SaMASZ Streuer 600 l Edelstahl, Streuteller, 1,5–8 m, ab 60 PS - mechanische Steuerung
7 900,00 €
SaMASZ Streuer 600 l Edelstahl, Streuteller, 1,5–8 m, ab 60 PS - mechanische Steuerung
Grundausstattung
- Behälter aus Edelstahl
- Schutzgitter
- Schutzplane
- Streubreitenverstellung
- Inspektionsfenster
- Pulverbeschichtung
- LED-Beleuchtung
- Gelenkwelle
Technische Daten
| Hersteller | SaMASZ |
|---|---|
| Produktart | Angebauter Streuer mit Streuteller |
| Steuerung | mechanisch |
| Behälterinhalt | 600 l (1.000 l optional) |
| Behältermaterial | Edelstahl |
| Arbeitsbreite | 1,5 – 8 m |
| Transportbreite | 100 / 126 / 130 cm |
| Aufhängung | Dreipunkt Kat. II |
| Kraftbedarf | ab 60 PS |
| Zapfwellendrehzahl | 540 U/min |
| Max. Arbeitsgeschwindigkeit | 15 km/h |
| Maße (L × B × H) | 106 × 126 × 129 cm |
| Leergewicht | 240 kg |
| Streugut | Sand, Salz, Sand-Salz-Gemische |
Produktbeschreibung
Profistreuer mit Streuteller für den Winterdienst
Der Streuer mit einer Streuscheibe ist für das Streuen von Sand und Salz auf öffentlichen und kommunalen Straßen bestimmt. Das Streuteller-System garantiert ein gleichmäßiges und präzises Streuen auf Fahrbahnen, Bürgersteigen und anderen kommunalen Wegen.
Mechanische Steuerung – so arbeitet sie
Das ist der Unterschied zur E-Ausführung.
Wie die Dosierung funktioniert: Die Streumenge wird über eine Skala am Gerät voreingestellt. Zum Öffnen der Dosieröffnung wird der Hydraulikhebel am Schlepper betätigt – der Hydraulikzylinder wird von der Feder bis zu dem Punkt zusammengedrückt, an dem die Skaleneinstellung vorgenommen wurde.
Was das praktisch bedeutet:
- Ein Steuergerät am Schlepper genügt. Kein Steuerpult, keine Verkabelung in der Kabine.
- Auf- und Zusteuern aus der Kabine. Der Fahrer öffnet und schließt die Dosierung während der Fahrt.
- Die Menge wird vorab eingestellt – nicht im Arbeitsgang verändert.
Für wen das die richtige Wahl ist: Betriebe mit festen Streurouten und gleichbleibenden Mengen, wechselnde Zugfahrzeuge ohne Nachrüstung, und alle, die auf Elektronik im Winterbetrieb verzichten wollen.
Wann die E-Ausführung besser passt: bei wechselnden Streumengen innerhalb einer Fahrt und wenn die Streubreite häufig angepasst werden muss.
Der Edelstahlbehälter – hier entscheidet sich die Lebensdauer
Das ist bei einem Salzstreuer die wichtigste Materialentscheidung.
Warum Salz so aggressiv ist: Streusalz zieht Feuchtigkeit aus der Luft und bildet eine konzentrierte Salzlösung. Diese Lösung ist eines der korrosivsten Medien, denen Landtechnik überhaupt ausgesetzt wird.
- Lackierter Stahl rostet, sobald die Schicht beschädigt ist – und das passiert beim Befüllen mit Schaufel oder Lader unweigerlich.
- Kunststoff ist beständig, aber bei Kälte sprödbruchgefährdet.
- Edelstahl übersteht beides.
Der Rahmen ist zusätzlich pulverbeschichtet – auch dort, wo Salzlösung herunterläuft.
Was das wirtschaftlich bedeutet: Ein Winterdienstgerät steht acht Monate im Jahr still – oft mit Salzresten im Behälter. Genau in dieser Zeit frisst Korrosion an ungeeigneten Werkstoffen.
Arbeitsbreite 1,5 bis 8 m
Der Bereich ist über die Streubreitenverstellung einstellbar.
| Breite | Typischer Einsatz |
|---|---|
| 1,5 – 2,5 m | Gehwege, Radwege, schmale Zufahrten |
| 3 – 5 m | Wirtschaftswege, Gemeindestraßen, Parkplätze |
| 6 – 8 m | breite Fahrbahnen, Betriebshöfe, Hallenvorplätze |
Warum der weite Bereich zählt: Eine Streuroute führt selten über nur eine Straßenart. Wer von der Landstraße auf den Gehweg wechselt, muss die Breite anpassen – sonst landet das Salz im Grünstreifen oder auf parkenden Fahrzeugen.
