ZUWA Füll- und Spülstation 60 l/min, 30-l-Behälter, fahrbar, 230 V
€889.00
Lieferumfang
- 1 × Impellerpumpe UNISTAR 2000-B, 230 V
- PE-Behälter 30 l
- Fahrwagen mit Lufträdern und Schlauchhalterung
- Teleskopgriff, höhenverstellbar 78–110 cm
- 2 × EPDM-Schlauch, je 3 m, ¾"
- 2 Multifunktionshähne
- Feinfilter mit Sichtglas
- Tragegriff an der Rückseite
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Hersteller | ZUWA-Zumpe |
| Produktart | Mobile Füll- und Spülstation |
| Pumpe | Impellerpumpe UNISTAR 2000-B |
| Nennspannung | 230 V |
| Motorleistung | 560 W |
| Max. Fördermenge | 60 l/min |
| Max. Förderdruck | 5 bar |
| Behälterinhalt | ca. 30 l, PE |
| Max. Medientemperatur | 90 °C |
| Anschlüsse | DN 20 (¾") |
| Druck- und Saugschlauch | je 3 m, EPDM, max. 100 °C |
| Filter | Feinfilter mit Sichtglas |
| Teleskopgriff | einstellbar 78–110 cm |
| Gewicht unbefüllt | ca. 25 kg |
| Maße H × B × T | 1.100 × 490 × 510 mm |
Produktbeschreibung
Mobile Füll- und Spülstation von ZUWA – spülen, füllen und entlüften in einem Arbeitsgang
Diese Station dient dem Füllen, Spülen und Entlüften von Erdkollektoren, Erdsonden und Solaranlagen – in einem Arbeitsgang.
Warum Spülen, Füllen und Entlüften zusammengehören
Das ist der Konstruktionsgedanke dieser Anlage.
Bei der Inbetriebnahme eines Erdkollektors oder einer Solaranlage müssen drei Dinge geschehen:
Spülen. Im Rohrsystem befinden sich Fertigungsrückstände, Späne, Sand und Montageschmutz. Bleiben sie drin, setzen sie Wärmetauscher zu und beschädigen die Umwälzpumpe.
Füllen. Das Wärmeträgermedium – meist ein Wasser-Glykol-Gemisch – muss vollständig eingebracht werden.
Entlüften. Und das ist der schwierigste Teil. Luftpolster im System blockieren den Volumenstrom – eine Anlage mit Luft im Kollektor bringt keine oder nur eingeschränkte Leistung.
Eine Spülstation macht alle drei Schritte in einem Durchgang: Sie pumpt das Medium mit hoher Geschwindigkeit im Kreis – die Strömung nimmt Schmutz und Luftblasen mit und trägt sie in den Behälter aus, wo die Luft entweichen kann.
Die zwei Multifunktionshähne – der eigentliche Kniff
Der Hersteller beschreibt es so: Mit den beiden Multifunktionshähnen der Füllstation kann man die Pumpenzugänge umstellen, sodass die Flüssigkeit zum Mischen zwischen Pumpe und Mischbehälter im Kreis gepumpt wird.
Was das leistet:
Mischbetrieb. Wasser und Glykol lassen sich im Behälter zirkulieren, bis die Mischung homogen ist – ohne Rühren, ohne Vorbereitung in einem separaten Gebinde.
Warum das wichtig ist: Glykol ist schwerer als Wasser und sinkt ab. Wer ein ungemischtes Gemisch einfüllt, bekommt Schichtung im System – an einer Stelle zu viel Frostschutz, an anderer zu wenig.
Umschalten auf externen Behälter. Der Multifunktionshahn auf der Saugseite erlaubt das Ansaugen aus externen Behältern – bei größeren Systemen, die mehr als 30 Liter brauchen.
Und die Umschaltung erfolgt ohne Umbau – kein Schlauchwechsel, kein Werkzeug.
