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Vogelsang BlackBird MAX Schleppschuhgestänge 24 m, 2 Exaktverteiler, 25 cm

Description

Vogelsang BlackBird MAX Schleppschuhgestänge 24 m, 2 Exaktverteiler, 25 cm

Ausstattung

  • Zwei Exaktverteiler der ExaCut-Serie
  • PrecisionFlow-Auslauf, strömungsoptimiert
  • Schlauchabstand 25 cm
  • 3D-Anfahrschutz am Endarm
  • Integrierte Fangvorrichtung im Seitenarm
  • Hydraulische Ausleger mit mehreren Klappmechanismen
  • Seitliches Hochklappen am Fass für den Transport

Technische Daten

HerstellerVogelsang GmbH & Co. KG
ProduktartSchleppschuhgestänge für die bodennahe Gülleausbringung
Arbeitsbreite24 m
Baureihenbreiten21, 24 und 30 m
Exaktverteiler2 Stück, ExaCut-Serie
Schlauchabstand25 cm
Schlauchabstand mit DoubleFlow12,5 cm
AuslaufPrecisionFlow-Tülle
Anfahrschutz3D am Endarm
Transportstellungseitlich am Fass hochgeklappt

Produktbeschreibung

Schleppschuhgestänge mit 24 m Arbeitsbreite

Das Gestänge bringt Gülle streifenweise und bodennah aus. Zwei Exaktverteiler der ExaCut-Serie versorgen die Schläuche, der strömungsoptimierte PrecisionFlow-Auslauf legt die Gülle präzise ab.

Warum bodennahe Ausbringung keine Option mehr ist

Das ist der rechtliche Kontext, vor dem dieses Gerät steht.

Die Vorgabe: Flüssige organische Düngemittel dürfen auf bestelltem Ackerland und auf Grünland nur noch streifenweise bodennah oder direkt eingebracht werden – mit gestaffelten Übergangsfristen.

Was damit entfällt: die breitflächige Ausbringung über Prallteller oder Schwenkverteiler.

Warum der Gesetzgeber das verlangt:

  • Ammoniakverluste. Bei breitflächiger Ausbringung verdunstet ein erheblicher Teil des Stickstoffs – er fehlt der Pflanze und belastet die Luft.
  • Geruchsemissionen in der Nachbarschaft.
  • Blattverschmutzung – Gülle auf dem Bestand mindert die Futterqualität und das Pflanzenwachstum.

Der wirtschaftliche Aspekt: Was nicht verdunstet, steht der Pflanze zur Verfügung. Bodennahe Ausbringung ist deshalb nicht nur Pflicht, sondern auch Düngereffizienz.

24 Meter – und was die Breite bedeutet

Die Arbeitsbreite bestimmt die Flächenleistung direkt.

Die Rechnung: Bei 24 m Arbeitsbreite und 8 km/h werden rechnerisch 19,2 ha je Stunde überfahren. Bei 12 m Arbeitsbreite wären es 9,6 ha – die Hälfte.

Was das in der Praxis bedeutet: Die Ausbringzeit ist bei Gülle der begrenzende Faktor – nicht die Fasskapazität. Die Sperrfristen und die Witterung lassen nur begrenzte Zeitfenster, und in denen muss die Menge auf die Fläche.

Der zweite Punkt: Weniger Überfahrten bedeuten weniger Bodenverdichtung – bei einem Tridemfass mit entsprechendem Gewicht ein realer Faktor.

Die Fahrgassenanpassung

Das Gestänge lässt sich in der Breite anpassen.

Warum das für Lohnunternehmen entscheidend ist: Die Fahrgassenabstände sind von Betrieb zu Betrieb verschieden – 24, 27, 30 oder 36 m.

Was passiert, wenn Gestänge und Fahrgasse nicht zusammenpassen:

  • Überlappungen – doppelte Düngergabe auf Teilflächen, Dokumentationsprobleme.
  • Lücken – unterversorgte Streifen im Bestand.
  • Fahren neben der Gasse – Bestandsschäden.

Bei der 30-m-Ausführung sind laut Hersteller auch 27, 24 und 21 m ohne Überhang nutzbar – möglich durch die Kombination aus hydraulischen Auslegern und verschiedenen Klappmechanismen.

Zwei Exaktverteiler der ExaCut-Serie

Sie übernehmen die Querverteilung auf die Schläuche.

Was ein Exaktverteiler leistet: Er teilt den Güllestrom gleichmäßig auf alle Abgänge auf – und zerkleinert dabei Fremdkörper.

