ZUWA Füll- und Spülsystem Heizungswasser, Erweiterung, Zählwerk
€1,510.00
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Lieferumfang
- Edelstahlplatte mit montierten Komponenten
- Digitales Zählwerk K24 (Art. 131814N)
- Feinfilter 20 µm
- Druckminderer
- 2 Multifunktionshähne
- Anschluss für Einwegbefüllpatronen oder Enthärtungsgeräte
- Druckluftanschluss mit zeitgesteuertem elektromagnetischem Ventil
- Steckdose IP44
- Schlauchverbindung zur Pumpe
Wichtig: Dieser Artikel ist eine Erweiterung zur UNIVERSAL Füll- und Spülstation (Spülprofi Mobilcenter 60/30). Die Basisstation ist nicht enthalten.
Technische Daten
| Hersteller | ZUWA-Zumpe GmbH |
|---|---|
| Produktart | Erweiterungsmodul für Füll- und Spülstation |
| Passend für | UNIVERSAL Füll- und Spülstation, Spülprofi Mobilcenter 60/30 |
| Zählwerk | digital, Typ K24 |
| Filterfeinheit | 20 µm |
| Trägerplatte | Edelstahl |
| Druckminderer | integriert |
| Multifunktionshähne | 2 Stück |
| Druckluftanschluss | mit zeitgesteuertem elektromagnetischem Ventil |
| Zusatzanschluss | für Einwegbefüllpatronen oder Enthärtungsgeräte |
| Steckdose | IP44 |
| Gewicht | 10 kg |
Produktbeschreibung
Aus der Spülstation wird eine Füllstation
Die Erweiterung ergänzt die vorhandene Station um Wasseraufbereitung, Mengenmessung und Druckluftspülung. Alle Komponenten sitzen montiert auf einer Edelstahlplatte.
Warum Heizungswasser aufbereitet werden muss
Das ist der Hintergrund, vor dem dieses System steht.
Die Regelwerke: Die VDI-Richtlinie 2035 in Deutschland und die ÖNORM H 5195-1 in Österreich geben Anforderungen an die Beschaffenheit von Heizungswasser vor.
Warum das nötig wurde: Moderne Heizkessel haben kleine Wasserinhalte und hohe Wärmestromdichten an den Wärmetauscherflächen.
- Kalkausfall lagert sich genau dort ab, wo die Wärme übertragen wird – die Leistung sinkt, das Material überhitzt.
- Steinbildung kann bei Brennwertgeräten zum Kesselschaden führen.
- Herstellergarantien setzen die Einhaltung der Vorgaben in der Regel voraus.
Ohne dokumentierte Wasseraufbereitung steht der Heizungsbauer im Schadensfall in der Beweispflicht.
Das digitale Zählwerk K24 – die wichtigste Komponente
Es erfasst die eingefüllte Wassermenge.
Warum das mehr ist als eine Anzeige:
- Die Härtebilanz braucht die Menge. Wie viel Härte in die Anlage gelangt, ergibt sich aus Wassermenge mal Härtegrad – ohne Mengenmessung lässt sich das nicht berechnen.
- Die Kapazität der Patrone hängt daran. Einwegbefüllpatronen haben eine begrenzte Kapazität in Litern mal Härtegrad. Wer die Durchflussmenge nicht kennt, weiß nicht, wann die Patrone erschöpft ist.
- Dokumentation. Das Anlagenbuch verlangt nachvollziehbare Angaben zur Füllwassermenge.
Anschluss für Einwegbefüllpatronen oder Enthärtungsgeräte
Das ist die eigentliche Aufbereitungsschnittstelle.
Zwei Wege stehen offen:
- Einwegbefüllpatronen – für einzelne Befüllungen, ohne Regeneration, sofort einsatzbereit.
- Enthärtungsgeräte – für höhere Mengen und wiederkehrende Einsätze.
Der Vorteil der offenen Schnittstelle: Der Betrieb legt sich nicht auf ein System fest, sondern wählt nach Auftragsgröße und Wasserhärte vor Ort.
Feinfilter 20 µm
Der Filter sitzt im Füllweg.
Was er zurückhält: Partikel aus der Hausinstallation – Rostpartikel, Zunder, Lötrückstände, Dichtungsreste.
Warum 20 µm die sinnvolle Feinheit ist: Grob genug, um nicht ständig zu verstopfen, fein genug für die Partikel, die Umwälzpumpen, Thermostatventile und Wärmemengenzähler schädigen. Verklemmte Ventile sind eine der häufigsten Störungen nach Neubefüllung.
Druckluftanschluss mit zeitgesteuertem Magnetventil
Das ist die Komponente, die das Spülergebnis entscheidend verbessert.
Wie Druckluftspülung arbeitet: Das Magnetventil gibt in kurzen Intervallen Druckluft in den Wasserstrom. Die entstehenden Luftstöße erzeugen Turbulenzen und Druckschwankungen, die Ablagerungen von den Rohrwänden lösen.
Warum reines Spülen mit Wasser nicht genügt: Wasser strömt laminar an der Rohrwand entlang – genau dort, wo Schlamm und Magnetit haften. Erst die Luftstöße bringen die mechanische Energie, die den Belag ablöst.
