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ELMAG PREMIUM Bohr- und Fräsmaschine TCS 50 E inkl. Koordinatentisch; Bohrleistung 50 mm, Gewinde M26, MK 4, 45-2150 UpM variabel, Pinolenhub 145 mm

Description

ELMAG PREMIUM Bohr- und Fräsmaschine TCS 50 E inkl. Koordinatentisch; Bohrleistung 50 mm, Gewinde M26, MK 4, 45-2150 UpM variabel, Pinolenhub 145 mm

Lieferumfang

  • 1 × ELMAG Bohr- und Fräsmaschine
  • Schwenkbarer Koordinaten-Kreuztisch
  • Betriebsanleitung mit CE-Konformität
  • ELMAG START UP SERVICE

Technische Daten

MerkmalWert
HerstellerELMAG
ProduktartBohr- und Fräsmaschine mit elektronischer Drehzahlregelung
Bohrleistung50 mm
GewindeschneidleistungM26
PinoleMK 4, mit Gewinde für Werkzeugblockierung
Drehzahlbereich15 – 2.150 U/min, variabel
Drehzahlregelungelektronischer Geschwindigkeitsregler
Pinolenhub145 mm
Automatischer Pinolenvorschub3-stufig, 0,05 / 0,1 / 0,2 mm/U
Tischschwenkbarer Koordinaten-Kreuztisch
Verfahrwege KreuztischX = 585 mm, Y = 240 mm
Führunggroß dimensionierte Schwalbenschwanzführung für Fräsarbeiten
Spindelbremseelektromagnetisch
DrehrichtungRechts- und Linkslauf

Produktbeschreibung

Bohr- und Fräsmaschine von ELMAG – 50 mm Bohrleistung mit Koordinatentisch

Diese Maschine schließt eine Lücke: Bohrleistung einer schweren Säulenbohrmaschine, kombiniert mit Kreuztisch und Fräsführung.

Der Drehzahlbereich von 15 bis 2.150 U/min

Das ist eine Spanne von über 140:1 – ein Wert, den kaum eine Maschine dieser Klasse erreicht.

15 U/min am unteren Ende ist bemerkenswert niedrig. Genau diesen Bereich braucht man für Gewindeschneiden bis M26, für 50-mm-Bohrungen in Vollmaterial und für Aufbohrarbeiten mit großen Werkzeugen. Bei so niedriger Drehzahl steht maximales Drehmoment an, und der Vorgang bleibt kontrollierbar.

2.150 U/min am oberen Ende erlaubt kleine Bohrer, Nichteisenmetalle, Kunststoffe und Fräsarbeiten mit kleinen Werkzeugdurchmessern.

Praktisch bedeutet das: Von der M26-Gewindebohrung bis zur 3-mm-Bohrung in Aluminium arbeitet man immer in der richtigen Schnittgeschwindigkeit – mit einer Maschine.

Elektronischer Geschwindigkeitsregler

Die Drehzahl wird elektronisch geregelt, nicht über Riemenumlegen oder Getriebestufen.

Verstellung am Regler statt Haube öffnen, Zwischenwerte statt fester Stufen, Verstellung während der Arbeit – und die Elektronik hält die Drehzahl konstant, wenn der Widerstand steigt.

Bohrleistung 50 mm und Gewinde bis M26

Fünfzig Millimeter Bohrdurchmesser sind ein Wert am oberen Ende dessen, was Säulenbohrmaschinen leisten. M26 Gewindeschneidleistung entsprechend.

Der Nutzen liegt im Wegfall des Umsetzens: Große Bohrungen und große Gewinde entstehen in derselben Maschine wie die Fräsarbeit – ohne das Werkstück neu aufzuspannen und neu auszurichten.

Automatischer Pinolenvorschub, 3-stufig

Der automatische Pinolenvorschub mit 0,05 / 0,1 / 0,2 mm/U ist bei 50 mm Bohrleistung kein Komfortmerkmal, sondern Notwendigkeit.

