PRONAR Überladewagen 28 m³, Schnecke 400 m³/h, Austrag 4,85 m
€57,000.00
PRONAR Überladewagen 28 m³, Schnecke 400 m³/h, Austrag 4,85 m
Serienmäßige Ausrüstung
- Tandem-Fahrwerk mit Parabelfederung, hintere Nachlaufachse, Achsabstand 1.810 mm
- Muldenkiste mit profilierten Wänden, vertikalen Verstärkungen und verschraubten Aufsätzen
- Rinnenförmiger Boden mit doppeltem Schneckenförderer
- Vordere hydraulische Doppelsegment-Förderschnecke mit hydraulischer Verriegelung
- Doppelte Förderschnecke mit zwei Geschwindigkeitsstufen
- Automatische Überlastkupplung 1 3/4" Z = 20
- Starre Deichsel, in den Rahmen integriert, mit Zugöse Ø 40
- Teleskopstützfuß mit Getriebe
- 2-Leiter-Druckluftbremse, Trommelbremse 406 × 140 mm
- Kurbelbremse
- Vorderwand mit drei PLEXI-Sichtfenstern
- Podest an der Rückwand, klappbare Aufstiegsleiter außen und innen
- Rutschfestes Bodengitter entlang der Muldenkiste innen
- Drei Revisionsfenster am Boden, das vordere hydraulisch gesteuert
- Planengestell
- LED-Beleuchtungsanlage 12 V
- Metallkotflügel, Keile mit Halter
- Lackierung: Fahrgestell rot RAL 3000, Bordwände grün RAL 6010
Technische Daten
| Hersteller | PRONAR |
|---|---|
| Produktart | Überladewagen |
| Zul. Gesamtgewicht | 23.000 kg |
| Technisch zul. Gesamtgewicht (innerbetrieblich) | 25.000 kg |
| Eigengewicht | ca. 7.700 kg |
| Nutzlast | ca. 15.300 kg |
| Ladevolumen | 28 m³ |
| Entleerungsleistung | 200 – 400 m³/h |
| Muldengröße innen L × B | 6.015 × 2.492 mm |
| Gesamtmaße L × B × H | 9.142 × 2.960 × 3.645 mm |
| Bordwandhöhe | 1.440 + 340 mm |
| Blechstärke Boden / Wände / Aufsätze | 4 / 4 / 3 mm |
| Beladehöhe bis Oberkante Pritsche | 3.400 mm |
| Zuführschnecke Durchmesser | 430 mm |
| Zuführschnecke Länge | 5.170 mm |
| Austragfensterhöhe | 4.550 – 4.850 mm |
| Spurweite | 2.260 mm |
| Aufhängung | Tandem, Parabelfederung mit Nachlaufachse |
| Stützlast | 3.000 kg |
| Bereifung | 710/50 R 26,5 |
| Zapfwellendrehzahl | 1.000 U/min |
| Zul. Geschwindigkeit | 40 km/h |
| Erforderliche Schlepperleistung | 165 PS / 121,3 kW |
Hinweis: Alle aufgeführten Parameter gelten bei Einzelzulassung in Deutschland. Bei Einzelzulassung ist die Bereifung nach StVZO zu wählen.
Produktbeschreibung
Überladewagen für die Erntelogistik
Der Wagen nimmt 28 m³ auf und entleert mit 200 bis 400 m³ pro Stunde über eine 5,17 m lange Doppelsegment-Förderschnecke. Das Austragfenster liegt zwischen 4.550 und 4.850 mm Höhe.
Warum ein Überladewagen die Ernte beschleunigt
Das ist der Kern der Sache: Der Mähdrescher soll dreschen, nicht warten.
- Ohne Überladewagen hält der Drescher an, wenn kein Transportfahrzeug am Feldrand steht – oder er fährt selbst zum Rand und verliert Dreschzeit.
- Mit Überladewagen fährt der Wagen neben dem Drescher her und nimmt im Fahren auf. Der Drescher dreschit durch, und der Wagen bringt die Ladung zum Transportfahrzeug am Feldrand.
