PRONAR Güllewagen 14.000 l, Schneckenpumpe 4.000 l/min, Bogie
58 910,00 €
PRONAR Güllewagen 14.000 l, Schneckenpumpe 4.000 l/min, Bogie
Serienmäßige Ausrüstung
- Komposit-Tank, mit Glasmatten verstärkt, mit inneren Quertrennwänden
- Einrotor-Schneckenpumpe mit hoher Saug- und Streuleistung, zapfwellengetrieben
- Saugventil 6 Zoll mit Perrot-Schnellkupplungen und Schieber mit Hydraulikzylinder, links am Fahrzeug
- Zwei 6-Zoll-Saugrohre à 4 m mit Perrot-Schnellkupplungen, eines mit Auffangkorb, beidseitig über den Kotflügeln
- 6-Zoll-Entlüftungsrohr
- Exaktverteiler mit Prallkopf, Strahl nach unten gerichtet
- Füllstandsanzeige an der Vorderseite des Behälters
- Obere Verschlussklappe, anschraubbar, mit Gummidichtung
- Zentralhydrauliksystem mit elektrohydraulischem Schutz, elektrisch gesteuert über die
Steuertafel aus der Traktorkabine:
- Füllen
- Mischen
- Abfüllen
- Heben und Senken des gelenkigen Saugarms (Zusatzausrüstung)
- Ein- und Ausschalten der Arbeitsscheinwerfer
- Leuchtanzeige der aktivierten Funktionen auf dem Bedienfeld
- Zusätzliches externes Bedienfeld für Saug- und Mischfunktionen
- Zapfwelle zum Anschluss der Schneckenpumpe
- Verstärkter Fahrgestellrahmen aus hochfestem Baustahl, geschweißte Rechteckprofile 250 × 100 mm, vorbereitet für optionale Streuaufsätze
- Hydraulisch gefederte Zugdeichsel, höhenverstellbar
- Kugelkupplung K80
- Teleskopstützfuß mit Getriebe
- Bogie-Aufhängung mit Blattfedern, Achsabstand 1.480 mm, Starrachsen 120 × 120 mm, Trommelbremsen Ø 406 × 120 mm
- 2-Leiter-Druckluftbremse mit ALB
- Kurbelbremse
- LED-Beleuchtungsanlage mit seitlichen Umrissleuchten, Rücklichter mit Schutzgitter
- Zwei Arbeitsscheinwerfer am Heck
- Spiralförmiges Anschlusskabel für die Beleuchtungsanlage
- Klappbare Leiter zum Tankdeckelschacht
- Metallkotflügel, hinterer Unterfahrschutz homologiert und klappbar
- Werkzeugkasten, Keile mit Halter
- Lackierung: Fahrgestell schwarzgrau RAL 7021, Tankfass grün RAL 6010
Technische Daten
| Hersteller | PRONAR |
|---|---|
| Produktart | Güllewagen mit Schneckenpumpe |
| Tankkapazität | 14.000 l |
| Zul. Gesamtgewicht | 21.000 kg |
| Eigengewicht | 5.270 kg |
| Nutzlast | 15.730 kg |
| Tankwerkstoff | Komposit, glasmattenverstärkt |
| Tankmaße L × B × H | 5.050 × 2.080 × 1.830 mm |
| Gesamtmaße L × B × H | 8.220 × 2.550 × 3.440 mm |
| Befüll- und Entleersystem | Einflügelschneckenpumpe |
| Leistung der Schneckenpumpe | 4.000 l/min |
| Arbeitsbreite | 12 – 15 m |
| Saugventil | 6 Zoll, Perrot-Schnellkupplungen |
| Saugrohre | 2 × 6 Zoll, je 4 m |
| Spurweite | 1.980 mm |
| Aufhängung | Bogie mit Blattfedern |
| Stützlast | 3.000 kg |
| Bereifung | 560/60 R 22,5 |
| Zapfwellendrehzahl | 540 U/min |
| Zul. Geschwindigkeit | 40 km/h |
| Erforderliche Schlepperleistung | 170 PS |
Hinweis: Der Anhänger benötigt einen Schlepper mit einem Paar externer Hydraulikanschlüsse zur Versorgung der zentralen Hydraulikanlage. Alle aufgeführten Parameter gelten bei Einzelzulassung in Deutschland.