Von Hand einen 50-mm-Bohrer vorzuschieben ist kraftraubend und – entscheidender – ungleichmäßig. Ein schwankender Vorschub bedeutet wechselnde Spanungsdicke, schlechtere Oberflächen und deutlich kürzere Bohrerstandzeiten.

Die drei Stufen decken den üblichen Bereich ab:

  • 0,05 mm/U für harte Werkstoffe und kleine Durchmesser
  • 0,1 mm/U als Standardwert für Stahl
  • 0,2 mm/U für zügiges Bohren in Baustahl und NE-Metallen

Zusätzlich wird der Bediener frei: Während der Vorschub läuft, kann gemessen oder das nächste Teil vorbereitet werden.

Schwenkbarer Koordinaten-Kreuztisch

Der Koordinaten-Kreuztisch mit 585 × 240 mm Verfahrweg ist der eigentliche Unterschied zur reinen Säulenbohrmaschine.

Was das ermöglicht:

Bohrbilder ohne Anreißen. Lochreihen, Flanschbilder und Bohrmuster werden über die Koordinaten angefahren – Werkstück einmal spannen, alle Bohrungen setzen.

Fräsarbeiten. Nuten, Taschen, Absätze und Konturen entstehen durch Tischbewegung unter dem rotierenden Werkzeug.

Reproduzierbarkeit. Bei Serienteilen wird jede Bohrung an derselben Stelle gesetzt.

585 mm in X sind großzügig – damit lassen sich auch längere Werkstücke in einer Aufspannung bearbeiten.

Schwenkbar bedeutet zusätzlich: Der Tisch lässt sich neigen – für schräge Bohrungen und Bearbeitungen, ohne das Werkstück aufwendig zu unterlegen.

Groß dimensionierte Schwalbenschwanzführung für Fräsarbeiten

Der Hersteller nennt die Führung ausdrücklich „groß dimensioniert für Fräsarbeiten" – und das ist der technisch wichtigste Punkt der Maschine.

Der Zusammenhang: Bohren und Fräsen belasten eine Maschine völlig unterschiedlich.

Beim Bohren wirkt die Kraft überwiegend axial – in Richtung der Spindelachse. Eine normale Bohrmaschinenführung genügt.

Beim Fräsen wirken Querkräfte – seitlich auf Werkzeug, Pinole und Tisch. Eine unterdimensionierte Führung gibt dabei nach: Das Werkzeug wird seitlich weggedrückt, es entstehen Rattermarken, und die Maßhaltigkeit leidet.

Die Schwalbenschwanzführung ist dafür die richtige Bauart: Sie zentriert sich selbst, ist spielarm nachstellbar und bietet große Auflagefläche. Verschleiß führt nicht zu seitlichem Spiel, sondern nur zu minimaler Absenkung.

Groß dimensioniert bedeutet: Sie ist für die Fräsbelastung ausgelegt, nicht nur für die Bohrbelastung. Genau daran scheitern viele Kombinationsmaschinen.

Pinole MK 4 mit Gewinde für die Werkzeugblockierung

Ein Detail mit erheblicher Sicherheitsrelevanz.

Beim Bohren hält der Morsekegel durch Reibschluss – die Vorschubkraft drückt das Werkzeug in den Kegel.

Beim Fräsen ist das anders: Querkräfte und Schrägzug können das Werkzeug aus dem Kegel ziehen – besonders beim Gleichlauffräsen und bei Werkzeugen mit Spiralnut.

Das Gewinde in der Pinole erlaubt die formschlüssige Werkzeugblockierung über eine Anzugsschraube. Das Werkzeug kann sich nicht lösen.

Ein herausgezogener Fräser bedeutet: zerstörtes Werkstück, beschädigte Maschine, reale Verletzungsgefahr. Bei einer Maschine, die auch fräst, ist die Werkzeugblockierung deshalb kein Zubehör, sondern Voraussetzung.

