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Cynkomet Miststreuer 14 t, S355-Aufbau, hydraulischer Kratzboden

Description

Cynkomet Miststreuer 14 t, S355-Aufbau, hydraulischer Kratzboden

Lieferumfang

  • 1 × Cynkomet Miststreuer
  • Streuaggregat A2V mit 2 ausgewuchteten senkrechten Trommeln und auswechselbaren feuerverzinkten Messern
  • Hydraulisch geöffneter, feuerverzinkter geteilter Streuwalzenschutz mit Streubreitenbegrenzung
  • Feuerverzinkte Deichsel aus Stahl S355, hydraulisch höhenverstellbar mit zwei Druckspeichern
  • Hydraulische Deichselstütze
  • Feuerverzinkter Stauschieber mit 1.600 mm Hub
  • Antriebswellen mit Rutsch- und Freilaufkupplungen
  • BPW-Achsen
  • Homologierte Zweikreis-Druckluftbremse HALDEX mit manueller Bremskraftregelung
  • Reifen 580/70 R38
  • Hydraulikanlage aus galvanisch verzinkten Stahlrohren und elastischen Leitungen
  • Hydraulikanschluss ISO 7241-1 DN 12,5
  • Homologierte 12-V-Beleuchtung mit Glühbirnen-Rückleuchten
  • Anschlusskabel mit 7-poligem Stecker
  • 2 Radkeile in verzinkten Körben

Zusätzliche Ausrüstung (optional):

  • Weitwinkel-Gelenkwelle
  • Vollständige LED-Beleuchtung
  • Kugelkupplung 80 mm
  • Feuerverzinkte Schutzabdeckung aus Stahl für das Schauglas
  • Elektrisch gesteuerter Hydraulikantrieb des Kratzbodens aus der Schlepperkabine
  • Vierteiliger Verteiler, gesteuert über Hebel am Ausleger
  • Vierteiliger Verteiler mit elektrisch gesteuerten Ventilen aus der Schlepperkabine (betrifft nicht das Förderband)
  • Hydraulische Schnellkupplung mit Druckablassventil
  • Warndreieck

Technische Daten

MerkmalWert
HerstellerCynkomet
ProduktartMiststreuer, gezogen
Technisch zulässiges Gesamtgewicht21.000 kg
Zulässiges Gesamtgewicht14.000 kg
davon auf der Achse max.10.000 kg
davon auf der Deichsel max.3.000 kg
Technische Nutzlastca. 14.360 kg*
Gesetzlich zulässige Nutzlastca. 7.360 kg*
Eigengewichtca. 6.640 kg*
StreuaggregatA2V – 2 ausgewuchtete senkrechte Trommeln mit auswechselbaren Messern
Streuwalzenschutzhydraulisch geöffnet, geteilt, mit Streubreitenbegrenzung
Antrieb Kratzbodenstufenlos hydraulisch, mit Überlastschutz
Getriebe Bodenförderer2 Stück, je 4.000 Nm
Wandmaterial4 mm Stahlblech S355 (hochfester Legierungsstahl), feuerverzinkt
Wandverstärkungverzinktes Kantenprofil 80 × 80 × 4
Wandhalterungen4 mm Stahlblech S355, mit verstärkter Randabdichtung
Bodenblecheauswechselbar, 3 mm, feuerverzinkt
Förderkettefeuerverzinkt, 14 × 50
Förderleistenauswechselbar, feuerverzinkt, C-Profil C65
Gleitfüße Kratzbodenleistenauswechselbar, feuerverzinkt
Untere Gleitleistenauswechselbar, Eichenholz (Geräuschdämmung)
Kettenräder KratzbodenSphäroguss
Stauschieberfeuerverzinkt, Hub 1.600 mm
DeichselStahl S355, feuerverzinkt, hydraulisch höhenverstellbar, 2 Druckspeicher
Deichselstützehydraulisch
Antriebswellenmit Rutsch- und Freilaufkupplungen
AchsenBPW
Bremsanlagehomologierte Zweikreis-Druckluftbremse HALDEX, manuelle Bremskraftregelung
Reifen580/70 R38
Hydraulikleitungengalvanisch verzinkte Stahlrohre und elastische Leitungen
HydraulikanschlussISO 7241-1 DN 12,5
Beleuchtunghomologiert, 12 V, Rückleuchten mit Glühbirnen
Elektroanschluss7-polig, 12 V

* Leergewicht und Nutzlast können je nach Ausstattung abweichen.

