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Vogelsang DosiMat DMX 16, housing Ø 460, DN 50, star rotor

Description

Vogelsang DosiMat DMX 16, housing Ø 460, DN 50, star rotor

Lieferumfang

  • 1 × Präzisionsverteiler mit 460 mm Topfdurchmesser
  • 16 Abgänge in DN 50
  • Sternrotor mit strömungsoptimierter Kontur
  • Integrierte Schneidmesser
  • Patentierte Membran für gleichmäßigen Luftstrom
  • Gewölbte Kunststoffabdeckung

Nicht enthalten: Verteilergestänge, Schleppschläuche oder Schleppschuhe, Verschlauchung vom Verteiler zu den Austritten, Zulaufleitung.

Technische Daten

HerstellerVogelsang, Essen (Oldenburg)
BauartPräzisionsverteiler mit integrierter Zerkleinerung
Topfdurchmesser460 mm
Anzahl Abgänge16
Nennweite der AbgängeDN 50
RotorSternrotor, strömungsoptimierte Kontur
Zerkleinerungintegrierte Schneidmesser mit optimierter Messerkontur
Belüftungzentralisiert, patentierte Membran
Mengenanpassungohne Umbau, kein Siebwechsel
Abdeckunggewölbter Kunststoff, größeres Gehäusevolumen
Antriebhydraulisch

Produktbeschreibung

Der Präzisionsverteiler ist das Bauteil, das aus einem Güllefass ein Ausbringgerät mit nachweisbarer Querverteilung macht. Die Pumpe fördert, der Verteiler teilt auf: Er nimmt den gesamten Volumenstrom auf, zerkleinert darin Fasern und Fremdkörper und verteilt ihn gleichmäßig auf alle Abgänge. Was hinten an den Schleppschläuchen oder Schleppschuhen ankommt, entscheidet dieses Gehäuse.

16 Abgänge in DN 50 – warum diese Kombination

Diese Ausführung hat die wenigsten Abgänge und zugleich die größte Nennweite des Programms. Das ist die verstopfungssicherste Kombination, die gebaut wird – und die Rechnung dahinter ist einfach:

Der Gesamtvolumenstrom teilt sich auf die Abgänge auf. Bei 16 Abgängen führt jeder einzelne fast viermal so viel Gülle wie bei 60 Abgängen – und bekommt dafür mit DN 50 den größten verfügbaren Querschnitt. Hoher Durchsatz in einem weiten Rohr bedeutet: gute Strömungsgeschwindigkeit, Selbstreinigung, und Platz für das, was im Faserstoff trotz Zerkleinerung übrig bleibt.

Das macht diese Ausführung zur richtigen Wahl für die schwierigsten Medien: faserreiche Rindergülle mit Stroh- und Einstreuanteil, Gärreste aus Biogasanlagen mit Faserresten, Gülle aus Tiefstreuhaltung. Wer mit solchem Material auf einem feingliedrigen Verteiler arbeitet, verbringt die Saison mit dem Freistechen einzelner Abgänge.

Der 460er Topf – klein, leicht, niedrig

Mit 460 mm Topfdurchmesser ist dieses Gehäuse deutlich kompakter als die 950er Ausführungen für breite Gestänge. Das zahlt sich an drei Stellen aus:

  • Gewicht. Bei einem Gerät, das am Heck eines Güllefasses oder an einem Dreipunktgerät sitzt, zählt jedes Kilo gegen die Stützlast und für die Standsicherheit.
  • Bauhöhe. Ein niedriger Verteiler erlaubt kurze, steile Schlauchwege nach unten – und kürzere Wege bedeuten weniger Ablagerung in den Schläuchen beim Abschalten.
  • Platzbedarf. Auf einem schmalen Gerät, einem Güllegrubber oder einem Scheibenschar-Injektor ist für einen 950er Topf oft gar kein Raum.

Welche Arbeitsbreite bedeutet das?

Die Abgangszahl allein sagt nichts über die Arbeitsbreite – die ergibt sich erst aus dem Reihenabstand des Gestänges:

Abgangszahl × Reihenabstand = Arbeitsbreite

ReihenabstandArbeitsbreite mit 16 AbgängenTypisches Gerät
25 cm4,00 mSchleppschuhverteiler, Güllegrubber
30 cm4,80 mSchleppschlauchverteiler
37,5 cm6,00 mScheibenschar-Injektor

Dieser Verteiler ist also für Geräte im Bereich von etwa vier bis sechs Metern ausgelegt – nicht für ein 24-Meter-Gestänge. Das ist die Klasse der bodennah einarbeitenden Technik: Güllegrubber, Scheibenschar-Injektoren, Schlitzgeräte, Schleppschuhverteiler für Hanglagen und kleine Schläge.

Warum die Querverteilung überhaupt gemessen wird

Seit der bodennahen Ausbringpflicht ist nicht mehr die Frage, ob Gülle streifenförmig abgelegt wird, sondern wie gleichmäßig die einzelnen Streifen dosiert sind. Ein Verteiler, der einem Abgang 20 Prozent mehr gibt als dem Nachbarn, legt zwei Streifen unterschiedlicher Stärke – und das sieht man vier Wochen später im Bestand als Streifenmuster.

Praktisch bedeutet ungleiche Verteilung zweierlei: Überversorgte Streifen verlieren Stickstoff und lagern, unterversorgte bleiben im Wuchs zurück. Beides kostet Ertrag, und beides fällt in der Nährstoffbilanz auf, weil die ausgebrachte Menge stimmt, die Wirkung aber nicht.

