Vogelsang DosiMat DMX 12, housing Ø 360, DN 40, bar rotor
€3,530.00
Vogelsang DosiMat DMX 12, housing Ø 360, DN 40, bar rotor
Ausführung
- Exaktverteiler DosiMat DMX
- 12 Abgänge
- Balkenrotor
- Gewölbter Kunststoffdeckel
- QuickService-Deckel
Technische Daten
| Hersteller | Vogelsang GmbH & Co. KG |
|---|---|
| Produktart | Exaktverteiler, hydraulisch angetrieben |
| Anzahl Abgänge | 12 |
| Topfdurchmesser | 360 mm |
| Schlauchanschluss | DN 40 |
| Rotorart | Balkenrotor |
| Antrieb | hydraulisch |
| Max. Ausbringmenge (Baureihe) | bis 10.000 l/min |
| Standzeit Schneidwerk (Baureihe) | bis 200.000 m³ je Verteiler |
| Gehäusedeckel | druck- und bruchfester Kunststoff, gewölbt |
Produktbeschreibung
Exaktverteiler mit zwölf Abgängen
Die Gülle fließt von oben in den Verteiler, wo ein strömungsoptimierter Rotor sie gleichmäßig auf die Abgänge verteilt. Schneidmesser zerkleinern dabei Faserstoffe und Fremdkörper zuverlässig.
Was ein Exaktverteiler leistet – und warum er unverzichtbar ist
Er ist das Herzstück jeder bodennahen Ausbringtechnik.
Zwei Aufgaben in einem Bauteil:
| Aufgabe | Was passiert |
|---|---|
| Verteilen | Der Güllestrom wird auf alle Abgänge gleichmäßig aufgeteilt |
| Zerkleinern | Schneidmesser zerkleinern Fasern und Fremdkörper |
Warum die Zerkleinerung zwingend ist: Gülle enthält Stroh, Futterreste, Haare und Fremdkörper. Ein Schlauch mit DN 40 ist schnell verstopft – und dann bleibt der zugehörige Streifen ungedüngt.
Was eine Verstopfung praktisch bedeutet: Der Fahrer merkt es oft erst am Feldende. Die Reinigung erfolgt von Hand am Gestänge – bei laufendem Betrieb, in Gülle, mit entsprechendem Zeitverlust.
Der Balkenrotor
Das ist die Rotorausführung dieser Konfiguration.
Was der Rotor leistet: Er dreht im Verteilertopf und schiebt die Gülle nacheinander in die einzelnen Abgänge. Dabei arbeitet er gegen die Gegenschneide und zerkleinert, was zwischen beide gerät.
Warum die Rotorkontur über die Verteilgenauigkeit entscheidet: Der Rotor bestimmt, wie lange jeder Abgang geöffnet ist und mit welchem Druck die Gülle hineingedrückt wird.
Der Hersteller beschreibt die Rotorkontur als strömungsoptimiert – entwickelt für eine konstant hohe Verteilgenauigkeit unabhängig von der Durchflussmenge.
Was das praktisch bedeutet: Ob mit 2.000 oder 8.000 l/min gefahren wird – die Verteilung über die Abgänge bleibt gleichmäßig. Ohne Umbaumaßnahmen und ohne Siebwechsel.
Warum die Verteilgenauigkeit zählt
Sie bestimmt, ob die Düngung dem entspricht, was dokumentiert wurde.
Was bei ungleichmäßiger Verteilung passiert:
- Überversorgte Streifen – Lagergefahr im Getreide, Nitratauswaschung.
- Unterversorgte Streifen – Ertragsverlust.
- Die Dokumentation stimmt nicht – gedüngt wurde rechnerisch die richtige Menge, tatsächlich aber ungleich verteilt.
Im Kontext der Düngeverordnung ist das mehr als ein pflanzenbaulicher Punkt: Die Nährstoffbilanz muss stimmen, und Überversorgung an einzelnen Stellen ist nicht korrigierbar.
Topfdurchmesser 360 mm bei 12 Abgängen
Die Kombination bestimmt die Geometrie.
Was der Topfdurchmesser bewirkt: Er gibt den Umfang vor, auf dem die Abgänge verteilt sind.
Die Rechnung: Bei 360 mm Durchmesser und zwölf Abgängen liegt zwischen den Abgängen ein Bogenabstand von rund 94 mm.
