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WolfStop - Extension set for pasture nets, set of 10

Description

WolfStop - Extension set for pasture nets, set of 10

Lieferumfang

  • 10 × Halterung mit Haltestange zur Montage an Weidenetzpfählen

Nicht enthalten, separat erhältlich:

  • Leitermaterial für die zusätzliche stromführende Linie
  • Signalband für die Nutzung als Höhenerweiterung

Technische Daten

MerkmalWert
HerstellerAKO
ProduktartErgänzungsset für Weidezaunnetze zur Wolfsabwehr
Verpackungseinheit10er-Set
Montagean allen handelsüblichen Weidenetzpfählen
Max. Pfahldurchmesser16 mm
Winkelpositionen3 definierte Winkel, in der Aufnahme fixierbar
TransportstellungHaltestange parallel zum Pfahl arretierbar
Funktionzusätzliche elektrifizierte Leitermateriallinie oder Höhenerweiterung
Stromversorgungüber dasselbe Weidezaungerät wie das Netz
AnwendungWolfsabwehr, Fuchsabwehr am Geflügelnetz

Produktbeschreibung

Wolfsabwehr-Ergänzungsset von AKO – aus dem vorhandenen Netz einen Wolfsschutzzaun machen

Die Rückkehr des Wolfs stellt Weidetierhalter vor ein konkretes Problem: Ein Standard-Weidenetz allein hält keinen Wolf zurück. Wölfe überwinden Zäune auf zwei Wegen – sie springen darüber oder graben sich darunter durch.

Die naheliegende Lösung wäre ein spezielles Wolfsabwehrnetz. Die teurere: den kompletten Netzbestand austauschen. Das Ergänzungsset bietet den dritten Weg – die vorhandenen Netze nachrüsten.

So funktioniert es

Die Halterungen werden an den Pfählen des vorhandenen Weidenetzes montiert. Jede Halterung trägt eine Haltestange, an der sich eine zusätzliche elektrifizierte Leitermateriallinie führen lässt.

Diese zusätzliche Linie ist es, die den Unterschied macht: Sie hält den Wolf vom Netz und damit von den zu hütenden Tieren fern.

Drei definierte Winkel – drei Einsatzszenarien

Das ist das eigentliche Konstruktionsmerkmal: Die Haltestangen lassen sich in drei definierten Winkeln in ihrer Aufnahme fixieren. Damit deckt ein Bauteil unterschiedliche Aufgaben ab:

Position nah über Grund (1.A) – gegen Untergraben
Die Litze verläuft dicht am Boden, außerhalb des Netzes. Ein Tier, das unter dem Zaun durchgraben will, bekommt vorher einen Stromschlag – genau dort, wo es mit der empfindlichen Nase am Boden arbeitet. Das ist der wirksamste Punkt der gesamten Wolfsabwehr, denn Untergraben ist der häufigste Weg.

Position schräg nach außen – als Überkletterschutz
Eine Litze, die schräg vom Netz absteht, verhindert das Überklettern und Aufstützen. Der Wolf kann den Zaun nicht als Ganzes angehen, ohne die stromführende Linie zu berühren.

Position parallel zum Pfahl (1.B) – die Transportstellung
Und hier liegt der praktische Clou: Wird die Haltestange parallel zum Pfahl arretiert, lässt sich das Netz problemlos aufrollen, versetzen und einlagern – ganz normal, als wäre nichts montiert.

Warum die Transportstellung so wichtig ist

Das ist der Punkt, an dem viele Nachrüstlösungen in der Praxis scheitern. Ein mobiles Weidenetz lebt davon, dass es schnell umgesetzt werden kann – bei Umtriebsweide manchmal täglich.

Alles, was am Pfahl absteht, verhakt sich beim Aufrollen, verbiegt oder bricht ab. Muss man die Anbauteile jedes Mal demontieren, wird die Nachrüstung zur täglichen Zusatzarbeit – und irgendwann bleibt sie liegen.

Die parallel arretierbare Haltestange löst das: umlegen, aufrollen, versetzen, wieder aufstellen, Stange in Arbeitsposition bringen. Kein Werkzeug, keine Demontage.

Passt auf alle handelsüblichen Weidenetzpfähle

Das Set ist zur Montage an allen handelsüblichen Weidenetzpfählen vorgesehen – bis 16 mm Durchmesser. Damit lässt es sich auf Netze verschiedener Hersteller und Baujahre nachrüsten, nicht nur auf ein bestimmtes Modell.

Vor der Bestellung prüfen: Den Durchmesser der vorhandenen Netzpfähle messen. Übliche Kunststoff- und Fiberglaspfähle liegen darunter, einzelne verstärkte Ausführungen können darüber liegen.

