PRONAR Tridem-Heckkipper 30 t, 22–35 m³, eigene Hydraulik, 40 km/h
€52,105.00
PRONAR Tridem-Heckkipper 30 t, 22–35 m³, eigene Hydraulik, 40 km/h
Serienmäßige Ausrüstung
- Tridemfahrwerk mit Parabelfederung, 1. und 3. Nachlaufachse mit hydraulischer Sperrung der Wendung, Achsabstand 1.525 mm
- Kippeinrichtung mit eigener Pumpe und Öltank
- Gelenkwelle zum Anschließen der Pumpe
- Zwei Teleskopzylinder mit Sicherheitsseilen
- Hydraulische Heckklappe mit automatischer Verriegelung
- Aufsätze 580 mm aus 2-mm-Blech, ohne Sichtfenster
- Vorderwand mit zwei Sichtfenstern mit PLEXI-Scheibe
- Universal-Deichsel zur Unten- und Obenanhängung mit starrer Zugöse Ø 40, gefedert
- Teleskopstützfuß mit Getriebe
- 2-Leiter-Druckluftbremse, Trommelbremse 406 × 140 mm
- Kurbelbremse
- Beleuchtungsanlage 12 V mit seitlichen Umrissleuchten, Rücklichter mit Schutzgitter
- Kornschieber in der Rückwand
- Klappbare Aufstiegsleiter und Trittstufen
- Kunststoff-Kotflügel vor der 1. und hinter der 3. Achse
- Hinterer Unterfahrschutz, homologiert und klappbar
- Keile mit Halter
- Lackierung: Fahrgestell rot RAL 3000, Bordwände grün RAL 6010
Technische Daten
| Hersteller | PRONAR |
|---|---|
| Produktart | Tridem-Muldenkipper, Heckkipper |
| Zul. Gesamtgewicht | 30.000 kg |
| Technisch zul. Gesamtgewicht (innerbetrieblich) | 33.000 kg |
| Eigengewicht | ca. 9.000 kg (ohne Aufsätze) |
| Nutzlast | ca. 21.000 kg |
| Ladevolumen | 22 m³ ohne Aufsätze / 32 m³ mit 580 mm / 35 m³ mit 700 mm |
| Muldengröße innen L × B | 8.000 × 2.200 – 2.250 mm |
| Gesamtmaße L × B × H | 9.900 × 2.550 × 3.330 mm (ohne Aufsätze) |
| Bordwandhöhe | 1.200 + 580 mm |
| Blechstärke Boden / Bordwände | 4 / 4 mm |
| Plattformhöhe | 1.440 mm |
| Spurweite | 2.100 mm |
| Aufhängung | Parabelfederung |
| Stützlast | 3.000 kg |
| Bereifung | 385/65 R 22,5 RE |
| Zul. Geschwindigkeit | 40 km/h |
| Kippsystem | heckseitig, Kippwinkel 50° |
| Hydraulikversorgung | eigener Öltank mit Pumpe |
| Teleskopzylinder | Hublänge 2.990 mm, Ölbedarf 72 l, Betriebsdruck 200 bar |
| Erforderliche Schlepperleistung | 182 PS / 133,8 kW |
Hinweis: Alle aufgeführten Parameter gelten bei Einzelzulassung in Deutschland.
Produktbeschreibung
Tridem-Heckkipper mit eigener Hydraulik
Der Dreiachser trägt rund 21 Tonnen und fasst je nach Aufbau 22 bis 35 m³. Zwei Teleskopzylinder kippen die Mulde mit 50° nach hinten, versorgt von einer eigenen Hydraulikanlage mit Öltank und zapfwellengetriebener Pumpe.
Eigene Hydraulikanlage – das entscheidende Merkmal
Das ist der Grund, diesen Kipper gegenüber vergleichbaren Modellen zu wählen.