Warum das zur Ausbringmenge passt: Je weniger Abgänge auf einem großen Topf sitzen, desto größer ist der Querschnitt je Abgang. Das erlaubt hohe Mengen je Abgang bei geringer Verstopfungsneigung.
Zwölf Abgänge bedeuten: Bei einem Gestänge mit 25 cm Schlauchabstand deckt dieser Verteiler rund 3 Meter Arbeitsbreite ab – oder er versorgt gemeinsam mit weiteren Verteilern ein breiteres Gestänge.
DN 40 als Schlauchanschluss
Das ist das verbreitete Maß in der Gülleausbringtechnik.
Warum DN 40 und nicht kleiner: Der Querschnitt muss den Volumenstrom je Abgang aufnehmen – und grobe Bestandteile passieren lassen.
Warum nicht größer: Größere Schläuche sind schwerer und steifer. Am Gestänge summiert sich das über alle Abgänge erheblich – und steife Schläuche folgen den Kufen nicht mehr sauber.
Für die Ersatzteilversorgung ist das Standardmaß ein praktischer Vorteil: DN-40-Schläuche und -Verbinder sind überall verfügbar.
Flexibel ohne Umbau
Das ist laut Hersteller das zentrale Merkmal der Baureihe.
Was damit gemeint ist: Die Ausbringmenge lässt sich an Bodenverhältnisse, Kultur und Jahreszeit anpassen – ohne Siebe oder andere Komponenten zu wechseln.
Warum das im Betriebsablauf zählt:
- Im Frühjahr werden andere Mengen gefahren als zur Stoppeldüngung.
- Auf Grünland andere als auf Ackerland.
- Bei nassem Boden andere als bei trockenem.
Ein Verteiler, der dafür umgebaut werden müsste, würde entweder nicht umgebaut – oder die Umbauzeit ginge von der knappen Ausbringzeit ab.
Die Standzeit der Schneidwerkskomponenten
Der Hersteller nennt für die Baureihe bis zu 200.000 m³ je Verteiler.
Was das in Relation bedeutet: Ein Lohnunternehmen mit 50.000 m³ Jahresmenge käme rechnerisch vier Jahre weit.
Warum die Standzeit so wichtig ist: Schneidmesser und Gegenschneide sind die Verschleißteile des Verteilers. Stumpfe Messer zerkleinern nicht mehr – dann steigt die Verstopfungsrate, und die Ausbringleistung bricht ein.
Der praktische Hinweis: Die Standzeit hängt stark vom Medium ab. Sandhaltige Gülle und hoher Fremdkörperanteil verkürzen sie erheblich.
Der servicefreundliche Aufbau
Der Hersteller hebt die einfache Wartung aller relevanten Elemente hervor.
Was dazu beiträgt:
- Der gewölbte Kunststoffdeckel ist leichter als eine Metallausführung – das erleichtert das Öffnen.
- Der QuickService-Deckel ermöglicht den schnellen Zugang.
- Getriebegehäuse und Lagerdichtungsgehäuse wurden im Gewicht reduziert.
Der Hersteller nennt eine konkrete Zahl: Je nach Modell und Kombination sparen Anwender bis zu 122,5 kg Gewicht ein – durch den Aufbau aus Getriebegehäuse, Lagerdichtungsgehäuse, QuickService-Deckel und Kolbenkern aus Aluminium.
Warum Gewicht beim Verteiler zählt: Er sitzt am Gestänge oder am Fass – jedes Kilogramm wirkt am Hebel und geht von der Nutzlast ab.
Der gewölbte Kunststoffdeckel
Er ist druck- und bruchfest ausgeführt.
Was die Wölbung bewirkt: Sie vergrößert das Gehäusevolumen.
Warum mehr Volumen hilft: Der Güllestrom beruhigt sich im größeren Raum, bevor er in die Abgänge gedrückt wird. Das verbessert das Strömungsverhalten und damit die Verteilgenauigkeit.
Der zweite Grund für Kunststoff: Gewichtseinsparung – und damit leichteres Handling beim Service.
Die zentralisierte Entlüftung
Der Hersteller beschreibt ein zentralisiertes Belüftungssystem für gleichmäßigere Ergebnisse – mit patentierter Membran für gleichmäßigen Luftstrom.
Warum Entlüftung bei einem Gülleverteiler nötig ist: Mit der Gülle gelangt Luft in den Verteiler. Luftpolster verdrängen Gülle aus einzelnen Abgängen – die Verteilung wird ungleich.
