WILMS Gasheizer für Erdgas und Flüssiggas - Stall- und Hallenheizung
€2,784.58
Lieferumfang
- 1 × Gasbefeuerter Warmlufterzeuger
- Dreipunktaufhängung mit Ösen
- Bedienungsanleitung
Wichtig bei der Bestellung: Bitte angeben, ob das Gerät mit Erdgas oder Flüssiggas betrieben werden soll.
Technische Daten
| Hersteller | WILMS |
|---|---|
| Produktart | Gasbefeuerter Warmlufterzeuger, Vollautomat |
| Brennstoff | Erdgas oder Flüssiggas |
| Brennkammer | offen, Betrieb ohne Abgasführung |
| Zündung | elektrische Automatikzündung |
| Flammenüberwachung | Infrarot |
| Luftführung | unterstützendes Luftgebläse |
| Montage | Dreipunktaufhängung mit Ösen |
| Einsatz | Beheizung von Hallen und Ställen |
| Inbetriebnahme | nur durch zugelassenen Gasinstallateur |
Produktbeschreibung
Gas-Warmlufterzeuger für Hallen und Ställe
Gasbefeuerter Warmlufterzeuger zur Beheizung von Hallen und Ställen – als Vollautomat mit Infrarot-Flammenüberwachung, elektrischer Automatikzündung und unterstützendem Luftgebläse. Das Gerät arbeitet mit offener Brennkammer ohne Abgasführung und ist für Erdgas oder Flüssiggas geeignet.
Wie das Gerät heizt
Das Gebläse saugt Raumluft an, führt sie am Brenner vorbei und bläst sie erwärmt wieder in den Raum. Die Luft selbst ist der Wärmeträger – es gibt keine Heizkörper, keine Rohrleitungen und kein Wasser, das einfrieren könnte.
Was das in der Praxis bedeutet:
- Schnelle Wärme. Warme Luft verteilt sich rasch im Raum – ein kalter Stall oder eine Halle ist deutlich schneller auf Temperatur als mit einer Flächenheizung.
- Hoher Wirkungsgrad. Ohne Abgasführung geht keine Wärme über einen Schornstein verloren – die gesamte Verbrennungswärme bleibt im Raum.
- Geringer Installationsaufwand. Kein Kamin, kein Heizkreis, kein Heizraum.
Vollautomat mit Infrarot-Flammenüberwachung
Das Gerät zündet elektrisch und überwacht die Flamme mit einem Infrarotsensor.
Warum das sicherheitsrelevant ist: Erlischt die Flamme – etwa durch einen Luftstoß oder eine Störung in der Gasversorgung –, erkennt der Sensor das sofort und unterbricht die Gaszufuhr. Unverbranntes Gas kann sich so nicht im Raum ansammeln.
Als Vollautomat arbeitet das Gerät ohne Aufsicht und lässt sich über eine externe Steuerung ein- und ausschalten – die Voraussetzung für einen geregelten Stall- oder Hallenbetrieb.
Erdgas oder Flüssiggas
Das Gerät ist für beide Gasarten geeignet. Die beiden Gase unterscheiden sich in Brennwert und Anschlussdruck – deshalb wird das Gerät für die jeweilige Gasart ausgelegt.
Bei der Bestellung ist unbedingt anzugeben, welche Gasart verwendet wird.
- Erdgas ist sinnvoll, wo ein Netzanschluss vorhanden ist – die Versorgung ist dauerhaft, es gibt keinen Tankwechsel.
- Flüssiggas ist die Lösung für Standorte ohne Gasnetz, etwa Aussiedlerhöfe – versorgt aus Tank oder Flaschenbündel.
Offene Brennkammer – was bei der Aufstellung zu beachten ist
Das Gerät arbeitet ohne Abgasführung. Die Verbrennungsgase gelangen in den beheizten Raum. Das ist bei dieser Geräteart üblich, stellt aber klare Anforderungen:
- Ausreichende Belüftung ist Pflicht. Der Raum braucht eine Frischluftzufuhr, die Verbrennungsgase abführt und den Sauerstoff nachliefert. Bei unzureichender Lüftung kann sich Kohlenmonoxid bilden – ein geruchloses, lebensgefährliches Gas.
- Wasserdampf entsteht. Bei der Gasverbrennung wird Feuchtigkeit freigesetzt. In Ställen, in denen die Tiere ohnehin viel Feuchtigkeit abgeben, gehört das in die Lüftungsplanung.
- Nur in Räumen, in denen Geräte mit offener Flamme zulässig sind. Nicht in feuer- oder explosionsgefährdeten Bereichen.
