PRONAR Dreiseitenkipper 5.000 kg, 8,2 m³, Tandemachse, 25 km/h
9 930,00 €
PRONAR Dreiseitenkipper 5.000 kg, 8,2 m³, Tandemachse, 25 km/h
Lieferumfang
- 1 × PRONAR Zweiachs-Dreiseitenkipper
- V-Deichsel mit starrer Zugöse Ø 40
- Zweileitige Druckluftbremse mit Trommelbremse 300 × 60 mm
- Kurbelbremse
- Zentralverriegelung an drei Seiten
- Kipprichtungswahl über zwei Bolzen mit Sicherungssystem
- Zentrale Bordwandverriegelung
- Kornschieber in der Rückwand
- Aufstiegsleiter und Trittstufen
- Hintere Anschlüsse
- Manuelle, starre Anhängerkupplung
- Brückenabstützung (nur für Wartungsarbeiten)
- Kotflügel auf der Hinterachse
- Keile mit Halter
- 12-V-Beleuchtungsanlage mit Rücklicht-Schutzgittern
Zusätzliche Ausrüstung (optional):
- V-Deichsel mit Zugöse Ø 50 starr, Y-Deichsel mit Zugöse Ø 40 starr
- Einleitige Druckluftbremse oder hydraulische Bremse, Umsteckbremse (Peitz)
- Aufsätze 500 mm; Gitteraufsätze 1.000 mm mit 8 mm oder 30 mm Maschenweite
- Spannseile für Wände/Aufsätze (nicht bei Standard-Bordwänden und -Aufsätzen möglich)
- Schnürplane oder Rollplane, jeweils mit Gestell und Podest
- Auslaufgosse, Blechrutsche hinten über die gesamte Breite
- Fallsegel, 2 Sätze (nur mit Aufsätzen)
- Entladeschnecke für Getreide, 30 t/h (an der Heckklappe, hydraulischer Antrieb, Ölbedarf 30 l/min, mechanische Seilwinde)
- Satz Bordwandbügel für Ballentransport (nicht für den öffentlichen Straßenverkehr geeignet)
- Warndreieck für langsame Anhänger, Ersatzradhalter
- Bereifung 14.0/65-16; Ersatzrad 11.5/80-15.3 oder 14.0/65-16
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Hersteller | PRONAR |
| Produktart | Zweiachsiger landwirtschaftlicher Dreiseitenkipper |
| Ladekapazität | 4.000 kg (laut Beschreibung) / 5.000 kg (rechnerisch)* |
| Zul. Gesamtgewicht | 7.105 kg |
| Eigengewicht | 2.105 kg |
| Ladevolumen | 8,2 m³ |
| Brückenmaß innen L × B | 4.010 × 2.010 – 2.060 mm |
| Gesamtmaße L × B × H | 6.140 × 2.230 × 2.130 mm |
| Bordwandhöhe | 500 mm |
| Blechdicke Boden / Bordwand | 4 mm / 2 mm |
| Plattformhöhe | 1.120 mm |
| Spurweite | 1.600 mm |
| Aufhängung | Parabelfederung |
| Bereifung | 11,5/80-15,3 |
| Zul. Geschwindigkeit | 25 km/h |
| Kippsystem | dreiseitig |
| Kippwinkel rückwärts / seitlich | 42° / 46° |
| Teleskopzylinder | Hublänge 1.300 mm |
| Erforderliche Ölmenge | 8 l |
| Betriebsdruck | 160 bar |
| Erforderliche Schlepperleistung | 41,6 PS / 30,6 kW |
| Deichsel | V-Deichsel mit starrer Zugöse Ø 40 |
| Bremsanlage | 2-Leiter-Druckluftbremse, Trommelbremse 300 × 60 mm |
| Feststellbremse | Kurbelbremse |
| Beleuchtung | 12 V, Rücklichter mit Schutzgitter |
| Lackierung Fahrgestell | Rot RAL 3000 |
| Lackierung Bordwände | Grün RAL 6010 |
* Siehe Hinweis am Textende.
Produktbeschreibung
Dreiseitenkipper von PRONAR – bewährte Konstruktion mit dreiseitigem Kippsystem
Dieser zweiachsige landwirtschaftliche Anhänger mit dreiseitigem Kippsystem wird bereits seit mehreren Jahren produziert und kennzeichnet sich durch eine starke wie auch bewährte Konstruktion. Das ständige Verbessern des Modells hebt Funktionalität und Sicherheit.
