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PRONAR Bauanhänger Tandem 22 t, HARDOX-Halfpipe, Bogie-Fahrwerk

Description

PRONAR Bauanhänger Tandem 22 t, HARDOX-Halfpipe, Bogie-Fahrwerk

Serienmäßige Ausrüstung

  • Halfpipe-Mulde aus HARDOX 450HB
  • Hydraulische, pendelnde Heckklappe mit Gummidichtung
  • Front-Teleskopzylinder
  • Fahrgestell aus rechteckigen, geschlossenen Profilen, verschweißt
  • Bogie-Fahrwerk mit 4 Parabelfedern, Achsabstand 1.600 mm, Trommelbremse 406 × 140 mm, Achsdurchmesser 150 × 150 mm
  • Gefederte Deichsel mit zwei Stahlfedern und Höhenverstellung
  • Zugöse K80 für 4.000 kg
  • Teleskopstützfuß mit Getriebe
  • 2-Leiter-Druckluftbremse
  • Kurbelbremse
  • LED-Beleuchtungsanlage 12 V mit seitlichen Umrissleuchten, Rücklichter mit Schutzgitter
  • Hinterer Unterfahrschutz, homologiert und klappbar
  • Kunststoff-Kotflügel hinten, Metallabdeckung über den Rädern
  • Spritzschutz hinten über die gesamte Breite
  • Keile mit Halter
  • Lackierung: Fahrgestell bordeaux, Bordwände schwarzgrau RAL 7021

Technische Daten

HerstellerPRONAR
ProduktartTandem-Bauanhänger mit Halfpipe-Mulde
Zul. Gesamtgewicht22.000 kg
Technisch zul. Gesamtgewicht (innerbetrieblich)24.000 kg
Eigengewicht5.900 kg
Nutzlast16.100 kg
Ladevolumen12,5 m³
Transportvolumen nach ISO 754612,5 / 15,7 m³
MuldenformHalfpipe
Muldenmaße innen L × H5.300 × 1.250 mm
Muldenbreite innen vorne / hinten2.250 / 2.300 mm
Gesamtmaße L × B × H7.570 × 2.550 × 2.840 mm
Ladehöhe2.480 mm
Blechstärke Boden / Bordwände6 / 6 mm, HARDOX 450HB
Spurweite1.960 mm
AufhängungBogie (24 t) mit Parabelfederung
Stützlast4.000 kg
Bereifung550/60-22,5
Zul. Geschwindigkeit40 km/h (60 km/h als Option)
Kippsystemheckseitig, Kippwinkel 55°
Front-TeleskopzylinderHublänge 4.670 mm, Ölbedarf 41 l, Betriebsdruck 200 bar
Erforderliche Schlepperleistung125 PS / 92 kW

Hinweis: Das zulässige Gesamtgewicht hängt vom Zulassungsrecht des jeweiligen Landes ab. Alle aufgeführten Parameter gelten bei Einzelzulassung in Deutschland.

Produktbeschreibung

Halfpipe-Kipper aus HARDOX

Der gefederte Tandem trägt 16.100 kg in einer Halfpipe-Mulde aus HARDOX 450HB mit 6 mm Wandstärke. Ein Front-Teleskopzylinder kippt mit 55° nach hinten, das Bogie-Fahrwerk ist für 24 Tonnen ausgelegt.

Halfpipe – die Muldenform macht den Unterschied

Statt eckiger Wände hat die Mulde einen halbrunden Querschnitt.

Was das bringt:

  • Nichts bleibt in den Ecken. Eine eckige Mulde hat Kanten, in denen feuchter Lehm, Aushub und bindiges Material haften. Die Halfpipe hat keine – alles rutscht zur Mitte und heraus.
  • Gleichmäßiger Materialfluss. Beim Kippen rutscht die Ladung geschlossen statt in Schüben – das hält den Anhänger ruhiger.
  • Höhere Steifigkeit. Die Rundung ist konstruktiv stabiler als eine ebene Wand gleicher Stärke, ohne zusätzliche Verstrebungen.
  • Weniger Anbackungen. Was nicht haftet, muss nicht abgeschlagen werden.