Impellerpumpe UNISTAR 2000-B – die Bauartwahl
Warum eine Impellerpumpe für diese Aufgabe:
Trocken selbstansaugend. Die Pumpe zieht das Medium aus dem Behälter, ohne dass sie vorbefüllt werden muss – beim mobilen Einsatz ein erheblicher Vorteil.
Beide Drehrichtungen möglich. Das erlaubt das Umkehren der Strömungsrichtung – beim Spülen ein wirksames Mittel gegen hartnäckige Ablagerungen.
Schonende Förderung. Das Medium wird verdrängt, nicht geschleudert.
5 bar Förderdruck – genug, um auch längere Kollektorschleifen zu durchspülen.
60 l/min – die Strömungsgeschwindigkeit, die Luft und Schmutz mitnimmt.
⚠ Zur Impellerpumpe gehört ein Verschleißteil: Der Impeller ist ein Gummiflügelrad, das planmäßig verschleißt – und Trockenlauf zerstört ihn binnen kurzer Zeit. Ein Ersatzimpeller sollte vorgehalten werden.
90 °C Medientemperatur – der entscheidende Wert für Solaranlagen
Das ist der Punkt, an dem sich diese Station von einfacheren Geräten unterscheidet.
Warum die Temperaturbeständigkeit zählt:
Solaranlagen werden im Betrieb heiß. Wer eine Anlage im Sommer befüllt oder nachspült, hat es mit warmem Medium zu tun.
Beim Spülen entsteht Wärme. 60 l/min gegen Widerstand über längere Zeit erwärmen das Medium spürbar.
Die Schläuche sind auf 100 °C ausgelegt – noch etwas höher als die Pumpe.
EPDM als Schlauchwerkstoff ist dabei die richtige Wahl: Er ist beständig gegen Wasser-Glykol-Gemische und heißes Wasser – anders als viele Standardwerkstoffe, die bei Glykol quellen.
Der Feinfilter mit Sichtglas
Der Filter fängt aus, was aus dem System gespült wird.
Warum das Sichtglas mehr ist als Zubehör:
Man sieht den Spülfortschritt. Solange sich Schmutz im Filter sammelt, ist das System noch nicht sauber.
Man erkennt, wann es fertig ist. Läuft klares Medium durch, kann der Spülvorgang beendet werden – ohne Sichtglas wäre das Raten.
Man sieht, was drin war. Späne deuten auf Fertigungsrückstände, Sand auf Erdeintrag beim Verlegen – das ist eine Information für die Bauabnahme.
Man erkennt Luftblasen. Solange Luft durch das Sichtglas läuft, ist die Anlage nicht entlüftet.
Fahrbar mit Lufträdern und Teleskopgriff
Das Gerät ist auf einem leicht transportierbaren Wagen montiert.
Was die Ausstattung leistet:
Große Lufträder. Auf einer Baustelle mit Schotter, Erdaushub und Rampen sind Hartgummirollen unbrauchbar – Luftreifen rollen über Unebenheiten und federn Stöße ab.
Teleskopgriff von 78 bis 110 cm. Die Anpassung an die Körpergröße ist bei einem Gerät, das über die Baustelle gezogen wird, ein realer Punkt – und eingefahren braucht es weniger Platz im Fahrzeug.
Tragegriff an der Rückseite. Der Hersteller nennt den Nutzen ausdrücklich: Das Gerät kann mit einer Hand bequem getragen werden – beim Heben über Bordsteine, Treppen und in den Kofferraum.
25 kg unbefüllt – das ist die Grenze, ab der ein Gerät noch von einer Person gehandhabt werden kann.
⚠ Gefüllt sind es rund 55 kg – dann sollte gerollt und nicht getragen werden.
Kompakt: 1.100 × 490 × 510 cm
Mit einer Grundfläche von 49 × 51 cm braucht die Station weniger als einen Viertelquadratmeter.
Warum das zählt: Sie muss in den Kofferraum oder Kastenwagen passen – neben Werkzeug, Material und dem Rest der Ausrüstung.