Elektromagnetische Spindelbremse

Die elektromagnetische Spindelbremse bringt die Spindel elektrisch zum Stillstand – schneller und verschleißfreier als mechanisch.

Bei 50 mm Bohrdurchmesser und MK-4-Werkzeugen ist die Schwungmasse erheblich: Ohne Bremse liefe die Spindel lange nach.

Der Nutzen: kürzere Nachlaufzeit – die gefährlichste Phase, in der das Werkzeug noch dreht, aber nicht mehr als laufend wahrgenommen wird – und schnellerer Werkzeugwechsel.

Rechts- und Linkslauf

Der Linkslauf ist für ein Verfahren zwingend: Gewindeschneiden. Rechtslauf zum Einschneiden, Linkslauf zum Herausdrehen des Gewindebohrers. Bei M26 in Stahl wäre das von Hand nicht zu bewältigen.

Pinolenhub 145 mm

Ein großzügiger Wert: Er erlaubt tiefe Bohrungen ohne Nachsetzen und gibt beim Fräsen ausreichend Zustellbereich.

ELMAG START UP SERVICE

Bevor die Maschine das Haus verlässt, nehmen geschulte Techniker sie persönlich in die Hand: Entkonservierung, Entfettung und Entsicherung, Zusammenbau bis zur Betriebsbereitschaft, Ölfüllung von Getriebekästen und Schmierungen, Prüfung von Elektrik und Sicherheitseinrichtungen, Probelauf auf allen Schalt- und Leistungsstufen inkl. 30 Minuten unter höchster Last, Prüfung und Einstellung der Maschinentoleranzen wie Keilriemenspannung und Spindelrundlauf.

Sie erhalten keine Maschine, die erst zusammengebaut und eingerichtet werden muss, sondern ein geprüftes, eingestelltes und freigegebenes Gerät.

Zur Lieferzeit: Die Aufbereitung erfolgt individuell nach Bestellung – bitte 2–3 Wochen zusätzliche Lieferzeit einplanen.

Was zu beachten ist

Elektrischer Anschluss durch eine Elektrofachkraft; auf die richtige Drehrichtung achten.

Tragfähiger, ebener Untergrund; Maschine fest verschrauben und ausrichten.

Werkzeug beim Fräsen immer über die Werkzeugblockierung sichern.

Werkstück sicher spannen – im Schraubstock oder mit Spannpratzen. Nie von Hand halten: Beim Durchbrechen des Bohrers kann sich das Werkstück schlagartig mitdrehen.

Drehzahl und Vorschub an Werkzeugdurchmesser und Material anpassen. Große Werkzeuge langsam, kleine schnell.

Bei Gewindeschneiden niedrige Drehzahl wählen und Schneidöl verwenden.

Persönliche Schutzausrüstung: Schutzbrille, Sicherheitsschuhe, eng anliegende Kleidung. Keine Handschuhe an der laufenden Maschine. Keine Ketten, Armbänder oder Uhren; lange Haare zusammenbinden.

Späne nur mit Spänehaken bei stehender Maschine entfernen.

Bohrfutterschlüssel nach jedem Spannen abziehen.

Werkzeugmaschinen unterliegen als kraftbetriebene Arbeitsmittel den Anforderungen an Schutzeinrichtungen und wiederkehrende Prüfung; maßgeblich sind Betriebssicherheitsverordnung, Maschinenrichtlinie und die einschlägigen DGUV-Vorschriften.

Herstellerqualität: 2 Jahre Vollgarantie, erweiterbar auf 3 Jahre bei Registrierung; Ersatzteilversorgung über 15 Jahre.

Typische Einsatzgebiete

Metallbau und Schlosserei, Maschinen- und Anlagenbau, Stahlbau, Lohnfertigung, Werkzeug- und Vorrichtungsbau, Reparatur- und Instandhaltungswerkstätten, Bohrbilder und Lochreihen ohne Anreißen, Gewindeschneiden bis M26, Fahrzeug- und Sonderfahrzeugbau, Betriebe mit begrenztem Platz für zwei Maschinen, Ausbildungsbetriebe und Lehrwerkstätten.