Komplett aus HARDOX 450HB – serienmäßig

Das ist der zweite Kernpunkt: Nicht nur der Boden, sondern die gesamte Mulde besteht aus Verschleißstahl, mit 6 mm Wandstärke.

Warum das bei Bauschutt entscheidend ist: HARDOX 450HB hat eine Härte von rund 450 Brinell – etwa das Dreifache von normalem Baustahl. Scharfkantiger Bauschutt, Bruchsteine und Recyclingmaterial hinterlassen deutlich weniger Spuren.

Der praktische Effekt: Bei gleicher Standzeit kann die Wand dünner sein – 6 mm HARDOX ersetzen deutlich dickeren Baustahl. Das spart Eigengewicht, das direkt in die Nutzlast geht.

Front-Teleskopzylinder mit 4.670 mm Hub

Der Zylinder sitzt vorne und hebt die Mulde über ihre gesamte Länge an.

Der Unterschied zu Unterflurzylindern: Ein Frontzylinder drückt die Mulde weiter auf und erreicht steilere Winkel. Bei 55° und der Halfpipe-Form rutscht praktisch jedes Material heraus – auch nasser Lehm und bindiger Aushub.

Bogie-Fahrwerk für 24 Tonnen

Das Bogie-Fahrwerk ist serienmäßig – beim Schwestermodell kostet es 3.541 € extra.

Warum das im Bauverkehr zählt: Ein Bogie-Fahrwerk koppelt beide Achsen über eine Pendelkonstruktion. Beide Achsen bleiben auch bei starken Unebenheiten im Bodenkontakt – auf Baustellen, in Gruben und auf unbefestigtem Gelände der entscheidende Unterschied. Die Last verteilt sich gleichmäßig, statt dass eine Achse überlastet wird.

Achsdurchmesser 150 × 150 mm und Trommelbremsen 406 × 140 mm sind entsprechend ausgelegt.

K80 mit 4.000 kg Stützlast serienmäßig

Die Kugelkupplung gehört zur Serienausstattung – bei den meisten anderen Modellen ist sie Zusatzausrüstung.

4.000 kg Stützlast sind der höchste Wert unter den Tandem-Anhängern der Reihe. Die gefederte Deichsel mit zwei Stahlfedern und Höhenverstellung passt sich an unterschiedliche Kupplungshöhen an.

Optional ist eine hydraulisch gefederte Deichsel erhältlich.

Pendelnde Heckklappe mit Gummidichtung

Die Klappe öffnet hydraulisch und pendelt beim Kippen frei auf. Die Gummidichtung hält feines Material zurück – bei Sand, Splitt und Recyclingmaterial die Voraussetzung für eine saubere Fahrt.

12,5 oder 15,7 m³ – was die ISO-Angabe bedeutet

Die Preisliste nennt zwei Werte nach ISO 7546:

  • 12,5 m³ ist das gestrichene Volumen – bis Oberkante Mulde.
  • 15,7 m³ ist das gehäufte Volumen – mit der Materialkuppe, die sich beim Beladen bildet.

Für die Praxis: Bei Schotter und Kies ist die gehäufte Beladung normal. 15,7 m³ Schotter wiegen allerdings rund 23 Tonnen – die Nutzlast von 16,1 Tonnen ist lange vorher erreicht. Bei diesem Anhänger begrenzt das Gewicht, nicht das Volumen.

Zulassung

ZulassungswegZul. GesamtgewichtNutzlast
Einzelzulassung DE22.000 kg16.100 kg
innerbetrieblich (technisch)24.000 kgca. 18.100 kg
EU-Typgenehmigung, 40 km/h18.000 kgca. 12.100 kg

60 km/h als Option

Die Ausführung für 60 km/h ist inklusive ALB erhältlich; dafür ist eine passende Räderwahl erforderlich. Bei CoC-Ausführung ist sie nicht verfügbar.