Dreiseitiges Kippen – der zentrale Vorteil
Das dreiseitige Kippsystem erlaubt das Entladen des Materials von beliebigen Seiten des Anhängers.
Warum das mehr ist als Komfort:
Entladen ohne Rangieren. Wo kein Platz zum Wenden ist – in engen Hofdurchfahrten, zwischen Gebäuden, an Feldrändern – wird einfach zur passenden Seite gekippt.
Seitliches Abschütten entlang einer Linie. Beim Ausbringen von Material entlang eines Weges, einer Grabenkante oder eines Beetes fährt man und schüttet seitlich ab.
Rückwärts für Schüttgut in Behälter und Mieten, seitlich für flächiges Abladen.
Kein Umsetzen des Zugfahrzeugs. Bei mehreren Abladestellen spart das erheblich Zeit.
Kippwinkel 42° rückwärts, 46° seitlich
Die Winkel sind großzügig bemessen – 46° zur Seite sind ein bemerkenswerter Wert.
Der Zusammenhang: Der Kippwinkel entscheidet, ob die Brücke vollständig leerläuft. Feuchte Erde, Silage, Mist und klebriges Schüttgut bleiben bei flachem Winkel im hinteren Bereich hängen – man muss nachhelfen oder mehrfach kippen.
Dass der seitliche Winkel größer ist als der rückwärtige, ist konstruktiv sinnvoll: Beim Seitenkippen ist der Weg zur Kante kürzer, das Material muss also steiler abrutschen können.
Zentralverriegelung an drei Seiten
Die Zentralverriegelung ist ein Bedienmerkmal mit erheblicher Zeitwirkung.
Ohne sie müsste jede Bordwand einzeln über mehrere Verschlüsse geöffnet werden – bei drei Seiten und mehreren Ladungen pro Tag summiert sich das.
Mit Zentralverriegelung: Ein Hebel öffnet die gesamte Bordwand.
Der Sicherheitsaspekt ist ebenso wichtig: Eine Zentralverriegelung schließt entweder ganz oder gar nicht. Bei Einzelverschlüssen wird gelegentlich einer vergessen – und eine halb verriegelte Bordwand kann während der Fahrt aufspringen.
Kipprichtungswahl über zwei Bolzen mit Sicherungssystem
Die Kipprichtung wird über zwei Bolzen vorgewählt – mit Sicherungssystem.
Das ist der sicherheitskritischste Punkt eines Dreiseitenkippers. Der Zusammenhang: Die Brücke ist an mehreren Punkten gelagert; welche Lager gelöst und welche fixiert sind, bestimmt die Kipprichtung.
Wird eine falsche Kombination gewählt oder ein Bolzen nicht vollständig gesetzt, kann die Brücke in eine unerwartete Richtung kippen oder – schlimmer – seitlich abrutschen.
Das Sicherungssystem verhindert genau das: Es stellt sicher, dass die Bolzen vollständig eingerastet sind und keine unzulässige Kombination eingestellt werden kann.
Vor jedem Kippvorgang ist die Bolzenstellung dennoch zu prüfen – das ist die wichtigste Routine an einem Dreiseitenkipper.
Parabelfederung
Parabelfedern sind keine gewöhnlichen Blattfedern. Die Federblätter sind parabolisch ausgeschliffen – in der Mitte dick, zu den Enden hin dünner auslaufend.
Weniger Reibung zwischen den Blättern. Herkömmliche Blattfedern bestehen aus vielen aufeinanderliegenden Lagen, die sich gegenseitig reiben. Parabelfedern haben weniger Blätter mit definierten Kontaktpunkten – das ergibt eine weichere, progressivere Federung.
Besseres Ansprechverhalten auch bei kleinen Unebenheiten.
Geringeres Gewicht bei gleicher Tragkraft und längere Lebensdauer durch geringeren Reibverschleiß.
Der praktische Nutzen: Weniger Stoßbelastung für Anhänger, Ladung und Zugfahrzeug – und deutlich höherer Fahrkomfort auf Feldwegen.
Boden 4 mm, Bordwände 2 mm
Die Materialstärken folgen der Beanspruchung: Der Boden ist doppelt so stark ausgeführt wie die Wände.
