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ELMAG Außengewinde-Dreh-Set KEG 25 mm, 12-teilig metrische Gewinde

Description

ELMAG Außengewinde-Dreh-Set KEG 25 mm, 12-teilig metrische Gewinde

Lieferumfang

  • 1 × Außengewinde-Dreh-Set, 12-teilig, für metrische Gewinde
  • Schafthalter mit 25 mm Schaftmaß
  • Wendeschneidplatten für metrische Außengewinde

Technische Daten

MerkmalWert
HerstellerELMAG
ProduktartGewindedreh-Set für Außengewinde
Umfang12-teilig
Schaftmaß25 mm
Gewindeartmetrisch
PlattensystemKEG 25

Produktbeschreibung

Außengewinde-Dreh-Set von ELMAG – metrische Gewinde auf der Drehmaschine

Dieses 12-teilige Set enthält Halter und Wendeschneidplatten für das Drehen metrischer Außengewinde – abgestimmt aufeinander und in einem Artikel.

Warum Gewindedrehen statt Schneideisen

Außengewinde lassen sich auch mit Schneideisen herstellen. Auf der Drehmaschine gedreht bietet das Verfahren aber deutliche Vorteile:

Beliebige Durchmesser und Steigungen. Ein Schneideisen kann genau eine Gewindegröße. Mit Wendeplatten deckt ein Halter den gesamten Steigungsbereich ab.

Große Gewinde ohne Kraftaufwand. Ab etwa M20 wird das Schneideisen praktisch unhandhabbar; die Drehmaschine kennt diese Grenze nicht.

Passgenauigkeit. Die Gewindetiefe wird über die Zustellung gesteuert – die Passung lässt sich exakt treffen, statt sie hinzunehmen.

Bessere Oberflächen. Ein gedrehtes Gewinde hat eine sauberere Flankenoberfläche als ein geschnittenes.

Sonderformen möglich – Trapez, Zoll, Mehrgang oder abweichende Steigungen, je nach Platte.

Ein Arbeitsgang. Das Werkstück bleibt in der Aufspannung – Drehen und Gewinde in einer Einspannung ergibt konzentrische Gewinde ohne Rundlauffehler.

Das Wendeplatten-Prinzip

Beim Gewindedrehen mit Wendeschneidplatten trägt der Halter eine austauschbare Hartmetallplatte, die das Gewindeprofil erzeugt.

Der Vorteil gegenüber geschliffenen Drehmeißeln:

Kein Nachschleifen. Ist eine Schneide stumpf, wird die Platte gedreht oder getauscht – das Profil bleibt exakt.

Immer die gleiche Geometrie. Ein nachgeschliffener Meißel verliert mit jedem Schliff an Profiltreue; die Wendeplatte kommt fertig geschliffen aus der Verpackung.

Hartmetall statt HSS. Deutlich höhere Schnittgeschwindigkeiten und Standzeiten.

Reproduzierbarkeit. Nach dem Plattenwechsel stimmt die Geometrie wieder – wichtig bei Serienarbeit.

Voll- und Teilprofilplatten – der wichtigste Unterschied

Bei Gewindeplatten gibt es zwei Bauarten, und die Unterscheidung ist kaufentscheidend:

Vollprofilplatten erzeugen das komplette Gewindeprofil einschließlich Gewindespitze in einem Zug. Vorteil: perfekte Profilform und fertiger Außendurchmesser ohne Nacharbeit. Nachteil: Eine Platte kann genau eine Steigung.

Teilprofilplatten erzeugen nur die Flanken; der Außendurchmesser muss vorher passend gedreht werden. Vorteil: Eine Platte deckt einen Steigungsbereich ab – deutlich weniger Plattenvielfalt im Lager. Nachteil: Die Gewindespitze bleibt scharfkantig und muss gegebenenfalls entgratet werden.

Für den Werkstattbetrieb sind Teilprofilplatten meist die wirtschaftlichere Wahl, weil eine Platte viele Steigungen abdeckt.

Schaftmaß 25 mm – die Maschinenzuordnung

Das Schaftmaß von 25 mm ist der entscheidende Wert für die Kompatibilität.

Vor dem Kauf zu prüfen: ob der Stahlhalter oder Schnellwechselhalter der Drehmaschine 25-mm-Schäfte aufnimmt.

Als Orientierung: 25 mm sind das Schaftmaß mittlerer bis größerer Drehmaschinen. Kleinere Maschinen arbeiten mit 16 oder 20 mm, sehr große mit 32 mm.

Ein zu großer Schaft passt nicht – ein zu kleiner lässt sich zwar unterlegen, verliert aber an Steifigkeit. Bei Gewindearbeiten ist Steifigkeit besonders wichtig, weil die Schneide bei jedem Durchgang in dieselbe Nut eintauchen muss.

Der Hersteller bietet die Baureihe auch in kleineren Schaftmaßen an – siehe Hinweis am Textende.

Metrische Gewinde – der Anwendungsbereich

Dieses Set ist für metrische Gewinde ausgelegt – die im deutschsprachigen Raum bei Weitem häufigste Gewindeart.

Für Zollgewinde (Whitworth, UNC, UNF) sind andere Platten erforderlich, weil der Flankenwinkel abweicht: metrisch 60°, Whitworth 55°. Eine metrische Platte erzeugt in einem Zollgewinde ein nicht normgerechtes Profil.

Der Hersteller führt entsprechende Zoll-Platten im Gewindedrehsortiment.

12-teilig – was das Set abdeckt

Der Umfang von zwölf Teilen deutet auf Halter und mehrere Platten für unterschiedliche Steigungsbereiche hin.