Produktbeschreibung

Miststreuer von Cynkomet in der Profiklasse – 14 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht in S355-Bauweise

Dieser Miststreuer ist die Spitzenausführung des Cynkomet-Programms. Mit 14.000 kg zulässigem Gesamtgewicht und einer technisch zulässigen Auslegung bis 21.000 kg richtet er sich an Betriebe und Lohnunternehmen, bei denen Durchsatz und Dauerbelastbarkeit über die Wirtschaftlichkeit entscheiden.

Die Konstruktion unterscheidet sich in nahezu jedem Detail von den kleineren Modellen der Baureihe – vom Werkstoff der Wände bis zur Bremsanlage.

Aufbau aus S355 – hochfester Legierungsstahl

Die Wände bestehen aus 4 mm starkem Stahlblech S355 – einem hochfesten Legierungsstahl, nicht aus Baustahl.

Der Unterschied ist erheblich: S355 hat eine Streckgrenze von 355 N/mm² – rund 50 Prozent mehr als üblicher Baustahl S235. Das bedeutet:

Höhere Belastbarkeit bei gleicher Wandstärke. Der Aufbau hält den Kräften stand, die 14 Tonnen Material erzeugen.

Weniger Verformung. Bei Beladung mit dem Radlader, bei Stößen und beim Transport bleiben die Wände in Form.

Bessere Dauerfestigkeit. Wechselnde Belastungen – jede Beladung, jede Entleerung, jede Fahrt über unebenes Gelände – ermüden das Material weniger.

Auch die Deichsel besteht aus Stahl S355, ebenso die Wandhalterungen aus 4 mm Blech. Der Werkstoff ist also nicht punktuell eingesetzt, sondern durchgängiges Konstruktionsprinzip.

Wandverstärkung mit 80 × 80 × 4-Kantenprofil

Die Wände sind mit einem verzinkten Kantenprofil 80 × 80 × 4 verstärkt.

Warum das zählt: Die Oberkante der Bordwand ist der am stärksten mechanisch belastete Bereich. Dort schlägt die Schaufel des Radladers an, dort stützt sich Material ab, dort greifen Hebelkräfte an.

Ein Vierkantprofil mit 80 mm Kantenlänge und 4 mm Wandstärke ist eine massive Verstärkung – es versteift die gesamte Wand und schützt die Kante vor Verformung.

Verstärkte Randabdichtung – ein Detail mit großer Wirkung

Die Wandhalterungen haben eine verstärkte Randabdichtung zum Schutz der Zinkbeschichtung der Wände vor Beschädigung.

Das ist ein Detail, das man erst nach Jahren zu schätzen weiß. Der Zusammenhang:

An Verbindungsstellen zwischen Bauteilen entsteht Reibung. Zwei verzinkte Flächen, die aufeinander arbeiten, scheuern gegenseitig die Zinkschicht ab. Genau dort beginnt dann die Korrosion – an einer Stelle, die man nicht sieht und nicht nachbehandeln kann.

Die verstärkte Randabdichtung verhindert diesen Kontakt. Sie schützt die Zinkschicht dort, wo sie am gefährdetsten ist.

Bei einer Maschine, die auf jahrzehntelange Nutzung ausgelegt ist, entscheidet solche Detailarbeit über die tatsächliche Lebensdauer.

Streuaggregat A2V – zwei ausgewuchtete senkrechte Trommeln

Das Streuwerk besteht aus zwei senkrechten Trommeln mit auswechselbaren feuerverzinkten Messern.

Ausgewuchtet – der entscheidende Zusatz

Der Hersteller weist die Trommeln ausdrücklich als ausgewuchtet aus. Das ist bei einem Bauteil dieser Größe und Drehzahl kein Nebenaspekt:

Vibrationsarmer Lauf. Eine unwuchtige Trommel erzeugt Schwingungen, die sich auf Lager, Getriebe, Rahmen und Zugfahrzeug übertragen.

Deutlich längere Lagerlebensdauer. Unwucht ist die häufigste Ursache für vorzeitigen Lagerverschleiß.

Ruhigerer Lauf, weniger Geräusch. Für den Fahrer über Stunden spürbar.

Gleichmäßigeres Streubild. Eine ruhig laufende Trommel wirft konstanter aus.

Auswechselbare Messer

Die Messer sind auswechselbar und feuerverzinkt. Sie sind das Hauptverschleißteil des Streuwerks – bei abrasivem Material wie sandigem Mist oder Kompost verschleißen sie merklich.

Auswechselbarkeit bedeutet: Bei Verschleiß werden die Messer ersetzt, nicht die Trommel.

