PRONAR Tridem-Muldenkipper 34 t, 29–45 m³, zwangsgelenkt, 40 km/h
€53,275.00
PRONAR Tridem-Muldenkipper 34 t, 29–45 m³, zwangsgelenkt, 40 km/h
Serienmäßige Ausrüstung
- Tridem-Fahrwerk mit Parabelfederung, 1. und 3. Achse zwangsgelenkt, Achsabstand 1.810 mm
- Mulde mit profilierten Seitenwänden, je fünf Diagonalprofile und Spannseile im Inneren
- Hydraulische Heckklappe mit automatischer Verriegelung, per Fernbedienung aus der Traktorkabine steuerbar
- Gummidichtung der Heckklappe
- Aluminium-Aufsätze 400 mm, in Stahlpfosten eingesteckt, mit Stahltraversen befestigt
- Vertikale Vorderwand mit Gitterfenster und PLEXI-Scheibe
- Hydraulisch gefederte Deichsel mit Höhenverstellung, Untenanhängung mit Kugelkupplung K80 (4.000 kg)
- Hydraulischer Schrägstützfuß
- Zentrales Hydrauliksystem mit Verteiler und kabelgebundener Fernbedienung
- Kornschieber in der Rückwand
- Klappbare Aufstiegsleiter und Trittstufen
- 2-Leiter-Druckluftbremse mit ALB Premium, Trommelbremse 406 × 140 mm
- Pneumatische Feststellbremse
- LED-Beleuchtungsanlage 12 V mit seitlichen Umrissleuchten, Rücklichter mit Schutzgitter
- Zwei Arbeitsscheinwerfer hinten
- Alu-Kotflügel oben mit Spritzschutz, Spritzschutz hinten
- Hinterer Unterfahrschutz, homologiert und klappbar
- Keile mit Halter
- Lackierung: Fahrgestell schwarzgrau RAL 7021, Bordwände grün RAL 6010
Technische Daten
| Hersteller | PRONAR |
|---|---|
| Produktart | Tridem-Muldenkipper |
| Zul. Gesamtgewicht | 34.000 kg |
| Technisch zul. Gesamtgewicht (innerbetrieblich) | 35.000 kg |
| Eigengewicht | 10.200 kg |
| Nutzlast | 23.800 kg |
| Ladevolumen | 29 m³ ohne Aufsätze / 37 m³ mit 400 mm / 45 m³ mit 800 mm |
| Muldengröße innen L × B | 8.700 × 2.240 – 2.300 mm |
| Gesamtmaße mit Aufsätzen 400 mm | 10.550 × 2.750 × 3.690 mm |
| Bordwandhöhe | 1.500 + 400 mm |
| Blechstärke Boden / Bordwände | 5 / 4 mm |
| Plattformhöhe | 1.600 mm |
| Spurweite | 2.100 mm |
| Aufhängung | Parabelfederung |
| Stützlast | 4.000 kg |
| Bereifung | 650/55 R 26,5 |
| Zul. Geschwindigkeit | 40 km/h |
| Kippsystem | heckseitig, Kippwinkel 50° |
| Teleskopzylinder | Hublänge 3.250 mm, Ölbedarf 75 l, Betriebsdruck 200 bar |
| Erforderliche Schlepperleistung | 182 PS / 133,8 kW |
Produktbeschreibung
Tridem-Muldenkipper für den professionellen Transport
Der Dreiachser mit zwangsgelenkten Außenachsen fasst je nach Aufbau 29 bis 45 m³ und trägt 23,8 Tonnen. Mulde, Heckklappe, Deichsel und Stützfuß werden über ein zentrales Hydrauliksystem per Fernbedienung aus der Traktorkabine gesteuert.
Zwangslenkung: der Unterschied auf dem Hof und am Feldrand
Die erste und dritte Achse sind zwangsgelenkt.
Warum das bei einem Tridem unverzichtbar ist: Drei starre Achsen auf kurzem Abstand schieben in der Kurve quer. Die Reifen radieren über den Boden – das kostet Gummi, reißt Grasnarbe auf, belastet den Rahmen und macht den Wagen im Hof kaum rangierbar.
Mit Zwangslenkung folgen die Außenachsen dem Zugfahrzeug. Der Wendekreis schrumpft, die Reifen rollen statt zu schieben, und die Spurtreue auf schmalen Feldwegen steigt spürbar.
Bis zu 45 m³ durch aufgesetzte Alu-Aufsätze
| Aufbau | Ladevolumen | Typische Güter |
|---|---|---|
| ohne Aufsätze | 29 m³ | Erde, Schotter, Rüben – schwere Güter |
| Aufsätze 400 mm (serienmäßig) | 37 m³ | Getreide, Mais, Kartoffeln |
| Aufsätze 800 mm (optional) | 45 m³ | Hackschnitzel, Silage, Kompost |
Die Aufsätze sind aus Aluminium und werden in Stahlpfosten eingesteckt. Das spart Eigengewicht dort, wo es nichts trägt – und jedes Kilo weniger Leergewicht ist ein Kilo mehr Nutzlast.
