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Vogelsang BlackBird Light Schleppschuhgestänge 15 m, zum Nachrüsten

Description

Vogelsang BlackBird Light Schleppschuhgestänge 15 m, zum Nachrüsten

Ausstattung

  • PrecisionFlow-Auslauf, strömungsoptimiert
  • Schlauchabstand 25 cm
  • 3D-Anfahrschutz am Endarm
  • Integrierte Fangvorrichtung im Seitenarm
  • Seitliches Hochklappen am Fass für den Transport
  • Schwarze Schläuche für höhere UV-Beständigkeit

Technische Daten

HerstellerVogelsang GmbH & Co. KG
ProduktartSchleppschuhgestänge für die bodennahe Gülleausbringung
Arbeitsbreite15 m
Baureihenbreiten12 und 15 m
Schlauchabstand25 cm
Schlauchabstand mit DoubleFlow12,5 cm
AuslaufPrecisionFlow-Tülle
Anfahrschutz3D am Endarm
Bauartleichte Ausführung, für Nachrüstung ausgelegt
Transportstellungseitlich am Fass hochgeklappt

Produktbeschreibung

Die leichte Variante für die Nachrüstung

Der Hersteller beschreibt das Gestänge als die schlankere und leichtere, jedoch genauso robuste Variante des etablierten BlackBird Pro. Durch sein geringes Gewicht ist es besonders für die Nachrüstung an bestehenden Fasswagen geeignet.

Warum das Gewicht bei der Nachrüstung der entscheidende Punkt ist

Das ist der Kern dieser Ausführung.

Was bei der Nachrüstung passiert: Ein vorhandenes Fass wurde für den Breitverteiler ausgelegt – ein Prallteller wiegt wenige Dutzend Kilogramm.

Was ein Schleppschuhgestänge dagegen wiegt: ein Vielfaches davon. Das Gewicht hängt hinter der letzten Achse – mit entsprechendem Hebel.

Welche Folgen das hat:

  • Die Stützlast steigt – bei gezogenen Fässern am Anhängepunkt.
  • Die Achslast verschiebt sich nach hinten.
  • Das zulässige Gesamtgewicht kann überschritten werden – dann muss die Füllmenge reduziert werden.
  • Die Fahrstabilität verändert sich, besonders bei leerem Fass.

Ein leichteres Gestänge entschärft all diese Punkte – und macht die Nachrüstung oft überhaupt erst möglich.

Der wirtschaftliche Aspekt: Ein bestehendes Fass weiterzunutzen ist deutlich günstiger, als ein neues anzuschaffen. Vogelsang gibt an, dass die BlackBird-Gestänge an jeden vorhandenen Fasswagen passen.

15 Meter – die praxistaugliche Breite

Die Arbeitsbreite ist auf typische Betriebsstrukturen abgestimmt.

ArbeitsbreitePasst zu
12 mkleinere Schläge, enge Fahrgassen, Grünland mit Hindernissen
15 mmittlere Schläge, verbreitete Fahrgassenbreite
21 – 30 mGroßflächen, Lohnunternehmen mit Tridemfässern

Warum 15 m für viele Betriebe die richtige Wahl ist: Die Breite passt zu gängigen Fahrgassen und lässt sich auch auf unregelmäßig geschnittenen Schlägen führen.

Der praktische Punkt: Je breiter das Gestänge, desto schwieriger wird das Arbeiten an Feldrändern, um Hindernisse herum und auf Grünland mit Gräben und Baumreihen. 15 m sind ein Kompromiss, der auf fast jedem Schlag funktioniert.

Der PrecisionFlow-Auslauf

Die Austrittsgeometrie wurde über Strömungssimulationen entwickelt – identisch zu den größeren Modellen der Reihe.

Was damit erreicht wird: ein kontrolliertes und gleichmäßiges Fließverhalten über die gesamte Auslasslänge.

Warum das die Ablagequalität bestimmt: Tritt die Gülle unkontrolliert aus, spritzt sie – und landet auf dem Bestand statt am Boden.

  • Verschmutzte Blätter mindern die Photosynthese.
  • Im Futterbau gelangt Gülle ins Erntegut – mit Folgen für die Silagequalität.
  • Ammoniak verdunstet von der Blattoberfläche schneller als vom Boden.

Die schnabelartige Kufengeometrie teilt zusätzlich den Bestand und zieht einen schmalen Streifen, in den die Gülle direkt unter die Pflanzen abgelegt wird.

Leichter, aber nicht schwächer

Der Hersteller betont, dass die leichtere Ausführung genauso robust ist.