Häufige Fragen

Was unterscheidet die Maschine von einer Säulenbohrmaschine?
Der Koordinaten-Kreuztisch und die groß dimensionierte Schwalbenschwanzführung. Damit sind Bohrbilder ohne Anreißen und echte Fräsarbeiten möglich – bei voller 50-mm-Bohrleistung.

Warum reicht der Drehzahlbereich bis 15 U/min hinunter?
Für Gewindeschneiden bis M26, 50-mm-Bohrungen in Vollmaterial und Aufbohrarbeiten mit großen Werkzeugen. Bei so niedriger Drehzahl steht maximales Drehmoment an, und der Vorgang bleibt kontrollierbar.

Was bringt der elektronische Geschwindigkeitsregler?
Verstellung ohne Riemenumlegen, Zwischenwerte statt fester Stufen, Verstellung während der Arbeit und konstante Drehzahl bei steigendem Widerstand.

Warum ist der automatische Pinolenvorschub wichtig?
Von Hand einen 50-mm-Bohrer vorzuschieben ist kraftraubend und vor allem ungleichmäßig – wechselnde Spanungsdicke bedeutet schlechtere Oberflächen und deutlich kürzere Bohrerstandzeiten. Drei Stufen von 0,05 bis 0,2 mm/U decken den üblichen Bereich ab.

Was kann ich mit dem Kreuztisch machen?
Bohrbilder über Koordinaten anfahren statt anzureißen, Nuten und Taschen fräsen und Serienteile reproduzierbar bearbeiten. Der Verfahrweg beträgt 585 × 240 mm; der Tisch ist zusätzlich schwenkbar für schräge Bearbeitungen.

Warum ist die Führung für Fräsarbeiten „groß dimensioniert"?
Weil Bohren und Fräsen unterschiedlich belasten: Beim Bohren wirkt die Kraft axial, beim Fräsen quer. Eine unterdimensionierte Führung gibt seitlich nach – Rattermarken und Maßabweichungen sind die Folge. Genau daran scheitern viele Kombinationsmaschinen.

Wozu das Gewinde in der Pinole?
Zur formschlüssigen Werkzeugblockierung. Beim Fräsen können Querkräfte das Werkzeug aus dem Morsekegel ziehen – besonders beim Gleichlauffräsen. Ein herausgezogener Fräser bedeutet zerstörtes Werkstück, beschädigte Maschine und Verletzungsgefahr.

Wozu die elektromagnetische Spindelbremse?
Bei 50 mm Bohrdurchmesser und MK-4-Werkzeugen ist die Schwungmasse erheblich. Die Bremse verkürzt die Nachlaufzeit – die gefährlichste Phase – und beschleunigt den Werkzeugwechsel.

Wofür brauche ich den Linkslauf?
Zum Gewindeschneiden: Rechtslauf zum Einschneiden, Linkslauf zum Herausdrehen des Gewindebohrers. Bei M26 in Stahl wäre das von Hand nicht zu bewältigen.

Welche Werkzeuge passen?
Alles mit Morsekegel 4 – für 50-mm-Bohrer ausreichend kräftig und breit verfügbar, inklusive Reduzierhülsen, Bohrfuttern und Fräsaufnahmen.

Was leistet der START UP SERVICE?
Entkonservierung, Zusammenbau, Ölfüllung, Prüfung von Elektrik und Sicherheitseinrichtungen, Probelauf auf allen Stufen inkl. 30 Minuten Volllast sowie Prüfung und Einstellung der Maschinentoleranzen. Dafür bitte 2–3 Wochen zusätzliche Lieferzeit einplanen.

Properties
Gerätetyp : Bohr- und Fräsmaschine