefergrad
- Deutlich erhöhte Standzeit
Der Hersteller nennt dazu einen konkreten Wert: Feldversuche zeigen, dass sich die Lebensdauer um das bis zu 2,5-fache verlängern kann.
Injection S oder Injection A – die Entscheidungsfrage
Vogelsang bietet zwei Ausführungen an.
| Injection S (diese Ausführung) | Injection A | |
|---|---|---|
| Bauart | symmetrisch | asymmetrisch |
| Stärke | mehr Dichtlinien, höherer Liefergrad | verbesserter Fremdkörperschutz |
| Ausgelegt für | allgemeine Förderaufgaben | niedrigviskose Medien bei hohem Druck |
Die Faustregel: Injection S für Medien mit höherer Viskosität und Feststoffanteil – also Gülle, Gärreste, Klärschlamm. Injection A, wenn dünnflüssige Medien unter hohem Druck gefördert werden.
Die Baugröße 210 im Reihenvergleich
| Baugröße | l/Umdrehung | m³/h bei 800 min⁻¹ | Max. Differenzdruck | Betriebsmoment |
|---|---|---|---|---|
| 70 | 1,27 l | 60 m³/h | 10 bar | 240 Nm |
| 105 | 1,90 l | 90 m³/h | 10 bar | 355 Nm |
| 140 | 2,53 l | 120 m³/h | 8 bar | 390 Nm |
| 210 | 3,80 l | 180 m³/h | 5 bar | 395 Nm |
Was die Tabelle zeigt: Mit wachsender Baugröße steigt die Fördermenge – und sinkt der zulässige Differenzdruck.
Warum das so ist: Die Kolben werden größer, die beaufschlagte Fläche ebenfalls. Bei gleichem Druck wirken dadurch höhere Kräfte auf Welle und Lagerung.
Was daraus für die Auswahl folgt: Diese Baugröße ist die Förderstarke der Reihe – für hohe Volumina bei moderatem Gegendruck. Wer gegen hohen Druck fördern muss, nimmt eine kleinere Baugröße und dreht höher.
Die wichtigste Zahl ist nicht die Fördermenge
Ein Punkt, der bei der Auslegung häufig unterschätzt wird.
Die 180 m³/h gelten bei 800 min⁻¹ – der maximalen Drehzahl.
Was das praktisch bedeutet: Die Fördermenge ist über die Drehzahl frei einstellbar. Dieselbe Pumpe liefert bei 400 min⁻¹ rund 90 m³/h – bei halbem Verschleiß.
Ein Praxisbeispiel des Herstellers aus einer Kläranlage: Mit einem 7,5-kW-Motor fördert diese Pumpe bis zu 70 m³/h bei bis zu 2 bar Differenzdruck. Das zeigt, wie weit unter dem theoretischen Maximum typische Anwendungen liegen.
Warum niedrige Drehzahlen sinnvoll sind: Der Verschleiß an Kolben und Gehäuse steigt überproportional mit der Drehzahl. Eine größere Pumpe bei niedriger Drehzahl hält länger als eine kleine bei Volllast.
Kugeldurchlass Ø 40 mm
Das ist die Größe der Feststoffe, die die Pumpe passieren lässt.
Warum der Wert zählt: In Gülle, Gärresten und Klärschlamm sind Fremdkörper die Regel – Steine, Holzstücke, Metallteile, Textilien.
Was bei zu kleinem Durchlass passiert: Der Fremdkörper verklemmt sich zwischen Kolben und Gehäuse. Im besten Fall löst die Überlastsicherung aus, im schlechteren bricht ein Kolben.
40 mm sind ein praxistauglicher Wert – größere Teile sollten über einen vorgeschalteten Fremdkörperabscheider ferngehalten werden.
Umkehrbare Förderrichtung
Die Pumpe fördert in beide Richtungen.
Was das ermöglicht:
- Befüllen und Entleeren mit einer Pumpe.
- Freispülen bei Verstopfung – Rückwärtslauf löst den Fremdkörper.
- Leeren der Leitung nach dem Fördervorgang.
- Durchmischen durch wechselnde Förderrichtung.
Der Hersteller nennt dazu ein Anwendungsbeispiel: In einer Kläranlage übernimmt die Pumpe zusätzlich das Durchmischen des Behälters – ein separates Rührwerk wurde dadurch wirtschaftlich entbehrlich.
Trockenlaufunempfindlich
Das unterscheidet die Bauart von vielen anderen Verdrängerpumpen.
Warum das in der Praxis zählt: Beim Leerfahren eines Behälters zieht die Pumpe zwangsläufig Luft. Eine Exzenterschneckenpumpe nimmt dabei innerhalb von Sekunden Schaden – der Stator verbrennt.
Die Drehkolbenpumpe arbeitet berührungsfrei – Kolben und Gehäuse haben Spiel. Kurze Trockenphasen sind unkritisch.
Die Einschränkung: Die Wellendichtung braucht Medium. Dauerhafter Trockenlauf ist auch hier nicht vorgesehen – die Betriebsanleitung ist maßgeblich.
Der Pumpenkörper – was das für die Konfiguration bedeutet
Die Pumpe wird ohne Antrieb geliefert.