Der Sternrotor und die strömungsoptimierte Kontur

Im Topf läuft ein Sternrotor, dessen Kontur auf gleichmäßige Abgabe an alle Abgänge ausgelegt ist. Entscheidend daran: Die Verteilgenauigkeit bleibt über den ganzen Mengenbereich erhalten.

Das ist der Unterschied zu älteren Verteilerbauarten, bei denen die Genauigkeit von der Durchflussmenge abhängt – sauber bei Nennmenge, ungleich bei halber Menge. Hier müssen Sie weder umbauen noch Siebe wechseln, wenn Sie von 15 auf 35 m³/ha wechseln. Wer im Frühjahr auf Grünland wenig und im Sommer nach dem Schnitt viel gibt, fährt mit demselben Gerät.

Die Schneidmesser – die eigentliche Verstopfungsvorsorge

Im Verteiler sitzen Schneidmesser mit optimierter Kontur, die Fasern und Fremdstoffe zerkleinern, bevor sie in einen Abgang gelangen. Das ist bei Rindergülle und Gärresten die Funktion, die den Tag rettet: Ein Strohbündel, das sich quer vor einen Abgang legt, blockiert ihn vollständig – und der Fahrer merkt es erst, wenn er hinter sich schaut.

Mit DN 50 und nur 16 Abgängen hat dieses Gerät ohnehin die größte Reserve. Die Messer sind die zweite Sicherung dahinter.

Die Belüftungsmembran

Die Belüftung ist zentralisiert und läuft über eine patentierte Membran. Ihr Zweck wird oft unterschätzt: Damit Gülle aus einem Abgang gleichmäßig austritt, muss Luft nachströmen können – sonst entsteht Unterdruck, der Strom reißt ab und setzt stoßweise wieder ein. Ungleichmäßiger Luftzutritt erzeugt ungleiche Verteilung, auch wenn der Rotor exakt arbeitet.

Wartung

Die gewölbte Kunststoffabdeckung schafft größeres Gehäusevolumen bei geringerem Gewicht, und alle relevanten Bauteile sind für die Wartung zugänglich ausgelegt. Das ist bei einem Teil, das in jeder Saison geöffnet wird, mehr als Komfort: Messer kontrollieren, Rotor auf Verschleiß prüfen, Topf ausspritzen – was schnell geht, wird auch gemacht.

Ein Hinweis aus der Praxis: Setzen sich einzelne Abgänge auffällig häufig zu, liegt die Ursache oft nicht am Verteiler, sondern vor ihm – an einem verschlissenen Schneidwerk im Zulauf. Ein stumpfer Schneidkopf lässt Fasern passieren, die dann am Verteiler ankommen. Wer dort nachschärft, löst das Problem an der Wurzel.

Häufige Fragen

Welche Arbeitsbreite ergeben 16 Abgänge?

Das hängt vom Reihenabstand des Gestänges ab: bei 25 cm Abstand 4,00 m, bei 30 cm 4,80 m, bei 37,5 cm 6,00 m. Der Verteiler ist damit für bodennah einarbeitende Geräte im Bereich von vier bis sechs Metern ausgelegt, nicht für breite Schleppschlauchgestänge.

Warum nur 16 Abgänge, aber DN 50?

Weil sich der Volumenstrom auf weniger Abgänge verteilt, führt jeder einzelne deutlich mehr Gülle – und braucht dafür den großen Querschnitt. Die Kombination aus wenigen Abgängen und großer Nennweite ist die verstopfungssicherste des Programms und damit die richtige Wahl für faserreiche Medien.

Für welche Medien ist dieser Verteiler geeignet?

Besonders für faserreiche Rindergülle, Gärreste aus Biogasanlagen und Gülle aus Tiefstreuhaltung. Schweinegülle und dünnere Medien fördert er selbstverständlich ebenfalls – dort ist die Reserve nur nicht nötig.

Muss ich bei anderer Ausbringmenge umbauen?

Nein. Die Mengenanpassung erfolgt ohne Umbau, und ein Siebwechsel ist nicht erforderlich. Die Verteilgenauigkeit bleibt über den Mengenbereich erhalten – von kleinen Gaben auf Grünland bis zu hohen Mengen vor der Einarbeitung.

Was ist der Unterschied zum 950er Topf?

Der 460er Topf ist kompakter, leichter und niedriger und für Geräte mit geringerer Abgangszahl ausgelegt. Die 950er Ausführungen tragen 52 oder 60 Abgänge und gehören an breite Gestänge. Die Verteiltechnik im Inneren ist dieselbe.

Wozu dient die Belüftungsmembran?

Sie lässt Luft nachströmen, während Gülle austritt. Ohne gleichmäßigen Luftzutritt entsteht Unterdrück, der Volumenstrom reißt ab und setzt stoßweise wieder ein – das Ergebnis ist ungleiche Verteilung trotz exakt arbeitendem Rotor.

Warum setzen sich einzelne Abgänge zu?

Häufig liegt die Ursache nicht am Verteiler, sondern an einem verschlissenen Schneidwerk im Zulauf. Ein stumpfer Schneidkopf lässt Fasern passieren, die den Verteiler erreichen. Prüfen Sie bei häufigen Verstopfungen zuerst dort, bevor Sie am Verteiler suchen.

Ist das Verteilergestänge im Lieferumfang?

Nein. Geliefert wird der Verteiler. Gestänge, Schleppschläuche oder Schleppschuhe sowie die Verschlauchung vom Verteiler zu den Austritten gehören nicht dazu.