Zentrales Hydrauliksystem mit Fernbedienung
Das ist das Komfortmerkmal, das den Arbeitsalltag prägt. Über eine kabelgebundene Fernbedienung aus der Traktorkabine werden gesteuert:
- Hydraulische Stoßdämpfung und Höhenverstellung der Deichsel – Anpassung an untere oder obere Anhängevorrichtung des Traktors
- Hydraulisch anhebbare Heckklappe mit automatischer Druck- und Verriegelungsfunktion
- Hydraulisches Kippen der Mulde mit automatischem Ventil zur Begrenzung des Kippwinkels
- Arbeitsbeleuchtung des Anhängers
Was das praktisch bedeutet: Der Fahrer bleibt sitzen. Kein Absteigen zum Entriegeln der Heckklappe, kein Umstecken von Hydraulikschläuchen für jede Funktion. Bei zwanzig Fuhren am Tag summiert sich das auf Stunden.
Voraussetzung: Das System braucht einen dauerhaften Anschluss an ein Paar Hydraulikanschlüsse des Traktors und eine 3-polige Steckdose.
Mulde mit Diagonalprofilen und Spannseilen
Die Seitenwände sind profiliert und mit je fünf Diagonalprofilen verstärkt; im Inneren laufen Spannseile.
Warum das die Lebensdauer bestimmt: Eine Mulde arbeitet beim Beladen und beim Kippen. Feuchte Silage und klebrige Erde hängen beim Abkippen an der Wand und ziehen daran. Diagonalprofile und Spannseile nehmen diese Kräfte auf, statt dass sich die Wand ausbeult.
Boden 5 mm, Bordwände 4 mm – für einen Wagen mit 23,8 t Nutzlast solide ausgelegt.
Hydraulische Heckklappe mit automatischer Verriegelung
Die Klappe wird hydraulisch angehoben und verriegelt sich automatisch. Die Gummidichtung hält feine Güter zurück – bei Getreide, Kompost und feuchtem Material der Unterschied zwischen dichter Fuhre und Spur auf der Straße.
Als Zusatzausrüstung gibt es eine zusätzliche elektro-hydraulische Verriegelung mit integriertem Sensor.
Deichsel mit Kugelkupplung K80 und 4.000 kg Stützlast
Die hydraulisch gefederte Deichsel mit Höhenverstellung ist serienmäßig für die Untenanhängung mit K80 ausgelegt. Die gefederte Deichsel entkoppelt Zugfahrzeug und Anhänger – das schont Kupplung, Rahmen und Fahrer, gerade bei 40 km/h auf unebenen Wegen.
Alternativ ohne Aufpreis: Deichsel mit starrer Zugöse Ø 40, dann mit 33.000 kg zulässigem Gesamtgewicht und 3.000 kg Stützlast.
Bremsanlage: ALB Premium serienmäßig
Die 2-Leiter-Druckluftbremse mit Trommelbremse 406 × 140 mm hat serienmäßig den ALB Premium, dazu kommt eine pneumatische Feststellbremse.
Warum das bei 23,8 t Nutzlast entscheidend ist: Zwischen leerem und beladenem Zustand liegt mehr als das Doppelte des Eigengewichts. Ohne lastabhängige Regelung blockieren die Räder im leeren Zustand – mit Ladung wäre die Bremswirkung dagegen zu schwach.
Sicherheit und Sicht
- Vertikale Vorderwand mit Gitterfenster und PLEXI-Scheibe – der Blick in die Mulde ohne Aussteigen.
- LED-Beleuchtung mit Schutzgitter an den Rücklichtern.
- Zwei Arbeitsscheinwerfer hinten für das Abkippen in der Dunkelheit.
- Klappbare Aufstiegsleiter und Trittstufen.
- Homologierter, klappbarer Unterfahrschutz.
- Rückfahrkamera als Zusatzausrüstung – bei 10,5 m Gesamtlänge eine sinnvolle Ergänzung.
Fahrwerksvarianten
Serienmäßig arbeitet der Wagen mit Parabelfederung und zwangsgelenkten Außenachsen. Als Zusatzausrüstung sind erhältlich:
- Hydraulisches Tridem-Fahrwerk mit hydraulisch stabilisierten und verstellbaren Außenachsen, mittlerer Starrachse, Liftachse und hydraulischer Aufhängesperre an der Hinterachse
- Nachlaufgelenkte Achsen mit hydraulischer Sperrung – wahlweise Vorder- und Hinterachse oder nur die Hinterachse
Die Liftachse lohnt sich, wo häufig leer gefahren wird: angehoben spart sie Reifenverschleiß und Rollwiderstand.
