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PRONAR Bauanhänger Tandem, 21 t, 10-mm-Boden, Kippwinkel 60°

Description

PRONAR Bauanhänger Tandem, 21 t, 10-mm-Boden, Kippwinkel 60°

Serienmäßige Ausrüstung

  • Fahrgestell aus rechteckigen, geschlossenen Profilen, verschweißt
  • Tandem-Fahrwerk mit 4 Parabelfedern, Starrachsen, Trommelbremse 406 × 140 mm, Achsabstand 1.500 mm
  • Hydraulische Heckklappe, 370 mm hoch
  • Zwei Kippzylinder
  • Gefederte Deichsel über Blattfeder, mit Höhenverstellung
  • Obenanhängung mit starrer Zugöse Ø 40
  • Hydraulischer Stützfuß mit Absperrhahn
  • 2-Leiter-Druckluftbremse
  • Kurbelbremse
  • Beleuchtungsanlage mit seitlichen Umrissleuchten, Rücklichter mit Schutzgitter
  • Brückenabstützung für Wartungsarbeiten
  • Klappbare Aufstiegsleiter
  • Kunststoff-Kotflügel vorne und hinten
  • Hinterer Unterfahrschutz, homologiert und klappbar
  • Keile mit Halter
  • Lackierung: Fahrgestell bordeaux, Bordwände schwarzgrau RAL 7021

Technische Daten

HerstellerPRONAR
ProduktartTandem-Bauanhänger mit Kippmulde
Zul. Gesamtgewicht21.000 kg
Technisch zul. Gesamtgewicht (innerbetrieblich)24.000 kg
Eigengewicht6.160 kg
Nutzlast14.840 kg
Ladevolumen10,6 m³ (mit Aufsätzen bis 21,3 m³)
Muldenmaße innen L × B × H5.600 × 2.410 × 800 mm
Gesamtmaße L × B × H7.360 × 2.550 × 2.470 mm
Bordwandhöhe800 mm
Blechstärke Boden / Bordwände10 / 8 mm
Plattformhöhe1.475 mm
Spurweite2.060 mm
AufhängungParabelfederung
Stützlast3.000 kg
Bereifung385/65 R 22,5 RE
Zul. Geschwindigkeit40 km/h
Kippsystemheckseitig, zwei Kippzylinder, Kippwinkel 60°
TeleskopzylinderHublänge 1.980 mm, Ölbedarf 36 l, Betriebsdruck 200 bar
Erforderliche Schlepperleistung124,8 PS / 91,7 kW

Hinweis: Alle aufgeführten Parameter gelten bei Einzelzulassung in Deutschland.

Produktbeschreibung

Bauanhänger für schweres Material

Der gefederte Tandem trägt 14.840 kg und kippt mit 60° nach hinten. Boden und Bordwände sind mit 10 beziehungsweise 8 mm deutlich stärker ausgeführt als bei landwirtschaftlichen Kippern.

10 mm Boden – das ist die Ansage

Zum Vergleich: Landwirtschaftliche Muldenkipper derselben Größenklasse haben typischerweise 4 bis 6 mm Bodenstärke.

Warum das im Bauverkehr nötig ist:

  • Der Beladeschlag. Schotter, Bruchsteine und Bauschutt fallen aus der Baggerschaufel aus mehreren Metern Höhe auf den Boden – nicht rieselnd wie Getreide, sondern punktuell und hart.
  • Der Abrieb. Beim Kippen rutscht scharfkantiges Material über den Boden. Jede Fuhre nimmt Material ab.
  • Die Lebensdauer. Ein durchgescheuerter Boden ist das Ende der Mulde – die Reparatur lohnt sich selten.

Für besonders harte Einsätze bietet der Hersteller die Mulde in HARDOX 450 HB an – Verschleißstahl mit 8 mm Boden und 6 mm Wänden. Trotz geringerer Blechstärke ist er wegen der höheren Härte deutlich standfester.

60° Kippwinkel

Das ist der steilste Winkel im PRONAR-Kipperprogramm – landwirtschaftliche Kipper liegen bei 50°.

