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ELMAG Universal-Bettfräsmaschine UBF 140 V inkl. 3-Achs-Positionsanzeige, betriebsbereit; Bohrleistung 80 mm, Gewinde M56

Description

ELMAG Universal-Bettfräsmaschine UBF 140 V inkl. 3-Achs-Positionsanzeige, betriebsbereit; Bohrleistung 80 mm, Gewinde M56

Lieferumfang

  • 1 × ELMAG Universal-Bettfräsmaschine
  • 3-Achs-Positionsanzeige SINO
  • Frässpindel mit Präzisionslager
  • Anzugsspindel für hohe Sicherheit
  • Kühlmittelsystem mit Rücklauf
  • Halogen-Frästischbeleuchtung
  • Betriebsanleitung mit CE-Konformität
  • ELMAG START UP SERVICE

Betriebsbereite Auslieferung: inkl. Ölfüllung, entkonserviert (entfettet), komplett montiert und Probelauf durchgeführt.

Technische Daten

MerkmalWert
HerstellerELMAG
ProduktartUniversal-Bettfräsmaschine
Fräsleistung Planfräser200 mm
Fräsleistung Schaftfräser63 mm
Antriebsmotor7.500 W / 400 V
Drehzahlbereich40 – 1.800 U/min, stufenlos über Frequenzumformer
Tischweg X × Y800 × 400 mm
Kubatur1.400 × 400 × 650 mm
Spindelausladung510 mm
Fräskopf-Schwenkbereich± 30°
Vorschub X/Y9 Vorschubstufen, Automatik und Eilgang
Vorschub Z (Fräskopf)9 Vorschubstufen und Eilgang
PositionsanzeigeSINO, 3 Achsen, digital
Drehzahlanzeigedigital
DrehrichtungRechts- und Linkslauf
SchmierungZentralschmierung
KühlmittelSystem mit Rücklauf
BeleuchtungHalogen-Frästischbeleuchtung
Gewicht3.880 kg

Produktbeschreibung

Universal-Bettfräsmaschine von ELMAG – 7,5 kW für Planfräser bis 200 mm

Diese Maschine ist eine Bettfräsmaschine – ein anderer Maschinentyp als die verbreiteten Konsolfräsmaschinen, mit einem klaren Zweck: schwere Zerspanung an schweren Werkstücken.

Mit 7.500 Watt Antriebsleistung, 200 mm Planfräserdurchmesser und 3.880 kg Maschinengewicht ist sie für die anspruchsvolle Flächenbearbeitung ausgelegt.

Bettbauweise – der entscheidende Konstruktionsunterschied

Das ist der wichtigste Punkt beim Vergleich mit anderen Fräsmaschinen.

Bei einer Konsolfräsmaschine sitzt der Kreuztisch auf einer höhenverstellbaren Konsole an der Maschinensäule. Die Z-Bewegung erfolgt, indem sich Tisch samt Werkstück hebt und senkt.

Bei einer Bettfräsmaschine liegt der Tisch fest auf dem Maschinenbett. Er bewegt sich nur in X und Y – die Z-Bewegung übernimmt der Fräskopf.

Warum das bei schweren Werkstücken erheblich besser ist:

Konstante Steifigkeit unabhängig vom Werkstückgewicht. Bei der Konsolbauweise hängt das Werkstückgewicht am auskragenden Konsolarm – je schwerer das Teil, desto stärker die Durchbiegung. Beim Bett liegt die Last direkt auf dem Fundament.

Keine Höhenabhängigkeit der Genauigkeit. Eine Konsole ist ganz oben und ganz unten unterschiedlich steif. Ein Bett ist überall gleich.

Deutlich höhere zulässige Werkstückgewichte. Das ist der eigentliche Grund für diese Bauweise.

Bessere Schwingungsableitung. Die Schnittkräfte gehen auf kurzem Weg ins Bett und ins Fundament, statt über den Konsolarm zu laufen.

Für schwere Zerspanung und schwere Werkstücke ist die Bettbauweise die konstruktiv richtige Lösung – und der Grund, warum diese Maschine 3.880 kg wiegt.

7,5 kW und 200 mm Planfräserdurchmesser

Siebeneinhalb Kilowatt sind für eine konventionelle Fräsmaschine eine sehr kräftige Motorisierung.