Warum die Zerkleinerung nötig ist: Gülle enthält Stroh, Futterreste, Haare und Fremdkörper. Ohne Zerkleinerung verstopfen einzelne Schläuche – und der entsprechende Streifen bleibt ungedüngt.

Warum zwei Verteiler bei 24 m: Jeder versorgt eine Gestängehälfte. Bei einem einzelnen Verteiler wären die Schlauchlängen zu den äußeren Abgängen zu unterschiedlich – das würde die Querverteilung verschlechtern.

Die 30-m-Ausführung arbeitet mit vier Verteilern – aus demselben Grund.

Der PrecisionFlow-Auslauf

Die Austrittsgeometrie wurde über Strömungssimulationen entwickelt.

Was damit erreicht wird: ein kontrolliertes und gleichmäßiges Fließverhalten über die gesamte Auslasslänge.

Warum das die Ablagequalität bestimmt: Tritt die Gülle unkontrolliert aus, spritzt sie – und landet auf dem Bestand statt am Boden.

  • Verschmutzte Blätter mindern die Photosynthese.
  • Bei Futterbau gelangt Gülle ins Erntegut – mit Folgen für die Silagequalität.
  • Ammoniak verdunstet von der Blattoberfläche schneller als vom Boden.

Die schnabelartige Kufengeometrie teilt zusätzlich den Bestand und zieht einen schmalen Streifen, in den die Gülle direkt unter die Pflanzen abgelegt wird.

25 cm Schlauchabstand – und die DoubleFlow-Option

AusführungAbstandStreifen bei 24 m
Serie25 cmrund 96
mit DoubleFlow12,5 cmrund 192

Was der halbierte Abstand bringt: Die Gülle verteilt sich auf doppelt so viele, dafür schmalere Streifen.

  • Geringere Streifenbreite bedeutet weniger Oberfläche je Streifen – und damit weniger Verdunstung.
  • Gleichmäßigere Nährstoffverteilung im Bestand.
  • Weniger Bestandsbelastung durch konzentrierte Gaben.

Wann sich das lohnt: bei hohen Ausbringmengen und im Grünland, wo die Streifen im Futter sichtbar bleiben.

Der 3D-Anfahrschutz am Endarm

Er schützt die tragende Struktur.

Warum der Endarm die kritische Stelle ist: Bei 24 m Arbeitsbreite liegt das Gestängeende 12 Meter neben dem Fahrzeug – außerhalb des Sichtfelds und außerhalb der Fahrspur.

Was dort auftrifft: Zaunpfähle, Bäume, Strommasten, Böschungskanten, Steinhaufen.

Was „3D" bedeutet: Die Schutzvorrichtung gibt in mehreren Richtungen nach – nicht nur nach hinten. Bei einem seitlich angefahrenen Hindernis verwindet sich der Arm sonst, statt auszuweichen.

Die Reparaturkosten eines verzogenen Auslegers stehen in keinem Verhältnis zu den Mehrkosten des Schutzes.

Die integrierte Fangvorrichtung im Seitenarm

Sie sitzt im Seitenarmzylinder und soll die Nachrüstung vereinfachen.

Was das praktisch bedeutet: Beim Anbau an ein vorhandenes Fass muss das Gestänge in Position gehalten werden. Eine integrierte Fangvorrichtung übernimmt das – statt dass eine zweite Person oder ein Hebezeug nötig wäre.

Für die Nachrüstung ist das relevant: Vogelsang gibt an, dass die BlackBird-Gestänge an vorhandene Fasswagen passen.

Transport: seitlich am Fass

Alle Gestänge der Reihe klappen seitlich am Fass hoch.

Warum diese Klappart gewählt wurde:

  • Geringere Transporthöhe als bei nach hinten geklappten Gestängen.
  • Besserer Schwerpunkt – das Gewicht liegt nah am Fass, nicht dahinter.
  • Kürzere Gesamtlänge im Transport.

Was zu prüfen ist: Transportbreite und -höhe müssen zu den Vorgaben für den Straßenverkehr passen.

Die Anforderung an das Trägerfahrzeug

Der Hersteller richtet sich mit dem großen Gestänge an Kunden mit Tridemfässern.

Warum: Gestängemaße und Gewicht verlangen ein entsprechend dimensioniertes Fass.