Hydraulisch geöffneter, geteilter Streuwalzenschutz mit Streubreitenbegrenzung

Dieses Bauteil ist bei den kleineren Modellen Zusatzausrüstung – hier ist es serienmäßig und zudem hydraulisch bedienbar.

Drei Funktionen in einem Bauteil:

Streubreitenbegrenzung. Am Feldrand wird die große Streubreite zum Problem: Material landet auf Nachbarflächen, Wegen oder in Gewässern. Die Begrenzung erlaubt das saubere Bearbeiten des Randbereichs. Abstandsauflagen zu Gewässern sind rechtlich verbindlich und werden kontrolliert.

Schutzfunktion. Senkrechte Trommeln werfen Material weit und mit hoher Energie aus. Der Schutz begrenzt den Gefahrenbereich.

Transportsicherung. Bei Straßenfahrt schützt der geschlossene Schutz vor herabfallendem Material.

Hydraulisch geöffnet bedeutet: Bedienung vom Traktorsitz aus, ohne Absteigen. Bei einer Maschine, die im Lohnbetrieb mehrmals täglich zwischen Straßenfahrt und Streubetrieb wechselt, spart das erheblich Zeit.

Geteilt bedeutet: Die beiden Hälften lassen sich unabhängig bedienen – einseitige Streubreitenbegrenzung ist damit möglich, ohne die andere Seite einzuschränken.

Stufenloser Hydraulikantrieb des Kratzbodens mit Überlastschutz

Der stufenlose Hydraulikantrieb ermöglicht die exakte Regelung der Ausbringmenge:

Stufenlose Regelung. Die Ausbringmenge lässt sich präzise auf den Nährstoffbedarf einstellen – bei Düngeplanung und Dokumentation ein realer Gewinn.

Verstellung während der Fahrt. Anpassung an wechselnde Materialdichte ohne Anhalten.

Überlastschutz. Bei gefrorenem Mist, verkeiltem Material oder Fremdkörpern begrenzt der Schutz die Kraft, bevor Kette, Getriebe oder Antrieb Schaden nehmen.

Als Zusatzausrüstung ist ein elektrisch gesteuerter Hydraulikantrieb aus der Schlepperkabine erhältlich – Bedienung per Schalter statt über Hydraulikhebel.

Zwei Getriebe mit je 4.000 Nm – die Kraftreserve

Der Bodenförderer wird über zwei Getriebe mit jeweils 4.000 Nm angetrieben. Das ist ein außergewöhnlicher Wert.

Warum diese Auslegung nötig ist: Der Kratzboden muss bis zu 14 Tonnen Material gegen den Bodenreibwiderstand nach hinten schieben. Bei verdichtetem, gefrorenem oder stark strohhaltigem Material sind die erforderlichen Kräfte enorm.

Achttausend Newtonmeter Gesamtdrehmoment sind die Antwort darauf. Der Nutzen:

Kein Steckenbleiben. Auch schwierigstes Material wird zuverlässig gefördert.

Zwei Getriebe statt einem. Die Last verteilt sich – jedes Getriebe arbeitet mit Reserve statt an der Grenze. Das bedeutet geringeren Verschleiß und höhere Lebensdauer.

Gleichmäßiger Kettenlauf. Beidseitiger Antrieb belastet die Kette symmetrisch und verhindert Schrägzug.

Förderkette 14 × 50 – die schwerste der Baureihe

Die feuerverzinkte Förderkette in der Dimension 14 × 50 ist deutlich kräftiger als bei den kleineren Modellen (11 mm Glieddurchmesser).

Das ist die logische Konsequenz aus dem Gewicht: Vierzehn Tonnen Material verlangen eine entsprechend dimensionierte Kette.

Förderleisten aus C-Profil C65

Die auswechselbaren, feuerverzinkten Förderleisten bestehen aus C-Profil C65.

C-Profile haben gegenüber Flachprofilen einen konstruktiven Vorteil: hohe Biegesteifigkeit bei geringerem Gewicht. Die Leiste muss die gesamte Ladebreite überspannen und dabei mehrere Tonnen Material schieben, ohne sich durchzubiegen.

Auswechselbare Gleitfüße an den Kratzbodenleisten

Ein Detail, das über die Lebensdauer entscheidet: Die Gleitfüße an den Kratzbodenleisten sind auswechselbar und feuerverzinkt.

Der Zusammenhang: Die Leisten schleifen bei jeder Entleerung über das Bodenblech. Ohne Gleitfüße verschleißt entweder die Leiste oder – schlimmer – das Bodenblech.