Der Zusammenhang zum Fräserdurchmesser: Ein Planfräser mit 200 mm Durchmesser hat viele Schneiden gleichzeitig im Eingriff. Die erforderliche Leistung steigt mit Durchmesser, Schnitttiefe und Vorschub.

Was 200 mm praktisch bedeuten: Eine Fläche von 200 mm Breite entsteht in einem Durchgang – ohne Bahnübergänge, ohne Absätze.

Bei Passflächen ist das entscheidend: Jeder Bahnübergang ist eine potenzielle Unebenheit und ein sichtbarer Absatz.

Für Schaftfräser stehen 63 mm zur Verfügung – ein Wert, der schwere Nutenarbeiten und großvolumige Zerspanung erlaubt.

Frequenzumformer für 40 bis 1.800 U/min stufenlos

Die Drehzahl wird über einen Frequenzumformer stufenlos geregelt – nicht über ein Stufengetriebe.

Was das bedeutet:

Jede Drehzahl exakt einstellbar. Die optimale Schnittgeschwindigkeit ergibt sich aus Werkzeugdurchmesser und Werkstoff – mit Stufengetriebe trifft man sie nie genau.

Drehzahländerung im Lauf. Kein Anhalten, kein Umschalten – der Wert lässt sich während der Bearbeitung anpassen.

Sanftes Anlaufen. Der Frequenzumformer fährt die Drehzahl hoch, statt schlagartig einzuschalten. Bei einem 200-mm-Planfräser mit erheblicher Schwungmasse ein spürbarer Vorteil für Antrieb und Werkzeug.

Keine Schaltverluste und weniger Verschleiß, weil kein mechanisches Umschalten stattfindet.

Die 40 U/min am unteren Ende sind bemerkenswert niedrig – genau der Bereich, den ein 200-mm-Planfräser in Stahl braucht.

Die digitale Drehzahlanzeige macht den eingestellten Wert ablesbar – bei stufenloser Regelung unverzichtbar.

Tischweg 800 × 400 mm bei 1.400 mm Tischlänge

400 mm in Y sind ein hoher Wert – die meisten Maschinen dieser Klasse bieten weniger. Das erlaubt breite Werkstücke in einer Aufspannung.

800 mm in X decken den Großteil typischer Werkstücke ab.

Die Tischfläche von 1.400 mm Länge ist dabei deutlich größer als der Verfahrweg. Das ist kein Widerspruch, sondern Absicht: Auf dem überstehenden Bereich lassen sich Werkstücke ablegen, Vorrichtungen dauerhaft montieren oder Spannmittel parken – ohne den Arbeitsbereich zu verlieren.

Spindelausladung 510 mm

Die Ausladung von 510 mm gibt an, wie weit von der Säule entfernt gearbeitet werden kann.

Über einen halben Meter bedeutet: Auch die Mitte breiter Werkstücke ist erreichbar – passend zu den 400 mm Tischweg in Y.

X/Y/Z-Automatik mit Eilgang – alle drei Achsen

Alle drei Achsen sind vollständig motorisiert:

Kreuztisch X und Y mit 9 Vorschubstufen – fein abgestuft passend zu Werkstoff und Werkzeug.

Fräskopf (Z) mit 9 Vorschubstufen und Eilgang – auch die Zustellung erfolgt automatisch.

Eilgang in allen Achsen für rasche Positionierung.

Warum das bei dieser Maschine besonders zählt:

Gleichmäßige Oberflächen. Ein von Hand geführter Vorschub schwankt unvermeidlich – bei 200-mm-Planfräsern zeigt sich jede Schwankung sofort.

Konstante Spanungsdicke und damit deutlich längere Werkzeugstandzeiten. Bei Wendeplatten für 200-mm-Fräser ein realer Kostenfaktor.

Der Bediener wird frei – während der Maschinenvorschub läuft, kann gemessen oder das nächste Teil vorbereitet werden.

Automatischer Z-Vorschub ist die Besonderheit: Viele Maschinen bieten Automatik nur in X und Y. Hier lässt sich auch die Zustellung motorisch fahren – für Absätze, Taschen und Bohrarbeiten ein erheblicher Vorteil.

Fräskopf ±30° schwenkbar

Der Schwenkbereich von ±30° ist bewusst begrenzt – und das hat einen konstruktiven Grund.

Der Zusammenhang: Je größer der Schwenkbereich, desto aufwendiger der Schwenkmechanismus – und desto weniger steif die Verbindung zwischen Kopf und Säule.