Nutzung als Höhenerweiterung – mit Signalband

Wird der Aufsatz vor allem als Höhenerweiterung genutzt, lässt sich zur Abschreckung ein Signalband einziehen (optional erhältlich).

Der Gedanke dahinter: Ein Wolf muss den Zaun als Hindernis erkennen, bevor er ihn testet. Ein breites, gut sichtbares Signalband oberhalb des Netzes wirkt optisch – und in Verbindung mit der Elektrifizierung auch physisch.

Gerade bei Dämmerung und Nacht, wenn Wölfe aktiv sind, ist die Sichtbarkeit ein realer Faktor.

Wichtig: gleiches Gerät für Netz und Zusatzlinie

Die zusätzliche Leitermateriallinie muss mit demselben Gerät betrieben werden wie das Netz selbst.

Der Grund ist elektrotechnisch zwingend: Zwei getrennte Weidezaungeräte geben ihre Impulse nicht synchron ab. Berührt ein Tier oder eine Person gleichzeitig beide Systeme, überlagern sich die Impulse unkontrolliert. Das ist gefährlich und in der Praxis unzulässig.

Ein Gerät, ein Impuls – so bleibt das System berechenbar.

Bei behornten Schafen und Ziegen: Abstandslitze setzen

Ein wichtiger Praxishinweis: Bei behornten Schafen und Ziegen kann auf der Innenseite des Netzes eine Abstandslitze zum elektrifizierten Wolfsabwehrzaun gezogen werden.

Warum das nötig ist: Behornte Tiere verfangen sich mit den Hörnern im Netz. Kommen sie dabei zusätzlich mit der Wolfsabwehrlitze in Kontakt, entsteht eine gefährliche Situation für das Tier. Die Abstandslitze hält sie auf Distanz, bevor es dazu kommt.

Auch gegen Füchse am Geflügelnetz

Ein zweiter, oft übersehener Einsatzbereich: An den Pfählen im Geflügelnetz montiert und mit einer elektrifizierten Litze versehen, hält der Aufsatz auch Füchse vom Geflügelauslauf fern.

Wichtig ist dabei die Montageposition: Position 1.A, möglichst nah über Grund. Ein Fuchs gräbt sich unter dem Zaun durch – genau wie der Wolf, nur in kleinerem Maßstab. Die bodennahe Litze setzt genau dort an.

Für Halter von Freilandgeflügel ist das häufig der eigentliche Kaufgrund: Fuchsverluste sind für viele Betriebe das größere Alltagsproblem als der Wolf.

10er-Set – wie viele brauche ich?

Zehn Stück reichen für ein Netz von 50 Metern mit 14 Pfählen nicht ganz durchgehend, decken aber die kritischen Bereiche ab. Für die vollständige Bestückung eines 50-m-Netzes werden zwei Sets benötigt.

Alternativ lässt sich mit einem Set gezielt der gefährdete Abschnitt ausrüsten – etwa die zum Wald oder zur offenen Feldflur gerichtete Seite.

Wirtschaftlich betrachtet

Ein spezielles Wolfsabwehrnetz kostet ein Vielfaches eines Standard-Weidenetzes. Wer bereits Netze im Bestand hat, rüstet mit diesem Set nach – zu einem Bruchteil der Kosten eines Komplettaustauschs, und ohne dass die vorhandenen Netze überflüssig werden.

Was zu beachten ist

Für den behördlich anerkannten Herdenschutz gelten je nach Bundesland unterschiedliche Anforderungen an Zaunhöhe, Spannung, Untergrabschutz und Ausführung. Wer Fördermittel beantragt oder im Schadensfall Ausgleichszahlungen erhalten möchte, sollte die jeweiligen Vorgaben vorab prüfen – die Nachrüstung muss diesen entsprechen.

Der Zaun muss stets unter ausreichender Spannung stehen. Ein Wolfsabwehrzaun ohne wirksamen Impuls ist wirkungslos; regelmäßige Kontrolle mit einem Zaunprüfer ist Pflicht. Für Wolfsabwehr sind deutlich höhere Spannungswerte erforderlich als für die reine Tierhaltung.

Herstellerqualität

AKO-Agrartechnik entwickelt und liefert seit über 70 Jahren Weidezauntechnik – mit hauseigenem Entwicklungsteam und durchgängiger Qualitätskontrolle.