Das ist konsequent. Der Boden trägt die gesamte Last, wird beim Beladen mit Frontlader oder Bagger direkt getroffen und beim Kippen von rutschendem Material bearbeitet. Vier Millimeter sind ein solider Wert für einen Anhänger dieser Klasse.
Ladevolumen 8,2 m³ bei 500 mm Bordwandhöhe
Die Grundausstattung mit 500 mm Bordwänden ist auf schwere Schüttgüter ausgelegt – Erde, Kies, Sand, Getreide. Dort ist das Gewichtslimit erreicht, lange bevor das Volumen ausgeschöpft ist.
Für leichte, voluminöse Güter – Silage, Mist, Kompost, Rindenmulch, Häckselgut – sind Aufsätze als Zusatzausrüstung erhältlich:
Aufsätze 500 mm – verdoppeln die Wandhöhe auf 1.000 mm.
Gitteraufsätze 1.000 mm mit 8 mm oder 30 mm Maschenweite – bringen die Wandhöhe auf 1.500 mm.
Die Maschenweite ist dabei die entscheidende Wahl: 8 mm halten auch Getreide und feines Material zurück, 30 mm sind leichter und für Silage, Häckselgut und Mist ausreichend.
Kornschieber in der Rückwand serienmäßig
Der Kornschieber ist eine verschließbare Öffnung in der Rückwand – serienmäßig, nicht optional.
Sein Nutzen: Dosiertes Ablassen von Schüttgut, ohne die gesamte Bordwand zu öffnen und ohne zu kippen.
Typische Anwendungen: Getreide in einen Trichter oder eine Schnecke ablassen, Saatgut portionsweise entnehmen, Restmengen kontrolliert entleeren.
Der praktische Wert: Beim Kippen der vollen Ladung hat man keine Kontrolle über den Materialfluss. Der Kornschieber macht aus dem Anhänger einen dosierbaren Vorratsbehälter.
Aufstiegsleiter und Trittstufen serienmäßig
Bei einer Plattformhöhe von 1.120 mm und 500 mm Bordwand liegt die Bordwandoberkante bei rund 1,62 m.
Ohne Leiter klettert man über Rad, Kotflügel oder Deichsel – auf feuchtem, verschmutztem Metall eine reale Absturzgefahr.
In der Praxis muss man immer wieder in die Brücke: Plane befestigen, Restmaterial abräumen, nach Fremdkörpern sehen, reinigen. Eine serienmäßige Aufstiegsleiter senkt die Hemmschwelle, den sicheren Weg zu nehmen.
Zweileitige Druckluftbremse mit Trommelbremse 300 × 60 mm
Zweileitig bedeutet: getrennte Vorrats- und Bremsleitung. Der Vorteil ist sicherheitsrelevant – bei Abriss der Vorratsleitung bremst der Anhänger automatisch ab.
Als Zusatzausrüstung sind einleitige Druckluftbremse, hydraulische Bremse und Umsteckbremse (Peitz) erhältlich – für Zugfahrzeuge mit entsprechender Ausstattung.
Die Umsteckbremse ist dabei die flexibelste Lösung: Sie lässt sich zwischen den Systemen umstecken – sinnvoll bei wechselnden Zugfahrzeugen oder überbetrieblicher Nutzung.
Kurbelbremse sichert den abgekuppelten Anhänger gegen Wegrollen; Keile mit Halter liegen ergänzend bei.
Teleskopzylinder: 1.300 mm Hub, 8 l Öl, 160 bar
Diese drei Werte sind für die Zugfahrzeugwahl entscheidend:
8 Liter Ölbedarf – der Traktor muss diese Menge liefern können, ohne dass der Ölstand kritisch wird. Bei kleineren Schleppern ist der Vorratsbehälter zu prüfen.
160 bar Betriebsdruck – der Standard bei landwirtschaftlichen Hydrauliksystemen.
1.300 mm Hublänge – die Länge des ausgefahrenen Zylinders, aus der sich die Kippwinkel ergeben.
Nur 41,6 PS erforderliche Schlepperleistung
Das ist ein bemerkenswert niedriger Wert und ein starkes Verkaufsargument.
Rund 42 PS bedeuten: Auch kleinere und ältere Traktoren können den Anhänger ziehen und kippen. Man braucht keinen Großschlepper.