Mit auswechselbaren Gleitfüßen wird der Verschleiß auf ein günstiges Kleinteil gelenkt. Ist der Fuß abgenutzt, wird er getauscht. Leiste und Bodenblech bleiben erhalten.

Untere Gleitleisten aus Eichenholz – Geräuschdämmung

Ein ungewöhnliches und durchdachtes Detail: Die unteren Gleitleisten bestehen aus auswechselbarem Eichenholz zur Geräuschdämmung während des Betriebs.

Warum Holz? Stahl auf Stahl erzeugt einen erheblichen Geräuschpegel – bei einer Kette, die tonnenweise Material über Metall schiebt, ist das kein geringes Problem.

Holz dämpft. Es nimmt Schwingungen auf, statt sie weiterzugeben. Der Unterschied im Geräuschpegel ist deutlich hörbar.

Warum Eiche? Eichenholz ist hart, dicht, abriebfest und feuchtebeständig – die richtige Holzart für eine dauerhaft belastete Gleitfläche.

Auswechselbar bedeutet: Nach Verschleiß wird die Leiste getauscht – ein günstiges Verschleißteil statt eines Reparaturfalls.

Für den Fahrer, der stundenlang neben der laufenden Maschine arbeitet, ist die Geräuschreduzierung ein spürbarer Gewinn.

Kettenräder aus Sphäroguss

Die Kettenräder des Kratzbodens bestehen aus Sphäroguss (Gusseisen mit Kugelgraphit).

Sphäroguss verbindet Gießbarkeit mit Zähigkeit und Bruchfestigkeit nahe der von Stahl. Für ein Bauteil, das ein Drehmoment von 4.000 Nm überträgt und dabei Stoßbelastungen ausgesetzt ist, ist das die richtige Werkstoffwahl.

Stauschieber mit 1.600 mm Hub

Der feuerverzinkte Stauschieber mit 1.600 mm Hub ist die Dosiereinrichtung vor dem Streuaggregat.

Seine Funktion: Er begrenzt den Materialquerschnitt, der zum Streuwerk gelangt. Zusammen mit der Kratzbodengeschwindigkeit ergibt sich daraus die Ausbringmenge.

1.600 mm Hub bedeutet einen sehr großen Verstellbereich – von nahezu geschlossen bis vollständig offen. Damit lässt sich die Maschine an alle Materialien und Aufwandmengen anpassen:

  • Geringer Hub für Kalk, Geflügelmist und niedrige Aufwandmengen
  • Mittlerer Hub für klassischen Stallmist
  • Voller Hub für schnelles Entleeren

Hydraulisch höhenverstellbare Deichsel mit zwei Druckspeichern

Die feuerverzinkte Deichsel aus Stahl S355 ist hydraulisch höhenverstellbar und mit zwei Druckspeichern ausgestattet.

Die Höhenverstellung bringt zwei Vorteile:

Anpassung an jeden Traktor. Ob hohe oder niedrige Anhängekupplung – der Streuer lässt sich waagerecht ausrichten. Bei einem vertikalen Streuwerk ist das wichtig, weil die Neigung Wurfweite und Streubild beeinflusst.

Komfortables An- und Abkuppeln. Die Deichsel wird auf Kupplungshöhe gefahren, statt den Traktor millimetergenau zu positionieren.

Die zwei Druckspeicher sind das eigentliche technische Highlight. Sie wirken als hydraulische Federung der Deichsel:

Stoßdämpfung bei der Fahrt. Unebenheiten werden nicht ungefiltert an das Zugfahrzeug weitergegeben.

Entlastung von Deichsel und Traktorkupplung. Bei 3.000 kg zulässiger Deichsellast und Straßenfahrt sind die dynamischen Kräfte erheblich – die Druckspeicher nehmen die Spitzen auf.

Deutlich höherer Fahrkomfort. Der Fahrer spürt den Unterschied bei jeder Fahrt über Feldwege.

Weniger Materialermüdung. Was gedämpft wird, belastet die Struktur nicht.

BPW-Achsen

Die Achsen stammen von BPWeinem der führenden europäischen Hersteller für Nutzfahrzeugachsen.

Der praktische Nutzen:

Nutzfahrzeugqualität. BPW-Achsen sind für den Lkw- und Anhängerbereich entwickelt – ausgelegt auf hohe Laufleistungen und Dauerbelastung.

Weltweite Ersatzteilversorgung. Bremsbeläge, Lager und Verschleißteile sind über den Nutzfahrzeughandel verfügbar – unabhängig vom Gerätehersteller.

Werkstattkompetenz überall vorhanden. Jede Nutzfahrzeugwerkstatt kennt BPW-Achsen.