Bei einer Maschine für schwere Zerspanung mit 7,5 kW ist Steifigkeit wichtiger als maximaler Schwenkbereich. ±30° decken die praxisrelevanten Winkelarbeiten ab – Fasen, Schrägen, angestellte Flächen –, ohne die Steifigkeit zu opfern.

Wer regelmäßig extreme Winkel braucht, ist mit einer Universal-Fräsmaschine mit ±90° oder ±180° Schwenkbereich besser bedient – dort allerdings bei geringerer Zerspanleistung.

3-Achs-Positionsanzeige SINO serienmäßig

Die digitale Positionsanzeige für alle drei Achsen ist im Lieferumfang – kein Zubehör.

Position in X, Y und Z jederzeit ablesbar, Nullpunkt frei setzbar.

Kein Spindelspiel-Problem. Die Anzeige misst am Tisch, nicht an der Spindel.

Bohrbilder und Konturen direkt anfahren, statt sie anzureißen.

Bei einer Maschine dieser Investitionsklasse ist die serienmäßige Anzeige selbstverständlich – bei vielen Wettbewerbern ist sie Aufpreis.

Frässpindel mit Präzisionslager

Beim Fräsen wirken Querkräfte auf die Spindel – und bei 7,5 kW mit 200-mm-Fräsern sind diese Kräfte erheblich.

Spindelspiel würde sich unmittelbar zeigen: Rattermarken, ungenaue Maße, unruhiger Lauf und erhöhter Werkzeugverschleiß.

Anzugsspindel für hohe Sicherheit

Die Anzugsspindel sichert das Werkzeug formschlüssig im Kegel.

Warum das ein Sicherheitsmerkmal ist: Beim Fräsen wirken Kräfte, die das Werkzeug aus dem Kegel ziehen können – besonders beim Gleichlauffräsen.

Bei 7,5 kW und einem 200-mm-Planfräser wären die Folgen entsprechend gravierend: zerstörtes Werkstück, beschädigte Maschine, erhebliche Verletzungsgefahr.

Bohrtiefenskala und -anschlag

Die Maschine ist auch zum Bohren ausgelegt – Bohrtiefenskala und Bohrtiefenanschlag gehören zur Ausstattung.

Der Anschlag ist dabei das praktisch wichtigere Element: Er begrenzt den Hub mechanisch. Bei Serienteilen mit gleicher Bohrtiefe wird die Tiefe einmal eingestellt und dann reproduzierbar angefahren – ohne Ablesen, ohne Nachmessen.

Kreuztisch mit T-Nuten und Kühlmittelrinne

Der leichtgängige, präzise Kreuztisch ist die Basis der Bearbeitung.

T-Nuten für Spannpratzen, Nutensteine und Maschinenschraubstöcke – bei 1.400 mm Tischlänge entsprechend viele Spannmöglichkeiten.

Kühlmittelrinne – sie führt den Kühlschmierstoff ab, statt ihn auf den Boden laufen zu lassen.

Kühlmittelsystem mit Rücklauf

Warum Kühlschmierstoff bei dieser Maschine unverzichtbar ist: Bei 200-mm-Planfräsern und 7,5 kW entsteht erhebliche Wärme.

Ohne Kühlung leidet die Schneide, und das Werkstück dehnt sich thermisch aus – die Maßhaltigkeit geht verloren. Bei Passflächen, für die diese Maschine gebaut ist, wäre das inakzeptabel.

Dazu kommen Späneabtransport aus der Schnittzone, längere Standzeiten und bessere Oberflächen durch Vermeidung von Aufbauschneiden.

Der Rücklauf führt das Kühlmittel im Kreislauf – kein Nachfüllen, kein Verlust, kein verschmutzter Arbeitsplatz.

Zentralschmierung

Die Zentralschmierung versorgt Führungen und Spindeln von einer Stelle aus.

Der eigentliche Nutzen: Es wird tatsächlich geschmiert. Vergessene Schmierstellen sind die häufigste Ursache für vorzeitigen Führungsverschleiß – bei einer Maschine dieser Investitionsklasse ein wesentlicher Werterhaltungsfaktor.

Rechts- und Linkslauf

Ermöglicht die Wahl zwischen Gleich- und Gegenlauffräsen, je nach Werkstoff und gewünschter Oberfläche – und wird für Gewindeschneiden gebraucht.