Typische Einsatzgebiete

Herdenschutz vor Wolf in Schaf- und Ziegenhaltung, Wanderschäferei in Wolfsgebieten, Nachrüstung vorhandener Weidenetze, Fuchsabwehr an Geflügelnetzen, Freilandgeflügelhaltung, Mutterkuh- und Kälberhaltung, Landschaftspflege durch Beweidung in Wolfsregionen, Deich- und Böschungsbeweidung, Hobbytierhaltung, Wildgehege und Tierparks, kommunale Beweidungsprojekte, Betriebe mit Weiden in Waldrandlage.

Häufige Fragen

Was macht das Ergänzungsset?
Es ermöglicht eine zusätzliche elektrifizierte Leitermateriallinie an einem vorhandenen Weidenetz – zur Wolfsabwehr oder als Höhenerweiterung. Die Halterungen werden an den Netzpfählen montiert.

Passt es an mein Netz?
Es ist für alle handelsüblichen Weidenetzpfähle bis 16 mm Durchmesser vorgesehen. Messen Sie vorab den Durchmesser Ihrer Pfähle.

Was bedeuten die drei Winkelpositionen?
Die Haltestangen lassen sich in drei definierten Winkeln fixieren: nah über Grund gegen Untergraben, schräg nach außen als Überkletterschutz und parallel zum Pfahl als Transportstellung.

Kann ich das Netz noch aufrollen?
Ja – dafür wird die Haltestange parallel zum Pfahl arretiert (Position 1.B). Das Netz lässt sich dann problemlos aufrollen, versetzen und einlagern, ohne dass etwas demontiert werden muss.

Brauche ich ein zweites Weidezaungerät?
Nein – im Gegenteil: Die zusätzliche Leitermateriallinie muss mit demselben Gerät betrieben werden wie das Netz. Zwei getrennte Geräte geben ihre Impulse nicht synchron ab, was bei gleichzeitiger Berührung gefährlich ist.

Ist Leitermaterial im Lieferumfang?
Nein. Das Set enthält die Halterungen; Leitermaterial und gegebenenfalls Signalband sind separat zu beschaffen.

Wozu das Signalband?
Wenn der Aufsatz vor allem als Höhenerweiterung genutzt wird, sorgt ein breites Signalband für optische Abschreckung – wichtig, damit der Wolf den Zaun als Hindernis erkennt, besonders bei Dämmerung.

Was muss ich bei behornten Tieren beachten?
Bei behornten Schafen und Ziegen sollte auf der Innenseite des Netzes eine Abstandslitze zum Wolfsabwehrzaun gezogen werden. Sonst besteht die Gefahr, dass sich Tiere verfangen und dabei mit der Zusatzlitze in Kontakt kommen.

Hilft das Set auch gegen Füchse?
Ja. An den Pfählen eines Geflügelnetzes montiert und mit einer elektrifizierten Litze versehen, hält es Füchse vom Auslauf fern. Wichtig ist die Montage in Position 1.A, möglichst nah über Grund – ein Fuchs gräbt sich unten durch.

Wie viele Sets brauche ich?
Zehn Stück decken die kritischen Bereiche eines Netzes ab. Für die vollständige Bestückung eines 50-m-Netzes mit 14 Pfählen werden zwei Sets benötigt. Alternativ lässt sich gezielt der gefährdete Abschnitt ausrüsten.

Erfüllt die Nachrüstung die Anforderungen an den Herdenschutz?
Für den behördlich anerkannten Herdenschutz gelten je nach Bundesland unterschiedliche Anforderungen an Zaunhöhe, Spannung und Untergrabschutz. Wer Fördermittel oder Ausgleichszahlungen beansprucht, sollte die jeweiligen Vorgaben vorab prüfen.

Welche Zaunspannung ist nötig?
Für Wolfsabwehr sind deutlich höhere Spannungswerte erforderlich als für die reine Tierhaltung. Regelmäßige Kontrolle mit einem Zaunprüfer ist Pflicht – ein Wolfsabwehrzaun ohne wirksamen Impuls ist wirkungslos.

Manufacturer

AKO

Die Geschichte der AKO-Elektrozaungeräte reicht bis ins Jahr 1942 zurück. Auf den vorhandenen landwirtschaftlichen Flächen sollten möglichst hohe Erträge erwirtschaftet werden. Deshalb wurden Weideflächen nicht mehr großflächig umzäunt, sondern in „Portionsweiden“ aufgeteilt. Leicht und schnell versetzbare Zäune waren gefordert. Teure und schwerfällige Bretter- und Stangenzäune wurden durch Stacheldrahtzäune ersetzt. Doch auch das war keine optimale Lösung. Der Gründer der Firma AKO, Paul Kolb, war mit dem Thema bestens vertraut. Schließlich war er auf einem Bauernhof im Allgäu aufgewachsen. 1942 entwickelte er ein Elektrozaungerät für Netzanschluss.