Was das bedeutet: Die Gewichtsreduktion kommt aus der Konstruktion, nicht aus dünnerem Material an den belasteten Stellen.

Warum das plausibel ist: Ein 15-m-Gestänge muss andere Kräfte aufnehmen als ein 30-m-Gestänge. Die Hebellängen sind halb so groß – die Biegemomente an Mittelrahmen und Gelenken entsprechend geringer.

Was identisch bleibt:

  • PrecisionFlow-Auslauf mit 25 cm Reihenabstand
  • 3D-Anfahrschutz am Endarm
  • Integrierte Fangvorrichtung im Seitenarm
  • DoubleFlow-Option für 12,5 cm Abstand
  • NightShift-Beleuchtung als Option

Der Unterschied liegt in der Tragstruktur – nicht in der Verteiltechnik.

25 cm Schlauchabstand – und die DoubleFlow-Option

AusführungAbstandStreifen bei 15 m
Serie25 cmrund 60
mit DoubleFlow12,5 cmrund 120

Was der halbierte Abstand bringt: Die Gülle verteilt sich auf doppelt so viele, dafür schmalere Streifen.

  • Geringere Streifenbreite bedeutet weniger Oberfläche je Streifen – und damit weniger Verdunstung.
  • Gleichmäßigere Nährstoffverteilung im Bestand.
  • Weniger sichtbare Streifen im Grünland.

Wann sich das lohnt: bei hohen Ausbringmengen und im Futterbau, wo die Streifen bis zur Ernte sichtbar bleiben.

Der 3D-Anfahrschutz am Endarm

Er schützt die tragende Struktur.

Warum der Endarm die kritische Stelle ist: Bei 15 m Arbeitsbreite liegt das Gestängeende 7,5 Meter neben dem Fahrzeug – außerhalb der Fahrspur und am Rand des Sichtfelds.

Was dort auftrifft: Zaunpfähle, Bäume, Böschungskanten, Masten.

Was „3D" bedeutet: Die Schutzvorrichtung gibt in mehreren Richtungen nach. Bei einem seitlich angefahrenen Hindernis verwindet sich der Arm sonst, statt auszuweichen.

Die integrierte Fangvorrichtung im Seitenarm

Sie sitzt im Seitenarmzylinder und vereinfacht laut Hersteller die Nachrüstung.

Warum das gerade bei diesem Modell zählt: Der Light ist die Nachrüstvariante – er wird typischerweise an ein vorhandenes Fass montiert, nicht ab Werk kombiniert.

Was die Fangvorrichtung leistet: Sie hält das Gestänge beim Anbau in Position – statt dass eine zweite Person oder ein Hebezeug nötig wäre.

Transport: seitlich am Fass

Alle Gestänge der Reihe klappen seitlich am Fass hoch.

  • Geringere Transporthöhe als bei nach hinten geklappten Gestängen.
  • Besserer Schwerpunkt – das Gewicht liegt nah am Fass.
  • Kürzere Gesamtlänge im Transport.

Für die 12- und 15-m-Modelle ist eine Transportbreite von rund 2,95 m dokumentiert – der konkrete Wert sollte für die Fasskombination geprüft werden.

Schwarze Schläuche

Ein Detail mit Wirkung auf die Lebensdauer.

Warum schwarz: Der Hersteller nennt eine höhere UV-Beständigkeit.

Was UV-Strahlung mit Schläuchen macht: Sie zersetzt die Polymerketten – das Material wird hart und rissig. Bei einem Gestänge, das im Sommer monatelang im Freien steht, ist das der Hauptalterungsfaktor.

Rußpartikel im schwarzen Kunststoff absorbieren die Strahlung, bevor sie das Polymer erreicht.

Warum bodennahe Ausbringung Pflicht ist

Der rechtliche Rahmen bestimmt die Nachfrage.

Die Vorgabe: Flüssige organische Düngemittel dürfen auf bestelltem Ackerland und auf Grünland nur noch streifenweise bodennah oder direkt eingebracht werden – mit gestaffelten Übergangsfristen.

Was damit entfällt: die breitflächige Ausbringung über Prallteller oder Schwenkverteiler.

Der wirtschaftliche Aspekt: Was nicht als Ammoniak verdunstet, steht der Pflanze zur Verfügung. Bodennahe Ausbringung ist deshalb nicht nur Pflicht, sondern auch Düngereffizienz.