Der zweite, oft unterschätzte Punkt: Schwere Lkw und Ackerwagen bleiben am Feldrand. Das schont den Boden – Bodenverdichtung im Unterboden lässt sich kaum rückgängig machen und kostet über Jahre Ertrag.
200 bis 400 m³/h – die Zahl, die zählt
Die doppelte Förderschnecke hat zwei Geschwindigkeitsstufen.
Was das bedeutet: 28 m³ sind bei voller Leistung in gut vier Minuten übergeladen. Bei empfindlichem Gut – Saatgut, Braugerste, Raps – läuft die niedrigere Stufe und behandelt das Korn schonender.
Warum das Bruchkorn vermeidet: Jede Umlenkung und jede Beschleunigung im Schneckengang belastet das Korn. Eine langsam laufende, gut gefüllte Schnecke transportiert deutlich schonender als eine schnelle, halb leere.
Austraghöhe 4.550 bis 4.850 mm
Die Höhe ist verstellbar. Damit reicht die Schnecke über die Bordwand jedes üblichen Transportfahrzeugs – über Ackerwagen mit Aufsätzen ebenso wie über Lkw-Auflieger und Container.
Die Verstellbarkeit zählt beim Befüllen: Am Anfang wird knapp über die Bordwand geladen, damit das Korn nicht fällt und staubt; zum Schluss höher, um die letzte Ecke zu füllen.
Rinnenförmiger Boden mit doppeltem Schneckenförderer
Der Boden ist als Rinne geformt, in der zwei Schnecken laufen.
Warum das die vollständige Entleerung sichert: Bei einem flachen Boden bleibt an den Seiten immer Restgetreide liegen – und Reste sind bei Saatgut und bei Sortenwechsel ein Problem, weil sie die nächste Charge verunreinigen. Die Rinnenform führt alles den Schnecken zu.
Drei Revisionsfenster am Boden, das vordere hydraulisch gesteuert, erlauben die Kontrolle und Reinigung – beim Sortenwechsel der entscheidende Punkt.
Automatische Überlastkupplung
Die Kupplung 1 3/4" Z = 20 schützt den Antriebsstrang, wenn sich in der Schnecke etwas verklemmt – ein Stein, ein Stück Holz, festgebackenes Material. Sie rutscht durch, statt dass Schnecke oder Getriebe brechen.
Beladehöhe 3.400 mm und drei Sichtfenster
Die Pritschenoberkante liegt bei 3.400 mm – passend zum Auswurfrohr gängiger Mähdrescher.
Die drei PLEXI-Sichtfenster in der Vorderwand zeigen dem Fahrer den Füllstand während der Fahrt. Beim Überladen im Fahren ist das die einzige Möglichkeit, den Stand zu beurteilen, ohne den Kopf zu verdrehen.
Nachlaufachse und Parabelfederung
Die hintere Nachlaufachse schwenkt in der Kurve mit. Auf dem Feld schont das den Boden, weil die Räder rollen statt zu schieben – und beim Rangieren am Feldrand verkleinert sie den Wendekreis spürbar.
Wiegesystem als Option
Ein 6-Punkt-Wiegesystem mit LCD-Leuchtfeld ist als Zusatzausrüstung erhältlich, ergänzt um einen Drucker.
Wofür das gebraucht wird: Erfassung der Erntemenge je Schlag, Abrechnung im Lohndrusch, Nachweis gegenüber dem Abnehmer. Mit Drucker entsteht der Beleg direkt am Feldrand – ohne spätere Rekonstruktion im Büro.
Arbeitssicherheit
- Rutschfestes Bodengitter entlang der Muldenkiste innen
- Klappbare Aufstiegsleitern außen an der Rückwand und innen in der Mulde
- Podest an der Rückwand
Das klingt nach Nebensache, ist es aber nicht: Verstopfungen im Schneckenkanal werden von Hand gelöst – und bei einem Wagen, der über drei Meter hoch beladen wird, ist ein sicherer Zugang die Voraussetzung dafür.