Die schmale Bauform ist zugleich der Grund für die Bezeichnung als Kompaktausführung.
Der 30-Liter-PE-Behälter
Dreißig Liter sind auf typische Erdkollektor- und Solaranlagen abgestimmt.
Der Hersteller weist darauf hin, dass der Kanister zur Reinigung leicht abnehmbar ist – bei einem Gerät, das zwischen verschiedenen Medien wechselt, ein praktischer Punkt.
Warum die Reinigbarkeit zählt: Wer heute eine Solaranlage mit Glykol befüllt und morgen eine Erdsonde mit anderem Medium, darf keine Vermischung riskieren.
⚠ Reicht das Volumen? Bei größeren Systemen nicht – dafür gibt es den Multifunktionshahn zum Ansaugen aus externen Behältern.
Was zu beachten ist
⚠ Trockenlauf vermeiden. Bei Impellerpumpen zerstört Trockenlauf den Impeller binnen kurzer Zeit – die Pumpe darf nicht ohne Medium laufen.
Ersatzimpeller vorhalten. Der Impeller ist ein planmäßiges Verschleißteil – ein Ausfall auf der Baustelle bedeutet Stillstand.
Medientemperatur beachten – max. 90 °C für die Pumpe, 100 °C für die Schläuche.
Medienbeständigkeit prüfen. Für Wasser-Glykol-Gemische und Wärmeträgermedien ausgelegt – bei anderen Medien ist die Eignung zu klären.
Behälter zwischen unterschiedlichen Medien reinigen – der Kanister ist dafür leicht abnehmbar.
Filter regelmäßig prüfen und reinigen – ein zugesetzter Filter senkt die Fördermenge und verlängert den Spülvorgang.
Spülvorgang bis zur Klarheit fortsetzen. Das Sichtglas zeigt, wann das System sauber und entlüftet ist.
Auf ausreichende Spülzeit achten. Zu kurz gespülte Anlagen setzen später Wärmetauscher und Umwälzpumpe zu.
Elektrischen Anschluss über Fehlerstromschutzschalter absichern – bei Baustelleneinsatz besonders wichtig.
Gefüllt nicht tragen – rund 55 kg. Rollen oder vorher entleeren.
Glykol sachgerecht entsorgen – Wärmeträgermedien gehören nicht in die Kanalisation.
Nach dem Einsatz spülen und entleeren – besonders vor längerer Standzeit und vor Frost.
Typische Einsatzgebiete
Heizungs- und Sanitärbetriebe, Wärmepumpeninstallation, Erdkollektoren und Erdsonden, Solarthermieanlagen, Fußbodenheizungen, Kälteanlagenbau, Anlagenwartung und Instandsetzung, Gerätevermietung, Bauunternehmen mit Haustechnik, Servicebetriebe.
Häufige Fragen
Wofür ist die Station gedacht?
Zum Füllen, Spülen und Entlüften von Erdkollektoren, Erdsonden und Solaranlagen – in einem Arbeitsgang.
Warum gehören diese drei Schritte zusammen?
Spülen entfernt Fertigungsrückstände, Späne, Sand und Montageschmutz – bleiben sie drin, setzen sie Wärmetauscher zu und beschädigen die Umwälzpumpe. Füllen bringt das Wärmeträgermedium ein. Und Entlüften ist der schwierigste Teil: Luftpolster im System blockieren den Volumenstrom – eine Anlage mit Luft im Kollektor bringt keine oder nur eingeschränkte Leistung. Die Station pumpt mit hoher Geschwindigkeit im Kreis – die Strömung nimmt Schmutz und Luftblasen mit und trägt sie in den Behälter aus.
⚠ Was leisten die zwei Multifunktionshähne?