In Ställen mit Zwangslüftung arbeiten Warmlufterzeuger und Lüftungsanlage idealerweise zusammen – die Lüftung sorgt für den nötigen Luftwechsel, der Heizer für die Temperatur.
Dreipunktaufhängung
Das Gerät wird über drei Ösen aufgehängt.
- Kein Platzverlust am Boden – Fahrwege und Stallfläche bleiben frei.
- Außer Reichweite der Tiere und geschützt vor Beschädigung durch Fahrzeuge.
- Bessere Luftverteilung von oben in den Raum.
Drei Aufhängepunkte bedeuten zudem einen stabilen, schwingungsarmen Sitz – das Gerät pendelt nicht, wenn das Gebläse anläuft.
Inbetriebnahme nur durch den Gasinstallateur
Alle Erd- und Flüssiggasbrenner dürfen nur von einem zugelassenen Gasinstallateur vor Ort in Betrieb genommen werden.
Das ist keine Formalie: Der Fachbetrieb prüft Anschluss, Gasdruck, Dichtheit und Belüftung und stellt den Brenner auf die tatsächlichen Verhältnisse ein. Diese Abnahme ist Voraussetzung für einen sicheren Betrieb – und in der Regel auch für den Versicherungsschutz.
Einsatzgebiete
Ställe für Geflügel, Schweine, Kälber und Jungtiere, Lager- und Werkhallen, Maschinenhallen, Werkstätten, Gewächshäuser, Baustellenunterkünfte und Hallen mit vorübergehendem Wärmebedarf.
Hinweise zum Betrieb
- Inbetriebnahme nur durch einen zugelassenen Gasinstallateur.
- Gasart bei der Bestellung angeben – Erdgas oder Flüssiggas.
- Für ausreichende Frischluftzufuhr sorgen; die erforderliche Luftmenge ist der Bedienungsanleitung zu entnehmen.
- Nicht in feuer- oder explosionsgefährdeten Räumen betreiben.
- Abstände zu brennbaren Materialien und zur Ausblasseite einhalten.
- Einen Kohlenmonoxid-Warnmelder im Aufenthaltsbereich vorsehen.
- Gasleitungen und Anschlüsse regelmäßig auf Dichtheit prüfen lassen.
- Gebläse und Ansaugöffnung von Staub und Federn frei halten – in Ställen besonders wichtig.
- Jährliche Wartung durch einen Fachbetrieb.
Häufige Fragen
Für welche Räume ist das Gerät gedacht?
Für die Beheizung von Hallen und Ställen – überall dort, wo ausreichend belüftet wird und Geräte mit offener Flamme zulässig sind.
Wie funktioniert ein Gas-Warmlufterzeuger?
Das Gebläse saugt Raumluft an, führt sie am Brenner vorbei und bläst sie erwärmt in den Raum. Die Luft ist der Wärmeträger – es gibt keine Heizkörper, keine Rohrleitungen und kein Wasser, das einfrieren könnte.
Kann ich Erdgas und Flüssiggas verwenden?
Ja, das Gerät ist für beide Gasarten geeignet. Weil sich Brennwert und Anschlussdruck unterscheiden, wird es für die jeweilige Gasart ausgelegt – bei der Bestellung ist daher unbedingt anzugeben, welche Gasart verwendet wird.
Was bedeutet „ohne Abgasführung"?
Die Verbrennungsgase gelangen in den beheizten Raum. Dadurch geht keine Wärme über einen Schornstein verloren. Im Gegenzug ist eine ausreichende Belüftung Pflicht – bei unzureichender Lüftung kann sich Kohlenmonoxid bilden.
Was passiert, wenn die Flamme ausgeht?
Die Infrarot-Flammenüberwachung erkennt das sofort und unterbricht die Gaszufuhr. Unverbranntes Gas kann sich so nicht im Raum ansammeln.
Darf ich das Gerät selbst anschließen?
Nein. Alle Erd- und Flüssiggasbrenner dürfen nur von einem zugelassenen Gasinstallateur vor Ort in Betrieb genommen werden. Der Fachbetrieb prüft Anschluss, Gasdruck, Dichtheit und Belüftung.
Was ist beim Einsatz im Stall zu beachten?
Bei der Gasverbrennung entsteht Wasserdampf – in Ställen, in denen die Tiere ohnehin viel Feuchtigkeit abgeben, gehört das in die Lüftungsplanung. Zudem sollten Gebläse und Ansaugöffnung regelmäßig von Staub und Federn befreit werden.
Wie wird das Gerät montiert?
Über eine Dreipunktaufhängung mit Ösen. Das spart Bodenfläche, hält das Gerät außer Reichweite der Tiere und verteilt die Warmluft von oben.