Zusätzliche Ausrüstung
- AT- oder EU-Typengenehmigung inkl. Dokumenten
- Deichsel mit starrer Zugöse Ø 40 (ohne Aufpreis)
- Teleskopstützfuß mit Getriebe (ohne Aufpreis)
- Hydraulisches Tridem-Fahrwerk mit Liftachse
- Nachlaufgelenkte Achsen mit hydraulischer Sperrung
- Ausführung ohne Alu-Aufsätze
- Alu-Aufsätze 800 mm für bis zu 45 m³
- Zentrale Hydraulikanlage mit Ölbehälter und zapfwellengetriebener Pumpe
- Rollplane mit klappbarem Gestell und Podest (nicht mit 800-mm-Aufsätzen kombinierbar)
- Zusätzliche elektro-hydraulische Verriegelung der Heckklappe mit Sensor
- Werkzeugkasten
- Hintere klappbare Serviceleiter, unter der Mulde verstaubar
- Auslaufgosse
- Rückfahrkamera
- Geteilter Beleuchtungsbalken für die Nutzung von Anhängerkupplung und Hydraulikanschlüssen (ohne Aufpreis)
- Hintere Hydraulikanschlüsse
- Manuelle Anhängerkupplung
Einsatzgebiete
Lohnunternehmen, große Ackerbaubetriebe, Biogasanlagen und Substratlogistik, Zuckerrüben- und Kartoffelernte, Hackschnitzel- und Kompostlogistik, Bauwesen und Erdbewegung, Kommunen.
Hinweise zum Betrieb
- Das zentrale Hydrauliksystem erfordert einen dauerhaften Anschluss an ein Paar Hydraulikanschlüsse des Traktors und eine 3-polige Steckdose.
- Auch der hydraulische Schrägstützfuß braucht einen dauerhaften Hydraulikanschluss.
- Stützlast des Zugfahrzeugs prüfen: Der Wagen stützt mit bis zu 4.000 kg auf.
- Beim Kippen auf ebenen, tragfähigen Untergrund achten und den Wagen ausrichten – bei 3.250 mm Hublänge ist der Schwerpunkt hoch.
- Mulde nicht unter Freileitungen anheben.
- Vor dem Kippen die Verriegelung der Heckklappe prüfen.
- Nach dem Entladen prüfen, ob die Mulde vollständig geleert ist – anhaftendes Material verlagert den Schwerpunkt.
- Zulässige Höhe beachten: mit 400-mm-Aufsätzen 3.690 mm.
- Die Rollplane ist nicht mit den 800-mm-Aufsätzen kombinierbar.
- Radmuttern und Zwangslenkung regelmäßig kontrollieren.
Häufige Fragen
Wie viel fasst der Muldenkipper?
29 m³ ohne Aufsätze, 37 m³ mit den serienmäßigen 400-mm-Aufsätzen und 45 m³ mit den optionalen 800-mm-Aufsätzen.
Wie viel kann er laden?
23.800 kg bei 34.000 kg zulässigem Gesamtgewicht. Innerbetrieblich sind technisch 35.000 kg zulässig.
Was bringt die Zwangslenkung?
Drei starre Achsen schieben in der Kurve quer – das radiert Reifen ab, reißt die Grasnarbe auf und belastet den Rahmen. Mit zwangsgelenkter erster und dritter Achse folgen die Räder dem Zugfahrzeug: kleinerer Wendekreis, weniger Verschleiß, bessere Spurtreue.
Was lässt sich aus der Kabine steuern?
Über die kabelgebundene Fernbedienung: Deichselfederung und -höhe, die hydraulische Heckklappe mit automatischer Verriegelung, das Kippen der Mulde und die Arbeitsbeleuchtung.
Was braucht der Traktor?
182 PS beziehungsweise 133,8 kW, ein Paar dauerhaft angeschlossene Hydraulikanschlüsse, eine 3-polige Steckdose und eine Kupplung für 4.000 kg Stützlast. Für das Kippen werden 75 Liter Öl bei 200 bar benötigt.
Gibt es eine Alternative zur K80-Kupplung?
Ja, ohne Aufpreis eine Deichsel mit starrer Zugöse Ø 40. Dann gelten 33.000 kg zulässiges Gesamtgewicht und 3.000 kg Stützlast.
Wozu die Liftachse?
Sie ist Teil des optionalen hydraulischen Tridem-Fahrwerks. Angehoben spart sie bei Leerfahrten Reifenverschleiß und Rollwiderstand.
Warum sind die Aufsätze aus Aluminium?
Weil sie kein Gewicht tragen müssen, sondern nur Volumen schaffen. Jedes Kilo weniger Eigengewicht ist ein Kilo mehr Nutzlast.