Produktbeschreibung
Güllewagen mit 14.000 Litern und Schneckenpumpe
Der Wagen fasst 14.000 l in einem glasmattenverstärkten Komposit-Tank. Eine Einflügelschneckenpumpe mit 4.000 l/min übernimmt Befüllen, Mischen und Ausbringen – gesteuert über eine Zentralhydraulik aus der Traktorkabine.
Komposit-Tank statt Stahl – der entscheidende Werkstoff
Der Tank besteht aus glasmattenverstärktem Kunststoff mit inneren Quertrennwänden.
Warum Komposit bei Gülle die bessere Wahl ist:
- Keine Korrosion. Gülle ist aggressiv – Ammoniak, Schwefelverbindungen und Salze greifen Stahl von innen an. Ein Stahltank rostet von der Tankinnenseite her durch.
- Geringeres Eigengewicht. 5.270 kg bei 14.000 l Fassungsvermögen – das bedeutet 15.730 kg Nutzlast.
- Glatte Innenwand. Rückstände haften weniger an, die Reinigung ist einfacher.
- Keine Lackpflege. Der Werkstoff ist durchgefärbt, Kratzer führen nicht zu Rost.
Die inneren Quertrennwände bremsen die Schwappbewegung. Bei 14 Tonnen Flüssigkeit in Bewegung ist das ein Sicherheitsmerkmal – ungebremstes Schwappen schiebt den Anhänger beim Bremsen und in der Kurve.
4.000 l/min – die Zahl, die über die Schlagkraft entscheidet
Die Einrotor-Schneckenpumpe füllt und entleert mit 4.000 l/min.
Was das praktisch bedeutet: 14.000 l sind in etwa dreieinhalb Minuten gefüllt oder abgelassen.
Warum das bei Gülle mehr zählt als bei anderen Transporten: Die Ausbringzeit ist rechtlich und agronomisch begrenzt – Sperrfristen, Witterung und Bodenzustand lassen oft nur wenige Tage im Jahr zu. In diesen Fenstern entscheidet die Umschlagleistung darüber, wie viele Hektar der Betrieb schafft.
Exaktverteiler mit Prallkopf – nach unten gerichtet
Das ist ein Detail mit rechtlicher Bedeutung: Der Strahl ist nach unten gerichtet, um den Stickstoffverlust zu verringern.
Warum die Strahlrichtung zählt: Wird Gülle nach oben verteilt, entsteht ein feiner Sprühnebel mit großer Oberfläche – und genau dort entweicht Ammoniak in die Luft. Der Stickstoff, der verdunstet, fehlt der Pflanze und zählt trotzdem in der Bilanz.
Ein nach unten gerichteter Strahl hält die Tropfen größer und den Weg zum Boden kurz.
Wichtig: Ausbringtechnik nach Düngeverordnung
Seit 2020 gilt für Gülle auf bestelltem Ackerland die Pflicht zur streifenförmigen Aufbringung oder direkten Einbringung in den Boden. Seit 2025 gilt sie auch auf Grünland und mehrschnittigem Feldfutterbau.
Was das bedeutet: Ein Prallkopf allein erfüllt diese Anforderung nicht. Für die Ausbringung auf den betroffenen Flächen ist ein Schleppschlauch- oder Schleppschuhverteiler erforderlich.
Der Hersteller bietet einen Schleppschuhverteiler auf Anfrage an. Der Fahrgestellrahmen ist für die Montage von Streuaufsätzen vorbereitet – wahlweise an einer 3-Punkt-Aufhängung oder starr.
Die aktuellen Vorgaben und Ausnahmen sollten vor dem Kauf mit der zuständigen Landwirtschaftskammer geklärt werden.