Die Zeitsteuerung nimmt dem Anwender die Bedienung ab: Die Intervalle laufen automatisch, während er sich um Anschlüsse und Überwachung kümmert.
Druckminderer
Er begrenzt den Eingangsdruck aus dem Trinkwassernetz.
Warum das nötig ist: Netzdrücke schwanken erheblich und liegen in Hochdruckzonen deutlich über dem, was eine Heizungsanlage verträgt. Der Minderer schützt Anlage, Membranausdehnungsgefäß und Sicherheitsventil – und macht den Füllvorgang reproduzierbar.
Zwei Multifunktionshähne
Sie steuern die Wege im System.
Was damit möglich wird: Umschalten zwischen Füllen, Spülen und Entleeren, ohne Schläuche umzustecken. Jedes Umstecken ist eine potenzielle Leckstelle – und kostet auf der Baustelle Zeit.
Edelstahlplatte als Träger
Alle Komponenten sind vormontiert.
Was das bedeutet: Keine Eigenkonstruktion, keine losen Bauteile im Fahrzeug. Edelstahl korrodiert nicht – bei einem Gerät, das dauernd mit Wasser arbeitet und im Transporter feucht gelagert wird, der passende Werkstoff.
Steckdose IP44
Sie versorgt die Pumpe der Basisstation.
Was IP44 bedeutet: Schutz gegen feste Fremdkörper ab 1 mm und gegen allseitiges Spritzwasser. Auf einer Baustelle, auf der mit Wasser gearbeitet wird, ist das die Mindestanforderung.
10 kg – mobil einsetzbar
Das Modul bleibt transportabel und lässt sich zwischen Fahrzeug und Einsatzort tragen.
Einsatzgebiete
Heizungsbau und SHK-Betriebe, Anlagenbau, Wartungs- und Servicedienste, Facility Management, Wärmepumpeninstallation, Fußbodenheizungsspülung, Hausverwaltungen mit eigener Haustechnik.
Hinweise zum Betrieb
- Der Artikel ist eine Erweiterung – er setzt die UNIVERSAL Füll- und Spülstation beziehungsweise das Spülprofi Mobilcenter 60/30 voraus.
- Kompatibilität mit der vorhandenen Station vor der Bestellung prüfen.
- Die Anforderungen an Heizungsfüllwasser nach VDI 2035 beziehungsweise ÖNORM H 5195-1 beachten und die Befüllung dokumentieren.
- Wasserhärte vor Ort ermitteln und die Kapazität der Aufbereitungspatrone daraus berechnen.
- Zählerstand vor und nach der Befüllung notieren.
- Die Vorgaben des Kesselherstellers zur Wasserqualität einhalten – sie gehen der allgemeinen Empfehlung vor.
- Beim Anschluss an das Trinkwassernetz die Vorgaben zum Schutz des Trinkwassers nach DIN EN 1717 beachten.
- Feinfilter regelmäßig prüfen und reinigen.
- Druckluftversorgung mit geeignetem Druck und ausreichender Luftmenge bereitstellen.
- Elektrischen Anschluss nur an vorschriftsmäßig abgesicherte Stromkreise.
- Nach dem Einsatz entleeren und frostfrei lagern.
Häufige Fragen
Ist das ein eigenständiges Gerät?
Nein. Es handelt sich um eine Erweiterung zur UNIVERSAL Füll- und Spülstation beziehungsweise zum Spülprofi Mobilcenter 60/30. Die Basisstation ist nicht enthalten.
Was leistet die Erweiterung?
Sie ergänzt die Station um Mengenmessung mit digitalem Zählwerk, Feinfilterung mit 20 µm, Druckminderung, eine Schnittstelle für Aufbereitungspatronen und einen Druckluftanschluss mit zeitgesteuertem Magnetventil.
Wozu brauche ich ein Zählwerk?
Die Härtebilanz ergibt sich aus Wassermenge mal Härtegrad. Ohne Mengenmessung lässt sich weder die Kapazität der Aufbereitungspatrone bestimmen noch die Befüllung dokumentieren.
Was bringt die Druckluftspülung?
Das Magnetventil gibt in Intervallen Druckluft in den Wasserstrom. Die Luftstöße erzeugen Turbulenzen, die Ablagerungen von den Rohrwänden lösen – reines Wasser strömt laminar daran vorbei.
Welche Aufbereitung kann ich anschließen?
Einwegbefüllpatronen oder Enthärtungsgeräte. Der Betrieb kann je nach Auftragsgröße und Wasserhärte vor Ort entscheiden.
Warum ein Filter mit 20 µm?
Er hält Rostpartikel, Zunder und Lötrückstände zurück, die Umwälzpumpen, Thermostatventile und Wärmemengenzähler schädigen – und ist grob genug, um nicht ständig zu verstopfen.
Wie schwer ist das Modul?
10 kg. Alle Komponenten sind auf einer Edelstahlplatte vormontiert.
Welche Regelwerke sind relevant?
Die VDI-Richtlinie 2035 in Deutschland und die ÖNORM H 5195-1 in Österreich. Zusätzlich gelten die Vorgaben des jeweiligen Kesselherstellers.