Halogen-Frästischbeleuchtung

Gute Ausleuchtung der Schnittstelle ist Voraussetzung für präzises Arbeiten und für das rechtzeitige Erkennen von Spänestau, Werkzeugverschleiß oder ungewöhnlicher Spanbildung.

Betriebsbereite Auslieferung

Die Maschine wird betriebsbereit geliefert: inkl. Ölfüllung, entkonserviert (entfettet), komplett montiert und mit durchgeführtem Probelauf.

Bei einer Maschine mit 3.880 kg wäre die Entkonservierung ein erheblicher Aufwand – und Rückstände in Führungen sind ein Dauerproblem.

ELMAG START UP SERVICE

Bevor die Maschine das Haus verlässt, nehmen geschulte Techniker sie persönlich in die Hand: Entkonservierung, Entfettung und Entsicherung, Zusammenbau bis zur Betriebsbereitschaft, Ölfüllung von Getriebekästen und Zentralschmierung, Prüfung von Elektrik und Sicherheitseinrichtungen, Probelauf auf allen Schalt- und Leistungsstufen inkl. 30 Minuten unter höchster Last, Prüfung und Einstellung der Maschinentoleranzen.

Bei einer Maschine mit Frequenzumformer, Automatikvorschub in drei Achsen und digitaler Positionsanzeige ist die Einweisung des Bedienpersonals besonders wertvoll.

Zur Lieferzeit: Die Aufbereitung erfolgt individuell nach Bestellung – bitte 2–3 Wochen zusätzliche Lieferzeit einplanen.

Was zu beachten ist

Bodentragfähigkeit prüfen. Bei 3.880 kg ist das keine Formsache – Fundament und Einbringung sind vorab zu klären.

Aufstellfläche planen. Bei 1.400 mm Tischlänge und 800 mm Verfahrweg ist der Platzbedarf erheblich; dazu kommt Bedien- und Wartungsraum an allen Seiten.

Einbringung klären. Transportweg, Türbreiten und Hebemittel für knapp 4 Tonnen vorab prüfen.

Exakt ausrichten. Bei einer Bettfräsmaschine zahlt sich die sorgfältige Nivellierung unmittelbar in der Genauigkeit aus.

Elektrischer Anschluss durch eine Elektrofachkraft; bei 7,5 kW sind Anschlussleistung und Absicherung zu prüfen.

Werkzeug immer über die Anzugsspindel sichern.

Werkstück sicher spannen. Bei schweren Werkstücken auf ausreichend dimensionierte Spannmittel achten.

Bei 200-mm-Planfräsern besondere Vorsicht: Schwungmasse und weggeschleuderte Späne sind erheblich.

Persönliche Schutzausrüstung: Schutzbrille, Sicherheitsschuhe, eng anliegende Kleidung. Keine Handschuhe an der laufenden Maschine. Keine Ketten, Armbänder oder Uhren; lange Haare zusammenbinden.

Nie in die laufende Maschine greifen. Späne mit Spänehaken bei stehender Maschine entfernen.

Zentralschmierung regelmäßig betätigen und Vorratsbehälter im Blick behalten.

Kühlmittel pflegen: Stand und Konzentration prüfen, Späne aus Wanne und Rücklauf entfernen.

Werkzeugmaschinen unterliegen als kraftbetriebene Arbeitsmittel den Anforderungen an Schutzeinrichtungen und wiederkehrende Prüfung; maßgeblich sind Betriebssicherheitsverordnung, Maschinenrichtlinie und die einschlägigen DGUV-Vorschriften.

Herstellerqualität: 2 Jahre Vollgarantie, erweiterbar auf 3 Jahre bei Registrierung; Ersatzteilversorgung über 15 Jahre.

Typische Einsatzgebiete

Maschinen- und Anlagenbau, Bearbeitung schwerer Werkstücke, großflächige Passflächenbearbeitung, Werkzeug-, Vorrichtungs- und Formenbau, Gehäuse- und Gestellbearbeitung, schwere Zerspanung in Stahl und Guss, Lohnfertigung und Zerspanungsbetriebe, Einzelteil- und Kleinserienfertigung, Instandsetzung von Großbauteilen, Schweißkonstruktionen nachbearbeiten, Betriebe mit hohem Zerspanvolumen.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Bett- und Konsolfräsmaschine?
Bei einer Konsolfräsmaschine sitzt der Tisch auf einer höhenverstellbaren Konsole – die Z-Bewegung hebt Tisch samt Werkstück. Bei einer Bettfräsmaschine liegt der Tisch fest auf dem Bett und bewegt sich nur in X und Y; die Z-Bewegung übernimmt der Fräskopf.