Zentralhydraulik mit elektrischer Steuerung
Das System wird über eine Steuertafel aus der Traktorkabine bedient und steuert:
- Füllen
- Mischen
- Abfüllen
- Saugarm heben und senken (bei montiertem Andockmechanismus)
- Arbeitsscheinwerfer
Die Leuchtanzeige auf dem Bedienfeld zeigt, welche Funktion aktiv ist.
Was das im Alltag spart: Der Fahrer bleibt sitzen. Kein Absteigen zum Umstellen von Ventilen, kein Umstecken von Hydraulikschläuchen. Bei zwanzig Fuhren am Tag summiert sich das auf Stunden.
Ein zusätzliches externes Bedienfeld erlaubt die Steuerung der Saug- und Mischfunktionen direkt am Fahrzeug – praktisch beim Befüllen an der Grube.
Erforderlich ist ein Paar externer Hydraulikanschlüsse am Schlepper.
Bogie-Aufhängung mit Blattfedern
Die Bogie-Konstruktion koppelt beide Achsen über eine Pendelkonstruktion.
Warum das bei Gülle besonders zählt: Die Ausbringung fällt oft in nasse Jahreszeiten, und die Wege zur Grube führen über Feldwege und Grasnarbe. Beide Achsen bleiben auch bei starken Unebenheiten im Bodenkontakt – das verteilt die Last gleichmäßig und senkt den Bodendruck.
Starrachsen 120 × 120 mm und Trommelbremsen 406 × 120 mm sind entsprechend kräftig ausgelegt.
Zwei Saugrohre mit Perrot-Schnellkupplung
Beide Rohre sind 6 Zoll stark und 4 m lang, eines hat einen Auffangkorb zum Schutz gegen Fremdmaterial.
Warum der Auffangkorb zählt: In Güllegruben landen Handschuhe, Ohrmarken, Folienreste und Steine. Gelangen sie in die Schneckenpumpe, blockiert oder beschädigt sie. Der Korb hält sie zurück.
Perrot-Schnellkupplungen sind der verbreitete Standard – damit passt der Wagen an vorhandene Gruben und Zubringerfahrzeuge.
Andockmechanismus als Option
Ein 6-Zoll-Gelenksaugarm, über die Zentralhydraulik steuerbar und hydraulisch nach links oder rechts klappbar.
Was das leistet: Der Fahrer dockt an der Grube an, ohne abzusteigen und ohne Rohre von Hand zu führen. Bei kaltem Wetter, im Dunkeln und bei rutschigem Untergrund ist das ein realer Sicherheitsgewinn.
Rahmen für Streuaufsätze vorbereitet
Der Fahrgestellrahmen aus Rechteckprofilen 250 × 100 mm ist für die Montage von Streuaufsätzen ausgelegt – wahlweise an einer 3-Punkt-Aufhängung oder starr.
Zwei Paar hintere Hydraulikausgänge zur Versorgung eines 3-Punkt-Anbaubocks sind als Zusatzausrüstung erhältlich. Sie erfordern zwei zusätzliche Anschlusspaare am Schlepper.
Nachlaufachse als Option
Die hintere Nachlaufachse mit hydraulischer Sperrung verkleinert den Wendekreis und schont die Grasnarbe. Zu beachten: Sie ist nicht mit der Bereifung 710/50 R 26,5 kombinierbar und erfordert zusätzliche Hydraulikanschlüsse.
Zulassung
| Zulassungsweg | Zul. Gesamtgewicht | Nutzlast |
|---|---|---|
| Einzelzulassung DE | 21.000 kg | 15.730 kg |
| EU-Typgenehmigung, 40 km/h | 18.000 kg | ca. 12.730 kg |
Bemerkenswert: Die EU-Typgenehmigung kostet nur 100 € – einer der niedrigsten Werte im gesamten Programm.