Sie stellen die Pumpenzugänge um, sodass die Flüssigkeit zum Mischen zwischen Pumpe und Mischbehälter im Kreis gepumpt wird. Der Nutzen: Wasser und Glykol lassen sich zirkulieren, bis die Mischung homogen ist – ohne Rühren, ohne separates Gebinde. Warum das wichtig ist: Glykol ist schwerer als Wasser und sinkt ab – wer ein ungemischtes Gemisch einfüllt, bekommt Schichtung im System: an einer Stelle zu viel Frostschutz, an anderer zu wenig. Zudem erlaubt der saugseitige Hahn das Ansaugen aus externen Behältern.
Warum eine Impellerpumpe?
Trocken selbstansaugend – die Pumpe zieht das Medium aus dem Behälter, ohne vorbefüllt zu werden, was beim mobilen Einsatz erheblich hilft. Beide Drehrichtungen möglich – das erlaubt das Umkehren der Strömungsrichtung, beim Spülen ein wirksames Mittel gegen hartnäckige Ablagerungen. Und schonende Förderung, weil das Medium verdrängt und nicht geschleudert wird.
⚠ Was muss ich bei der Impellerpumpe beachten?
Der Impeller ist ein Gummiflügelrad, das planmäßig verschleißt – und Trockenlauf zerstört ihn binnen kurzer Zeit. Ein Ersatzimpeller sollte vorgehalten werden.
Warum sind 90 °C Medientemperatur wichtig?
Solaranlagen werden im Betrieb heiß – wer im Sommer befüllt oder nachspült, hat es mit warmem Medium zu tun. Zudem: Beim Spülen entsteht Wärme – 60 l/min gegen Widerstand über längere Zeit erwärmen das Medium spürbar. Die Schläuche sind auf 100 °C ausgelegt, also noch etwas höher.
Warum EPDM-Schläuche?
EPDM ist beständig gegen Wasser-Glykol-Gemische und heißes Wasser – anders als viele Standardwerkstoffe, die bei Glykol quellen.
⚠ Wozu das Sichtglas am Filter?
Man sieht den Spülfortschritt. Solange sich Schmutz sammelt, ist das System nicht sauber – läuft klares Medium durch, kann der Vorgang beendet werden. Ohne Sichtglas wäre das Raten. Zudem: Man sieht, was drin war – Späne deuten auf Fertigungsrückstände, Sand auf Erdeintrag beim Verlegen, eine Information für die Bauabnahme. Und man erkennt Luftblasen: Solange Luft durchläuft, ist die Anlage nicht entlüftet.
Warum große Lufträder?
Auf einer Baustelle mit Schotter, Erdaushub und Rampen sind Hartgummirollen unbrauchbar – Luftreifen rollen über Unebenheiten und federn Stöße ab.
Wozu der Teleskopgriff?
Anpassung an die Körpergröße bei einem Gerät, das über die Baustelle gezogen wird – und eingefahren braucht es weniger Platz im Fahrzeug. Einstellbar von 78 bis 110 cm.
Kann ich die Station tragen?
Unbefüllt ja – 25 kg, und der Tragegriff an der Rückseite erlaubt das bequeme Tragen mit einer Hand. ⚠ Gefüllt sind es rund 55 kg – dann sollte gerollt und nicht getragen werden.
Passt die Station ins Fahrzeug?
Mit einer Grundfläche von 49 × 51 cm braucht sie weniger als einen Viertelquadratmeter – sie muss in den Kofferraum oder Kastenwagen passen, neben Werkzeug, Material und dem Rest der Ausrüstung.
Reichen 30 Liter Behälterinhalt?
Für typische Erdkollektor- und Solaranlagen ja. Bei größeren Systemen nicht – dafür gibt es den Multifunktionshahn zum Ansaugen aus externen Behältern.
Kann ich zwischen verschiedenen Medien wechseln?
Der Kanister ist zur Reinigung leicht abnehmbar. Das ist wichtig: Wer heute eine Solaranlage mit Glykol befüllt und morgen eine Erdsonde mit anderem Medium, darf keine Vermischung riskieren.