Bei einer Maschine, die über Jahrzehnte im Einsatz steht, ist das ein erheblicher Wert.

HALDEX-Zweikreis-Druckluftbremse, homologiert

Die Bremsanlage stammt von HALDEX – ebenfalls ein etablierter Nutzfahrzeugzulieferer.

Zweikreis-Ausführung bedeutet: getrennte Bremskreise. Fällt ein Kreis aus, bleibt der andere funktionsfähig. Das ist bei 14 Tonnen Gesamtgewicht ein wesentliches Sicherheitsmerkmal.

Homologiert bedeutet: Die Anlage ist behördlich genehmigt und für den Straßenverkehr zugelassen.

Manuelle Bremskraftregelung erlaubt die Anpassung an den Beladungszustand – bei einer Maschine, deren Gewicht zwischen leer (6,6 t) und voll (14 t) mehr als das Doppelte variiert, unverzichtbar.

Antriebswellen mit Rutsch- und Freilaufkupplungen

Die Antriebswellen sind mit Rutsch- und Freilaufkupplungen zum Schutz des Getriebes ausgestattet – zwei unterschiedliche Schutzfunktionen:

Die Rutschkupplung begrenzt das Drehmoment. Blockiert das Streuwerk – etwa durch einen Fremdkörper –, rutscht die Kupplung, statt Getriebe oder Zapfwelle zu zerstören.

Die Freilaufkupplung schützt beim Abschalten. Die senkrechten Trommeln haben erhebliche Schwungmasse und laufen nach; ohne Freilauf würden sie den Traktormotor über die Zapfwelle antreiben und das Getriebe rückwärts belasten.

Beide Kupplungen zusammen decken die zwei wichtigsten Schadensszenarien ab – bei einem Streuwerk dieser Leistungsklasse notwendig.

Reifen 580/70 R38 – Radialreifen in Traktordimension

Die Bereifung ist bemerkenswert: 580/70 R38 ist eine Traktorreifengröße, keine typische Anhängerdimension.

580 mm Breite ergeben eine große Aufstandsfläche – deutlich geringerer Bodendruck trotz 14 Tonnen Gesamtgewicht.

R38 bedeutet Radialbauweise mit 38 Zoll Felgendurchmesser. Radialreifen haben gegenüber Diagonalreifen erhebliche Vorteile: größere Aufstandsfläche, bessere Selbstreinigung, geringerer Rollwiderstand und höherer Fahrkomfort.

Der große Durchmesser verbessert zudem das Überrollverhalten – die Maschine läuft leichter über Unebenheiten und sinkt weniger ein.

Für Betriebe, die auf bodenschonende Bewirtschaftung Wert legen, ist diese Bereifung ein zentrales Argument: Bodenverdichtung führt zu schlechterer Durchwurzelung, gestörtem Wasserhaushalt und Ertragsverlusten über Jahre.

Hydraulikanlage aus galvanisch verzinkten Stahlrohren

Die Hydraulikanlage besteht aus galvanisch verzinkten Stahlrohren und elastischen Leitungen.

Stahlrohre statt durchgehender Schläuche haben Vorteile: Sie sind mechanisch unempfindlicher, scheuern nicht durch und altern nicht durch UV-Strahlung. Flexible Leitungen werden nur dort eingesetzt, wo Beweglichkeit erforderlich ist.

Der Hydraulikanschluss ISO 7241-1 DN 12,5 entspricht einer internationalen Norm Standardkupplungen passen ohne Adapter. Ein Traktorwechsel oder überbetrieblicher Einsatz ist damit unproblematisch.

Optional: Verteiler für weniger Steuergeräte

Die Maschine benötigt zahlreiche Hydraulikfunktionen: Kratzboden, Deichselverstellung, Deichselstütze, Streuwalzenschutz, Stauschieber.

Für Traktoren mit begrenzter Steuergerätezahl sind zwei Lösungen erhältlich:

Vierteiliger Verteiler, gesteuert über Hebel am Ausleger – mechanische Vorwahl der Funktion.

Vierteiliger Verteiler mit elektrisch gesteuerten Ventilen aus der Schlepperkabine – Funktionsvorwahl per Schalter, ohne Absteigen. (Betrifft nicht das Förderband – dieses benötigt einen eigenen Anschluss.)

Vor dem Kauf prüfen: Anzahl und Verfügbarkeit der Steuergeräte am vorgesehenen Zugfahrzeug.

Auswechselbare Bodenbleche, 3 mm

Die feuerverzinkten Bodenbleche mit 3 mm Stärke sind auswechselbar.