Zusätzliche Ausrüstung
- AT- oder EU-Typengenehmigung inkl. Dokumenten
- Hintere Nachlaufachse mit hydraulischer Sperrung
- Andockmechanismus mit 6-Zoll-Gelenksaugarm
- Zwei Paar hintere Hydraulikausgänge für den 3-Punkt-Anbaubock
- Weitwinkel-Gelenkwelle
- Schleppschuhverteiler (auf Anfrage)
- Warndreieck für langsame Fahrzeuge
Einsatzgebiete
Milchvieh- und Rinderhaltung, Schweinehaltung, Biogasanlagen mit Gärrestausbringung, Lohnunternehmen, Ackerbaubetriebe mit Güllekooperation, Betriebe mit verteilten Flächen.
Hinweise zum Betrieb
- Ausbringtechnik nach Düngeverordnung prüfen – für bestelltes Ackerland und seit 2025 auch für Grünland gilt die Pflicht zur streifenförmigen Aufbringung. Ein Prallkopf allein erfüllt das nicht.
- Sperrfristen und Ausbringmengen nach Düngeverordnung einhalten und dokumentieren.
- Zapfwellendrehzahl von 540 U/min einhalten.
- Ein Paar externer Hydraulikanschlüsse am Schlepper ist für die Zentralhydraulik erforderlich.
- Stützlast des Zugfahrzeugs prüfen: bis zu 3.000 kg.
- Auffangkorb regelmäßig kontrollieren und reinigen – Fremdkörper beschädigen die Pumpe.
- Bei Arbeiten an Tank, Pumpe und Saugleitungen Zapfwelle abschalten und Motor abstellen.
- Niemals ohne Sicherung in den Tank steigen – in Güllebehältern entstehen giftige Gase, insbesondere Schwefelwasserstoff.
- Beim Mischen in der Grube auf Gasbildung achten und für Durchlüftung sorgen.
- Nach dem Einsatz Tank, Rohre und Verteiler spülen.
- Bei Straßenfahrt die Höhe von 3.440 mm beachten.
- Radmuttern nach den ersten Betriebsstunden und danach regelmäßig nachziehen.
Häufige Fragen
Wie viel fasst der Güllewagen?
14.000 l bei 15.730 kg Nutzlast und 21.000 kg zulässigem Gesamtgewicht.
Wie schnell füllt und entleert die Pumpe?
Die Einflügelschneckenpumpe leistet 4.000 l/min – 14.000 l sind damit in etwa dreieinhalb Minuten gefüllt oder abgelassen.
Warum ein Komposit-Tank statt Stahl?
Gülle greift Stahl von innen an. Komposit korrodiert nicht, ist leichter, hat eine glatte Innenwand und braucht keine Lackpflege. Innere Quertrennwände bremsen zudem die Schwappbewegung.
Erfüllt der Prallkopf die Düngeverordnung?
Für bestelltes Ackerland und seit 2025 auch für Grünland gilt die Pflicht zur streifenförmigen Aufbringung oder direkten Einbringung. Ein Prallkopf allein erfüllt das nicht – dafür ist ein Schleppschlauch- oder Schleppschuhverteiler erforderlich. Der Hersteller bietet einen Schleppschuhverteiler auf Anfrage an.
Was lässt sich aus der Kabine steuern?
Über die Zentralhydraulik: Füllen, Mischen, Abfüllen, das Heben und Senken des Saugarms und die Arbeitsscheinwerfer. Eine Leuchtanzeige zeigt die aktive Funktion.
Wozu der Auffangkorb am Saugrohr?
In Güllegruben landen Handschuhe, Ohrmarken, Folienreste und Steine. Gelangen sie in die Schneckenpumpe, blockiert oder beschädigt sie. Der Korb hält sie zurück.
Welchen Schlepper brauche ich?
170 PS, eine Zapfwelle mit 540 U/min, ein Paar externer Hydraulikanschlüsse und eine Kupplung für 3.000 kg Stützlast. Die Kugelkupplung K80 ist serienmäßig.
Was bringt der Andockmechanismus?
Der 6-Zoll-Gelenksaugarm wird über die Zentralhydraulik gesteuert und klappt hydraulisch nach links oder rechts. Der Fahrer dockt an der Grube an, ohne abzusteigen.