Die Rechnung: Das Kippsystem braucht 72 Liter Öl bei 200 bar. Ein Traktorhydrauliksystem müsste diese Menge liefern und anschließend wieder aufnehmen – viele Schlepper haben dafür schlicht nicht genug Ölvorrat oder Förderleistung.
- Der Anhänger bringt Öl und Pumpe selbst mit. Angetrieben wird über die Gelenkwelle, die zum Lieferumfang gehört.
- Kein Steuergerät nötig. Der Schlepper braucht kein freies Ventil für das Kippen.
- Kein Ölaustausch zwischen den Fahrzeugen. Das vermeidet Verunreinigung und Vermischung unterschiedlicher Ölsorten – ein häufiges Problem bei wechselnden Zugfahrzeugen.
- Gleiche Kippgeschwindigkeit an jedem Schlepper, unabhängig von dessen Pumpenleistung.
Zwei Teleskopzylinder mit Sicherheitsseilen
Zwei Zylinder statt einem verteilen die Kraft und halten die Mulde beim Anheben in der Spur. Die Sicherheitsseile begrenzen den Kippwinkel mechanisch – eine Rückfallebene, falls die hydraulische Begrenzung versagt.
22 bis 35 m³ – drei Aufbaustufen
| Aufbau | Volumen | Typische Güter |
|---|---|---|
| ohne Aufsätze | 22 m³ | Erde, Schotter, Rüben – hier begrenzt das Gewicht |
| Aufsätze 580 mm (serienmäßig) | 32 m³ | Getreide, Mais, Kartoffeln |
| Aufsätze 700 mm | 35 m³ | Hackschnitzel, Silage, Kompost |
Die Rechnung dahinter: 21 Tonnen Getreide füllen rund 28 m³, Silage dagegen über 30 m³. Erst mit den höheren Aufsätzen wird die Nutzlast bei leichtem Material ausgenutzt.
Nachlaufachsen mit hydraulischer Sperrung
Die erste und dritte Achse laufen der Kurve nach.
Warum das bei einem Tridem unverzichtbar ist: Drei starre Achsen auf kurzem Abstand schieben in der Kurve quer. Die Reifen radieren über den Boden – das kostet Gummi, reißt Grasnarbe auf und belastet den Rahmen.
Die Sperrung ist beim Rückwärtsfahren unverzichtbar: Freie Nachlaufachsen bringen den Anhänger beim Rangieren zum Ausbrechen. Gesperrt fährt er spurtreu.
Der Unterschied zur Zwangslenkung: Nachlaufachsen folgen passiv der Fahrtrichtung, Zwangslenkung wird aktiv geführt. Nachlaufachsen sind einfacher, wartungsärmer und günstiger – bei überwiegend Vorwärtsfahrt die pragmatische Lösung.
4 mm Boden und 4 mm Bordwände
Boden und Wände sind gleich stark ausgeführt. Bei einem Heckkipper zählt das: Beim Kippen rutscht die gesamte Ladung über die Seitenwände nach hinten und reibt dabei an ihnen – anders als bei einem Dreiseitenkipper, bei dem die Wand nur öffnet.
Zwei Sichtfenster in der Vorderwand
Der Blick in die Mulde ohne Aussteigen. Bei 1,78 m Aufbauhöhe und 8 m Muldenlänge ist das die einzige praktikable Füllstandskontrolle während der Erntefahrt.
Universal-Deichsel, gefedert
Die Deichsel ist für Unten- und Obenanhängung ausgelegt und gefedert. Die Federung entkoppelt Zugfahrzeug und Anhänger – das schont Kupplung, Rahmen und Fahrer, gerade bei 40 km/h.
Eine Kugelkupplung K80 ist als Zusatzausrüstung erhältlich.
Kornschieber serienmäßig
Getreide lässt sich dosiert ablassen, ohne die ganze Heckklappe zu öffnen – beim Beschicken von Trocknern, Silos und Mahlanlagen der praktische Unterschied. Eine Auslaufgosse ist als Zusatzausrüstung erhältlich.