Besonders beim Anfahren und am Vorgewende ist das relevant: Dort ist der Luftanteil am höchsten.
Hydraulischer Antrieb
Der Rotor wird hydraulisch angetrieben.
Was zu prüfen ist:
- Ölmenge und Druck des Zusatzkreises am Fahrzeug.
- Rücklaufleitung ausreichend dimensioniert.
- Drehzahlregelung – sie bestimmt, wie schnell der Rotor die Abgänge bedient.
Der Vorteil des hydraulischen Antriebs: Die Drehzahl lässt sich an die Ausbringmenge anpassen – und der Verteiler läuft unabhängig von der Zapfwellendrehzahl.
Wofür der Verteiler eingesetzt wird
- Schleppschlauch- und Schleppschuhgestänge
- Injektions- und Scheibeneggentechnik
- Güllegrubber
- Gülleeinarbeitung mit Kurzscheibeneggen
Der Hersteller hebt die Eignung für die Injektionstechnik hervor – dort sind die Anforderungen an die Verteilgenauigkeit am höchsten, weil die Gülle direkt in den Boden eingebracht wird.
Einsatzgebiete
Landwirtschaftsbetriebe, Lohnunternehmen, Biogasanlagen mit Gärrestausbringung, Maschinengemeinschaften, Nachrüstung und Reparatur vorhandener Ausbringtechnik, Gülleeinarbeitung.
Hinweise zum Betrieb
- Hydraulikversorgung prüfen – Ölmenge, Druck und Rücklaufquerschnitt.
- Rotordrehzahl an die Ausbringmenge anpassen.
- Schneidmesser und Gegenschneide regelmäßig auf Verschleiß prüfen – stumpfe Messer erhöhen die Verstopfungsrate erheblich.
- Schneidspalt nach Herstellervorgabe einstellen.
- Grobe Fremdkörper nach Möglichkeit vorher abscheiden.
- Verteiler nach dem Einsatz spülen – antrocknende Gülle blockiert Rotor und Abgänge.
- Bei Frost vollständig entleeren.
- Vor Wartungsarbeiten Hydraulik drucklos machen und gegen unbeabsichtigtes Anlaufen sichern.
- Niemals bei laufendem Rotor in den Verteiler greifen.
- Entlüftung auf Funktion prüfen; eine blockierte Membran verschlechtert die Verteilung.
- Die Betriebsanleitung des Herstellers beachten.
Häufige Fragen
Wie viele Abgänge hat der Verteiler?
Zwölf – bei einem Topfdurchmesser von 360 mm und DN-40-Schlauchanschlüssen.
Was macht ein Exaktverteiler?
Zwei Dinge gleichzeitig: Er verteilt den Güllestrom gleichmäßig auf alle Abgänge und zerkleinert dabei Fasern und Fremdkörper. Ohne Zerkleinerung wären DN-40-Schläuche schnell verstopft.
Muss ich für andere Ausbringmengen umbauen?
Nein. Der Verteiler arbeitet ohne Umbaumaßnahmen bei kleinen wie großen Mengen – ohne Sieb- oder Komponentenwechsel.
Wie lange halten die Schneidwerkskomponenten?
Der Hersteller nennt für die Baureihe bis zu 200.000 m³ je Verteiler. Sandhaltige Gülle und hoher Fremdkörperanteil verkürzen die Standzeit erheblich.
Warum ist der Deckel aus Kunststoff?
Der gewölbte, druck- und bruchfeste Kunststoffdeckel vergrößert das Gehäusevolumen und verbessert damit das Strömungsverhalten. Gleichzeitig spart er Gewicht und erleichtert den Service.
Wie wird der Verteiler angetrieben?
Hydraulisch. Die Rotordrehzahl lässt sich dadurch an die Ausbringmenge anpassen – unabhängig von der Zapfwellendrehzahl.
Wofür wird der Verteiler verwendet?
Für Schleppschlauch- und Schleppschuhgestänge, Güllegrubber und die Injektionstechnik. Gerade dort sind die Anforderungen an die Verteilgenauigkeit am höchsten.
Was passiert bei stumpfen Schneidmessern?
Fasern und Fremdkörper werden nicht mehr zuverlässig zerkleinert – die Verstopfungsrate steigt, und die Ausbringleistung bricht ein. Deshalb gehört die Schneidwerkskontrolle zur regelmäßigen Wartung.