Warum das bei Bauschutt zählt: Feuchter Lehm, Aushub und bindiger Boden bleiben bei 50° in der Mulde kleben. Die zusätzlichen zehn Grad entscheiden darüber, ob die Mulde leer wird oder jemand mit der Schaufel nachhelfen muss.

Zwei Kippzylinder verteilen die Kraft und halten die Mulde beim Anheben in der Spur.

14.840 kg Nutzlast

Bei 10,6 m³ Muldenvolumen ist die Mulde auf schweres Material ausgelegt: 10,6 m³ Schotter wiegen rund 16 Tonnen – die Nutzlast ist also der begrenzende Faktor, nicht das Volumen.

Innerbetrieblich sind technisch 24.000 kg zulässig.

Drei Muldenvarianten

AusführungMerkmale
Standard (serienmäßig)Innenbreite 2.410 mm, Boden 10 mm, Wände 8 mm
Konisch, S2352.196 / 2.300 mm, mit zweiflügeliger Heckklappe und Kornschieber – günstiger
HARDOX 450 HBBoden 8 mm, Wände 6 mm – für scharfkantiges Material

Die konische Mulde mit Kornschieber macht den Bauanhänger auch für landwirtschaftliche Aufgaben nutzbar – und kostet sogar weniger als die Standardausführung.

Bis 21,3 m³ mit Aufsätzen

Die optionalen Aufsätze von 800 mm mit Plexi-Sichtfenster und hinterer Pendelklappe verdoppeln das Volumen fast.

Wofür das sinnvoll ist: leichtes Material wie Grüngut, Hackschnitzel, Dämmstoffabbruch und Recyclingmaterial. Zu beachten: Die Aufsätze passen nur zur Standardmulde mit 2.410 mm Innenbreite.

Fahrwerksvarianten

Serienmäßig arbeitet der Wagen mit Parabelfederung und Starrachsen. Als Zusatzausrüstung stehen zur Wahl:

  • BOGIE-Aufhängung mit Blattfederung und hydraulischer Hinterachs-Schwenksperre
  • Hintere Nachlaufachse mit Lenksperre

Die BOGIE-Aufhängung ist die robustere Bauart für unwegsames Gelände – sie hält beide Achsen auch bei starken Unebenheiten im Bodenkontakt. Die Nachlaufachse verkleinert dagegen den Wendekreis und schont die Reifen auf befestigten Flächen.

Gefederte Deichsel mit Höhenverstellung

Die Blattfederdeichsel entkoppelt Zugfahrzeug und Anhänger. Die Höhenverstellung erlaubt die Anpassung an unterschiedliche Kupplungshöhen – bei wechselnden Zugfahrzeugen im Betrieb ein praktischer Vorteil.

Alternativen ohne Aufpreis: Deichsel mit Zugöse Ø 50, Teleskopstützfuß mit Getriebe oder hydraulisch klappbarer Stützfuß.

Zulassung

ZulassungswegZul. GesamtgewichtNutzlast
Einzelzulassung DE21.000 kg14.840 kg
innerbetrieblich (technisch)24.000 kgca. 17.840 kg
EU-Typgenehmigung, 40 km/h18.000 kgca. 11.840 kg

Der Unterschied ist erheblich: Zwischen Einzelzulassung und EU-Typgenehmigung liegen 3.000 kg Nutzlast. Mit Kugelkupplung K80 steigt die zulässige Stützlast in der EU-Ausführung auf 4.000 kg.