Der Vorteil eines Sets gegenüber Einzelbeschaffung:

Halter und Platten sind aufeinander abgestimmt. Bei Einzelkauf muss die Plattengeometrie zum Halter passen – eine häufige Fehlerquelle.

Sofort einsatzbereit. Kein Nachbestellen fehlender Komponenten.

Günstiger als die Summe der Einzelteile.

Was zu beachten ist

Schaftmaß prüfen – 25 mm müssen in den Stahlhalter passen.

Steigungsbereich der Platten vorab mit dem Bedarf abgleichen.

Bei Teilprofilplatten den Außendurchmesser vor dem Gewindedrehen passend vordrehen.

In mehreren Durchgängen zustellen. Gewinde entstehen nicht in einem Schnitt – schrittweise Zustellung schont Platte und Werkstück und ergibt saubere Flanken.

Drehzahl an Werkstoff und Plattengeometrie anpassen. Zu hohe Drehzahl bei kleinen Durchmessern ist die häufigste Ursache für Plattenbruch.

Anstellwinkel beachten. Der Halter muss zur Steigung passend angestellt werden – bei größeren Steigungen sind Unterlegplättchen erforderlich, damit die Freiflächen nicht schleifen.

Schneidöl verwenden. Gewindedrehen erzeugt hohe Flächenpressung; Kühlschmierung verbessert Oberfläche und Standzeit deutlich.

Werkstück sicher spannen – die wechselnden Kräfte beim mehrfachen Eintauchen belasten die Aufspannung.

Persönliche Schutzausrüstung: Schutzbrille, eng anliegende Kleidung, keine Handschuhe an der laufenden Maschine.

Platten vorsichtig handhaben – Hartmetall ist hart, aber spröde und bricht bei Stoß.

Herstellerqualität: 2 Jahre Vollgarantie, erweiterbar auf 3 Jahre bei Registrierung; Ersatzteilversorgung über 15 Jahre.

Typische Einsatzgebiete

Metallbau und Schlosserei, Maschinen- und Anlagenbau, Werkzeug- und Vorrichtungsbau, Lohnfertigung und Zerspanung, Reparatur- und Instandhaltungswerkstätten, Herstellung von Gewindespindeln und Zugstangen, Anfertigung von Sonderschrauben und Passteilen, Ersatzteilfertigung mit nicht verfügbaren Gewindegrößen, Prototypen- und Musterbau, Ausbildungsbetriebe und Lehrwerkstätten.

Häufige Fragen

Warum Gewinde drehen statt mit Schneideisen schneiden?
Wegen beliebiger Durchmesser und Steigungen mit einem Halter, weil große Gewinde ab etwa M20 mit Schneideisen kaum noch handhabbar sind, wegen der exakt steuerbaren Passung über die Zustellung, wegen besserer Flankenoberflächen – und weil das Werkstück in der Aufspannung bleibt, was konzentrische Gewinde ohne Rundlauffehler ergibt.

Was ist der Vorteil von Wendeschneidplatten?
Kein Nachschleifen – ist eine Schneide stumpf, wird die Platte gedreht oder getauscht, und das Profil bleibt exakt. Ein nachgeschliffener Meißel verliert dagegen mit jedem Schliff an Profiltreue. Dazu kommen höhere Schnittgeschwindigkeiten durch Hartmetall und volle Reproduzierbarkeit nach dem Plattenwechsel.

Was ist der Unterschied zwischen Voll- und Teilprofilplatten?
Vollprofilplatten erzeugen das komplette Profil samt Gewindespitze und fertigem Außendurchmesser – aber jeweils nur eine Steigung. Teilprofilplatten erzeugen nur die Flanken und decken dafür einen ganzen Steigungsbereich ab; der Außendurchmesser muss vorher passend gedreht werden. Für den Werkstattbetrieb sind Teilprofilplatten meist wirtschaftlicher.

Passt das Set an meine Drehmaschine?
Entscheidend ist das Schaftmaß von 25 mm – der Stahlhalter oder Schnellwechselhalter muss 25-mm-Schäfte aufnehmen. Als Orientierung: 25 mm sind das Schaftmaß mittlerer bis größerer Drehmaschinen; kleinere arbeiten mit 16 oder 20 mm.

Kann ich damit auch Zollgewinde drehen?
Nein. Der Flankenwinkel unterscheidet sich – metrisch 60°, Whitworth 55°. Eine metrische Platte erzeugt in einem Zollgewinde ein nicht normgerechtes Profil. Für Zollgewinde führt der Hersteller eigene Platten.

Warum ein Set statt Einzelteilen?
Weil Halter und Platten aufeinander abgestimmt sind – bei Einzelkauf muss die Plattengeometrie zum Halter passen, eine häufige Fehlerquelle. Zudem sofort einsatzbereit und günstiger als die Summe der Einzelteile.

Wie viele Durchgänge braucht ein Gewinde?
Mehrere. Gewinde entstehen nicht in einem Schnitt – schrittweise Zustellung schont Platte und Werkstück und ergibt saubere Flanken.

Was ist die häufigste Ursache für Plattenbruch?
Zu hohe Drehzahl bei kleinen Durchmessern. Drehzahl und Vorschub sind an Werkstoff und Plattengeometrie anzupassen.

Muss ich den Halter anstellen?
Ja, der Halter muss zur Gewindesteigung passend angestellt werden. Bei größeren Steigungen sind Unterlegplättchen erforderlich, damit die Freiflächen nicht schleifen.

Brauche ich Schneidöl?
Ja. Gewindedrehen erzeugt hohe Flächenpressung; Kühlschmierung verbessert Oberfläche und Standzeit deutlich.