Für Nebenerwerbsbetriebe, Pferdehalter, Kommunalbetriebe und Betriebe mit älterem Maschinenpark ist das oft das entscheidende Kriterium.
Zu beachten: Die Angabe bezieht sich auf die Leistung. Zusätzlich zu prüfen sind die zulässige Anhängelast des Traktors und die Stützlast der Anhängekupplung – bei 7.105 kg zulässigem Gesamtgewicht keine Selbstverständlichkeit.
V-Deichsel mit starrer Zugöse Ø 40
Die V-Deichsel verteilt die Zugkräfte auf zwei Anlenkpunkte am Rahmen – das ergibt eine steifere, verwindungsärmere Anbindung als eine gerade Deichsel.
Zugöse Ø 40 ist die verbreitetste Größe in der Landwirtschaft. Als Zusatzausrüstung sind eine V-Deichsel mit Ø 50 und eine Y-Deichsel mit Ø 40 erhältlich.
Vor dem Kauf prüfen: Welche Anhängevorrichtung das Zugfahrzeug hat.
Manuelle, starre Anhängerkupplung und hintere Anschlüsse
Die Anhängerkupplung am Heck und die hinteren Anschlüsse (Druckluft, Hydraulik, Elektrik) ermöglichen den Zuganhängerbetrieb – also das Ankuppeln eines zweiten Anhängers.
Das verdoppelt die Transportkapazität bei gleichem Zugfahrzeug und Fahrer – bei Erntetransporten und wiederkehrenden Fahrten ein erheblicher Effizienzgewinn.
Zu beachten: Zuganhängerbetrieb unterliegt eigenen Vorschriften zu Gesamtzuglänge, zulässigen Gewichten und Zulassung. Die nationalen Regelungen sind zu beachten.
Brückenabstützung für Wartungsarbeiten
Die Brückenabstützung hält die angehobene Brücke mechanisch – ausdrücklich nur für Wartungsarbeiten, nicht für den Betrieb.
Das ist ein wesentliches Sicherheitsmerkmal. Wer unter einer nur hydraulisch gehaltenen Brücke arbeitet, riskiert sein Leben: Ein Schlauchdefekt, ein Ventilfehler oder ein absinkender Zylinder führt zum Absturz mehrerer hundert Kilogramm.
Die Abstützung ist bei jeder Arbeit unter der angehobenen Brücke zwingend einzusetzen.
Bereifung 11,5/80-15,3 – optional 14.0/65-16
Die serienmäßige Bereifung ist eine gängige Landwirtschaftsgröße.
Als Zusatzausrüstung sind Reifen 14.0/65-16 erhältlich – deutlich breiter und mit größerem Felgendurchmesser.
Wann sich die größere Bereifung lohnt:
Empfindliche Böden und Grünland – jeder Zentimeter Aufstandsfläche reduziert die Verdichtung.
Frühe oder späte Befahrung – wenn der Boden noch nicht oder nicht mehr tragfähig ist.
Weiche Untergründe – der größere Durchmesser verbessert das Überrollverhalten und reduziert das Einsinken.
Passende Ersatzräder sind für beide Größen erhältlich, ebenso ein Ersatzradhalter.
Zusatzausrüstung für spezielle Anwendungen
Auslaufgosse und Blechrutsche. Die Blechrutsche über die gesamte Heckbreite leitet das Material beim Kippen kontrolliert nach unten – wichtig, wenn nicht auf einen Haufen, sondern in eine Öffnung oder einen Trichter abgeladen wird.
Fallsegel (2 Sätze, nur mit Aufsätzen). Sie bremsen den Materialfall und reduzieren Staubentwicklung und Kornbruch – bei Getreide relevant.
Entladeschnecke für Getreide, 30 t/h. An der Heckklappe montiert, hydraulisch angetrieben mit 30 l/min Ölbedarf, dazu eine mechanische Seilwinde zum Positionieren. Damit wird der Anhänger zum Überladewagen – Getreide lässt sich direkt in Silos, Container oder Fahrzeuge fördern, ohne zu kippen.
Bordwandbügel für Ballentransport. Teilweise offene Bordwände zur Ballensicherung. Ausdrücklich nicht für den öffentlichen Straßenverkehr geeignet – nur für den innerbetrieblichen Einsatz.