Zusätzliche Ausrüstung
- AT- oder EU-Typengenehmigung inkl. Dokumenten
- Kugelkupplung K80
- Hydraulischer Stützfuß, einfachwirkend oder klappbar (ohne Aufpreis)
- 2-Leiter-Druckluftbremse mit ALB
- Aufsätze 700 mm statt 580 mm für 35 m³
- Fallsegel, 3 Sätze je 2,3 m (nur mit Aufsätzen)
- Auslaufgosse
- Hintere Anschlüsse für Elektrik, Hydraulik und Pneumatik
- Anhängerkupplungen verschiedener Hersteller
- Kunststoff- und Metallkotflügel für breitere Bereifungen
- Ersatzrad
- Warndreieck für langsame Anhänger
Einsatzgebiete
Große Ackerbaubetriebe, Lohnunternehmen, Biogasanlagen und Substratlogistik, Zuckerrüben- und Kartoffelernte, Hackschnitzel- und Kompostlogistik, Bauwesen und Erdbewegung, Kommunen.
Hinweise zum Betrieb
- Für das Kippsystem wird die Zapfwelle benötigt – die Gelenkwelle gehört zum Lieferumfang.
- Stützlast des Zugfahrzeugs prüfen: bis zu 3.000 kg.
- Nachlaufachsen beim Rückwärtsfahren sperren.
- Beim Kippen auf ebenen, tragfähigen Untergrund achten und den Wagen ausrichten – bei 2.990 mm Hublänge ist der Schwerpunkt hoch.
- Mulde nicht unter Freileitungen anheben.
- Vor dem Kippen die Verriegelung der Heckklappe prüfen.
- Nach dem Entladen prüfen, ob die Mulde vollständig geleert ist – anhaftendes Material verlagert den Schwerpunkt.
- Ölstand der eigenen Hydraulikanlage regelmäßig kontrollieren.
- Sicherheitsseile auf Beschädigung prüfen.
- Die technisch zulässigen 33.000 kg gelten nur innerbetrieblich.
- Bei Straßenfahrt Höhe und Breite beachten.
Häufige Fragen
Warum hat der Kipper eine eigene Hydraulikanlage?
Das Kippsystem braucht 72 Liter Öl bei 200 bar – viele Schlepper haben dafür nicht genug Ölvorrat oder Förderleistung. Der Anhänger bringt Öl und Pumpe selbst mit, angetrieben über die mitgelieferte Gelenkwelle.
Braucht der Schlepper ein Steuergerät zum Kippen?
Nein. Die eigene Hydraulikanlage macht ein freies Ventil überflüssig – benötigt wird die Zapfwelle.
Wie viel fasst der Kipper?
22 m³ ohne Aufsätze, 32 m³ mit den serienmäßigen 580-mm-Aufsätzen und 35 m³ mit den optionalen 700-mm-Aufsätzen.
Wie viel kann er laden?
Rund 21.000 kg bei 30.000 kg zulässigem Gesamtgewicht. Innerbetrieblich sind technisch 33.000 kg zulässig.
Was unterscheidet Nachlaufachsen von Zwangslenkung?
Nachlaufachsen folgen passiv der Fahrtrichtung, Zwangslenkung wird aktiv geführt. Nachlaufachsen sind einfacher, wartungsärmer und günstiger – bei überwiegend Vorwärtsfahrt die pragmatische Lösung. Für das Rückwärtsfahren lassen sie sich hydraulisch sperren.
Wozu die Sicherheitsseile?
Sie begrenzen den Kippwinkel mechanisch – eine Rückfallebene, falls die hydraulische Begrenzung versagt.
Welchen Schlepper brauche ich?
182 PS beziehungsweise 133,8 kW, eine Zapfwelle für den Pumpenantrieb und eine Kupplung für 3.000 kg Stützlast.
Wie sehe ich den Füllstand?
Über die zwei PLEXI-Sichtfenster in der Vorderwand – bei 8 m Muldenlänge die einzige praktikable Kontrolle während der Fahrt.