Warum ist die Bettbauweise bei schweren Werkstücken besser?
Weil die Steifigkeit unabhängig vom Werkstückgewicht bleibt: Bei der Konsolbauweise hängt das Gewicht am auskragenden Konsolarm – je schwerer das Teil, desto stärker die Durchbiegung. Beim Bett liegt die Last direkt auf dem Fundament. Dazu kommen konstante Genauigkeit über die gesamte Z-Höhe, deutlich höhere zulässige Werkstückgewichte und bessere Schwingungsableitung.

Was bringen 200 mm Planfräserdurchmesser?
Eine Fläche von 200 mm Breite entsteht in einem Durchgang – ohne Bahnübergänge, ohne Absätze. Bei Passflächen ist das entscheidend: Jeder Bahnübergang ist eine potenzielle Unebenheit.

Was bringt der Frequenzumformer gegenüber einem Stufengetriebe?
Jede Drehzahl exakt einstellbar statt nur die vorhandenen Stufen, Drehzahländerung im laufenden Betrieb ohne Anhalten, sanftes Anlaufen – bei einem 200-mm-Planfräser mit erheblicher Schwungmasse ein spürbarer Vorteil – und weniger Verschleiß, weil kein mechanisches Umschalten stattfindet.

Wozu 40 U/min am unteren Ende?
Das ist genau der Bereich, den ein 200-mm-Planfräser in Stahl braucht. Große Durchmesser verlangen niedrige Drehzahlen, sonst wird die Schnittgeschwindigkeit zu hoch.

Warum schwenkt der Fräskopf nur ±30°?
Weil Steifigkeit hier wichtiger ist als Schwenkbereich: Je größer der Bereich, desto aufwendiger der Mechanismus und desto weniger steif die Verbindung zwischen Kopf und Säule. Bei 7,5 kW schwerer Zerspanung ist das die richtige Priorität. ±30° decken Fasen, Schrägen und angestellte Flächen ab. Wer extreme Winkel braucht, ist mit einer Universal-Fräsmaschine besser bedient – dort allerdings bei geringerer Zerspanleistung.

Warum ist der Tisch länger als der Verfahrweg?
Das ist Absicht: Auf dem überstehenden Bereich lassen sich Werkstücke ablegen, Vorrichtungen dauerhaft montieren oder Spannmittel parken – ohne den Arbeitsbereich zu verlieren.

Was bringt der Automatikvorschub in allen drei Achsen?
Gleichmäßige Oberflächen – ein Handvorschub schwankt unvermeidlich, und bei 200-mm-Planfräsern zeigt sich jede Schwankung sofort. Dazu konstante Spanungsdicke und damit längere Standzeiten der Wendeplatten. Der automatische Z-Vorschub ist die Besonderheit – viele Maschinen bieten Automatik nur in X und Y.

Wozu der Bohrtiefenanschlag?
Er begrenzt den Hub mechanisch. Bei Serienteilen mit gleicher Bohrtiefe wird die Tiefe einmal eingestellt und dann reproduzierbar angefahren – ohne Ablesen, ohne Nachmessen.

Warum ist das Kühlmittelsystem hier wichtig?
Bei 200-mm-Planfräsern und 7,5 kW entsteht erhebliche Wärme. Ohne Kühlung leidet die Schneide, und das Werkstück dehnt sich thermisch aus – die Maßhaltigkeit geht verloren. Bei Passflächen, für die diese Maschine gebaut ist, wäre das inakzeptabel.

Was leistet die 3-Achs-Positionsanzeige?
Position in X, Y und Z ablesbar, Nullpunkt frei setzbar, kein Umkehrspiel-Problem, weil am Tisch statt an der Spindel gemessen wird. Sie ist serienmäßig enthalten – bei vielen Wettbewerbern ist sie Aufpreis.

Was muss ich bei der Aufstellung beachten?
Bei 3.880 kg sind Bodentragfähigkeit, Fundament und Einbringung vorab zu klären – ebenso Transportweg, Türbreiten und Hebemittel. Die sorgfältige Nivellierung zahlt sich unmittelbar in der Genauigkeit aus.

Properties
Gerätetyp : Bohr- und Fräsmaschine