Zusätzliche Ausrüstung

  • DE-, AT- oder EU-Typengenehmigung inkl. Dokumenten
  • Hydraulisch gefederte Deichsel
  • Hydraulischer Stützfuß oder Schrägstützfuß (ohne Aufpreis)
  • Ausführung 60 km/h inkl. ALB
  • 2-Leiter-Druckluftbremse mit ALB oder ALB Premium
  • Seitlicher Unterfahrschutz nach 89/297/EWG
  • Kunststoff-Kotflügel auf der Vorderachse
  • Werkzeugkasten
  • Ersatzrad, Kunststoff-Tube für Fahrzeugunterlagen
  • Warndreieck für langsame Anhänger

Einsatzgebiete

Bauunternehmen und Tiefbau, Erdbewegung und Aushub, Recycling und Entsorgung, Steinbrüche und Kiesgruben, Kommunen und Bauhöfe, Lohnunternehmen, Abbruchunternehmen.

Hinweise zum Betrieb

  • Zulassungsweg vor der Bestellung klären – das zulässige Gesamtgewicht hängt vom Zulassungsrecht des jeweiligen Landes ab.
  • Stützlast des Zugfahrzeugs prüfen: bis zu 4.000 kg mit K80.
  • Beim Kippen auf ebenen, tragfähigen Untergrund achten – bei 4.670 mm Hublänge ist der Schwerpunkt sehr hoch.
  • Mulde nicht unter Freileitungen anheben.
  • Vor dem Kippen prüfen, ob die Heckklappe frei pendeln kann.
  • Die technisch zulässigen 24.000 kg gelten nur innerbetrieblich.
  • Bei gehäufter Beladung die Nutzlast beachten – sie ist meist vor dem Volumen erreicht.
  • Gummidichtung an der Heckklappe regelmäßig prüfen.
  • Radmuttern nach den ersten Betriebsstunden und danach regelmäßig nachziehen.

Häufige Fragen

Was ist eine Halfpipe-Mulde?

Eine Mulde mit halbrundem Querschnitt statt eckiger Wände. In ihr bleibt nichts in den Ecken haften, das Material rutscht geschlossen heraus, und die Rundung ist konstruktiv stabiler als eine ebene Wand gleicher Stärke.

Ist die ganze Mulde aus HARDOX?

Ja, Boden und Wände bestehen aus HARDOX 450HB mit 6 mm Stärke – serienmäßig.

Wie viel kann der Anhänger laden?

16.100 kg bei 22.000 kg zulässigem Gesamtgewicht. Innerbetrieblich sind technisch 24.000 kg zulässig, mit EU-Typgenehmigung 18.000 kg.

Was bedeuten die zwei Volumenangaben?

12,5 m³ ist das gestrichene Volumen bis Oberkante Mulde, 15,7 m³ das gehäufte Volumen mit Materialkuppe – beides nach ISO 7546.

Was ist ein Bogie-Fahrwerk?

Eine Pendelkonstruktion, die beide Achsen koppelt. Sie hält beide Achsen auch bei starken Unebenheiten im Bodenkontakt und verteilt die Last gleichmäßig – auf Baustellen und in Gruben der entscheidende Unterschied.

Warum sitzt der Zylinder vorne?

Ein Frontzylinder drückt die Mulde weiter auf und erreicht steilere Winkel. Bei 55° und der Halfpipe-Form rutscht praktisch jedes Material heraus – auch nasser Lehm.

Welchen Schlepper brauche ich?

125 PS beziehungsweise 92 kW und eine Kupplung für 4.000 kg Stützlast. Für das Kippen werden 41 Liter Öl bei 200 bar benötigt.

Gibt es eine Ausführung für 60 km/h?

Ja, inklusive ALB und mit passender Räderwahl. Bei CoC-Ausführung ist sie nicht verfügbar.