Die Einordnung in die Baureihe

ModellArbeitsbreitenBesonderheit
Single7,5 / 9 / 10,5 / 12 mein zentraler Exaktverteiler
Light12 / 15 mleichte Bauart für Nachrüstung
Pro12 / 15 mzwei Exaktverteiler wählbar
Max21 / 24 / 30 mzwei bzw. vier Exaktverteiler

Light oder Pro – die Entscheidungsfrage bei 15 m: Beide bieten dieselbe Arbeitsbreite.

  • Der Light ist leichter – die Wahl bei begrenzter Tragfähigkeit des Fasses und bei der Nachrüstung.
  • Der Pro ist die kräftigere Ausführung – die Wahl bei hohem Durchsatz und Dauereinsatz im Lohnbetrieb.

Einsatzgebiete

Milchvieh- und Rinderhaltung, Ackerbaubetriebe mittlerer Größe, Grünlandbetriebe, Nachrüstung vorhandener Fasswagen, Biogasanlagen mit eigener Gärrestausbringung, Maschinengemeinschaften, kleinere Lohnunternehmen.

Hinweise zum Betrieb

  • Vor der Nachrüstung Stützlast, Achslasten und zulässiges Gesamtgewicht des Fasses prüfen.
  • Hydraulikversorgung für Klappung und Teilbreiten sicherstellen.
  • Arbeitsbreite auf die Fahrgassen abstimmen.
  • Vor der Klappung freien Raum nach oben und zur Seite prüfen – Leitungen, Bäume, Gebäude.
  • Bei Straßenfahrt die Vorgaben zu Transportmaßen, Beleuchtung und Kennzeichnung beachten.
  • Aufenthalt im Klapp- und Schwenkbereich ist verboten.
  • Exaktverteiler regelmäßig auf Verschleiß der Schneiden prüfen – stumpfe Messer führen zu Verstopfungen.
  • Schläuche und Auslässe nach dem Einsatz spülen; antrocknende Gülle setzt sie zu.
  • Kufen auf Verschleiß kontrollieren; abgenutzte Kufen legen die Gülle nicht mehr unter den Bestand.
  • Die Vorgaben zur bodennahen Ausbringung, zu Sperrfristen und zur Dokumentation beachten.
  • Abstände zu Gewässern und Hangneigungsauflagen einhalten.
  • Die Betriebsanleitung des Herstellers beachten.

Häufige Fragen

Was unterscheidet die leichte von der Pro-Ausführung?

Das Gewicht. Beide bieten 12 und 15 m Arbeitsbreite und dieselbe Verteiltechnik. Die leichte Ausführung ist durch ihr geringes Gewicht besonders für die Nachrüstung an bestehenden Fasswagen geeignet – laut Hersteller dabei genauso robust.

Passt das Gestänge an mein vorhandenes Fass?

Vogelsang gibt an, dass die BlackBird-Gestänge an jeden vorhandenen Fasswagen passen. Stützlast, Achslasten und zulässiges Gesamtgewicht sollten vorab geprüft werden.

Wie groß ist der Schlauchabstand?

25 cm serienmäßig – bei 15 m Arbeitsbreite also rund 60 Streifen. Mit der optionalen Doppelkufe DoubleFlow halbiert sich der Abstand auf 12,5 cm.

Warum 15 m und nicht mehr?

Die Breite passt zu gängigen Fahrgassen und lässt sich auch auf unregelmäßig geschnittenen Schlägen führen. Je breiter das Gestänge, desto schwieriger wird das Arbeiten an Feldrändern und um Hindernisse herum.

Was macht der PrecisionFlow-Auslauf?

Er wurde über Strömungssimulationen entwickelt und sorgt für ein gleichmäßiges Fließverhalten über die gesamte Auslasslänge. Das verhindert Spritzer und Verschmutzung des Bestands.

Wozu der 3D-Anfahrschutz?

Bei 15 m Arbeitsbreite liegt das Gestängeende 7,5 Meter neben dem Fahrzeug. Der Schutz gibt in mehreren Richtungen nach, statt dass sich der Arm bei einem seitlich angefahrenen Hindernis verwindet.

Warum sind die Schläuche schwarz?

Für höhere UV-Beständigkeit. UV-Strahlung macht Kunststoff hart und rissig – bei einem Gestänge, das monatelang im Freien steht, ist das der Hauptalterungsfaktor.

Wie wird das Gestänge transportiert?

Seitlich am Fass hochgeklappt. Das ergibt eine geringere Transporthöhe und einen besseren Schwerpunkt als bei nach hinten geklappten Gestängen.