Was daraus folgt: Antriebsart, Leistung und Aufbau werden auf die Anwendung abgestimmt.
| Antriebsart | Typische Anwendung |
|---|---|
| Elektromotor mit Riementrieb | stationär, platzsparend, Drehzahl über Scheiben anpassbar |
| Elektromotor mit Frequenzumrichter | stufenlose Drehzahlregelung |
| Getriebemotor | kompakt, feste Drehzahl |
| Zapfwelle | mobile Anwendungen, Fasswagen |
| Hydraulikmotor | Anbau an Fahrzeuge |
Die Auslegung richtet sich nach dem erforderlichen Drehmoment: Bei 395 Nm theoretischem Betriebsmoment und der gewünschten Drehzahl ergibt sich der Leistungsbedarf.
Der Hersteller bietet die Konfiguration an – bei einer Pumpe dieser Klasse ist die Abstimmung auf die konkrete Förderaufgabe sinnvoll.
Servicefreundlichkeit
Die VX-Serie ist auf Wartung im eingebauten Zustand ausgelegt.
Was das bedeutet: Verschleißteile sind zugänglich, ohne die Pumpe aus der Verrohrung zu nehmen.
Warum das die Betriebskosten bestimmt: Bei einer fest verrohrten Pumpe in einer Anlage ist der Ausbau der größte Teil des Aufwands. Was sich vor Ort warten lässt, verursacht Stunden statt Tage Stillstand.
Die Ölmenge von 2 Litern ist überschaubar – der Ölwechsel gehört zu den regelmäßigen Wartungsarbeiten.
Für welche Medien
- Gülle und Gärreste
- Klärschlamm – auch mit hohem TS-Gehalt
- Abwasser
- Viskose und feststoffhaltige Medien
Der Hersteller nennt als Praxisbeispiel Schlamm mit bis zu 8 % Trockensubstanz.
Einsatzgebiete
Biogasanlagen, Kläranlagen und Abwassertechnik, Landwirtschaft und Güllelogistik, Lohnunternehmen, Industrie und Verfahrenstechnik, Lebensmittelindustrie, mobile Pumptechnik.
Hinweise zum Betrieb
- Antrieb auf das erforderliche Drehmoment auslegen – 395 Nm theoretisches Betriebsmoment bei maximalem Differenzdruck.
- Maximalen Differenzdruck von 5 bar nicht überschreiten – er ist bei dieser Baugröße der begrenzende Wert.
- Maximale Drehzahl von 800 min⁻¹ einhalten; niedrigere Drehzahlen verlängern die Standzeit erheblich.
- Fremdkörper über 40 mm fernhalten – gegebenenfalls einen Abscheider vorschalten.
- Beständigkeit der Werkstoffe gegenüber dem Medium prüfen.
- Ölstand und Ölqualität nach Herstellervorgabe kontrollieren; Füllmenge 2 Liter.
- Verschlussschrauben in der vorgeschriebenen Lage montieren – die magnetische gehört nach unten.
- Anzugsmomente der Verschraubungen beachten.
- Dauerhaften Trockenlauf vermeiden; die Wellendichtung braucht Medium.
- Bei Verstopfung die umkehrbare Förderrichtung zum Freispülen nutzen.
- Vor Wartungsarbeiten Anlage drucklos machen und gegen Wiedereinschalten sichern.
- Die Wartungs- und Betriebsvorschrift des Herstellers beachten.
Häufige Fragen
Wie viel fördert die Pumpe?
3,80 Liter je Umdrehung – theoretisch 180 m³/h bei der maximalen Drehzahl von 800 min⁻¹. Über die Drehzahl lässt sich die Menge frei einstellen.
Welchen Druck verträgt die Pumpe?
Maximal 5 bar Differenzdruck. Bei den kleineren Baugrößen der Reihe sind bis zu 10 bar möglich – mit wachsender Fördermenge sinkt der zulässige Druck.
Was ist das symmetrische InjectionSystem?
Es verbessert die Abdichtung der Pumpe durch mehr Dichtlinien und erhöht damit den Liefergrad. Laut Hersteller verlängern Feldversuche die Lebensdauer um das bis zu 2,5-fache.
Injection S oder Injection A?
Injection S bietet mehr Dichtlinien und höheren Liefergrad, Injection A einen verbesserten Fremdkörperschutz bei niedrigviskosen Flüssigkeiten und hohem Druck.
Wie groß dürfen Feststoffe sein?
Der maximale Kugeldurchlass beträgt Ø 40 mm. Größere Teile sollten über einen vorgeschalteten Abscheider ferngehalten werden.
Ist ein Antrieb dabei?
Nein. Der Pumpenkörper wird ohne Antrieb geliefert – Motor, Getriebe und Aufbau werden auf die Anwendung abgestimmt. Das theoretische Betriebsmoment beträgt 395 Nm.
Kann die Pumpe trocken laufen?
Drehkolbenpumpen arbeiten berührungsfrei und sind gegenüber kurzen Trockenphasen unempfindlich. Dauerhafter Trockenlauf ist dennoch nicht vorgesehen – die Wellendichtung braucht Medium.
Lässt sich die Förderrichtung umkehren?
Ja. Das ermöglicht Befüllen und Entleeren mit einer Pumpe, das Freispülen bei Verstopfung und das Durchmischen von Behältern.