Der Boden ist neben den Förderleisten das Hauptverschleißteil. Die Auswechselbarkeit bedeutet: Ist er nach vielen Jahren verschlissen, wird er ersetzt – nicht die ganze Maschine.

In Kombination mit den auswechselbaren Gleitfüßen an den Kratzbodenleisten ergibt sich ein durchdachtes Verschleißkonzept: Der Abrieb wird gezielt auf günstige Verschleißteile gelenkt.

Die drei Gewichtsangaben – was zu beachten ist

Das Datenblatt nennt drei unterschiedliche Werte, die sorgfältig zu unterscheiden sind:

21.000 kg technisch (konstruktionsbedingt) zulässiges Gesamtgewicht – das, was die Konstruktion tragen könnte.

14.000 kg zulässiges Gesamtgewicht – der für den Betrieb maßgebliche Wert, aufgeteilt in max. 10.000 kg Achslast und max. 3.000 kg Deichsellast.

Entsprechend gibt es zwei Nutzlastangaben: ca. 14.360 kg technisch und ca. 7.360 kg gesetzlich zulässig.

Für die Praxis gilt der gesetzliche Wert. Die erhebliche konstruktive Reserve bedeutet aber: Die Maschine arbeitet dauerhaft weit unterhalb ihrer Belastungsgrenze – das ist einer der wesentlichen Gründe für die zu erwartende Lebensdauer.

Wichtig für die Zugfahrzeugwahl: Die maximale Deichsellast von 3.000 kg ist zu beachten. Nicht jeder Traktor darf diese Stützlast aufnehmen – die zulässige Stützlast der Anhängekupplung ist zu prüfen.

Homologierte 12-V-Beleuchtung

Die Beleuchtungsanlage ist homologiert; die Rückleuchten sind mit Glühbirnen bestückt – im Feldeinsatz robust und überall nachkaufbar. Der Anschluss erfolgt über einen 7-poligen Stecker.

Als Zusatzausrüstung ist vollständige LED-Beleuchtung erhältlich – wartungsfrei, stoßunempfindlich und mit deutlich längerer Lebensdauer.

Optional: Kugelkupplung 80 mm

Als Alternative zur serienmäßigen Zugöse ist eine Kugelkupplung 80 mm erhältlich – das System K80, das bei schweren landwirtschaftlichen Anhängern zunehmend Standard ist.

Der Vorteil: spielfreie Verbindung, dadurch weniger Verschleiß, geringere Geräuschentwicklung und besseres Fahrverhalten bei hohen Stützlasten.

Optional: Schutzabdeckung für das Schauglas

Die feuerverzinkte Schutzabdeckung aus Stahl für das Schauglas schützt die Füllstandskontrolle vor Beschädigung – etwa beim Beladen mit dem Radlader.

Was zu beachten ist

Zugfahrzeug prüfen. Bei 14.000 kg zulässigem Gesamtgewicht und 3.000 kg maximaler Deichsellast sind Traktorleistung, zulässige Anhängelast, Stützlast der Kupplung und Bremsanlage sorgfältig zu prüfen.

Hydraulikanschlüsse prüfen. Die Maschine benötigt mehrere Hydraulikfunktionen. Bei zu wenigen freien Steuergeräten sind die optionalen Verteiler einzuplanen.

Streubreite am Feldrand begrenzen. Der serienmäßige Streuwalzenschutz mit Streubreitenbegrenzung ist konsequent zu nutzen – Abstandsauflagen zu Gewässern sind rechtlich verbindlich.

Bremskraftregler an den Beladungszustand anpassen – bei jeder Fahrt neu. Das Gewicht variiert zwischen 6,6 und 14 Tonnen.

Nur bei stehender Maschine eingreifen. Vor Wartung und Störungsbeseitigung Zapfwelle abschalten, Traktormotor abstellen, Zündschlüssel abziehen und Stillstand des Streuaggregats abwarten die senkrechten Trommeln haben erhebliche Schwungmasse und laufen entsprechend lange nach.

Hydraulikanlage drucklos machen, bevor Leitungen gelöst werden. Die Druckspeicher der Deichsel stehen auch bei abgestelltem Traktor unter Druck – Arbeiten daran gehören in Fachhände.

Abstand halten. Senkrechte Trommeln werfen Material weit und mit hoher Energie aus.

Verschleißteile regelmäßig prüfen: Messer des Streuwerks, Gleitfüße der Kratzbodenleisten, Eichenholz-Gleitleisten, Förderleisten und Bodenbleche. Rechtzeitiger Tausch verhindert Folgeschäden an teureren Bauteilen.