Was zu bedenken ist:

  • Stützlast am Heck – das Gestänge hängt hinter der letzten Achse.
  • Pumpenleistung – 24 m Arbeitsbreite bei zügiger Fahrt verlangen entsprechenden Volumenstrom.
  • Hydraulikversorgung für Klappung, Teilbreiten und Höhenverstellung.

Vor der Bestellung ist die Kombination aus Fass und Gestänge zu klären – dafür bietet der Hersteller Beratung an.

Die NightShift-Beleuchtung als Option

Eine Gestängebeleuchtung für die kontrollierte Ausbringung bei Nachtfahrten.

Warum nachts gefahren wird: Die Ausbringzeitfenster sind eng. Sperrfristen, Witterung und Bestandsentwicklung lassen oft nur wenige Tage – dann wird auch nach Einbruch der Dunkelheit gearbeitet.

Was die Beleuchtung leistet: Sie macht das Gestänge und die Ablage sichtbar – Verstopfungen, schief laufende Schuhe und Hindernisse fallen auf.

Einsatzgebiete

Lohnunternehmen, Agrargenossenschaften, große Ackerbau- und Milchviehbetriebe, Biogasanlagen mit Gärrestausbringung, überbetrieblicher Maschineneinsatz, Maschinenringe.

Hinweise zum Betrieb

  • Kombination aus Fass und Gestänge vorab klären – das große Gestänge ist auf Tridemfässer ausgelegt.
  • Stützlast, Achslasten und zulässiges Gesamtgewicht des Fasses beachten.
  • Hydraulikversorgung für Klappung und Teilbreiten sicherstellen.
  • Arbeitsbreite auf die Fahrgassen des Schlags abstimmen.
  • Vor der Klappung freien Raum nach oben und zur Seite prüfen – Leitungen, Bäume, Gebäude.
  • Bei Straßenfahrt die Vorgaben zu Transportmaßen, Beleuchtung und Kennzeichnung beachten.
  • Aufenthalt im Klapp- und Schwenkbereich ist verboten.
  • Exaktverteiler regelmäßig auf Verschleiß der Schneiden prüfen – stumpfe Messer führen zu Verstopfungen.
  • Schläuche und Auslässe nach dem Einsatz spülen; antrocknende Gülle setzt sie zu.
  • Kufen auf Verschleiß kontrollieren; abgenutzte Kufen legen die Gülle nicht mehr unter den Bestand.
  • Die Vorgaben zur bodennahen Ausbringung, zu Sperrfristen und zur Dokumentation beachten.
  • Abstände zu Gewässern und Hangneigungsauflagen einhalten.
  • Die Betriebsanleitung des Herstellers beachten.

Häufige Fragen

Welche Arbeitsbreiten bietet die Baureihe?

21, 24 und 30 Meter. Die Ausführung mit 21 bis 24 m arbeitet mit zwei Exaktverteilern, die 30-m-Version mit vier.

Wie groß ist der Schlauchabstand?

25 cm serienmäßig. Mit der optionalen Doppelkufe DoubleFlow halbiert er sich auf 12,5 cm – das bedeutet schmalere Streifen und geringere Verdunstung.

Warum zwei Exaktverteiler?

Jeder versorgt eine Gestängehälfte. Bei einem einzelnen Verteiler wären die Schlauchlängen zu den äußeren Abgängen zu unterschiedlich – das würde die Querverteilung verschlechtern.

Was macht der PrecisionFlow-Auslauf?

Er wurde über Strömungssimulationen entwickelt und sorgt für ein gleichmäßiges Fließverhalten über die gesamte Auslasslänge. Das verhindert Spritzer und Verschmutzung des Bestands.

Welches Fass brauche ich?

Der Hersteller richtet sich mit dem großen Gestänge an Kunden mit Tridemfässern – Gestängemaße und Gewicht verlangen ein entsprechend dimensioniertes Fahrzeug.

Lässt sich das Gestänge nachrüsten?

Vogelsang gibt an, dass die BlackBird-Gestänge an vorhandene Fasswagen passen. Eine integrierte Fangvorrichtung im Seitenarm vereinfacht die Nachrüstung.

Wozu der 3D-Anfahrschutz?

Bei 24 m Arbeitsbreite liegt das Gestängeende 12 Meter neben dem Fahrzeug – außerhalb des Sichtfelds. Der Schutz gibt in mehreren Richtungen nach, statt dass sich der Arm verwindet.

Kann ich nachts ausbringen?

Mit der optionalen Gestängebeleuchtung NightShift. Die Ausbringzeitfenster sind eng – Sperrfristen und Witterung lassen oft nur wenige Tage.