Planen. Schnürplane und Rollplane, jeweils mit Gestell und Podest. Die Rollplane ist die komfortablere Lösung – Auf- und Zurollen von einer Person, ohne die Brücke zu besteigen.
Was zu beachten ist
Bolzenstellung vor jedem Kippvorgang prüfen. Die Kipprichtungswahl ist der sicherheitskritischste Punkt am Dreiseitenkipper.
Nur auf ebenem, tragfähigem Untergrund kippen. Beim Anheben verschiebt sich der Schwerpunkt nach oben – auf abschüssigem oder weichem Grund besteht Kippgefahr.
Beim Seitenkippen besonders vorsichtig. Die Standbasis ist quer schmaler als längs.
Ladung gleichmäßig verteilen. Einseitige Beladung erhöht die Kippgefahr erheblich.
Zugfahrzeug prüfen: zulässige Anhängelast, Stützlast der Kupplung, Bremsanlage und Ölvorrat (8 Liter).
Nie unter die angehobene Brücke ohne eingesetzte Brückenabstützung.
Bordwandverriegelung vor jeder Fahrt kontrollieren.
Bei Zuganhängerbetrieb die nationalen Vorschriften zu Gesamtzuglänge, Gewichten und Zulassung beachten.
Zulässige Geschwindigkeit 25 km/h einhalten.
Kurbelbremse und Keile nutzen, wenn der Anhänger abgekuppelt abgestellt wird.
Regelmäßig prüfen: Federbolzen und Lagerungen der Parabelfederung, Bremsbeläge, Bolzen des Kippsystems, Hydraulikleitungen und Beleuchtung.
Nach dem Einsatz reinigen – besonders nach aggressiven Ladegütern wie Mist oder Silage.
Als Arbeitsmittel unterliegen Anhänger den Anforderungen an Schutzeinrichtungen und wiederkehrende Prüfung; maßgeblich sind Betriebssicherheitsverordnung, Maschinenrichtlinie und die einschlägigen DGUV-Vorschriften.
Typische Einsatzgebiete
Landwirtschaft und Nebenerwerbsbetriebe, Erntetransport und Getreidetransport, Silage-, Mist- und Kompostbeförderung, Erd-, Kies- und Schüttguttransport, Pferdehaltung und Reitbetriebe, Kommunalbetriebe und Bauhöfe, Garten- und Landschaftsbau, Forstwirtschaft und Holztransport, Baustellenlogistik, Lohnunternehmen und Maschinenringe, Betriebe mit kleineren oder älteren Traktoren.
Häufige Fragen
Was bringt das dreiseitige Kippsystem?
Entladen von beliebigen Seiten – ohne Rangieren in engen Hofdurchfahrten, seitliches Abschütten entlang von Wegen und Gräben, rückwärtiges Kippen in Behälter und Mieten. Bei mehreren Abladestellen spart das erheblich Zeit.
Warum ist der Kippwinkel wichtig?
Er entscheidet, ob die Brücke vollständig leerläuft. Feuchte Erde, Silage, Mist und klebriges Schüttgut bleiben bei flachem Winkel hängen. 42° rückwärts und 46° seitlich sind großzügig bemessen.
Was ist beim Kippen der sicherheitskritischste Punkt?
Die Kipprichtungswahl über die beiden Bolzen. Welche Lager gelöst und welche fixiert sind, bestimmt die Kipprichtung – bei falscher Kombination kann die Brücke unerwartet kippen. Das Sicherungssystem verhindert unzulässige Einstellungen; die Bolzenstellung ist dennoch vor jedem Kippvorgang zu prüfen.
Was bringt die Zentralverriegelung?
Ein Hebel öffnet die gesamte Bordwand statt mehrerer Einzelverschlüsse. Sicherheitsrelevant ist zudem: Eine Zentralverriegelung schließt ganz oder gar nicht – bei Einzelverschlüssen wird gelegentlich einer vergessen, und eine halb verriegelte Bordwand kann während der Fahrt aufspringen.
Was sind Parabelfedern?
Federblätter, die parabolisch ausgeschliffen sind – in der Mitte dick, zu den Enden dünner. Gegenüber herkömmlichen Blattfedern bedeutet das weniger Reibung, weichere und progressivere Federung, besseres Ansprechverhalten, geringeres Gewicht und längere Lebensdauer.