Handbremse und Radkeile nutzen, wenn der Streuer abgekuppelt abgestellt wird.

Persönliche Schutzausrüstung: Handschuhe und Sicherheitsschuhe; bei trockenem, staubendem Material zusätzlich Atem- und Augenschutz.

Nach dem Einsatz reinigen. Auch bei Verzinkung: Rückstände entfernen, insbesondere aus Streuaggregat und Förderkette.

Fachrechtliche Vorgaben beachten. Für die Ausbringung von Wirtschaftsdünger gelten Sperrfristen, Aufbringungsverbote (gefrorener, wassergesättigter oder schneebedeckter Boden), Abstandsauflagen zu Gewässern und Dokumentationspflichten.

Als Arbeitsmittel unterliegen Anhängegeräte den Anforderungen an Schutzeinrichtungen und wiederkehrende Prüfung; maßgeblich sind Betriebssicherheitsverordnung, Maschinenrichtlinie und die einschlägigen DGUV-Vorschriften.

Typische Einsatzgebiete

Lohnunternehmen und Maschinenringe, überbetriebliche Zusammenarbeit, Großbetriebe im Ackerbau, Betriebe mit großen Schlägen und entfernten Flächen, Rinder- und Milchviehhaltung in Großbeständen, Schweine- und Geflügelmastbetriebe, Biogasanlagen (Gärrestausbringung), Kompost- und Substratbetriebe, Betriebe mit bodenschonender Bewirtschaftung, Betriebe mit leistungsstarken Zugfahrzeugen, Dauereinsatz mit hohem Durchsatz.

Häufige Fragen

Was unterscheidet diese Maschine von den kleineren Modellen?
Praktisch alles: Wände aus hochfestem Stahl S355 statt Standardblech, zwei Antriebsgetriebe mit je 4.000 Nm, hydraulisch höhenverstellbare Deichsel mit Druckspeichern, BPW-Achsen, HALDEX-Zweikreis-Druckluftbremse, Radialreifen in Traktordimension und serienmäßiger hydraulischer Streuwalzenschutz.

Was bedeutet S355?
Ein hochfester Legierungsstahl mit 355 N/mm² Streckgrenze – rund 50 Prozent mehr als üblicher Baustahl S235. Das bedeutet höhere Belastbarkeit bei gleicher Wandstärke, weniger Verformung und bessere Dauerfestigkeit.

Warum stehen drei Gewichtsangaben im Datenblatt?
21.000 kg ist das technisch konstruktionsbedingt zulässige Gesamtgewicht, 14.000 kg der für den Betrieb maßgebliche Wert (davon max. 10.000 kg Achslast und 3.000 kg Deichsellast). Entsprechend gibt es zwei Nutzlastangaben: ca. 14.360 kg technisch und ca. 7.360 kg gesetzlich zulässig. Für die Praxis gilt der gesetzliche Wert.

Was bringt die konstruktive Reserve?
Die Maschine arbeitet dauerhaft weit unterhalb ihrer Belastungsgrenze – einer der wesentlichen Gründe für die zu erwartende Lebensdauer.

Was muss mein Traktor können?
Bei 14.000 kg zulässigem Gesamtgewicht und 3.000 kg maximaler Deichsellast sind Traktorleistung, zulässige Anhängelast, Stützlast der Kupplung und Bremsanlage sorgfältig zu prüfen. Nicht jeder Traktor darf 3 Tonnen Stützlast aufnehmen.

Was bringen die zwei Druckspeicher an der Deichsel?
Sie wirken als hydraulische Federung: Stoßdämpfung bei der Fahrt, Entlastung von Deichsel und Traktorkupplung, deutlich höherer Fahrkomfort und weniger Materialermüdung. Bei 3.000 kg Deichsellast sind die dynamischen Kräfte erheblich.

Was bringt die höhenverstellbare Deichsel?
Anpassung an jeden Traktor – der Streuer lässt sich waagerecht ausrichten, was bei vertikalem Streuwerk Wurfweite und Streubild beeinflusst. Zudem komfortables An- und Abkuppeln, weil die Deichsel auf Kupplungshöhe gefahren wird.

Warum zwei Getriebe mit je 4.000 Nm?
Weil der Kratzboden bis zu 14 Tonnen Material gegen den Bodenreibwiderstand schieben muss. Acht Kilonewtonmeter Gesamtdrehmoment verhindern Steckenbleiben auch bei gefrorenem oder verdichtetem Material. Zwei Getriebe verteilen die Last – jedes arbeitet mit Reserve statt an der Grenze, was Verschleiß reduziert.