Der Kostenaspekt: Streusalz ist teuer, und was neben der Fahrbahn landet, ist verloren. Bei einer Route von 20 km summiert sich das.
Das Streuteller-System
Eine rotierende Scheibe verteilt das Streugut.
Warum der Teller dem Walzenstreuer überlegen ist:
- Größere Arbeitsbreite. Ein Walzenstreuer legt das Material direkt unter dem Gerät ab – der Teller wirft es weit.
- Gleichmäßigere Verteilung über die gesamte Breite.
- Höhere Flächenleistung bei gleicher Fahrgeschwindigkeit.
Was der Teller zusätzlich ermöglicht: Die Streurichtung lässt sich beeinflussen – wichtig, wenn an einer Straßenseite Bebauung oder parkende Fahrzeuge stehen.
Das Inspektionsfenster
Ein Detail mit praktischem Wert.
Warum es gebraucht wird: Der Behälter sitzt hinter dem Fahrer. Ohne Sichtkontrolle fällt ein leerer Streuer erst auf, wenn ein Streckenabschnitt ungestreut bleibt – und der muss nachgefahren werden.
Der zweite Nutzen: Brückenbildung im Behälter wird sichtbar. Feuchtes Salz verklumpt und hängt sich auf – dann läuft nichts mehr nach, obwohl der Behälter voll ist.
Schutzgitter und Schutzplane
- Das Schutzgitter hält Klumpen, Steine und Fremdkörper zurück, die die Dosieröffnung verstopfen würden – und verhindert den Zugriff auf bewegte Teile.
- Die Schutzplane hält Niederschlag ab. Nasses Salz verklumpt und lässt sich nicht mehr gleichmäßig dosieren.
Gerade beim Winterdienst ist das relevant: Zwischen Beladung und Einsatz liegen oft Stunden – bei Schneefall oder Regen.
LED-Beleuchtung serienmäßig
Der Streuer verdeckt die Schlepperbeleuchtung.
Warum das bei Winterdienst besonders zählt: Gestreut wird nachts und bei schlechter Sicht. Ein unbeleuchtetes Anbaugerät im öffentlichen Verkehrsraum ist nicht zulässig – und bei einer Maschine, die mit 15 km/h auf der Straße fährt, ein echtes Risiko.
LED statt Glühlampe bedeutet zudem: unempfindlich gegen Erschütterung, sofort hell und geringere Stromaufnahme.
Ab 60 PS und 540 U/min
Der Streuteller wird über die Zapfwelle angetrieben.
Was zu prüfen ist:
- Mindestens 60 PS Motorleistung.
- 540er Zapfwelle – die Standarddrehzahl.
- Ein doppeltwirkendes Steuergerät für den Dosierzylinder.
- Dreipunktaufnahme Kat. II.
- Hubkraft: 240 kg leer, voll beladen deutlich mehr.
Die Gewichtsrechnung – das sollte vorab geprüft werden
| Leergewicht | 240 kg |
|---|---|
| 600 l Streusalz (ca. 1,2 kg/l) | rund 720 kg |
| Gesamtgewicht beladen | rund 960 kg |
Warum die Rechnung wichtig ist: Das Gewicht hängt am Heck des Schleppers – mit entsprechendem Hebel. Die Vorderachse wird dabei entlastet.
Was daraus folgt: Frontballast prüfen und die zulässige Hinterachslast beachten. Bei winterlichen Straßenverhältnissen ist ein entlastetes Vorderrad ein Sicherheitsproblem – die Lenkung spricht nicht mehr an.
Beladung – ein Hinweis aus der Betriebsanleitung
Die Beladehöhe – der Abstand zwischen Oberkante Behälter und Boden – überschreitet 1.000 mm.
Was der Hersteller daraus ableitet: Für die Beladung sind geeignete Hilfsmittel zu verwenden – Anhänger, Rampe oder Lader.
Weitere Vorgaben: Der Streuer muss beim Beladen auf dem Boden abgesetzt sein. Säcke über 50 kg sind von zwei Personen anzuheben, bei Big Bags ist ein Ladewagen zu verwenden.