Welche Traktorleistung brauche ich?
41,6 PS bzw. 30,6 kW – ein bemerkenswert niedriger Wert. Auch kleinere und ältere Traktoren können den Anhänger ziehen und kippen. Zusätzlich zu prüfen sind zulässige Anhängelast und Stützlast der Kupplung.
Was muss die Traktorhydraulik leisten?
8 Liter Ölmenge bei 160 bar Betriebsdruck. Bei kleineren Schleppern ist der Ölvorratsbehälter zu prüfen.
Kann ich das Ladevolumen vergrößern?
Ja. Aufsätze mit 500 mm verdoppeln die Wandhöhe auf 1.000 mm; Gitteraufsätze mit 1.000 mm bringen sie auf 1.500 mm – wahlweise mit 8 mm Maschenweite (hält auch Getreide zurück) oder 30 mm (leichter, für Silage, Häckselgut und Mist).
Wozu der Kornschieber?
Zum dosierten Ablassen von Schüttgut, ohne die Bordwand zu öffnen und ohne zu kippen – etwa Getreide in einen Trichter oder eine Schnecke. Er macht aus dem Anhänger einen dosierbaren Vorratsbehälter.
Wozu die Aufstiegsleiter?
Für den sicheren Zugang zur Brücke. Bei 1.120 mm Plattformhöhe und 500 mm Bordwand liegt die Oberkante bei rund 1,62 m – ohne Leiter klettert man über Rad, Kotflügel oder Deichsel, auf feuchtem Metall eine reale Absturzgefahr.
Welche Bremsanlage ist verbaut?
Eine zweileitige Druckluftbremse mit Trommelbremse 300 × 60 mm. Zweileitig bedeutet: Bei Abriss der Vorratsleitung bremst der Anhänger automatisch ab. Einleitige Druckluftbremse, hydraulische Bremse und Umsteckbremse sind als Zusatzausrüstung erhältlich.
Was ist eine Umsteckbremse?
Eine Bremsanlage, die sich zwischen den Systemen umstecken lässt – sinnvoll bei wechselnden Zugfahrzeugen oder überbetrieblicher Nutzung.
Kann ich einen zweiten Anhänger anhängen?
Ja, dafür sind die manuelle Anhängerkupplung und die hinteren Anschlüsse vorgesehen. Zu beachten: Der Zuganhängerbetrieb unterliegt eigenen Vorschriften zu Gesamtzuglänge, Gewichten und Zulassung.
Wozu die Brückenabstützung?
Sie hält die angehobene Brücke mechanisch – ausdrücklich nur für Wartungsarbeiten. Wer unter einer nur hydraulisch gehaltenen Brücke arbeitet, riskiert bei Schlauchdefekt oder absinkendem Zylinder den Absturz mehrerer hundert Kilogramm.
Welche Bereifung sollte ich wählen?
Serienmäßig 11,5/80-15,3. Bei empfindlichen Böden, Grünland, früher Befahrung oder weichem Untergrund lohnen sich die optionalen 14.0/65-16 – breiter, größerer Durchmesser, besseres Überrollverhalten.
Was leistet die optionale Entladeschnecke?
30 t/h Getreide, hydraulisch angetrieben mit 30 l/min Ölbedarf, an der Heckklappe montiert und über eine mechanische Seilwinde positionierbar. Damit wird der Anhänger zum Überladewagen – Getreide geht direkt in Silo, Container oder Fahrzeug, ohne zu kippen.
Wozu Fallsegel?
Sie bremsen den Materialfall und reduzieren Staubentwicklung und Kornbruch – bei Getreide relevant. Sie sind nur in Verbindung mit Aufsätzen einsetzbar.
Kann ich Ballen transportieren?
Mit dem optionalen Satz Bordwandbügel – teilweise offene Bordwände zur Ballensicherung. Wichtig: Diese Ausführung ist ausdrücklich nicht für den öffentlichen Straßenverkehr geeignet, sondern nur für den innerbetrieblichen Einsatz.
Schnürplane oder Rollplane?
Die Rollplane ist die komfortablere Lösung – Auf- und Zurollen von einer Person, ohne die Brücke zu besteigen. Beide sind mit Gestell und Podest erhältlich.