Zusätzliche Ausrüstung
- EU- oder AT-Typengenehmigung inkl. Dokumenten
- Kugelkupplung K80
- 2-Leiter-Druckluftbremse mit ALB
- 6-Punkt-Wiegesystem mit LCD-Leuchtfeld
- Drucker
- Teleskop-Gelenkzapfwelle mit Überlastschutz, 1 3/8" Z = 21 (ohne Aufpreis)
- Elastisches Auslaufrohr
- Rollplane
- Ersatzrad
- Warndreieck für langsame Anhänger
Das elastische Auslaufrohr lenkt den Kornstrom gezielt und verringert die Fallhöhe – das mindert Staub und Bruchkorn beim Befüllen.
Einsatzgebiete
Getreide-, Raps- und Maisernte, Lohnunternehmen und Erntegemeinschaften, große Ackerbaubetriebe, Saatgutvermehrung, Betriebe mit bodenschonender Bewirtschaftung.
Hinweise zum Betrieb
- Zapfwellendrehzahl von 1.000 U/min einhalten.
- Stützlast des Zugfahrzeugs prüfen: bis zu 3.000 kg.
- Bei Einzelzulassung in Deutschland die Bereifung nach StVZO wählen.
- Die technisch zulässigen 25.000 kg gelten nur innerbetrieblich.
- Vor dem Ausschwenken der Schnecke auf Freileitungen und Hindernisse achten – das Austragfenster liegt bis 4.850 mm hoch.
- Niemals bei laufender Zapfwelle in die Mulde steigen oder Verstopfungen lösen.
- Vor Arbeiten in der Mulde Zapfwelle abschalten, Motor abstellen und Schlüssel abziehen.
- Beim Sortenwechsel über die Revisionsfenster vollständig entleeren und reinigen.
- Überlastkupplung regelmäßig prüfen; wiederholtes Auslösen deutet auf ein Problem in der Schnecke hin.
- Bei Straßenfahrt die Breite von 2.960 mm beachten.
Häufige Fragen
Was bringt ein Überladewagen?
Der Mähdrescher dreschit durch, statt auf ein Transportfahrzeug zu warten oder selbst zum Feldrand zu fahren. Zudem bleiben schwere Transportfahrzeuge am Feldrand – das schont den Boden.
Wie schnell entleert der Wagen?
200 bis 400 m³ pro Stunde. Die doppelte Förderschnecke hat zwei Geschwindigkeitsstufen – die niedrige behandelt empfindliches Gut wie Saatgut und Braugerste schonender.
Wie hoch reicht die Schnecke?
Das Austragfenster liegt zwischen 4.550 und 4.850 mm und ist verstellbar – damit reicht sie über die Bordwand von Ackerwagen, Lkw-Aufliegern und Containern.
Wie viel fasst der Wagen?
28 m³ bei rund 15.300 kg Nutzlast und 23.000 kg zulässigem Gesamtgewicht. Innerbetrieblich sind technisch 25.000 kg zulässig.
Entleert der Wagen vollständig?
Der Boden ist rinnenförmig und führt das Gut zwei Schnecken zu. Drei Revisionsfenster, das vordere hydraulisch gesteuert, erlauben Kontrolle und Reinigung – beim Sortenwechsel entscheidend.
Gibt es ein Wiegesystem?
Ja, ein 6-Punkt-Wiegesystem mit LCD-Leuchtfeld ist als Zusatzausrüstung erhältlich, ergänzt um einen Drucker für Belege direkt am Feldrand.
Was braucht der Schlepper?
165 PS beziehungsweise 121,3 kW, eine Zapfwelle mit 1.000 U/min und eine Kupplung für 3.000 kg Stützlast. Eine Teleskop-Gelenkzapfwelle mit Überlastschutz ist ohne Aufpreis erhältlich.
Wozu die Überlastkupplung?
Sie schützt den Antriebsstrang, wenn sich in der Schnecke ein Fremdkörper verklemmt – sie rutscht durch, statt dass Schnecke oder Getriebe brechen.