Optional 1.000 Liter
Der Behälter lässt sich auf 1.000 l erweitern.
Wann sich das lohnt: bei langen Routen ohne Nachladestelle. Jede Rückfahrt zum Salzlager kostet Zeit – und bei einsetzendem Glatteis ist Zeit der kritische Faktor.
Was dagegen spricht: Das Gesamtgewicht steigt auf rund 1.440 kg. Hubkraft und Achslasten müssen das zulassen.
Einsatzgebiete
Kommunaler Winterdienst, Bauhöfe, Lohnunternehmen mit Winterdienstaufträgen, Hausmeisterdienste, Landwirtschaftsbetriebe mit Räumverpflichtung, Gewerbe- und Industrieflächen, Flughäfen und Logistikzentren, Reitanlagen und Hofstellen.
Hinweise zum Betrieb
- Mindestleistung 60 PS, Zapfwelle 540 U/min und ein doppeltwirkendes Steuergerät sind erforderlich.
- Hubkraft und zulässige Achslasten prüfen – beladen wiegt das Gerät rund 960 kg.
- Frontballast einsetzen, um die Vorderachse zu entlasten.
- Streumenge über die Skala vorab einstellen und bei Bedarf abdrehen.
- Streubreite der Fahrbahn anpassen – Salz neben der Fahrbahn ist verloren und schädigt Randbewuchs.
- Max. Arbeitsgeschwindigkeit von 15 km/h einhalten – darüber wird die Verteilung ungleichmäßig.
- Beim Beladen den Streuer absetzen und geeignete Hilfsmittel verwenden; die Beladehöhe übersteigt 1.000 mm.
- Schutzgitter nicht entfernen; Eingriff in den laufenden Streuteller ist lebensgefährlich.
- Aufenthalt im Streubereich ist verboten – der Teller schleudert Material mit hoher Geschwindigkeit.
- Schutzplane bei Niederschlag geschlossen halten; nasses Salz verklumpt.
- Bei Straßenfahrt die Vorgaben zu Beleuchtung, Kennzeichnung und zulässigen Maßen beachten.
- Nach jedem Einsatz gründlich mit klarem Wasser spülen – Salzreste greifen auch Edelstahl über lange Zeit an.
- Vor der Sommerlagerung vollständig entleeren, reinigen und trocknen lassen.
- Gelenkwelle und Lagerstellen nach Herstellervorgabe schmieren.
Häufige Fragen
Was unterscheidet die mechanische von der E-Ausführung?
Bei der mechanischen Steuerung wird die Streumenge über eine Skala am Gerät voreingestellt und die Dosieröffnung über ein Hydrauliksteuergerät des Schleppers geöffnet. Die E-Ausführung hat zusätzlich ein Steuerpult für die Bedienung aus der Kabine.
Welche Arbeitsbreite ist möglich?
1,5 bis 8 m, über die Streubreitenverstellung einstellbar – vom Gehweg bis zur breiten Fahrbahn.
Welchen Schlepper brauche ich?
Mindestens 60 PS mit Zapfwelle 540 U/min, Dreipunktaufnahme Kat. II und einem doppeltwirkenden Steuergerät. Hubkraft und Achslasten sollten rund 960 kg Gesamtgewicht zulassen.
Woraus besteht der Behälter?
Aus Edelstahl, der Rahmen ist pulverbeschichtet. Streusalz bildet eine konzentrierte Salzlösung – eines der korrosivsten Medien, denen Landtechnik ausgesetzt ist.
Wie viel fasst der Streuer?
600 Liter, optional 1.000 Liter. Beladen mit 600 l Streusalz wiegt das Gerät rund 960 kg.
Wie schnell darf ich fahren?
Bis 15 km/h im Arbeitsbetrieb. Darüber wird die Verteilung ungleichmäßig.
Wozu das Inspektionsfenster?
Zur Sichtkontrolle des Füllstands und zur Erkennung von Brückenbildung – feuchtes Salz verklumpt und hängt sich auf, sodass trotz vollem Behälter nichts nachläuft.
Ist eine Beleuchtung dabei?
Ja, LED-Beleuchtung gehört zur Grundausstattung. Der Streuer verdeckt die Schlepperbeleuchtung – beim nächtlichen Winterdienst auf öffentlichen Straßen ist das unverzichtbar.
| Gerätetyp : | Streuer |
|---|---|
| volume: | 600L |