Was bedeutet „ausgewuchtete Trommeln"?
Die senkrechten Streuwalzen sind gewuchtet und laufen dadurch vibrationsarm. Das bedeutet deutlich längere Lagerlebensdauer, ruhigeren Lauf, weniger Geräusch und ein gleichmäßigeres Streubild.

Wozu der hydraulisch geöffnete Streuwalzenschutz?
Er erfüllt drei Funktionen: Streubreitenbegrenzung am Feldrand, Schutz vor weit geworfenem Material und Transportsicherung. Hydraulisch bedienbar bedeutet: vom Traktorsitz aus, ohne Absteigen. Die geteilte Ausführung erlaubt einseitige Begrenzung.

Wozu die Eichenholz-Gleitleisten?
Zur Geräuschdämmung. Stahl auf Stahl erzeugt einen erheblichen Geräuschpegel; Holz nimmt Schwingungen auf, statt sie weiterzugeben. Eiche ist hart, dicht, abriebfest und feuchtebeständig – die richtige Holzart. Die Leisten sind auswechselbar.

Was bringen die auswechselbaren Gleitfüße?
Sie lenken den Verschleiß auf ein günstiges Kleinteil. Ohne sie würde entweder die Kratzbodenleiste oder das Bodenblech verschleißen. Ist der Fuß abgenutzt, wird er getauscht – Leiste und Boden bleiben erhalten.

Was ist die verstärkte Randabdichtung?
Ein Schutz der Zinkschicht an den Wandhalterungen. An Verbindungsstellen scheuern zwei verzinkte Flächen gegenseitig die Zinkschicht ab – genau dort beginnt dann unbemerkt die Korrosion. Die Randabdichtung verhindert diesen Kontakt.

Warum BPW-Achsen und HALDEX-Bremse?
Beides sind etablierte Nutzfahrzeugzulieferer. Der praktische Nutzen: Nutzfahrzeugqualität, weltweite Ersatzteilversorgung über den Nutzfahrzeughandel und Werkstattkompetenz, die überall vorhanden ist – unabhängig vom Gerätehersteller.

Was zeichnet die Reifen aus?
580/70 R38 ist eine Traktorreifengröße, keine typische Anhängerdimension. 580 mm Breite ergeben eine große Aufstandsfläche und deutlich geringeren Bodendruck. Die Radialbauweise bietet bessere Selbstreinigung, geringeren Rollwiderstand und höheren Fahrkomfort.

Wozu Rutsch- und Freilaufkupplung?
Zwei unterschiedliche Schutzfunktionen: Die Rutschkupplung begrenzt das Drehmoment bei Blockade des Streuwerks. Die Freilaufkupplung schützt beim Abschalten – ohne sie würden die nachlaufenden Trommeln den Traktormotor antreiben und das Getriebe rückwärts belasten.

Wozu der Stauschieber mit 1.600 mm Hub?
Er begrenzt den Materialquerschnitt zum Streuwerk und bestimmt zusammen mit der Kratzbodengeschwindigkeit die Ausbringmenge. Der große Verstellbereich erlaubt die Anpassung an alle Materialien – von Kalk und Geflügelmist bis zum schnellen Entleeren.

Kann ich den Kratzboden aus der Kabine steuern?
Als Zusatzausrüstung ist ein elektrisch gesteuerter Hydraulikantrieb aus der Schlepperkabine erhältlich – Bedienung per Schalter statt über Hydraulikhebel.

Was, wenn mein Traktor zu wenige Steuergeräte hat?
Zwei Lösungen sind erhältlich: ein vierteiliger Verteiler mit Hebelsteuerung am Ausleger oder ein vierteiliger Verteiler mit elektrisch gesteuerten Ventilen aus der Kabine. Das Förderband benötigt in beiden Fällen einen eigenen Anschluss.

Was ist die Kugelkupplung 80 mm?
Das System K80, das bei schweren landwirtschaftlichen Anhängern zunehmend Standard ist. Der Vorteil: spielfreie Verbindung, dadurch weniger Verschleiß, geringere Geräuschentwicklung und besseres Fahrverhalten bei hohen Stützlasten.

Welche Verschleißteile sollte ich im Blick behalten?
Messer des Streuwerks, Gleitfüße der Kratzbodenleisten, Eichenholz-Gleitleisten, Förderleisten und Bodenbleche – alle auswechselbar ausgeführt. Rechtzeitiger Tausch verhindert Folgeschäden an teureren Bauteilen.