Zusätzliche Ausrüstung

  • EU- oder AT-Typengenehmigung inkl. Dokumenten
  • Deichsel mit Zugöse Ø 50 (ohne Aufpreis)
  • Kugelkupplung K80 für 4.000 kg
  • Muldenkiste aus HARDOX 450 HB
  • Konische Mulde aus S235 oder HARDOX mit hydraulischer Heckklappe und Kornschieber
  • Zusätzliche hintere Pendelklappe (nur für die Standardmulde)
  • Aufsätze 800 mm mit Plexi-Sichtfenster für bis zu 21,3 m³
  • Teleskopstützfuß mit Getriebe oder hydraulisch klappbarer Stützfuß (ohne Aufpreis)
  • BOGIE-Aufhängung mit hydraulischer Schwenksperre
  • Hintere Nachlaufachse mit Lenksperre
  • 2-Leiter-Druckluftbremse mit ALB oder ALB Premium
  • Hintere Anschlüsse
  • Metallkotflügel
  • Seitlicher Unterfahrschutz nach 89/297/EWG
  • Anhängerkupplungen verschiedener Hersteller, manuell oder automatisch
  • Ersatzrad, Kunststoff-Tube für Fahrzeugunterlagen
  • Warndreieck für langsame Anhänger

Einsatzgebiete

Bauunternehmen und Tiefbau, Erdbewegung und Aushub, Recycling und Entsorgung, Kommunen und Bauhöfe, Steinbrüche und Kiesgruben, Garten- und Landschaftsbau, Lohnunternehmen.

Hinweise zum Betrieb

  • Zulassungsweg vor der Bestellung klären – zwischen Einzelzulassung und EU-Typgenehmigung liegen 3.000 kg.
  • Stützlast des Zugfahrzeugs prüfen: bis zu 3.000 kg, mit K80 in der EU-Ausführung 4.000 kg.
  • Beim Kippen auf ebenen, tragfähigen Untergrund achten – bei 60° Kippwinkel ist der Schwerpunkt hoch.
  • Mulde nicht unter Freileitungen anheben.
  • Vor dem Kippen prüfen, ob die Heckklappe frei öffnen kann.
  • Die technisch zulässigen 24.000 kg gelten nur innerbetrieblich.
  • Aufsätze passen nur zur Standardmulde mit 2.410 mm Innenbreite.
  • Brückenabstützung ist ausschließlich für Wartungsarbeiten vorgesehen.
  • Radmuttern nach den ersten Betriebsstunden und danach regelmäßig nachziehen.

Häufige Fragen

Warum ist der Boden 10 mm stark?

Weil Bauschutt und Bruchsteine punktuell und hart aufschlagen und beim Kippen scharfkantig über den Boden rutschen. Landwirtschaftliche Kipper derselben Größe haben typischerweise 4 bis 6 mm.

Was bringt der Kippwinkel von 60°?

Feuchter Lehm, Aushub und bindiger Boden bleiben bei 50° in der Mulde kleben. Die zusätzlichen zehn Grad entscheiden darüber, ob die Mulde leer wird.

Wie viel kann der Anhänger laden?

14.840 kg bei 21.000 kg zulässigem Gesamtgewicht. Innerbetrieblich sind technisch 24.000 kg zulässig, mit EU-Typgenehmigung 18.000 kg.

Wann lohnt sich HARDOX?

Bei scharfkantigem Bauschutt, Recyclingmaterial und Gestein. Der Verschleißstahl ist trotz geringerer Blechstärke deutlich standfester als normaler Baustahl.

Was ist die konische Mulde?

Eine Variante mit 2.196 / 2.300 mm Innenbreite, zweiflügeliger hydraulischer Heckklappe und Kornschieber – damit eignet sich der Anhänger auch für landwirtschaftliche Aufgaben. Sie kostet sogar weniger als die Standardmulde.

Kann ich mehr Volumen bekommen?

Ja, mit den optionalen 800-mm-Aufsätzen samt Plexi-Sichtfenster und hinterer Pendelklappe – dann fasst der Anhänger bis zu 21,3 m³. Sie passen nur zur Standardmulde.

Was unterscheidet BOGIE-Aufhängung und Nachlaufachse?

Die BOGIE-Aufhängung ist die robustere Bauart für unwegsames Gelände und hält beide Achsen im Bodenkontakt. Die Nachlaufachse verkleinert den Wendekreis und schont die Reifen auf befestigten Flächen.

Welchen Schlepper brauche ich?

124,8 PS beziehungsweise 91,7 kW und eine Kupplung für 3.000 kg Stützlast. Für das Kippen werden 36 Liter Öl bei 200 bar benötigt.